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hier kommt nun endlich der letzte teil vom sauerlandurlaub.

nachdem wir 5 nächte in eslohe verbracht und drumrum einiges abgefahren hatten zog es uns weiter noch ein wenig in die wälder. zunächst hatten wir uns im tourenfahrer eine (neu in die „partnerhäuser“ aufgenommene) herberge in brilon ausgeguckt. aber ach: „mittwochs ab 14:00 geöffnet“, wir standen um 11 auf dem parkplatz und hatten keine lust da so lange zu warten und so wirklich prickelnd sah sie von außen auch nicht aus.

Foto2194flugs wurde telefoniert mit der zweiten neu im programm aufgenommenen, dem sassor in dodenau-battenberg, wo man uns gerne 3 nächte beherbergen wollte. das liegt etwas südlich vom edersee und den göga zog es schon lange in den kellerwald, der immerhin nach dem jasmund und vor dem hainich (in dem wir auch schon auf dem baumwipfelpfad waren) der 2.kleinste nationalpark in deutschland ist.

dodenau liegt auf einem höhenrücken an der eder wo die grad eine schleife macht, ziemlich ausgestorben aber mit schönen wanderwegen und ein kleines kirchlein schlägt die stunde.

obst hat’s reichlich und mich hat vor allem sehr irritiert daß an einem apfelbaum sowohl grüngelbliche als auch mir unbekannte, woanders auch entdeckte, hier aber gemeinsam wachsende, lila äpfel hingen.apfelbaumFoto2193herbstzeitloseDSCF0279am ersten tag wurde nur noch ein wenig die gegend erkundet, am zweiten der L-weg gewandert, mit teilweise sehr schönen trails und einem röhrenden hirsch im wildgehege, ohne fotos weil es die ganze zeit zu sehr nach regen aussah (aber trocken blieb !)

nachmittags fuhren wir dann noch ein wenig die eder entlang auf ein käffchen nach battenberg.

unten neben der brücke standen unzählige lila blüten auf der wiese, ähnlich wie krokusse nur zur „falschen“ jahreszeit, meine ersten herbstzeitlosen wie ich später lernte.

DSCF0288am freitag schließlich ging es nach dem frühstück mit den rädern auf der hängerkupplung an den edersee zum nationalparkzentrum. dort war ein radweg beschrieben, zunächst von „einheimischen“ (aus frankenberg, auf halber strecke gelegen) die wir am ersten tag auf (ihrer) radtour beim essen im sassor trafen. die erzählten auch von fähre oder brücke über die edertalsperre wenn man nicht die ganze runde von 50km drumrum machen wolle, dazu unten mehr 😉
schwaeneDSCF0290der radweg war auf einem faltblatt im nationalparkzentrum abgebildet, los ging’s an der eder entlang wo wir unter anderem eine schwanfamilie bewunderten, die kleinen schon ganz groß aber noch in grau wo mama (oder papa?) schneeweiß mit gelbem schnabel elegant die sippe anführt.

brav allen schildern folgend standen wir auf einmal in ederbringhausen, einem dorf das so nicht geplant war 😯 nach kurzem studium ging’s knapp 5km zurück zur letzten brücke. dort war defintiv ein wegweiser falsch 👿 nach schmittlotheim sollten wir eigentlich rüber, uns von der eder trennen und über altenlotheim die lorfe entlang nach frankenau. so der text im radfaltblatt waldeckerland. der wegweiser blieb aber auf der anderen ederseite, vielleicht aus alter vorzeit?

wir glaubten der karte statt dem schild und wurden gut weitergeleitet, meist auf radwegen abseits der landstraße, vobei an vielen obstbäumen und feldern, schöne landschaft, alles noch flach und der umweg von knapp 10km machte uns nix.in frankenau war dann „schluß mit lustig“, es ging hoch, steil hoch, zunächst noch aspaltiert, aber dann kam er endlich, der kellerwald und somit mountainbikegebiet 🙂

pilzenach dem steilsten anstieg trafen wir auf ein pärchen die entnervt schoben und uns was von 10km umweg vorjammerten, klar, die waren genau so gefahren. wir machten uns vom acker, bzw. in den wald, es war zu schön um lange nachtragend zu bleiben.

