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am freitag vorletzter woche brachen der göttergatte und ich mit auto und 2 MTB hintendrauf gen sauerland auf zu einer woche entspannung, mangels lauf-/wanderfähigkeit mit radeinlagen geplant.

durchgefahren waren wir schon oft auf moppedtouren, allerdings auch schon heftigst abgesoffen, von außen, sintflutartige regenfälle sind nicht so selten. die schlimmste (sogar noch mit brille statt linsen im blindflug :shock:) bescherte mir anschließend eine kontaktallergie gegen chrom&co aufgrund der gerbstoffe der bis dahin heißgeliebten weil saubequemen billigChinaMoppedstiefel. da hatte ich nicht nur die restlichen stunden der fahrt zur tonenburg an der weser die suppe in den stiefeln stehen sondern anschließend auch noch länger „freude“ dran 👿

wegen dieser wettererfahrungen hatten wir vorab nix gebucht sondern wollten dann kurzfristig quartier festmachen. die beiden ins auge gefaßten herbergen aus dem tourenfahrer waren belegt. im falle der ersten war das vermutlich auch besser so, die zweite hat uns dann in der 2.hälfte doch noch sehr gut versorgt, aber dazu später.

DSCF0264im kölnerStadtAnzeiger ist mittwochs immer reisebeilage und da hatte ich mal durchgeblättert ob per zufall eine nette tourenempfehlung drin sei, nix da, aber 2 kleinanzeigen. das erste ein gigantischeres sporthotel, vermutlich gut zum schwimmen aber ansonsten nicht so zum wohlfühlen nach unserer façon.

das zweite aber, der forellenhof poggel in eslohe, sah gut aus und hatte ein doppelzimmer für uns.

forelle esse ich sehr gerne und sie hatten ja auch noch was anderes, vor allem ambiente, aber nicht zu überkandidelt und eine unschlagbare zentrale lage am rande des städtchens das heute im blog das thema sein soll. zu den sportlichen aktivitäten komme ich dann in einem anderen, aber auch in dem zusammenhang ist der forellenhof genial, liegt er doch genau am kreuzungspunkt der beiden schleifen des sauerlandrings 💡

forellenhofVornewie so viele, gefühlt fast alle, esloher häuser ist er wunderbar in schuß und grüßt über dem eingang mit einem humorvollen spruch:
DIESES HAVS IST MEIN VND DOCH NICHT MEIN MEINEM VATER WAR ES AVCH NICHT SEIN
ER MVSST HINAVS VND ICH HINEIN VND NACH MIR WIRD ES AVCH SO SEIN
das ist an logik und doch auch gefühl kaum zu überbieten.
von der seite her auf dem hof sieht es ebenfalls prächtig aus

forellenhofSeiteund ist mit den wichtigen daten zur entstehung 1764 beschriftet

forellenhofSpruch2am ankunftstag gingen wir dann nur noch auf eine kleine entdeckungstour durchs städtchen die wir in den folgenden tagen immer mal wiederholten/ausbauten.
es gibt einfach eine unmenge toller häuser und ecken, man sieht daß der luftkurort viel mühe (und geld) in sein erscheinungsbild gesteckt hat.

manche sind aufgrund der lage mitten im ort und fehlendem grundstücksplatz rundum gepflastert, aber trotzdem schön, daß es noch älter geht als bei poggels sieht man am linken haus von 1700

esloheHaeuser1+4besonders gefallen hat mir aber als buchsbaumfan mit hang zu symmetrie und ordnung (naja, leider nicht überall :oops:) natürlich dieses

esloheHaus3

esloheSpruch3gleich gegenüber ist eines der highlights, die domschänke mit dem esselbräu. DSCF0252hier haben wir neben einem spaziergangsbierchen an einem früheren abend am ruhetag von poggels unser abendmahl genossen, natürlich draußen auf dem opa+oma-bänkchen

esselbraeuDomschaenkein einer broschüre die im hotel ausliegt konnte man nachlesen daß die brauer „damals“ von der hobbythek von jeanPütz inspiriert worden waren, also noch gar keine so uralte brauerei aber insgesamt eine schöne anlage mit dem innenhof und viel platz auch drin für größere gruppen.

