hier kommt der bericht von meinem dritten fünfziger himmelfahrtsVatertag in rengsdorf, im original erschienen auf lauftipps.de am 28.mai 2009

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Vorsicht, ich hatte gestern frei daher konnte ich mich formulativ austoben, hier also in gewohnt+Epsilon-epischer Breite … Lachen

Die Wetterfee:
Am Vorvorabend rief Angela an Geschockt BIIIIINE … es soll GEWITTER geben … was MACHST Du dann Mit den Augen rollen was soll ich machen – – – LAUFEN Ausrufezeichen Aber wenn wir dann mitten im Wald sind Frage „Besser mitten im Wald als auf dem freien Feld als einzige Erhebung …“

Außerdem, so dozierte ich weiter im vergeblichen Versuch, ihr die Panik aus meinen Ohren zu nehmen, wären Gewitter um diese Jahreszeit doch frühestens nachmittags zu erwarten so nach 15:00 Uhr, und dann seien wir doch längst im Ziel Idee

Eine kurze Nacht:
Mittwoch Abend holte Rolf meinen Frankfurter Kollegen Patrick vom Zug (ICE nach SU und der ÖPNV an der Sieg ist mittlerweile recht gut getaktet) der bei uns statt Pasta- die ernährungsphysiologisch wertvollere Kartoffelauflauf“party“ genießen sollte mit geselligem Abend zu dritt, kurz unterbrochen von 1h Telco mit Amilandwestcoast, Sch*** Beraterjob (Freitag nach dem Lauf kam’s noch dicker für ihn: Flug nach London statt Regeneration und Retour erst Samstag früh).
Patrick hatte sich den WWald selbst ausgesucht da der BGL schon ausgebucht war (den hat er uns voraus), und seine Anfrage ob ich Informationen dazu hätte fiel natürlich auf fruchtbaren Boden Lachen
Der Abend war lau, das Hefe (bzw. Bit light) kühl aber wohldosiert, und in freudiger aber erfürchtiger Erwartung ging’s bald in die Falle weil um 5:15 der Wecker klingelte.

Vor dem Start:
Frischkorn vom Vorabend mit Banane+Orange gab’s für uns beide zum Tee, Patrick hatte zuletzt vor 10 Jahren selbst gemahlen und wollte daher lieber risikofrei bei Kaffee + Körnerbrot mit Honig bleiben.
Nachdem ihre Mitfahrgelegenheit in Gestalt von RudolfoValentino+Sonja, die lieber schon im Wohnmobil in Rengsdorf nächtigen wollten, weggefallen war, hatte Angela uns am Vorabend die klare Ansage 6:45 am McDoofKreisel A3 abgerungen, und da stand sie auch, leicht nervös aber ebenso in freudiger Erwartung wie vier alle.
Von dort ist es nur noch ein kurzes Stück Fahrt vorbei an meiner Arbeitsabfahrt, dann die nächste raus in strahlender Sonne, und runter ins Tal — in ziemlich dicke Suppe. Aber so was verspricht ja meist hochzuziehen an Frühsommertagen, und im Vergleich zu 2006 (nass) und 2007 (NASS+KALT) war es schon mal trocken und mild.

Im Schwimmbad tummelten sich die üblichen Verdächtigen und Gitta war leicht enerviert, da Helfer ausgefallen waren, teils wegen Krankenhaus „berechtigt“, teils ohne Kommentar, aber „et hätt noch imme joot jejange“
Der Steppenhahn versuchte durch schnelle Handbewegung die Kippe durch Unschärfe aus dem Bild zu bewegen, aber der Rauch verriet ihn doch. WesterWaldConny war sehr höflich Darf ich fragen ob Du die Ratze bist?, sie war als Radbegleitung da und nach knapp 5h zurück, Bericht in Jogmap.

Endlich gab’s die 8:00Uhr-Versammlung mit der Ansprache zur Lage des Westerwalds und dann — setzte sich ein fröhlicher Tross von rund Hundert Mann/Frau/Hund gemächlich in Bewegung.
Es sind auch immer einige 30er dabei die die Stimmung genießen statt bis 9:00 wie „erlaubt“ einsamer auf ihren Kreis zu laufen, aber für den Großteil von ca. 115 waren 50km die Wahl der Qual, wenn auch mindestens zu Beginn eher ohne selbige.