kellerwaldDSCF0291unterwegs war immer wieder mal rätselraten angesagt

DSCF0299denn oft genug kam man an eine wegkreuzung an der die wanderwege markiert waren, der ER2 aber nun gerade mal wieder nicht

DSCF0300krassestes beispiel mitten im wald der „fahrentriesch-pavillon“ mit 5 oder 6 wegen und einigen erläuterungstafeln. die stelle hat uns ein wenig an die schachten im bayerischen wald erinnert, hochweiden. hier wollten die ersten nutzer damals sogar ackerbau betreiben, was nicht klappte, und sind dann notgedrungen zur weidewirtschaft umgeschwenkt.

DSCF0301wir hielten uns an die himmelsrichtung und einen der kleinen mit blümchen und anderem markierten erlebniswege. die auch auf dem faltblatt verzeichnet waren. in der phase hätten wir vielleicht wie hänsel&gretel anfangen sollen, mit steinchen pfeile zu legen, so machten wir uns kurz gedanken ob die 2 anderen wohl jemals wieder rausfinden würden … immerhin gab es wie meist nach ein paar hundert metern mal wieder einen pfosten mit ER2-aufschrift, als bestätigung gerne genommen.

schließlich waren wir dann doch nach 2:23 für 37 statt 28km zurück und es gab erst mal mittagspause mit hefe, würstchen&kartoffelsalat.
die anderen verradelten tauchten schließlich auch auf und wir waren unsere „sorgen“ los.

wo wir ja aber schon mal an der edersee-talsperre waren, wollten wir uns auch noch ein bischen mehr kilometer gönnen, nur halt nicht drumrum nochmal die ganzen 50km. in erinnerung an die aussage der franeknberger ging’s also nun die straße südlich der talsperre entlang, nicht so ein toller radweg aber auch nicht stark befahren da das ganze ja eine sackgasse nur zu wenigen dörfern und campingplatz ist.

unterwegs sah man schon daß man nix sah, also wasser — fehlanzeige.

DSCF0302 in assel-süd angekommen, wo „süd“ ist muß auch „nord“ oder „ohne“ sein, also assel nördlich am anderen ufer gelegen, wurde schnell klar: das wird heute nix. fähre mangels wasser nicht vorhanden, brücke ja aber nicht komplett und der untergrund zu schlammig.

ederLeerman hätte vermutlich, wenn auch gehend statt fahrend, durch das flache wasser durchgekommt, aber dahinter am nördlichen teil brauchte man ja noch etliche (100-200?) meter und wäre ziemlich matschig kleben geblieben. zumindest hatte ich nach dem linken und rechten foto schon eine fette spur hinterlassen und die schuhe vollgemoddert.
das wollten wir uns dann doch nicht antun, somit ging’s eicht frustriert das straßenstück zurück, 18km nicht ganz so traumhaft wie wir sie uns vorgestellt hatten, aber trotzdem ein schöner ausflug.

nun ist das ganze schon wieder gut 2 wochen rum, schade auch.

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nachdem wir am wahlsonntag die nordschleife des sauerlandRadRings unter die räder genommen hatten gab’s abends ein paar längliche gesichter ob diverser ergebnisse aber freude daß endlich mal die gelbe „gefahr“ aus dem parlament geflogen ist, ich hatte zuletzt die hoffnung schon fast aufgegeben. der slogan „die mitte entlasten“ hat nun also zugeschlagen, aber anders als geplant 🙂

am folgenden urlaubstag gönnten wir uns erholung, den größten bewegungsanteil nahm noch eine runde joggen auf dem trimmpfad ein, kurz vor der rochusKapelle hoch in den wald und dann im wesentlichen einmal rund um den berg, 5,65km in einer knappen viertelstunde, das hatte was von alibi für’s schlemmen . . . und die jeans sind eh schon permanent am kneifen 👿