DSCF0248pampelauf dem weg zur innenstadt kommt man dann noch über den esselbach am spritzenhaus vorbei. auch hier genossen wir mal einen guten milchkaffee und lachten über das esloher original à la tillEulenspiegel, zu dem man im fototagebuch von dieterSteffmann noch ein wenig nachlesen kann.

zArztSchildhumor und eine künstlerische ader haben die esloher in jedem fall, wie man auch am schild des zahnarzts an der leider mit ein wenig verkehr „gesegneten“ haupt-durchgangsstraße, der B55, sehen kann.

dort gibt es zudem vor der kreissparkasse einen sehr witzig gestalteten brunnen, der den abschluß dieser nun doch ein bischen ausgeuferten beschreibung unseres urlaubsquartiers für die ersten 5 nächte (und 4 tolle tage) bilden soll.

brunnen0brunnen1brunnen2brunnen3fazit in jedem fall: es lohnt sich, eslohe ist knuffig 🙂

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mitte juli ist immer, aus gegebenem anlaß, wenn es irgend geht ein kleiner urlaub geplant. leider kollidierte der diesmal mit den NRWschulFerien, so daß ich der fairneß halber als dink nur die erste ferienwoche (und 2 vorangehende unkritische arbeitstage nebst wochenenden) freinehmen konnte und wir daher donnerstag mit den MTBs auf der hängerkupplung gen bonndorf-holzschlag aufbrachen.

20130719holzschlagder schwarzwaldhof nicklas war vom göttergatten ja schon vor ein paar wochen auf der legendären moppedhängertour erprobt und ihm war es dort noch nicht zu langweilig geworden so daß er uns für die woche dort erneut einbuchte.
der tipp kommt ja vom tourenfahrer und im gespräch mit dem wirt wurde dann auch klar wieso der so toll kocht: der hat nämlich gelernt und war jahrelang souschef in der waldsägmühle pfalzgrafenweiler, ebenfalls von uns schon mal heimgesucht auf der durchreise. damals wurden wir auf dem parkplatz vom autor der empfehlungen interviewt, der gerade auf „kontroll“tour war, eine bleibende erinnerung 🙂

SAM_0960bis auf dienstags wegen ruhetag hatten wir jeden tag das menü der halbpension gebucht und das kündigte sich morgens beim frühstück schon mit einem faltblatt an da man aus 2 verschiedenen hauptgängen, von denen immer einer ein fischgericht war, wählen sollte.
am freitag sah das geburtstagsmenü dann so aus —>
mit (überraschungs)dessert tiramisu mit beeren.

drum herum gab es folgendes angebot:

donnerstag: Erbsencremesuppe *** Salatteller **** Rotbarbe auf Risotto mit Lauchzwiebeln und Rieslingsauce oder Piccata Milanese auf Risotto mit Lauchzwiebeln und Tomatensugo **** Dessert (Apfelstrudel)

freitag — siehe oben 😯

samstag: Curry-Mais-Süpple **** Salatteller ***** Kartoffel-Gemüse-Rösti mit Wildlachs gratiniert oder gebratenes Hähnchen mit Pilzrahmsößle und feine Nüdele ****** Dessert (Maracuja-Sorbet)

sonntag: Tomaten-Mozzarella-Salat *** Kraftbrühe mit Bratklößchen ***** Filet vom Jacobsfisch im Sesammantel auf Gorgonzolagnocchi oder Cordon Bleu mit Kartoffelecken und Buttererbsen **** Dessert (Beerentraum, ein kleiner Block aus einer braunen Tortenzauberei mit Schichten Creme und verschiedenen roten+blauen Beeren)

montag: Kartoffelcremesuppe *** Salatteller ***** Klößchen vom Saibling auf Basmatireis mit Basilikumsößle oder Steak von der Pute mit Paprikasößle auf Basmatireis **** Dessert (Apfelbeignet mit Vanilleeis)

dienstag:

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oder
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wie wir später herausbekamen war das neuland, normalerweise gab es einfach KEINE karte, diesmal extra zu ehren eines besonders liebgewonnenen (weiblichen) gastes 🙄 dieses überschaubare unAngebot 😆
ob die unterschiedlichen anzahlen der sternchen was zu bedeuten haben hab ich vergessen zu fragen, aber das werde ich nachholen!
zur wettervorhersage von 0.3mm paßte dann auch der spruch „Ich freue mich wenn es regnet, wenn ich mich nicht freue regnet es auch“
letztlich waren es dann ein bischen mehr als 0.3mm ziemlich mittig in unserer 50kmRad(Tor)TourDeBonndorf, aber das ist eine andere geschichte, die kommt nach der überÜbernächstenMaus oder sonst mal später 😉

mittwoch: Rindfleischsalat ***** Kraftbrühe mit Nudeln **** Loup de Mer im Kartoffelmantel auf Lauchkartoffeln oder Sahnegeschnetzeltes mit Pilzen und handgeschabte Spätzle **** Dessert (Wutachwelle, der Donauwelle ähnlich aber viiiiiel besser ;-))

nachdem somit das wesentliche, nämlich herberge und verköstigung, geklärt und gesichert ist, kommen wir zum contrapart desselbigen, dem wiederwegbekommen der kalorien, also den aktivitäten außerhalb der speis+trank-terrasse vom nicklas’schen schwarzwaldhof.

freitag: morgens wanderung zur schattenmühle ca.8,5km / nachmittags kleine radtour 16km, siehe unten

samstag: große wanderung wutachschlucht gut 11km

sonntag: größere radtour an den schluchsee gut 35km

montag: mittlere wanderung im süden von holzschlag 10km

dienstag: große radTour de Bonndorf gut 50km

mittwoch: kleine abschlußwanderung rund 7,5km

da mein fuß ja nicht zu großen taten bereit ist wurde sein einsatz wohldosiert. ich hatte zwar laufschuhe mit, war aber lieber gar nicht damit unterwegs und die wanderungen blieben mit 7-12km im rahmen, zumal sie ja auch immer hoch+runter über teils trailigere pfade gingen wo man besser ordentlich auftreten können sollte ❗
die radrunden waren ebenfalls mit etlichen höhenmetern gespickt und auf der großen tour meckerte gegen ende selbst beim treten der fuß aber alles in allem hätte es schlimmer kommen können und war noch eine gute mischung.
alle weiteren tage kommen extra irgendwann, es sind soooo viele fotos zu sichten+collagieren, das mach ich nicht auf einen schwung, da bitte ich die werte fangemeinde um nachsicht zur späteren einsicht 😉

nun also: freitag morgen, strahlendes blau am himmel, nach dem frühstück hinter dem haus auf die route3 am reichenbächle entlang

20130719wandern1durch die stallegger brücke und hoch zum räuberschlößle, von dem nur noch ein paar mauerreste stehen, das aber eine tolle tiefe sicht ins tal der wutach bietet.

vor der einkehr in der schattenmühle, inzwischen auf den wanderweg4 übergegangen, kam noch ein weiser spruch des wegs (oder eher wir des seinigen):
„Man glaubt der Wanderer sei ein Sünder, weil er nie so oft zur Kirche geht.
Aber ein stiller Blick zum Himmel ist besser, als ein falsch Gebet.“

20130719wandern2die schattenmühle hat was von ringelpietz mit anfassen, unten sind für den massenansturm bi jedem wetter reichlich überdachte plätze, der typ am gemäuer ist elektrisch betrieben und trinkfest(gedübelt).
uns zog es nach oben auf die terrasse mit ebenfalls vielen tischen. die mädels bedienen in klassischer tracht obwohl die nicht ganz zum logo des regionalen bieres passen will, aber freitags war das alles noch erträglich und die weißwürscht zur vesper auch ok.