Nach Norden geht’s, von Westen weht’s:
Diesmal verlief der Kurs, von denen es wohl 5 Sorten gibt im jährlichen Wechsel nebst Drehrichtung (also 10 Sichtweisen), nach Norden zu A3+ICE, etwa noch mal so weit nach Norden bis ins Wiedtal hinunter, und nach leichtem Westschlenker entsprechend zurück auf die Höhen wieder zur A3 nach Süden und weiter südlich ins Ziel, ein langer schmaler Schlauch also mit Abkürzmöglichkeiten auf die 10er, 21er und 32er (etwa bei km17) in Gestalt kurzer Querspangen zum jeweiligen Rest der Hauptstrecke. Das ist praktisch, da kommt keine Panik auf, Tagesform kann entscheiden, sofern man in der Lage ist die reichlich angebrachten Pfeile und Vorwarnungen zur Streckenteilung und Hinweisschilder und Pfeile richtig zu interpretieren Winken
Ungefähr bei km10 kam die schwarze Wand mit lautem Grollen immer näher und ich war froh, dass Angela außer Sichtweite vor mir war Smilie
Aber auch Ulli von M.U.T. war’s ob des Donners nicht so wohl in seiner Haut, zumal gerade auf freiem Wiesenstück auf mich auflaufend, und so versuchte ich ihn mit grober Streckenvorstellung wir laufen doch nach Norden, das zieht hinter uns vorbei zu beruhigen.

Kaum ausgesprochen gingen die Pfeile nach rechts Pfeil und nochmal nach rechts Pfeil und wir liefen wieder auf die Wand zu Geschockt aber dann doch noch rechtzeitig wieder im Linksbogen in den nächsten Wald und letztlich kam’s wie von Ratze prophezeit.

Ein fröhliches Trio:
Irgendwann um die Zeit traf ich auf Knut den Ultra-Debutanten und seinen Freund Gernod(?) aus Nümbrecht(? jedenfalls aus dem Bergischen, also solche Hügel gewohnt).
Sie waren in Schwätzlaune und so verbrachten wir etliche Kilometer zusammen.
Knut hatte Respekt vor den unbekannten letzten 8km und wollte sich bergauf gehend die Körner einteilen, wo ich wie üblich weitertrabte, Gernod schien nicht so seinen besten Tag zu haben, insgesamt passte das Tempo aber letztlich dann wieder zusammen, zumal ich ja desöfteren für ein kurzes Fotoshooting stehen blieb.
Gemeinsam lief es von der Höhe (rund 380) runter ins Weidtal (ca 180?)

wo wir etwa am nördlichsten Punkt der Strecke Halbzeit in idyllischer Landschaft hatten um danach lange Zeit Meter um Meter wieder bergan zu stürmen oder vielmehr trotten, zuzüglich einiger „unnötiger“ Dellen=Höhenverluste, aber das macht ja einen großen Teil vom Reiz aus.
Ich hatte mir vorgenommen, diesmal endlich bei km46 ein HaBuFlaBi zu genießen, und extra dafür Geld eingesteckt, dachte ich Verlegen Als ich es dann vorbeugend um km20 schon mal suchte war da nix und die Jungs boten sich spontan an mir auszuhelfen falls wir dann noch zusammen seien. Echte Fründe stonn zesamme … aber es kam ein bischen anders (s.u.)

Wie bl[o|e]nd kann frau sein Frage :
Unterwegs gibt’s 5 VK (Verpflegungs und Kontroll=Stempelstellen) für die Wanderer (gegen Geld) Läufer (in 10€ enthalten) und 2 zusätzliche T(ee)-Stellen nur für die Läufer der großen Runde.
Da die auf 7|17|24|29,5|35|38,5|46 einigermaßen gut verteilt sind nahm ich (bis auf die ausnahmsweise mal minileichte Bauchtasche für Fotohandy) nix mit weil mich das ja eher stört.

So kam’s dass ich fröhlich bei V4=35km meinen Stempel abholte und nach 1:07 ich lauf schon mal los, will nicht so lang rum stehen, Ihr kommt ja gleich wieder vor den Jungs von dannen trabte.
Nach ca. 500m wunderte ich mich weil durstig, frug mich selber was hast Du denn eben getrunken Mit den Augen rollen und bemerkte NIX Geschockt Böse
Kurzer Blick auf den Plan beruhigte mich etwas, kürzeste Distanz diesmal, bei km38,5 war T2 angesagt, das würde ich wohl durchhalten ,also nicht umdrehen.
Überflüssig zu erwähnen dass sich nun 3km JEDER Gedanke bei JEDEM Schritt nur noch ums Trinken drehte … und dann kam km38,5 mit einer T2 und viel Glück Ausrufezeichen
Denn die beiden gut gelaunten Posten erzählten dass sie eigentlich schon längst Feierabend hätten, sich aber dachten dass da noch ein paar kämen und daher gerne Überstunden machen wollten.
Fakt ist: wer lesen kann ist klar im Vorteil, „bis ca. 12:50 stand auf dem Plan“, das lerne ich nächstes Jahr auswendig, es war locker nach Viertel nach Eins! DAS hätte ich nicht überlebt, ohne irgendwo zu klingeln im nächsten Dorf unbekannterweise, denn V5 war ja erst bei km46 und ich hatte mich zuletzt bei km29,5 mit Flüssigkeit versorgt.
Ich gönnte mir nun also 7 lustige Minuten mit den beiden während derer sich auch meine beiden Mitläufer wieder einfanden und dann lief’s gemeinsam weiter.