dafür ging dann dienstag die post ab. nach unserer teilstreckenkenntnis zur südschleife in form des freitag eroberten fledermaustunnels war die entscheidung klar: auch diese würde im uhrzeigersinn erobert, damit am ende mit müden beinen der kopf wissentlich entwarnung geben konnte, daß nämlich die letzten paar kilometerchen harmlos sind 💡

jogmapangegeben sind für die südschleife 84km, wenn man den jogmapplan genauer studiert sieht man zwei kleine abstecher bei km50 und 66, dazu später mehr.
raus aus eslohe ging es zunächst ein kleines stück der achterVerbindung gegen den rückweg vom sonntag und ab bremke dann gen süden auf unbekannter strecke, immer weiter schöne landschaft, die leiße entlang, aber ach — flußAUFwärts durchaus nicht ohne.

in der phase erkannte ich plötzlich die bedeutung der ab+an auf der karte des faltblatts zum ring gestreuten weißen kästchen mit dreistelligen zahlen: brehmke 300 — mailar 380 — badFredeburg 460 — dort wollte uns kein café locken, wohl aber der höchste punkt der strecke 😉

die pause gab’s dann nach 23km in 1:15h in schmallenberg (400), nett gelegen, die stühle draußen sogar mit decken versehen, was will der leicht angefrorene radler mehr 🙄 hatte ich schon erwähnt daß das wetter durchwachsen aussah und die aussicht in diesem grau wohlmöglich noch naß zu werden auf gut 80km nicht gerade verlockend uns doch ein bischen „mut“ abverlangt hatte zum start?

wir haben es nicht bereut. innerlich aufgewärmt ging’s weiter die lenne entlang durch lennestadt bis grevenbrück. am vortag hatten wir noch in der touristeninfo im kurhaus von eslohe versucht, nach entdecken eines busses fürradwanderer der leider eine andere strecke fuhr, herauszubekommen ob der stündliche nach grevenbrück auch räder mitnähme.
die freundliche sehr hilfsbereite dame telefonierte sich einen wolf aber der tenor war klar: nix genaues weiß man nicht. nach etlichen weiterleitungen oder namensnennungen „der weiß das …“ blieb nur das motto „versuch macht kluch“. und das haben wir dann lieber gelassen.
angedacht war da noch, ggf. mit bus nach grevenbrück und die eine knappe hälfte montags zurückradeln und dienstags morgens dann selbe bustour und die größere hälfte andersrum zu vollenden. besser weil richtig schön war’s komplett. das wußten wir aber erst hinterher 🙂

dort in grevenbrück, nach weiteren anderthalb stunden und rund 30km gab’s die verdiente mittagspause, rund drei kilometer extra hin und zurück auf der suche nach einem gasthof brachten uns zu einem imbiß mit schaschliktopf und einem kaffee hinterher, beides schmackhaft und stärkend wie sich’s gehört.

abstecherda kam soger die s☼nne raus ❗ und wir machten uns schließlich wieder auf zum letzten drittel, naja, ein bischen mehr . . . hinter finnentrop landeten wir erst mal am tiefsten punkt der strecke (228) und danach leistete ich mir einen kleinen abstecher von einem knappen kilometerchen volle kanne durch ein riesiges sägewerk 😯
wie es dazu kam? wir mußten den berg hoch auf einem der ganz wenigen stücke direkt auf der straße, wurden natürlich überholt, getrennt, irgendwann hing ein LKW und mehrere pkw zwischen uns und der göga bog korrekt ab, ich etwas später auch, aber und danach sah ich ihn nicht mehr.

ich sah zwar 50m weiter ein schild privat zum sägewerk aber keinen abzweig des radrings und dachte vielleicht ist der ja doch da durch gelegt . . . klar wurde sehr bald, daß das kann kaum sein konnte, aber ich fuhr durch bis ans ende, es schimpfte niemand auch wenn etliche stapler mit holz jonglierten, wir paßten halt alle aufeinander auf 😉
am ende wär ich auch wieder rausgekommen aber da grad jemand zu fuß kam frug ich nach dem weg, der kannte aber den radring gar nicht. sein hinweis ich könnte auch da dann weiter in richtung … war gut gemeint aber die oberste regel ist ja: zurück an den punkt an dem man noch bescheid wußte / sich noch sah.
damit hatte ich eine neue (re)tour durch das gelände um die holzstapel gewonnen. immerhin fuhr grad ein LKW raus da konnte ich mich gut hinterhängen und an der ecke wartete dann auch schon der göga, das radschild zum linksabbiegen war zugewuchert und nur aus ganz bestimmter perspektive zu sehen.