zurück hatten wir zwecks fußschonung bus geplant da man mit der gästekarte, konus genannt, im gesamten schwarzwald (also nicht nur regional eng um die herberge, sondern ein sehr weites gebiet und super service :!:)  für umme fährt.
dazu mußten wir aber noch hoch an die hauptstraße, der spezielle wanderbus direkt ab/an schattenmühle fährt im wesentlichen nur wochenends. das machte aber nix, wußten wir vorher, und der weg durch die lotenbachklamm ist kurz und immer eine begehung wert:20130719wandern3jogmapManuellleider streikt garmin-upload, schlimmer: mehrere male brachte das einstöpseln einen BSOD und wenn nicht dann rotierte der versuch die strecke in jogmap zu laden, trotz deinstallation der garmintreiber (da win7 wohl lieber eigene nimmt) und update des Gcommunicator … daher gibt es keine exakten karten des urlaubs und hier nicht mal genaue distanz, da ich im bus noch weiterlaufen ließ 😳 , es waren grob 8,5km in 2:40h.
hab’s dann heute mal manuell nachgetragen und dabei wohl ein paar abkürzungen eingemalt, jogmap meint 7,3km aber immerhin selbst dafür schon +478/-513höhenmeter 😎

nachmittags nach dem verdienten kurzen nickerchen, womit unsere wirtsleute das „bubu machen“ neu in ihren wortschatz aufnahmen, setzten wir uns noch auf die räder mit ziel bonndorf-„city“ zwecks erkundung von busverbindungen und umsteigemöglichkeit zum nächsten tag wegen wutachschluchtwanderung.
da gab’s wenig zu sehen aber einen leckeren milchkaffee in der eisdiele an der hauptkreuzung.

20130719raddie radwege sind meist gut bis sehr gut beschildert abseits der straßen (nicht rennradtauglich!) und zum teil extra als bähnleweg auf alter trasse vorbei am ehemaligen bahnhof und bahnwärterhäuschen und wenn daneben herführend dann auch mal drunter durch und nach gut 16km in 1:02h waren wir rechtzeitig zurück zum obigen schlemmermenü.

so, das war’s vom ersten tag mit überblick, jetzt hab ich hunger 🙂

letzten montag sind wir zu einer woche wandern im schwarzwald aufgebrochen. weil das hotel in dem der göga im mai schon mal auf moppedtour war ruhetag hatte haben wir uns die ersten beiden tage auf empfehlung meiner besten freundin in kniebis im waldblick einquartiert.
die fahrerei dorthin ist ja nicht soooo umfangreich daher sind wir dann nach checkin frühnachmittags mal eben zur besorgung von infomaterial auf ein käffchen nach freudenstadt gefahren.

es könnte sein daß die diversen wasserspiele auf dem dortigen riesigen (wenn auch von straßen unterteilten aber sehr schön arkadenumgebenen) marktplatz symptomatisch auf den weiteren urlaubsverlauf hinweisen sollten … ?
jedenfalls sind wir montag abend noch ein bischen gelaufen, haben kurz den wellnessbereich genossen (ein 4sterneetablissement sieht uns selten, wir haben im zweifel auch den altersdurchschnitt erheblich gesenkt !) und uns dann auf eine lange wanderung am dienstag gefreut und mit sehr leckerem abendmahl vorbereitet.

die war auf einem faltblatt mit diversen vorschlägen die route oliv und die längste angebotete, da wir uns den ort kniebis selber mit hin+rückweg sparen konnten weil sie direkt am hotel vorbeiging kamen wir letztlich auf gut 21km die in jogmap  einsehbar sind.

die erste hälfte war wunschgemäß sehr schön bis runter an den glaswaldsee wo wir uns eine kleine rast gönnten, um dann schnell die regenjacken anzuziehen und die nächsten 10km in sintflut zurückzumarschieren 😦
die gegend ist landschaftlich schön aber wirtschaftlich scheint sie bessere zeiten gesehen zu haben, wüßten wir es nicht besser hätte das ganze auch harz oder erzgebirge oder exTäTeRäZonenrandgebiet sein können, so viele alte leerstehende gaststätten wo wir uns doch gerne mal aufgewärmt hätten unterwegs. danach fiel es schwer selbst im molligen bettchen wieder warm zu werden, schließlich gab ich auf und flüchtete in die sauna, da klappte es dann.

