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Schlagwort-Archive: siegrunde

das letzte wochenende war sportlich, aus laufSicht mal wieder ein postOPwochenrekord weil montag bis sonntag mit einem pausentag insgesamt 57,8km zusammenkamen.
den anfang machten montag und dienstag nur mit kleinen vorDerArbyteRunden und mittwoch gar nix, aber dann kam der donnerstag, als tagDerArbeit frei und zum ersten mal ging es wieder auf die siegrunde.
die ist eigentlich 22km lang aber vernunftbegabt habe ich sie mir zurechtgestutzt auf 16,3 indem der berg hoch nach irlenborn zum golfplatz und nachfolgende schlenker durch eitorf und in harmonie über die sieg weggelassen wurde, zumal ich bei derzeitigen temperaturen auch noch keine VP in form der quelle oberhalb von lanzenbach bräuchte die im zweifel sowieso mangels regen derzeit eine hallutinative wunschvorstellung sein könnte.

20140501_uWassackrichtung krabachtal geht es unterhalb von wassack erst mal STEIL hoch und am ginster vorbei

20140501_102655oWassackman könnte auch da schon unten links abkürzen richtung bach aber dann würde der weitblick von oben fehlen und ich liebe das lockere runterrollen auf dem darauffolgenden stück durch den wald.

in bach kommt das kloster merten in sicht

20140501_104246bachnach überqueren der sieg wird es größer

20140501_104510mertenund schließlich landet man am fuß der mauer wo sich rechts ein schmaler steig entlang und den läufer nach oben zieht

20140501_104649merten2bis man neben der kirche hinten rum wieder auf die hauptstraße

20140501_merten3und schließlich durch den torbogen in den innenhof mit dem blick auf die orangerie kommt

20140501_105143orangerieden (auch wenn bisher immer leckeren) kuchen hab ich mir verkniffen und mich schnell wieder auf den weg gemacht in richtung bahnhof vorbei an alten efeuüberwucherten mauern

20140501_105514efeuund dann unterhalb der gleise durch die siegauen mit blick in der ferne auf das erste „blaueWunder“

20140501_105947siegauebei dem schönen wetter gab es 2- und vierbeiner en masse als zuschauer, margitta würde daher den stil von zeit zu zeit als „tribünenschritt“ bezeichnen

20140501_110601muuuuhden kann ich ja auch schon wieder / immer noch, nur das tempo läßt noch auf sich warten, aber DAS können die meisten dann gar nicht beurteilen *ggg*

20140501_wanderWegschließlich kommt das alte teilstück, dessentwegen der neue radwegeabschnitt am bahnhof merten entlang und über die eisenbahnbrücken erfunden wurde, denn hier vom hauptweg links ab hoch ist wandern pflicht, auch für 2radnutzer.

20140501_wanderWeg2die sieg hat da halt schon etliche jährchen auf dem buckel und daher aus selbigem eher eine schroffe steil“küste“ geschaffen an deren fuß aber auch die sonne wärmt und daher einiges grünt und blüht

20140501_111718blauje nach wasserstand fließt sie dann auch unter den brücken (hier unter der zweiten neu angedockten blauen radWegErweiterung) mit erheblicher kraft.

20140501_113154blauesWunderwir haben vor jahren mal mit dem LT eine kanutour unternommen und es wurde in der vorStartBesprechung explizit noch vor den strudeln an den pfeilern (auch wegen alter bombentrichter) gewarnt, worauf wir alle trotz reichlich tria- und schwimmerfahrung doch lieber die schwimmwesten anlegten.

das letzte stückchen die sieg entlang zeigt dann wieder einen vorgeschmack auf den bevorstehenden anstieg nach blankenBerg

20140501_114037bBergaber an diesem tag zog es mich da „locker“ hoch mit aussicht auf den letzten (und einzigen) VP beim maifest am bierstand.

