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Die Zeit rast, vor allem wenn man zu wenig davon frei zur Verfügung hat … Daher habe ich es bisher einfach nicht geschafft die Fotos zu sichten/sortieren/zusammenzustellen, die ich im Herbsturlaub gemacht hatte, der nun ja schon vor einen halben Jahr stattfand.
Und bevor jemand auf die Idee kommt es hätte mir nicht gefallen, da oben an der Ostsee, fang ich jetzt einfach mal an und bringe unstrukturiert ein paar erste Einblicke zu (virtuellem) Papier 😉

Vorab als Motto: „das Wetter war zu schön, wir kamen zu fast nix was wir uns vorgenommen hatten“ !

Das kann man so natürlich nicht auf Anhieb verstehen. Aber wir hatten das Quartier unter anderem deshalb so mittig an der Küste gewählt, weil es nach Schwerin im Westen rund 100 und bis Rügen nach Osten ebenfalls 100km sind und wir dachten, an Schlechtwettertagen dann halt mal mit Bahn oder Auto einen Ausflug zu machen, aber – es war ein Traumwetterherbst. Der einzige Regen fiel EINmal abends um acht wo dann wegen der Wassermassen 5min das (Sat)Fernsehn ausfiel wie zu Hause auch schon wenn das Signal nicht mehr durchkommt.

Nachdem wir (vor der Bloggerzeit) schon desöfteren auf Moppendtour oder auch mit Auto in „MeckPomm“ im Landesinneren (Plau am See) waren, hatten wir uns mal dazu entschieden, die paar ( 100?) Kilometer mehr bis ganz an die Küste hoch zu fahren.
Von einem virtuellen facebook-Freund hatte ich eine Kontaktadresse zu einer Ferienwohnung in Graal-Müritz, am Ortsrand fußläufig 300m zum Meer, telefonisch gebucht und vom 13.-25.September nicht bereut. Ganz oben ist der Sonnenuntergang vom 21. der diesem Beitrag seinen Namen gibt.

Die erste Collage zeigt ein paar Fischerbötchen im Hafen beim allerersten Radausflug nach Fischland am 14. Denn wir sind mit den Rädern huckepack hoch und dann dort fast ausschließlich damit unterwegs gewesen. Damit kamen dann bombastische >300km in den 11 Anwesenheitstagen zusammen, mehr als manches Jahr sonst in meiner bisherigen „Radkarriere“ (und im gesamten Monat September dank noch mehr Urlaub und Fahrten zur Arbeit sogar über 500 aber das ist eine andere Geschichte …).

Am zweiten Tag ging’s 30km gen Westen nach Warnemünde mit Riesenpötten am Pier und kleineren am „Touristenkai“

Und am nächsten Tag zog es uns wieder mehr in die leerere Natur weiter Richtung Darß bis nach Ahrenshoop.

Und jetzt kommt erst mal Sendepause bis ich die nächsten Eindrücke „druckreif“ zusammengestellt habe 😉

Der August ist bei Rösi diesmal eine echte Herausforderung, LILA ist so gar nicht meine Farbe. Nicht daß es mir nicht gefiele, ich habe sogar unter meinen wenigen „feinen“ business-Klamotten einen lilanen Anzug, den ich nicht extra auf’s Foto bringen wollte. Aber ich dachte nicht daß ich sonst noch viel zusammenbekäme.

20160828_181830Dann wurden es doch immerhin noch 9 verschiedene Arten von Dingen, auf der Sofa-gegen-Katzen-schütz-Decke tummeln sich:

  • 4 Knäuel Baumwolle
  • ein Akku
  • eine kleine dünne und eine kürzere dickere Kerze
  • ein uralter SF von Lem
    (ich war der festen Überzeugung von Toni Morrison „The color purple“ zu besitzen, habe es aber im Regal unter „M“ nicht gefunden und dann eben festgestellt, daß es von Alice Walker ist, da muß ich wohl noch mal unter „W“ gucken! )
  • eine 2010 abgelaufene Sondereditionsflasche ColaLight, die hier viel blauer wirkt als in der Küche
  • ein Paar Badelatschen aus der Sammlung der alljährlichen Gratiszugaben von Birkenstock als Sponsor des Rheinhöhenlaufs, davon haben wir bei 2 Leuten und vielfacher Teilnahme inzwischen jede Menge im Fundus 😀
  • eine Dose Haargel (oder -wachs?)
  • und eine Katzen-zum-Impfen-bringen-Transportbox die auch alleine viel lilaiger wirkt als hier in der geballten Konkurrenz wo sie eher rosa scheint.