am mittwoch ging es weiter ein stück gen norden auf den kaltenbronn  ins sarbacher mit „nur“ 3 sternen aber der uns vertrauteren gemütlichkeit. sauna hat’s da auch wenn auch ohne schwimmbad aber insgesamt gefiel mir die gegend rumdrum auch noch besser und 3 nächte mit mampf kosteten ziemlich genau dasselbe wie vorher die beiden also rundum gelungener wechsel.

dieses „dorf“ besteht gerade mal aus 3-4 häusern: dem hotel und einem alten gästehaus in dem schon mal prinz phillip (GB) zu gast war sowie einem infozentrum nebst rotwildgehege.

dort deckten wir uns dann wieder mit karten/faltblättern ein und am reisemittwoch ging es nachmittags noch auf eine kleinere wanderung von knapp 7km ins moor.

am donnerstag war das wetter durchwachsen bis schlechtaussehend also sind wir mal mit dem auto nach gaggenau ins unimogmuseum gefahren, vielleicht würde der nachmittag ja schöner und man könnte doch noch ein bischen aufs rad (MTB und RR waren mitgekommen).
das mu(rgtal)se(henswürdigkeit)u(nimog)m(useum) war nett, etliche alte schätzchen mit erläuterungen und draußen fuhren ein paar wagemutige gegen sondergebühr steigungen bis 100% (auch rückwärts!) rauf+runter!

selbst auf dem klo war das motto klar erkennbar.

nachmittags wollten wir dann per rädchen zum hohloturm, aber der ausgesuchte weg „untenrum“ durch den wald war doch kein asphaltierter also haben wir nach 250m gedreht um die straße zu nehmen und nach den erneuten 250m am hotel fluchtartig alles untergestellt und uns aufs zimmer gerettet weil dicke schwarze wand mit gewitter kam. sportlich gab es dann nur noch einen kleinen lauf ans moor vor dem essen.

der freitag war dann wettermäßig erste sahne. wir planten eine kleinere wanderung gefolgt von radtour, los gings zum hohloturm (wieder durch ein kleines moor).

von oben hatte man eine tolle aussicht, die 158 (5*20+22+20+16) stufen haben sich wirklich gelohnt!

weiter gings und da man zu hause auch radfahren aber nicht auf so vielen uns noch unbekannten strecken wandern kann wurde die tour spontan in richtung teufelsmühle ausgedehnt. am wegesrand gab’s viel zu sehen. die beschilderung ist neu und super, nützlich insbesondere da wir nur mit faltblatt vom direkten umfeld unterwegs waren und dessen grenzen schon überschritten hatten. an (so gut wie wirklich fast) JEDER abzweigung steht ein schilderbaum mit aktuellem standpunkt nahziel sehenswürdigkeiten und fernziel sowie den jeweils verwendeten markierungen so daß man sich von punkt zu punkt hangeln kann wenn man eine ungefähre vorstellung hat wohin man will.

die mühle hat leider keine gästezimmer (wir hatten uns schon gedanklich für den nächsten urlaub eingerichtet) aber leckeren straßburger wurstsalat und schinkenteller, das verbunden mit ein paar bierchen reichte uns diesmal auch und dann ging es zurück mit letztlich 16,5km auf dieser etappe.

der tag und bewegung per pedes waren damit aber noch lange nicht zuende! abends war von 19-22 eine hirschbrunftführung gebucht. die fand donnerstag (bei sch***wetter) und eben freitag statt, beides ausgebucht. wir hatten (dank hotelkontingent) definitiv die bessere variante an klarem vollmondabend erwischt und wurden vom exFörster zunächst am gehege etwas aufgeklärt und dann gings es flotten (!) schrittes wieder richtung moor und etwas abseits davon wurden wir (möglichst einzeln zur schwätzverhinderung, bis auf ein paar schisser) „ausgesetzt“ um zu lauschen.