20140501_wegZollvorher mußte ich jedoch noch schnaufend oben angekommen wegzoll zahlen, immerhin nur einmal, nicht auch noch zum wieder hinauskommen durch „unseren“ katharinenturm.

im anschluß an den lauf gab es zu hause einen schluck und dann noch eben ein miniRennRadründchen, denn die wegelagererFotos hatte ich glatt vor lauter anstrengung verpennt, das ging ja blogtechnisch gar nicht, da mußte das koga mal eben 4,5km rollen und frühstück gab’s erst danach.

der (zwangsBrückentag)FREItag war dann legendär, denn der göga gab auif die frage was ich tun solle eine klare trainieranweisung: o-ton altes ehepaar am morgen (nachdem ER vom laufen zurück war, 11km) sie: „ich weiß nich was ich machen soll …“ er: „Du bist doch gestern ne lange runde gelaufen“ (eben jene 16,3km in knapp 2h) „ja“ „langsam oder schnell?“ „lang immer langsam“ „dann läufst Du jetzt ne kurze ahrenbach, aber volle kanne“ „8- {“ „weißte noch wie das geht?
und so kam’s dann: pulverisieren der saisonbestzeit auf der kleinen ahrenbachrunde von 6,15km, diese 40:59,80 wurden zuletzt am 11.3.2012 unterboten, frühstück auf der couch verdient 🙂

samstag wurde im garten gewerkelt und nur eine kleine lockerungsrunde andersrum runter nach ahrenbach und durchs naturschutzgebiet (wanderertechnisch wieder schaulaufen den steilen anstieg nach bBerg hoch ;- ) mit insgesamt 7km absolviert, aber am sonntag stand wieder längeres auf dem plan und da bekam er sein fett weg. statt daß er alleine nur 11km laufen durfte wurde er überredet mit ins krabachtal zu kommen, schlug sich aber mit bravour auf längsten 17,75km seit langem und war hinterher zu recht froh, das tolle wetter so genutzt zu haben.
außer gartenwerkeln war danach dann aber auch nix mehr drin weil die luft raus und weitere radPläne ins kronos fielen ins (ausbleibende regen)wasser.

fazit: (kraft)studio im sommer wird meistens — völlig überbewertet
naja: am montag bekam ich die quittung, 3 runden milonKraftZirkel ok aber danach beim bankdrücken abgekachelt, einmal pro woche ist da einfach zu wenig *heul*

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eigentlich sollte der titel zum gestrigen (lauf)tag ja eher „himmelfahrtssieg“ lauten.

einerseits hatte ich gehofft daß die mädels die championsleague gewinnen im gegensatz zu den jungs übermorgen denen ich das tripleVize „gönne“!

andererseits hatte ich mich von rengsdorf schweren herzens ferngehalten um keine dummheit zu begehen (d.h. untrainiert und später gestartet dann doch alle abzweigungen auf die kürzeren runden ignorierend zu viel des guten in mein verderben zu rennen). deshalb war ich dann nach 11uhr zu hause auf eine siegrunde aufgebrochen: 22km, traumhaftes wetter. aber die wurde wegen des blöden linken mittelfußes dann doch oben am golfplatz abgebogen gen heim auf 13,2km verkürzt. so eine sch***e, langsam nervt mich das wirklich. die einlagen sind doch gut und ich trage sie brav wieso kann der fuß sich nicht mehr bekrabbeln und ruhe geben wie früher als ich sie regelmäßig trug und bevor ich zugegeben eine weile geschlampt habe?

im moment bin ich so frustriert weil nicht mal ein HM sicher möglich erscheint, also z.B. beim hennefer europawochelauf am 17.juni. orthopäde? wann soll da der termin vom himmel fallen, als kasse? mal eben gucken … der nächste online buchbare termin ist montag der 29.oktober, das wär am tag nach meinem 10.drachen … DAS MACHT WOHL WENIG SINN ;( bei aller „liebe“ zur fachlichen kompetenz, diese 2klassenGesellschaft kotzt mich an!

aber lassen wir das, beschäftigen wir uns lieber mit den nebenbei noch leidlich schönen dingen, also der siegrunde soweit ich gestern kam

erster blick 800m nach dem start, ländliche idylle pur, dann geht’s mal eben knackig vom krabachtal hoch nach wassack, auf knapp 400m gut 80m, also im durchschnit >20%. die höhe gibt man dann herrlich locker auf der 4fachen distanz wieder ab um noch mal eine „unnötige“ steigung hoch zu kommen mit blick nach links über die sieg zum kloster merten, wo man normalerweise so bei km14 auf dem rückweg vorbeikäme. die steigung ist unnötig abgesehen vom tollen blick weil’s nochmal runtergeht zum happacherhof und dann lange aber sanfter hoch zum golfplatz, oben rechts ein blick zurück auf halber (berg)strecke.