All inclusive:
Langsam zog sich der Weg dann doch gen Ziel und die Beine wurden müder. Bei km40 kam zudem eine wichtige SMS, die ich dann doch (nicht meine Art aber es gibt Ausnahmen) direkt beantworten wollte, der einzige Abschnitt im Gehen, so geübt bin ich da nicht fingertechnisch. Danach hatte ich keine Ambitionen noch mal Gas zu geben um aufzuholen und so ließ ich „meine“ Jungs endgültig vom Haken, ich genieße auch gerne mal die Ruhe und das alleinige Durchbeißen.

Inzwischen kamen ja auch die Wanderer von den anderen Strecken über ihre Querverbindungen zunehmend wieder auf die Hauptroute retour und so überholte ich gemäßigten aber subjektiv optisch lockeren Trotts so manche Gruppe, die auch alle sofort Platz machten (was ich koordinativ mittlerweile nicht mehr so frisch dankte) und meist lobende Worte fanden, teils fast ehrfürchtige Wortwechsel vom Typ wie viele Kilometer? 44 Cool WAHNsinn.
Und dann, idylllisch am Waldesrand gelegen, kam die V5 mit Gitta und vielen Rastenden an Bänken und Tischen Würstchen genießenden Wanderern, funRunny und der Steppenhahn waren schon wieder weg, auch Knut&Gernod waren wohl kurz vor meinem Eintrudeln wieder aufgebrochen, und ich versuchte, ein HaBuFlaBi auf Pump bzw. gegen StempelkartenSchuldscheinVermerk erst im Ziel zu bezahlen zu ergattern und erfuhr [color=blue]das ist für Läufer doch mit drin[[color]

DAS SCHMECKTE Ausrufezeichen

Nach 13min war aber auch das leckerste Bier zu Ende und die letzten 4km rollten locker gen Rengsdorf was weil überwiegend bergab muskulär weniger prickelnd aber natürlich schon auch hilfreich war.

200km:
Soviel lag nach diesem Foto

noch eine Weile auf der Wiese mit Würstchen+Brötchen+Bier_o_ä in Gestalt unserer Autobesatzung, fröhlich, müde aber glücklich und nicht wirklich kaputt nach einem traumhaften Lauftag.
Ich gönnte mir, nachdem wir Angela (Bericht im LiS) bei Mäcces und Patrick beim ICE ausgesetzt hatten, zu Hause eine schöne mollige Badewanne und anschließend schlappten wir auf eine Pizza ins Landhaus Süchterscheid, 300m hin, 2 Hefe, 30mm zurück, das klappte hervorragend Cool

Aktive „D“egeneration:
1. Teil Freitag:
Ich konnte den Brückentag leider nicht komplett freinehmen da mein Zimmergenosse nachmittags wegmusste, immerhin hatten wir ausschlafkompatibel Schichtwechsel gegen Mittag verabredet.
Was ich nicht wusste: unser interner Umzug, für Montag angesetzt war vorverlegt da die Maler schon fertig waren.
Was soll ich tippen: so viel bin ich sonst in einer Woche nicht auf den Fluren hin+her getrottet, wir beide hatten zudem die größtmögliche Umzugsdistanz vom einen Endbüro in das spiegelbildliche des anderen Flügels Geschockt
Aber grundsätzlich tut Bewegung in Maßen ja bekanntlich gut und deshalb hatten Rolf+ich uns ja bewusst verabredet zum …

2. Teil Samstag:
Da war Familienwanderung im Bergischen angesagt, rund 14km rund um Burscheid/Lützenkirchen bei traumhaftem Wetter in geruhsamem Tempo, ein weiterer Meilenstein zu mukafreien lockeren Beinchen.
Bem anschließenden Grillen in Schwagers Garten schleppte der für uns Oldies 2 große Liegen raus, ich weiß nicht ob wir so alle aussahen oder er nur lieb sein wollte, bzw. uns auf den Arm … Frage jedenfalls war das Abhängen darauf wunderbar.

Fazit&Statistisches:
Mein schönstes Rengsdorf bisher durch traumhafte Wälder&Täler, besonders der Grenzbach

in der ersten Hälfte, macht sofort Lust auf’s nächste Jahr. Der Garmin meinte was von 49,59 was wohl der „üblichen“ Abweichung von 1% bei Bergstrecken nahekommt.
Immerhin war er bei seinem ersten Großeinsatz synchron zu Knuts Polar800 mit anderem System, was ja auch irgendwie beruhigend ist.
Tutto completto brutto war ich 7:06 unterwegs, die Pausenabschnitte mit 33min abziehend komm ich auf rund 6:32 „netto“ inclusive der Fotopausen, die obigen und noch ein paar mehr sind wie die Berichtelinks auch auf der homepage www.tv-rengsdorf.de zu finden.

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