Nächsten Monat kommt dann ja GRÜÜÜÜÜÜN und das passt viiiiiel besser zu mir, zum Beispiel als SCHRECK an Nachzucht von Basilikum.

20160827_15075x_SchreckAbgesehen vom Farbensammeln bin ich ja auch wieder sportlich unterwegs, letzte Woche Dienstag war ich schon zum 4. Mal dieses Jahr mit dem geliebten Koga im Büro *stolzAusDerWäscheGuck* !
Hin in rund 1:10h für knapp 30km gestaltet sich vor allem bei Hitze die Rückfahrt dann ja schwerer mit gut anderthalb Stunden, denn von der Sieg um 70Nn muß man auf etwa 200 hoch und auch zwischendurch ist es ja nicht topfeben. Meist fahre ich dann zum Schluß nicht Blankenberg sondern Bülgenauel hoch, da ist gefühlt die sanftere Steigung. Real tut sich das vermutlich nix aber zumindest ist weniger enger Autoverkehr und die paar hundert Meter mehr auf gute 30km machen nicht wirklich was aus.

20160823_181225_kaldauerFeldDiesmal gab es eine kurze Fotopause noch weit vorher an der Wahnbachtalstraße im Kaldauer Feld und dann war ich mit dem Göttergatten am/im Siegstrand (Campingplatzlokal mit gut ausgebautem Biergarten) in Lauthausen verabredet.

20160823_192224_siegstrandCurrywurstPommes war ok, kein kulinarisches Sensationserlebnis wie im Rurberger Grimmischall aber durchaus lecker und so haben wir dann spontan reservierend am Samstag mit den Müttern dort das Geburtstagsessen (vom letzten Jahr?) nachgeholt (auch wieder lecker).

20160823_195355_blankenbergDer oben erwähnte Berg tat sich danach drohend auf und ward doch bezwungen.

20160827_09320x_gänseSamstag schaffte ich es morgens rechtzeitig vor der größten Hitze auf die Ravensteinrunde. Am See an der Mühle wurde ich mit heftigem lautem Geschnattere empfangen: (Nil?-)Gänsemama auf dem Pfosten wollte ihre Brut warnen vor der bösen Joggerin. aber die waren schon groß und konnten dann auch über den Zaun zu ihr ins Wasser fliegen 😀

20160827_135340_hangoverNachdem es mir außerhalb des Waldes zu heiß wurde wurde flexibel von 11 auf knapp 8km abgekürzt und nach dem darauffolgenden späten Frühstück konnte man es nur noch in der Hängematte zwischen Mirabelle und (unter der) Linde aushalten!

20160828_123330_teicheFreierUnd der schönste Platz war noch etwas später so von 15-17 Uhr vor dem Essengehentermin definitiv im Wasser: da hab ich mal wieder zunächst den unteren größten Teich rigoros von Schilf und Wildwuchs und auch vielem was am Rand über die Steine gewuchert war entrümpelt um danach aus der Zisterne endlich wieder Wasser nachzupumpen.

20160828_123548_seeRosenDie Seerosen dankten es mit schöner Blüte am nächsten Tag, vorher sahen die gar nix mehr und wir sie deshalb auch nicht.

20160828_160825_teicheFreierIn den mittleren oberhalb davon ging’s dann am Sonntag aber da scheuchte mich das Gewitter, wenn auch kurz dann aber knackig mit Hagel, raus und danach hatte ich keine Lust mehr, deshalb ist nur halb Wasser und noch ein sehr großer Batzen an Gewächs zum Damm hin übrig.
Aber nicht mehr lange! Seit Juli bin ich ja auf 80% gewechselt. Den nun freien Mittwoch kann ich bei angesagt schönem Wetter für den Rest nutzen und auch den kleinsten auf der anderen Seite vom Weg unterhalb der Terrasse noch befreien, der hat es bitter nötig.

20160828_DSCF3039_andenhornAnsonsten gibt es nicht so viel zu berichten. Von der Campari sind schon die ersten >>30 geerntet und verspeist, die Andenhorn an der gekauften Pflanze wachsen und gedeihen prächtig, links 4 je rund 10cm lange Exemplare.