da oben neben der wintergerste zickte dann aber so zunehmend der fuß wieder so heftig daß ich rechts abgebogen über den platz und zurück ins krabachtal getrottet bin, der steile berg vom anfang ist runter viel schlimmer als hoch, weil der fels teils naß teils bröckelig keinen sicheren trab erlaubt.

die damen in der landidylle von km0,8 waren inzwischen auch wach und fürwitzig, am ende zieht einen die kirche ins dorf, eine mischung aus uraltkapelle und 70erJahreStein an die ich mich aber nach 20 jahren tatsächlich gewöhnt habe.

zur stärkung hinterher gab es alternativen, von denen ich aber abgesehen habe: mika (vermutlich) hatte morgens unter der linde gleich 2 gebettet um nicht zu sagen malerisch drapiert
ich hab sie noch was liegen lassen und dann doch lieber für mich eine große portion grüne soße vorbereitet. die hab ich dann genossen trotz frust:

heute morgen waren die beiden übrigens verschwunden, und die konnten definitiv nicht mehr selbst das weite suchen!

der krimi von ingrid noll ist eines der wenigen bücher, zu dem ich, nach zweimaligem beginn, keinen zugang fand und das ich letztlich ungelesen bis auf die ersten 20-30 seiten beiseite gelegt habe.

aber hier geht es nicht um einen (fiktiven) krimi sondern die harte realität in dem zoo da draußen, ganz konkret, denn nebenan im hühnerstall hat sich freitag früh kurz vor 4 ein drama ereignet.

ich habe das geschrei gehört, hatte die hoffnung daß es „nur“ 1-2 erwischt. am tag totenstille. die wiese vor dem stall voller federn. kein hahn krähte mehr morgens, wie sonst manchmal auch schon (leicht verwirrt ?) weit vor dem sonnenaufgang, was mich aber nie gestört hat. das gehört ins dorf. im moment ist es ganz ungewohnt einsam.

die mutigsten der hühnerschar hatten sich über die letzten monate aus einem schlupfloch im zaun erst zu uns und den komposthaufen an der anderen grundstücksgrenze vorgewagt, rund 20m.
ich hab nur noch ein foto von mai gefunden, da waren die großen noch drin (oder das loch im zaun noch zu klein) und nur die damals noch kleineren küken hatten kein problem durchzuschlüpfen, was die hennen immer in helle aufregung versetzt hat.

dann waren sie noch kecker geworden, der sonnige spätherbst lockte auch einfach zu sehr, hinter den 5 langen schmalen parzellen ist feld, derzeit gründüngung/futterwiese, und sie hatten ihren aktionsradius schon auf knapp 50m ausgeweitet.
ich fand das schön anzusehen, sie waren immer auf der hut wenn jemand kam, um dann schnell wieder in den heimischen hof zu flüchten.
hinter dem zaun waren sie „zutraulicher“ und alle salat-/gemüsereste flogen mit leichtem lockruf meinerseits hinüber, meist waren die beiden enten zuerst da.

vor 19 jahren mit unserem einzug und dem unserer ersten belegschaft an 4beinigen „fellmonstern“ hatte ich mir zunächst sorgen gemacht, ob das gut ginge. aber krümel ging regelmäßig streife und war daher als mäusefängerin bei nachbars sogar beliebt. obwohl sie sehr geschickt und geduldig leider auch etliche vögel fing waren küken immer tabu, vielleicht auch die schnäbel der hennen zu spitz und unangenehm?

gegen den nächtlichen überfall vermutlich einer ganzen fuchsfamilie war das aber keine echte gegenwehr. alle 12 tiere waren weg, also wenigstens nicht einfach so sinnlos massakriert sondern mitgenommen, als futter sozusagen zu einem „guten“ zweck.
so spielt die natur, und der nachbar hat schon nachschub geholt der momentan noch still und verschüchtert im stall hockt und sich eingewöhnen muß.
nachbarssohn meint der hahn sei nicht mehr so schön wie der alte, aber immerhin, ich habe hoffnung daß wir bald wieder neue federfreunde aus dem fenster beobachten und im halbschlaf den noch fernen morgen ausgerufen hören können.