signalder rest war kür, wir kamen wieder auf die alte bahntrasse und dank schöneren wetters lohnte es sich auch ab+zu mal anzuhalten und die strecke festzuhalten.

DSCF0269ob die die andreaskreuze nach der umwidmung einfach um 90° gedreht haben?

DSCF0268vermutlich nicht mehr fahrtüchtig aber dafür sehr stimmungsvoll

DSCF0270mitten auf der strecke eine art museumsSchilderwald im wald

DSCF0271 das tollste nebenbei – man merkte dank der schönen strecke und sanften steigung gar nicht daß man den größten anstieg am stück zu bewältigen hatte, denn vor fehrenbracht vermeldet der plan schon 411 und am dem tunnel steht in jogmap eine 458 😯

DSCF0272 am ende dann stand eine zahl auf dem tacho (der gut 3% vorgeht laut vergleich mit den randsteinen bei uns zu hause) die ich so noch nicht gesehen habe.

tunnelTachowir waren richtig stolz auf uns, der holde konnte gar nicht fassen daß ich das so locker wegsteckte, dabei hab ich immer nur im hinterkopf gehabt „im tria mußt Du das doppelte machen und dann deutlich schneller 😳 also stell Dich nicht an, das hier ist doch kinderk***e“ 😉

abends gab’s für mich dann noch mal eine forelle müllerin wie ich samstags auch schon eine genossen hatte. ob die aus dem heimischen teich stammten oder von einer der vielen zuchten der region weiß ich gar nicht, lecker waren sie auf jeden fall!

forellenam nächsten tag ging’s weiter … aber das ist eine andere geschichte, die kommt erst nach der nächsten forelle — äh: maus 😀

nach der ankunft in eslohe am frühen freitagabend war samstags erst mal erschnuppern der umgebung und kartenbesorgung angesagt. dazu ging es ins sehr hübsche städtchen das gestern im blog schon ausgiebig bebildert beschrieben wurde, anschließend war mit der neu erworbenen karte eine kleine wanderung angesagt.

diese führte gen norden zum abzweig „windknochen“ auf den „sauerländer höhenflug„, einen fernwanderweg mit weißem H auf gelb markiert, zu dem etliche zuwege mit gleichem H auf schwarzem grund hinführen. ein stück nach westen folgten wir ihm durch den wald um dann nach süden abzubiegen und über sieperting und die rochusKapelle wieder zum forellenhof zurückzutrotten. dabei entdeckten wir den trimmpfad den wir montags dann auch mal laufend unter die füße nahmen. insgesamt waren wir rund zweieinhalb stunden unterwegs für 9,5km mit aussichtspausen, mal wieder zu viel für den fuß, aber wichtig für die seele 😎

DSCF0200nachmittags erkundeten wir zum eingewöhnen ein erstes kleines stück vom sauerlandRadring, auf der südschleife gings gegen den uhrzeigersinn durch den fledermaustunnel.

ein großer teil des rings führt nämlich auf ehemaliger einsanbahntrasse, praktisch durch weniger steile steigungen, asphaltiert nicht unbedingt MTBpflichtig aber eben auch leicht zu rollen.
DSCF0203da im tunnel etliche fledermäuse überwintern und die den stoffwechsel sehr weit runterfahren sollen sie nicht gestört werden so daß von 1.11.-9.4. eine nordumgehung ausgewiesenund der tunnel gesperrt ist.

auch im sommer ist er konstant 6-8 kalt im inneren, weitere infos bitte der schautafel entnehmen, zur ansicht anklicken und zum lesen nochmal auf die lupe klicken 😉 dazu gibt es auch ein youtubevideo vom „soerper“ von 3:49min, in dem man ihn abfahren kann, nach der anzeige der einzelnen infotafelteile geht’s bei 1:14 los.

zum tunnel ging es leicht bergauf, dahinter dann kräftiger abwärts so daß wir auf das bierchen verzichteten das ein dorf weiter potentiell lockte und umdrehten, genug erkundet, gut 16km in 50min.