Die eigene Nachzucht von der Hüsgenpflanze vo20160828_DSCF3048_moosSchneggiem letzten Jahr ist wieder eher mickrig und laß ich nächstes Jahr wohl sein. Mal sehen wie sich Campari säen läßt. sonst bleibt’s in Zukunft bei ein paar fetten Biogärtnerinnenpflanzen, ggf. ergänzt durch AlteSortenVersand-Saatgut-Versuche, basta!

Den Abschluss bilden ein paar Beispiele aus der „ichKannMichNichtDranSattSehen-Flechten+Moose+Holz“-Rubrik zu der auch schon obige Schneggie gehört, zunächst eine Wunderwelt auf Teichumrandungsstein …

20160828_DSCF3040_teichFlechte-16x9… dann ein Totenkopf von etwa ¼cm² …

20160828_DSCF3045_moosFlechtenFBund ein Holz+Moos-Stilleben am TomTomBaum:

20160828_DSCF3049_holzMoos

20151004_dattenfeld1Am Sonntag waren wir zur Abwechslung, nach erneuter samstäglicher Radtour ins Kronos zum Krafttraining, mal geruhsam wandernd unterwegs. Das Wetter war einfach zu verlockend dazu, daher wurde kurz in der Broschüre geblättert und dann der der Erlebnisweg Nummer 13 Pulvermühlenweg unter die Hufe genommen.

Die meinigen scharren derzeit, mental, weil ich seit 2 Wochen nicht laufe. „Ich hab Ferse“, zumindest links, angeblich eine Pantarfasciitis. Dabei soll auch ein kleiner Sporn im Spiel sein, der Orthopäde meint er hätte so langsam das Gefühl da müßte „jeder mal durch“ und das käm oft ohne besonderen Grund und ging auch wieder. Klassische Gegenmaßnahme ist dehnen Dehnen DEHNEN und als Erstversorgung gab’s ab 31. August 10 Tage lang Diclo75 und – ob rein zufällig oder immunsuppressiv induziert – kurz drauf eine nette kleine Gürtelrose im Gesicht 👿

20151004_dattenfeld2Aber ich schweife ab, wir hingegen fuhren also Sonntag Mittag nach Dattenfeld, parkten am Bahnhof und schwiffen dem Plan und vor allem den ausreichend angebrachten Wegsymbolen folgend … nach einem halben Kilometer die Sieg entlang erst mal eine Runde durch Dattenfeld-City.

Das kann man ja verstehen, daß sie die nicht auslassen wollten, mit ihrem einzigartigen doppeltürmigen Siegtaldom, auch wenn wir uns nach Wald sehnten.

20151004_elisenthal1Aber nach einer Weile ging es dann ja endlich ins Elisenthal hinein, mit dem „alten“ Verwaltungsgebäude der namensgebenden Pulvermühle, HausNr33 inklusive Kapellchen, und dem „neuen“ Verwaltungsgebäude hübsch gelb ein Stück weiter draußen.

20151004_elisenthal2Die Mühle selbst besteht dann nur noch aus ein paar Ruinenresten zu denen aber ein kleiner „Rundweg“ als Abstecher einlädt der, wenn man sowieso durch das Tal weiter hoch will, nicht mal ein nennenswerter Umweg ist.

20151004_elisenthal3Nach ein paar hundert Metern kommt man also wieder auf den Erlebnisweg und auch wenn der sich dann mal kurz zickzackig zeigt, letztlich sind es alles „Waldautobahnen“. Klar, das ganze war ja auch als familienfreundlich/kinderwagengeignet beschrieben, das hätten wir also wissen können.

20151004_elisenthal4Im Tal und auch weiter die Strecke entlang gibt es immer wieder kleine, offensichtlich zum Großteil gezielt angelegte, Teiche und insgesamt wandert man sanft bergan von rund 100mNn unten an der Sieg, zunächst bis zu Stöckers Plätzchen, dabei ist der namensgebende Bach nicht etwa ein Elisenbach sondern der Trimbach, wie man auch hier in einem anderen Wanderbericht nachlesen kann.20151004_elisenthal5Dort biegt man links ab weiter hoch um am Reiterhof Gut Ommeroth vorbei

20151004_ommeroth1schließlich am höchsten Punkt rund 300m über dem Meer auf dem Nutscheid neben allen Höhenmetern auch mehr als die halbe Strecke geschafft zu haben.