gelaufen bin ich aber auch, gestern mit schlechtem gewissen spät los kurz nach 4 mit wissen um baldige dämmerung, mittelmäßiger start um 7min/km oder langsamer am berg, aber dann zunehmend schneller und mit einer endbeschleunigung auf knapp um 5min sehr zufrieden nach einer schönen knappen stunde und gut 8km wieder zu hause. ich liebe solche einheiten bei denen man hinterher weiß wieso man sich aufgerafft hat!

heute dann war noch mal eine der letzten gelegenheiten für einen längeren trainingskanten zum 7gebMarathon in 2 wochen. lange läufe können gar nicht zu langsam sein. der vorteil ist, daß man dann falls es mal unterwegs was kühl wird einfach einen zacken gas geben kann, wohingegen man, wenn man anfangs (zu) schnell rennt und dann kaputt ist nichts mehr zuzusetzen hat und trotzdem aus erschöpfung frieren kann ab+zu.

die siegrunde war geplant, rund 22km, den steilsten berg nach gut 20min hab ich allerdings weggelassen, gefühlte 45° also 100% sind gut als malberg- oder drachenlauftraining, der mara ist „weich“ gelegt und braucht mehr lockere länge als fiese anstiege, sosehr ich auch das runtertrotten nach dem berg liebe.
heute also direkt im krabachtal links richtung bach, dann hoch zum golfplatz, runter nach harmonie, über die bahn und an der sieg auf dem für mich mental immer schwierigsten stück wieder in richtung heim.
ich hasse es wenn man montags sieht wer freitags zu besuch kommt, da denke ich jedes mal an margitta die die ganze zeit am meer läuft und das schön findet, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. am wichtigsten ist aber daß uns beiden das gefällt was wir tun!

von der sieg geht es sanft hoch nach merten, vorher an „meiner“ quelle vorbei, und bei dem fehlenden niederschlag (ich meine was von 0,4l/qm im november gelesen zu haben, das ist mein üblicher becher tee von dem ich morges eher 2 trinke!) hatte ich nicht erwartet da noch einen tropfen zu bekommen, da sie sonst auch schon manchmal versiegt war.
aber wider erwarten floß es, deutlich mehr als nur ein (bakteriell eher fragwürdiges, obwohl ich auch das früher schon problemlos weggesteckt habe) tröpfeln.
dort dann also die erste pause, wohl knapp 2min und 10 handvoll leckeres kühles nass. daß das tatsächlich floß spricht meiner meinung nach für eine echte quelle oben aus dem berg, anders als nur versickertes in wasserführender schicht zum rand abgeleitetes oberflächenwasser.

weiter ging’s, kurz vor auel traf ich nach rund 2h zum 2.mal auf eine wandergruppe die sich lachend einen „anschiß“ abholte so ihr kommentar auf meine bemerkung, daß sie ja wohl abgekürzt hätten über bach direkt nach merten, da ich sie etwa 25min nach meinem start schon mal im krabachtal überholt hatte 🙂

die nächste pause kam am bahnübergang, der ist jetzt im spätherbst generell zu, aber man kann klingeln. der diensthabende rief dann „zugfahrt“ was heißen soll „bitte noch ein bischen geduld“. nachdem die S-bahn durch war -> schranken auf -> ratze rüber -> „fertig“ gerufen (so steht es auf dem schild und ist auch verständlich, damit die wissen wenn man drüber ist, ggf. in größerer gruppe).

die letzte zugegeben „etwas“ längere pause hab ich mir dann nach dem letzten heftigeren anstieg hoch nach blankenberg gegönnt. das hat sich vor ein paar monaten (letztes jahr?) schon bewährt, da kam die erinnerung und damit die lust auf eine kleine einkehr beim karl-heinz im weincafe alt blankenberg, 2 gläser wasser, einen roten von der ahr, und dann noch rund 3km nach hause. ein schöner tag & lauf 😉