DSCF0201sonntag dann ging es los, raus aus dem forellenhof gen norden im uhrzeigersinn auf die nordschleife vom sauerlandRing. der hof liegt genial unmittelbar am verbindungsstück der beiden teile, die zusammen quasi eine etwas unproportionierte 8 bilden, was mich zum (blog)titel führte. garmine war friedlich und jogmap ladewillig, danach ergibt sich folgendes bild:

jogmapPlanDSCF0206angegeben sind auf dem flyer 40,2km aber irgendwie wurden es trotz genauer befolgung der route rund 10% mehr. nach einer knappen stunde für 21km war meschede im nordosten erreicht und es gab im eiscafe cortina einen leckeren milchkaffee. anschließend kam raus aus meschede gleich das steilste stück ran an den hennesee dem zunächst oberhalb der ostseite gefolgt wurde.

dabei ergaben sich gute einblicke wie leer mangels regen in diesem tollen sommer unsere talsperren mal wieder geworden sind.

DSCF0204 DSCF0205noch klarer wurde das auf der südlichen trennmauer zwischen see und verbreiterter henne
DSCF0207der viel größere nördliche teil ist an der stelle „fast leer“
DSCF0211flachdie staumauer führt nach mielinghausen und man sieht: was von süden überläuft reicht offensichtlich nicht für mehr
DSCF0210durch den ort kommt man dann aber gar nicht sondern nur im wald vorbei an einem sehr einlandenden kleinen gasthof in obermielinghausen und durch erflinghausen mit potentieller einsamerer unterkunft hausKremer, falls uns mal nach noch mehr ruhe ist .

dahinter konnte man die blicke schweifen lassen

DSCF0213 pauseDSCF0264nach insgesamt 2:22h für die 44,25km waren wir fröhlich und noch ziemlich frisch wieder zurück.

zur stärkung gab’s kässpätzle mit dunklem krombacher und hinterher einen ganz alten schneider.

leider war die idee, nach einem kleinen mittagsschläfchen am nachmittag das museum nebenan zu besichtigen nicht von erfolg gekröhnt denn das schließt sonntags schon um 16 (hätten wir doch mal vorher nachgesehen, ich hatte 18 vermutet).

DSCF0216flachda blieb uns nur noch, ein bischen draußen rumzustöbern, denn wie museen-üblich montags und hier dann zusätzlich auch noch dienstags ist ruhetag, für mittwoch hatten wir schon abreise im plan.

museum museumsBahnund auf dem kurzen rückweg zum forellenhof lachten mich noch ein paar herbstliche boten am feuchten wegesrand an

DSCF0223

am freitag vorletzter woche brachen der göttergatte und ich mit auto und 2 MTB hintendrauf gen sauerland auf zu einer woche entspannung, mangels lauf-/wanderfähigkeit mit radeinlagen geplant.

durchgefahren waren wir schon oft auf moppedtouren, allerdings auch schon heftigst abgesoffen, von außen, sintflutartige regenfälle sind nicht so selten. die schlimmste (sogar noch mit brille statt linsen im blindflug :shock:) bescherte mir anschließend eine kontaktallergie gegen chrom&co aufgrund der gerbstoffe der bis dahin heißgeliebten weil saubequemen billigChinaMoppedstiefel. da hatte ich nicht nur die restlichen stunden der fahrt zur tonenburg an der weser die suppe in den stiefeln stehen sondern anschließend auch noch länger „freude“ dran 👿

wegen dieser wettererfahrungen hatten wir vorab nix gebucht sondern wollten dann kurzfristig quartier festmachen. die beiden ins auge gefaßten herbergen aus dem tourenfahrer waren belegt. im falle der ersten war das vermutlich auch besser so, die zweite hat uns dann in der 2.hälfte doch noch sehr gut versorgt, aber dazu später.