20151004_ommeroth2Danach geht’s den Engbach entlang runter

20151004_engbachunterwegs vorbei an netten Pilzen

20151004_pilzeund verlaufsicher geleitet vom weißen Sieg-S auf rotem Erlebniswege-Grund

20151004_rindemeist im etwas dichteren Wald aber, abgesehen von der vorigen Höhe am Schlichberg, auch später noch mal mit schönem Panoramablick in südliche Richtung

20151004_panoramabis man von oben wieder gen Bahnhof ins Dorf zurückkommt, mit dem Siegtaldom in weiter Ferne.

20151004_panoramaEndeFazit: diese 13km in knapp 3h netto (exFotopausen 😉 ) KANN man machen, muß man aber nicht so bald noch mal machen. Die Ferse tat unterwegs nicht irgendwie besonders aber hinterher nach der Heimfahrt dann erst mal wieder kurzzeitig SAUweh nachdem ich zuletzt schon fast alltagstauglich gehen konnte. Immerhin ist jetzt nicht wie vor ein paar Wochen nach jeder Sitz/Schlaf-Pause heftiger sondern nur kürzerer Erstschmerz der mit ein paar Schritten vergeht, daher hoffe ich mal daß sich doch laaaaaangsam eine Besserung einstellt.

Apropos Heimfahrt, eigentlich war ja zu Hause abends Salat+Steak angesagt aber wir hatten HUNGER und in Blankenberg in der Sonne gab’s Bayerische Wochen und daher etwas verfrüht um fünf schon für jeden von uns „a Schweinshaxn“ auf dem Aussichtsbalkon, zumal just da dann nochmal, wie bei uns in der dörflichen Umgebung sehr oft der Fall, das inzwischen Sonntagsgrau zu strahlendem blau aufgerissen war 😀

20151004_174307_hausSonnenschein

20150927_krämer_blech-1Am Sonntag war ich wieder mit dem alten GaryFisher-MTB im Kronos zum Trainieren und auf dem Rückweg noch mit extraHöhenmetern zum Besuchsversuch in Bödingen. Mangels anwesender Freunde bin ich dann aber schnell wieder runter vom Berg und den nächsten hoch nach Blankenberg gefahren, wo ich mir „spontan“ eine kleine schöpferische Kunstpause gönnte …

20150927_krämer_blech-2… denn da ist im Moment und noch bis zum 4. Oktober wieder „Kunst auf der Burg“ , da hab ich also fast die letzte Gelegenheit genutzt

20150927_krämer_blech-3um zum Beispiel die Bleckskulpturen von Roland Krämer festzuhalten mit rundem Blick auch für Veras runden Dienstag.

20150927_turmRundVon weitem sieht man schon das Runde auf dem begehbaren der beiden Burgtürme, auch innendrin über dem Verlies ist eine Installation

20150927_133733_bb_panorama1Vom Turm aus bot sich natürlich bei dem tollen Wetterchen mal wieder ein herrlicher Rundblick …

20150927_133815_bb_panorama2… an dem man sich kaum sattsehen kann und der das Anklicken lohnt.

20150927_grunewaldIm Turm und in den Nischen am Eingang stehen kleine Holzskulpturen vom in Blankenberg geborenen Peter Grunewald

20150927_figurenund zwischendrin im Grün verstreut trifft man noch einige Figuren aus Holz und Metall

20150927_langer_koenigemit sehr lebendigem Wächter

20150927_radioAund weniger hübsches mahnendes im alten Kräutergarten verstreut.

20150927_punchAm Eingang locken 3 hölzerne Punchingbälle

20150927_schafeund auf dem Heimweg graste mal wieder die Herde „unserer“ Schäferin vor dem Ortseingang von Süchterscheid.

20150925_095031_apfelZwillingNoch mehr rund gibt’s bei uns am Baum und manchmal sogar im Doppelpack, als (fast aber nicht ganz siamesische) Apfelzwillinge 😀

20150719_bayrischEisensteinHier kommt dann endlich mal der dritte Teil vom Bayerischen Wald. Wir waren ja auch mit den MTB unterwegs, der Göga mit seinem mit 2-3 Jährchen noch recht jungen „29er“ und ich mit meinem rund 20jährigen 26er-Oldie von GaryFisher.
Da sind wir an den Tagen wo keine langen Wandertouren geplant waren zum Beispiel auch mal auf ein Käffchen nach BayerischEisenstein gefahren, wo inzwischen ja nur noch Relikte am alten Bahnhof von alten umzäunten Zeiten künden.
Der Bahnhof ist aber durchaus noch in Betrieb. Da startet unter anderem eine nette kleine grüne Waldbahn, mit der man recht weit gen Süden fahren und auch Räder mitnehmen kann. Irgendwann mit mehr Zeit machen wir ja vielleicht mal einen reinen Radurlaub mit DB-Anreise, wer weiß?