die dreiviertelstunde wurde nicht wirklich langweilig bis auf das stehen das dann doch mit der zeit auf die gräten geht, wärmer wurde es ja auch nicht. aber die jungs waren emsig, aus der ferne hörte man sie immer wieder aus zwei „hotspots“ und plötzlich auch am lautesten genau aus dem rücken. nach der lauschaktion sammelte der chef uns wieder ein und es ging zügig zum aufwärmen zurück, da kamen insgesamt nochmal gut 5km zusammen.

samstag gings dann heim und sonntag nach dem wenigen schnelleren laufen aber dafür viel mehr langsamen kilometern endlich wieder auf eine längere laufrunde ravenstein++ als drachentraining  knapp 17,5km mit 400Hm und super stimmung dank wetter und weitestgehend bravem füßchen.

mitte juli war „richtig“ urlaub angesagt, also nicht nur nicht arbeiten sondern mal wieder wegfahren.

wegen der wetterunsicherheit und der kürze (eine gute woche maximal) hatten wir schweren herzens doch nicht nicht mit moppeds geplant aber immerhin erstmals 2 räder auf dem hängerkupplungsträger was sich doch als sehr gute idee erwiesen hat, da man vor ort wesentlich flexibler ist auch ohne auto.

quartier machten wir mit voranmeldung im tirolerhof in tannheim, grad so in öschiland, also runter von der autobahn in oy-mittelberg und dann über’s oberjoch aus dem welligeren grüneren in den graueren schon alpineren teil des allgäus auf gut 1100nN.

der blick aus dem zimmer über den blumenbalkon im ersten stock war traumhaft: richtung vilsalpsee der von 10-17 nur durch bus+bähnchen oder zu fuß durch schönen wald erreichbar etwa 2,5km entfernt liegt, in dem ich so gerne mal schwimmen wollte was dann aber irgendwie doch nie geklappt hat zeitlich oder lust+wettermäßig ;-(

die an+abfahrt jeweils an den sauheißen mittwochen kostete ja fast einen tag und gab nur noch gelegenheit für ein wenig raderkundung des dorfs.

donnerstag war tolles wetter mit der ersten wanderung zum eingewöhnen bis auf 1740nN, der bericht zur roßalpe folgt …

freitag nachmittag bis sonntag früh war es kühl bis kalt und durchwachsen bis naß aber ein bischen rumgehen, einen schönen (nassen) lauf um den see und eine (nasse) radtour zum haldensee haben wir uns trotzdem gegönnt sowie 2 mal yoga auf der kuhweide bzw. im zimmer.

sonntag nachmittag gab’s dann bei erkennbar schönerem wetter eine wunderbare radtour in ein nördliches seitental zur kälberhofalpe und zurück über rehbach. die radwege sind gut markiert, es war aber auch profiliert und schotterig so daß wir nicht zuletzt zur materialschonung (der göga hat derzeit kein MTB) auch mal ein stück schieben mußten, was dem spaß aber keinen abbruch tat. dieses seitental ist einfach traumhaft und schien uns auch nicht so überlaufen wie es bei besserem wetter die gegend an sich sein könnte.

am montag konnten wir endlich bei ziemlich heißem aber dabei stabilem sommerwetter auf die nächste größere tour zur usseralpe/neunerköpfle(1864nN) und dienstag schließlich zum krönenden abschluß hoch zur landsbergerhütte, weiter auf gut 2000m und über die gappenfeldalpe wieder zum neunerköpfle mit abschluß knieschonend runter per gondelbahn.

auch dazu gibt es dann bei gelegenheit mal extra (foto)berichte aber im moment will ich wieder raus ins freie statt vor dem compi den restsonntag zu vergeuden, daher hier nur noch ein bischen impressionen von der mich beeindruckenden blumenpracht (für deren sammlung auf chip ich das eine oder andere mecker bekam ;-))