DSCF0264im kölnerStadtAnzeiger ist mittwochs immer reisebeilage und da hatte ich mal durchgeblättert ob per zufall eine nette tourenempfehlung drin sei, nix da, aber 2 kleinanzeigen. das erste ein gigantischeres sporthotel, vermutlich gut zum schwimmen aber ansonsten nicht so zum wohlfühlen nach unserer façon.

das zweite aber, der forellenhof poggel in eslohe, sah gut aus und hatte ein doppelzimmer für uns.

forelle esse ich sehr gerne und sie hatten ja auch noch was anderes, vor allem ambiente, aber nicht zu überkandidelt und eine unschlagbare zentrale lage am rande des städtchens das heute im blog das thema sein soll. zu den sportlichen aktivitäten komme ich dann in einem anderen, aber auch in dem zusammenhang ist der forellenhof genial, liegt er doch genau am kreuzungspunkt der beiden schleifen des sauerlandrings 💡

forellenhofVornewie so viele, gefühlt fast alle, esloher häuser ist er wunderbar in schuß und grüßt über dem eingang mit einem humorvollen spruch:
DIESES HAVS IST MEIN VND DOCH NICHT MEIN MEINEM VATER WAR ES AVCH NICHT SEIN
ER MVSST HINAVS VND ICH HINEIN VND NACH MIR WIRD ES AVCH SO SEIN
das ist an logik und doch auch gefühl kaum zu überbieten.
von der seite her auf dem hof sieht es ebenfalls prächtig aus

forellenhofSeiteund ist mit den wichtigen daten zur entstehung 1764 beschriftet

forellenhofSpruch2am ankunftstag gingen wir dann nur noch auf eine kleine entdeckungstour durchs städtchen die wir in den folgenden tagen immer mal wiederholten/ausbauten.
es gibt einfach eine unmenge toller häuser und ecken, man sieht daß der luftkurort viel mühe (und geld) in sein erscheinungsbild gesteckt hat.

manche sind aufgrund der lage mitten im ort und fehlendem grundstücksplatz rundum gepflastert, aber trotzdem schön, daß es noch älter geht als bei poggels sieht man am linken haus von 1700

esloheHaeuser1+4besonders gefallen hat mir aber als buchsbaumfan mit hang zu symmetrie und ordnung (naja, leider nicht überall :oops:) natürlich dieses

esloheHaus3

esloheSpruch3gleich gegenüber ist eines der highlights, die domschänke mit dem esselbräu. DSCF0252hier haben wir neben einem spaziergangsbierchen an einem früheren abend am ruhetag von poggels unser abendmahl genossen, natürlich draußen auf dem opa+oma-bänkchen

esselbraeuDomschaenkein einer broschüre die im hotel ausliegt konnte man nachlesen daß die brauer „damals“ von der hobbythek von jeanPütz inspiriert worden waren, also noch gar keine so uralte brauerei aber insgesamt eine schöne anlage mit dem innenhof und viel platz auch drin für größere gruppen.

DSCF0248pampelauf dem weg zur innenstadt kommt man dann noch über den esselbach am spritzenhaus vorbei. auch hier genossen wir mal einen guten milchkaffee und lachten über das esloher original à la tillEulenspiegel, zu dem man im fototagebuch von dieterSteffmann noch ein wenig nachlesen kann.

zArztSchildhumor und eine künstlerische ader haben die esloher in jedem fall, wie man auch am schild des zahnarzts an der leider mit ein wenig verkehr „gesegneten“ haupt-durchgangsstraße, der B55, sehen kann.

dort gibt es zudem vor der kreissparkasse einen sehr witzig gestalteten brunnen, der den abschluß dieser nun doch ein bischen ausgeuferten beschreibung unseres urlaubsquartiers für die ersten 5 nächte (und 4 tolle tage) bilden soll.

brunnen0brunnen1brunnen2brunnen3fazit in jedem fall: es lohnt sich, eslohe ist knuffig 🙂