20150721_grenzeCZDie größte „richtige“ Tour ging dann aber aus Zwieselerwaldhaus gen Norden raus aus D über die Grenze, wo selbst bei unserem ersten (Moppedtour)Urlaub vor mehr als 15 Jahren schon alles offen war, für Fußgänger.
Sinngemäß hieß es da damals „keine Waffen, Personalausweis, 8-20:00 Uhr“ oder so ähnlich auf einem Schild am Bach.
CZ war noch nicht in der EU, das ganze also Schengenaußengrenze, aber so grün kann man sowieso nicht alles abdichten.
Heute ist das Ganze ja weiter nach außen verlagert und trotzdem strömen die Massen auf der Flucht und wir müssen umdenken und vor allem denen, die das partout nicht wollen, klarmachen wie gut es uns geht und wie wenig es uns kostet ein bisschen Hilfe zu geben in Zeiten der Not.
Schlimm genug daß das nicht selbstverständlich ist, noch schlimmer daß es anscheinend immer noch unverbesserliche Brandstifter sowohl in der Denke als auch mit Worten und dann Taten gibt.

Erst gestern hab ich dazu einen recht netten Joke gelesen der die Dimensionen zugegeben ein wenig plakativ aber dennoch ganz treffend zurechtrückt, was es heißt bei 80 Millionen Deutschen die zugegeben immense Zahl von 800000 Flüchtlingen in einem Jahr aufzunehmen:
sitzen 80 Leute in einer Kneipe … geht die Türe auf und EIN neuer Gast kommt rein … fangen die anderen an zu maulen ‚ach neee, jetzt wird mir aber doch zu voll hier‘ 😦 “

Aber ich schweife ab, also zurück zur größten Radtour des diesjährigen Sommerurlaubs:

20150721_debrnikNach Grenzüberschreitung ging es rauf, immer weiter rauf, erst noch mit kurzer Dokumentationspause zum alten MG-Schartenstand (gebaut 1955-1961, denkwürdig, das sind unsere Geburtsjahre), aber dann Kilometer um Kilometer, immerhin in dem Fall besser asphaltierter Wirtschaftsweg, im Šumava, dem tschechischen Teil des Nationalparks.

20150721_1108_panoramaAber irgendwann ist man „oben“, von gut 700Nn mit Start an der Fewo auf über 1200 Meter, mit herrlichem Blick.

20150721_1136_laka-1Und dann gibt man mal eben über 100 Höhenmeter ab zum Jezero Laka (Lackensee), einem See ohne Buden und Gedönse aber sehr beliebten Ausflugsziel.

20150721_1136_laka-2Alle die sich da trafen (und das waren überwiegend wandernde Tschechen) hatten wie wir ihre Butterbrote im Rucksack dabei und genossen einfach nur Natur.

20150721_121227_lakaLeider mußte man danach nochmal hoch, bei über 30° im Schatten kein Spaß mehr, wir hatten die Tour schon mal vor etlichen Jahren gemacht aber der Mensch vergisst …

20150721_125524_zdanidla… damit das nicht absolut gilt sind auch da unterwegs ab+zu Hinweistafeln zur Geschichte angebracht.

Irgendwelche Witzbolde hatten dann ähnlich wie bei uns zu Hause ein Schild verdreht und dummerweise folgten wir dem und das brachte uns ungeplant nochmal runter ins Loch, aber nach Norden nach Prášily, statt nach Süden über die Grenze 👿 .
Streckenmäßig nur rund 2*4km war das dann zurück im Tal den Bach entlang zwar recht nett, aber die zusätzlichen Höhenmeter in der prallen Sonne zehrten an der Stimmung …

20150721_135820_gsengetIrgendwie geht’s aber immer und wenn man mal ein Stück geht / mit Rad also schiebt. Und schließlich, obwohl alles andere als gesengteSäueMäßig unterwegs, waren wir wieder oben in „Gsenget“ und nach kurzem Bergabschotter auf deutscher Seite angekommen.

20150721_1403_grenzeLeider folgte dann der zwar für die Beine unanstrengende aber nicht besonders prickelnde Teil, oder her doch prickelnd was das Adrenalin angeht. Runter ging’s nach kurzem nochmaligem Anstieg, das dann aber dauerhaft, etliche Kilometer. Ich erinnerte das von damals und machte langsam, Stotterbremse sowieso, ab+an eine kleine Bremsenabkühlpause.
Der Göttergatte mit seinen neumodischen Scheibenbremsen, oder eher „-bremsCHEN“, raste vorneweg … nur um mit dann unten am Scheuereck zu verkünden seine Bremsen würden quietschen, wären wohl was heiß geworden. (Zu Hause stellte sich raus: Scheiben ausgeglüht nur noch braun statt verchromt und Beläge glasig 😉 )

20150724_1711_scheuereckEibeApropos Scheuereck, das heißt seither bei uns nur noch „Bescheuerteneck“. Denn wie damals auf der ersten Runde waren wir wieder am Ruhe(dienst)tag da, sie haben aber nur Mi-So geöffnet. So kamen wir zur Brotzeit dann erst nach der Arberwanderung am letzten Urlaubs(frei)tag mit dem Auto noch mal extra vorbei, aber das ist eine andere Geschichte. Die uralte Eibe kann nix dafür, die steht da und ihr ist egal welcher Wochentag ist.

20150721_160747_schleicherSchwelleDas Bier zur Radtour gab’s daher dann erst ein Stückchen später in Schleicher und von da ging’s den Schleicherbach hoch an der Schleicherschwelle (bei 49.073691,13.250941) vorbei nur noch ein kurzes Stück zurück bis Zwieselerwaldhaus.

In der Gegend vom Nationalpark liegt dann auch das Haus zur Wildnis, das nördliche kleinere der beiden Nationalparkzentren.

20150717_134449_auerochsenAuf dem Gelände waren wir dann zweimal auf kurzer Radtour. Beim ersten Mal gönnten wir uns in der Mittagshitze eine Fußrunde durch das Freigehege, sahen aber leider weder Wolf noch Luchs, nur die Auerochsen standen draußen auf der Weide oberhalb von der Steinzeithöhle

20150717_134323_auerochsendie wir aber schon von früher kannten und die uns daher diesmal nicht ins Dunkel lockte.

Botschafter_weissAufgrauJe nachdem welche Wege man nimmt kommt man an einem (für uns) neuen dreiteiligen Naturkunstwerk von Daniel Kufner vorbei

20150717_135927_nochNichtIch zitiere aus der Seite zum Projekt ():
„Wildnis existiert NICHT MEHR im ursprünglichen Sinn.
Sie ist auch NOCH NICHT in re-naturierter Form erlebbar.
Im Nationalpark entsteht Wildnis für alle. Dieser Prozess braucht Zeit.
Er soll Bestand haben FÜR ALLE ZEIT …“

Im Haus zur Wildnis waren wir ja früher auch schon desöfteren, dieses Mal bei einer anderen Radtour dann nur kurz. Das wär mit Filmvorführungen was für Regentage gewesen, aber die hatten wir ja nicht 😀

20150722_1131_hzwildnisNeben einem der wenigen gut erhalten Exemplare eines Wolpertingers bietet es auch Lehrreiches zum Borkenkäfer, der ja die Region geprägt hat über die letzten Jahrzehnte, wie schon am Falkenstein gesehen und vor Jahren am Lusen. Zu dem kommen wir dann beim nächsten Mal.

20150717_163242hier kommt endlich mal ein stück vom langersehnten (?) bericht zum diesjährigen sommerurlaub im nationalpark bayerischer wald.
als ersten teil will ich die nase lang ziehen zu unterbringung und nahrhafter (grund)versorgung, später dann zu den sportlichen aktivitäten, die da im wesentlichen bestanden aus wandern und radfahren.

201507_garten2im kleinen dörfchen zwieselerwaldhaus nördlich von zwiesel, aber zu bayerisch eisenstein gehörig, waren wir ja schon mehrfach in vergangenen jahren auf motorradtour sowie einmal im winter zum skilanglauf und zuletzt mit dem auto und den MTB 2006.
danach waren wir leider lange nicht mehr da, da unsere pension der tannenblick nicht mehr existiert :-(. das wunderschöne alte haus gibt es noch, das haben nun (nach zwangsrückzug des lieben ulli aufgrund immerhin einigermaßen gut überwundenen schlaganfalls vor ein paar jahren) drei tschechische familien gekauft und renoviert, was dem haus gut tut, uns aber herbergslos zurückließ.

201507_garten1der göga suchte nun aber zum diesjährigen geburtstags“flucht“kurzurlaub, der mal mit 10 tagen was länger ausfallen sollte, nach alternative und wurde – internet sei dank – fündig beim alten zollhaus (ferienwohnungen bickel), das wir bisher immer für eine försterei gehalten hatten.

201507_treppenHausdie verwaltung wie schlüsselübergabe & betreuung managed der erzengel … gabriel vom hotel scharnagl, das wär auch eine alternative wenn man nicht sowieso viel lieber für sich in einer mehrzimmrigen wohnung wäre.

der führte uns also zu unserer wohnung „pepe“, in diesem jahr im 1.og frisch erstellt nachdem der besitzer und bewohner dieser etage leider verstorben war. gabriel wies uns auch gleich auf eine eigenart hin, die leider im foto unten links etwas unscharf und dunkel nicht sofort ins auge sticht: das haus hat 2 treppenhäuser! links liegen unten und oben die größeren wohnungen „arber“ und eben unsere „pepe“ (und drüber noch ein dachgeschoß für den enkel bickel), rechts mit extra treppenhaus liegen „falkenstein“ und darüberliegende „silberberg“.
letztere könnte man im wohnzimmer durch doppeltür mit unserer verbinden, auch nicht zu verachten für gemeinsam reisende großfamilien.

201507_wohnenpepe hat zwar keinen balkon aber der garten kann genutzt werden und wir hatten sowieso glück mit dem wetter und auch zum lüften der schuhe und wanderklamotten platz genug. neben wohnzimmer und kleinem aber (für 2) ausreichenden bad gibt’s ein großes schlafzimmer (chaos ohne bild 😉 )201507_klZimmer+badund ein kleines „kinderzimmer“ und eine schöne küche mit allem was das ♥ begehrt

201507_kuecheam wichtigsten aber war für uns die lage: zwieselerwaldhaus selbst ist schon ein sackgassendorf, d.h. man kommt von der landstraße ab in den nationalpark und dann ist schicht im schacht bzw. wald.
von da nach norden geht’s dann nur noch über die grüne grenze rein in die tschechei in den Šumava, den noch größeren teil des nationalparks auf der anderen seite der grenze die nun keine EU-außengrenze mehr ist, aber schon damals als sie es noch war, war sie (für uns erstaunlich durchlässig) passierbar ohne zöllner, nur ein schild, damals sinngemäß „nur von x – 20:00 Uhr, ohne Waffen, mit Personalausweis, …

20150723_161712_henneferEntedas alte zollhaus nun liegt darin auch noch am ende links ab im wald kurz vor dem letzten größeren wanderparkplatz.

der wird zwar durchaus rege genutzt, führt aber im wesentlichen zu unserem lieblingslokal:

das schwellhäusl hat aber nur von 10-18 geöffnet und damit war kein großartiger lärm gegeben.

20150719_104727man erreicht es dann über einen fußweg (dazu später mehr) in rund 2km entfernung oder per rad (dito) mit kleinem schlenker

20150719_104613und das haben wir dann auch mehrfach getan, gleich am ersten vollen aufenthaltsDonnersTag, womit wir zum kapitel speis+trank kämen 😀

20150716_130350nach anreise und auspacken gab’s beim gabriel das riesigste schnitzel meines lebens (und braten+knödel für rolf) aber ohne foto, erst mal ankommen … aber dann kam donnerstag eine kleine stärkung (oben) auf dem großen falkenstein, mittags, nach der obligatorischen wanderung durch’s höllbachgspreng

20150716_164751gefolgt von radrunde ins schwellhäusl mit der ersten brotzeit. der wurstsalat im glas war genial, dem fehlte nur der käse (war halt keine „schweizer art“), der aber auf des göga brettl so reichlich war, daß er mir was abgab.

20150719_120212sonntags war geburtstagsschmaus ebenda angesagt

20150722_bierVomStoaneben dem üblichen „hellen“ und dem von mir geliebten dunkleren „dampfbier“ (das aber nicht jeder vom faß hat) gibt’s dort auch ein ganz dunkles felsenbier

20150723_brotzeitund einfach eine super brotzeitkarte, im obigen fall am zweiten donnerstag, dem 23. juli, genossen.

am allerletzten tag waren wir dann im „bescheuerten“eck, wieso unser interner name so lautet kommt nach der nächsten maus – äh: im nächsten beitrag, aber von brotzeitplatte verstehn sie da auch was:

20150724_173812_scheuerEckBrotzeitund wenn alle stricke reißen kann man sich ja mit auto auch in zwiesel im edeka eindecken oder naheliegender (allerdings mit höhenmetern gespickt) in bayerisch eisenstein, wo ich vorher per google einen laden erforscht hatte der real existiert (wenn auch mit verständlich engeren öffnungszeiten) und richtig knuffig ist, die frischen brezn zu eigenen leberkäs/spiegelei in der eigenen küche waren auch lecker!

20150717_eisensteinerüberhaupt: wenn wir tatsächlich mal auf die reihe bekommen ohne auto aber mit fahrrädern (und DB) anzureisen, dann wäre statt zollhaus auch was in eisenstein sinnvoll. da hat’s nämlich die waldbahn und mit der kann man weit gen süden fahren MIT den rädern und dann hier+da angedockt in einem igelbus an die berge ran oder in die wälder zum wandern.
das ist alles top organisiert und im preis über die kurtaxe oder was auch immer in form eines gästetickets, das man mit anmeldung in hotel oder fewo bekommt, inbegriffen!

20150630_sieglindenachdem ich gestern früh in rekordzeit zur arbeit geradelt war, bin ich dann abends bei 29,1° (laut wetterStation K/BN) in aller ruhe auf den heimweg aufgebrochen. da hab ich dann auch am mauspfad und später an der wahnbachtalstraße den radweg genutzt weil es nicht mehr um zügiges ankommen sonderen nur noch ein bisschen fahrtwind geniessen und „überleben“ ging und daher langsame radfahrer in ruhe überholbar und hundespazierer erträglich waren.

statt den berg hoch nach weingartsgasse und dann über allner/lauthausen hab ich mir den seitenabstecher zur sieglinde gegönnt. da ist dienstags immer lifeMucke (hatte ich vergessen) und entsprechender betrieb herrschte schon. ich bekam grad noch an einer tischecke asyl weil ich nach meinem hefe schnelles aufstehen versprach.

um halb sieben war die band noch am aufbau aber der soundcheck mit „Hello …“ kam schon sehr gut rüber 😀

20150630_183921_anglerdem angler, der mitten in der sieg stand als ich nach einer halben stunde pause über die hängebrücke gen hennef schob, war das vielleicht nicht ganz so recht, aber die fische hatten dann halt glück.

20150630_190032von hennef-city ging’s über weldergoven zum radweg an der sieg entlang, das neue klärwerk sieht inzwischen recht imposant aus

20150630_190402und der weizen steht gut

20150630_190439_hausAttenbachund es kamen einige andere vorbei als ich da so an hausAttenbach im schatten zum knipsen stand. mir war aber nicht nach rennen zumute, also ging’s geruhsam weil ja noch den steilen berg nach blankenBerg hoch wieder heim. knapp anderthalb stunden netto für knapp 30km sind ok, war ein toller tag.

20150627_DSCF2297_melanzaneheute morgen bin ich dann nochmal meine hüsgenrunde gelaufen, diemal ohne mäusebussard. da sah ich im wald einen SUV mit pferdehänger stehen

aber ein stückchen weiter wurde es dann klar: da waren welche schon um 7 mit zwei rückepferden dabei, schonend die gefällten baumstämme von weiter oben durch die nachzuchtschonung herauszuholen, vorbildlich, sowohl was den boden als auch die uhrzeit für den arbeitseinsatz angeht!

im gewächshaus blüht inzwischen meine melanzane (aubergine). sie ist allerdings entgegen susannes ansage nicht sehr viel in die höhe gewachsen. ein paar weitere blütenansätze sind noch dran, mal sehen ob’s reicht (an kraft für frucht&ernte) und ich muß auch mal schmierseife spendieren, denn die vergrößerung zeigt daß sie bewohnt ist

und auf der terrasse hab ich vorgestern einen perillaBär erwischt, also eine mier bis dato in díeser farbenpracht noch nicht untergekommene raupe, die im perillatopf auf einem der größten blätter saß. ob der die hitze zusagt ist nicht überliefert, mir reicht es so vollkommen. heute morgen kurz nach 9 waren schon wieder 27°, mehr brauche ich nicht.
um viertel vor sechs aufstehen und smoothie#33 ernten (meldeVomFelde, löwenzahn, brennnessel, giersch) und mixen (mit einer [sauerfruchtigeren] nektarine, einer halben avocado und etwas oSaft) und laufen und gemüse gießen … und der tag ist zu kurz vor der arbyte