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Was soll ich schreiben … viel Zeit ist vergangen, ein ganzes Jahr seit dem Ostseegenuss, und der Urlaubsbericht ist immer noch nicht fertig.

Einen der Gründe dafür, neben chronischem Zeitmangel, formuliere ich vielleicht irgendwann mal als eigenständiger Beitrag.

Aber heute packe ich endlich mal einen großen Teil der Eindrücke zusammen in ein paar Fotos als zweiten Teil, immerhin.

Unterkunft in Graal-Müritz rund um Mitte September in der Strandstrasse, die wie der Name schon sagt genau zum Strand am östlichen Ortsrand führt, heißt auch, das Fest der Moorgeister zu genießen. Bei den ersten Anzeichen wußten wir noch von nix und dachten an eine besondere Form von „GartenzwegManie“, aber nach und nach rüsteten fast alle Anwohner auf.
Die Villa Luise als Stammhaus unserer Fewo (die im Hof dahinter lag abseits vom Trubel) machte da keine Ausnahme und sorgte doch für kurzzeitigen Schreck.

Denn da gehört zum klassischen – wenn auch jedes Jahr variierten – Moorgeisterambiente auch eine weiße Katze aus Plüsch!

Die die als Mitbewohner zum Haus gehört erfreute sich aber trotzdem weiterhin ihres Lebens (hoffentlich noch sehr lange, liebe betagte alte Dame Lilly [?] ).

Nicht nur bei diesem Anlass kann man ausgiebig speisen , sowohl süß als auch herzhaft

Auch zu anderen Gelegenheiten wurden wir sehr gut verköstigt, sei es im Cafè der Pension Witt am Eingang der Strandstrasse, nicht nur mit Kuchen sondern auch guter Küche als Gartengenuss, oder im Strandhus (Fisch in tollen Variationen selbst für den FischEherMeiderGöga 😉 ) am Ende der Straße kurz vor dem Damm oder im Strandkorb an der Seebrücke einfach nur den Aperol genießend … oder … oder … oder

Besonders hervorzuheben ist das Würzfleisch im Anglerheim in Ribnitz-Damgarten wo wir unterwegs ins Museum Pütnitz zweimal vorbeikamen, aber auch das ist eine andere Geschichte, viel zu viele Fotos und den hiesigen Rahmen sprengend!

Viele Touren führten nach Fischland und teilweise bis rauf auf den Darss, der dortige Leuchtturm mit Museum liegt toll,

ist aber auch entsprechend überlaufen wie sowieso alles schon doch sehr touristisch beliebt und voll ist, und nur in der Nachsaison zu ertragen!

Über Radtouren nach Warnemünde zum Hafen hatte ich ja im ersten Teil berichtet, die Innenstadt haben wir auf einer anderen Tour auch mal heimgesucht

und immer noch gibt es viele Ecken, die es bei einem fest vorgenommen neuen Besuch zu erkunden gilt.

Frei nach dem Motto: „Sicher kieken wir mal wedder in!„.

 

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Die Zeit rast, vor allem wenn man zu wenig davon frei zur Verfügung hat … Daher habe ich es bisher einfach nicht geschafft die Fotos zu sichten/sortieren/zusammenzustellen, die ich im Herbsturlaub gemacht hatte, der nun ja schon vor einen halben Jahr stattfand.
Und bevor jemand auf die Idee kommt es hätte mir nicht gefallen, da oben an der Ostsee, fang ich jetzt einfach mal an und bringe unstrukturiert ein paar erste Einblicke zu (virtuellem) Papier 😉

Vorab als Motto: „das Wetter war zu schön, wir kamen zu fast nix was wir uns vorgenommen hatten“ !

Das kann man so natürlich nicht auf Anhieb verstehen. Aber wir hatten das Quartier unter anderem deshalb so mittig an der Küste gewählt, weil es nach Schwerin im Westen rund 100 und bis Rügen nach Osten ebenfalls 100km sind und wir dachten, an Schlechtwettertagen dann halt mal mit Bahn oder Auto einen Ausflug zu machen, aber – es war ein Traumwetterherbst. Der einzige Regen fiel EINmal abends um acht wo dann wegen der Wassermassen 5min das (Sat)Fernsehn ausfiel wie zu Hause auch schon wenn das Signal nicht mehr durchkommt.

Nachdem wir (vor der Bloggerzeit) schon desöfteren auf Moppendtour oder auch mit Auto in „MeckPomm“ im Landesinneren (Plau am See) waren, hatten wir uns mal dazu entschieden, die paar ( 100?) Kilometer mehr bis ganz an die Küste hoch zu fahren.
Von einem virtuellen facebook-Freund hatte ich eine Kontaktadresse zu einer Ferienwohnung in Graal-Müritz, am Ortsrand fußläufig 300m zum Meer, telefonisch gebucht und vom 13.-25.September nicht bereut. Ganz oben ist der Sonnenuntergang vom 21. der diesem Beitrag seinen Namen gibt.

Die erste Collage zeigt ein paar Fischerbötchen im Hafen beim allerersten Radausflug nach Fischland am 14. Denn wir sind mit den Rädern huckepack hoch und dann dort fast ausschließlich damit unterwegs gewesen. Damit kamen dann bombastische >300km in den 11 Anwesenheitstagen zusammen, mehr als manches Jahr sonst in meiner bisherigen „Radkarriere“ (und im gesamten Monat September dank noch mehr Urlaub und Fahrten zur Arbeit sogar über 500 aber das ist eine andere Geschichte …).

Am zweiten Tag ging’s 30km gen Westen nach Warnemünde mit Riesenpötten am Pier und kleineren am „Touristenkai“

Und am nächsten Tag zog es uns wieder mehr in die leerere Natur weiter Richtung Darß bis nach Ahrenshoop.

Und jetzt kommt erst mal Sendepause bis ich die nächsten Eindrücke „druckreif“ zusammengestellt habe 😉

20151101_m0-DSCF2737An Allerheiligen hatten wir zwar leider keinen Hund mehr ausgeliehen … aber trotzdem nochmal zum passenden Wetter ein wenig Wanderlust. Daher ging es mit dem Auto nach Schladern zur Halle kabelmetal und von dort aus auf den Mäanderweg, ErlebniswegeSieg#15.

20151101_m0-ElmoresDas Elmores hatte zwar leider schon geschlossen, da war am Vorabend große Halloweenfete oder sowas ähnliches und ein paar Übriggebliebene oder auch fleissige Frühaufsteher waren am Aufräumen. Aber wir freuen uns jetzt schon auf April wenn es wieder öffnet. Nicht zuletzt seit ich zur blog-Erstellung mal ein wenig recherchiert und die donnerstägliche mobile Holzofenpizzeria GURKE entdeckt habe 😀

20151101_m1-SiegAus irgendeinem Grund sind wir vom Parkplatz aus in der der Beschreibung entgegengesetzten Richtung losgeraten aber letztlich fanden wir es dann mal wieder genau richtig.

20151101_m2-DreiselDer Weg geht nämlich  in ALLEN Richtungen mäandernd auch oft runter und rauf und das steilste Stück, kurz nach dem Überqueren der Sieg in Dreisel gen Norden hoch, hatte mindestens Stachelhardt-sche Qualität. Da möchte ich nicht anders rum runter müssen und uns just oben entgegenkommende Wanderer guckten auch schon recht karriert.

20151101_m3-KolbenbergVerlaufen war auch diesmal keine Option, auch wenn der Kolbenberg im Leporello als KolFenberg verhunzt noch der Neuauflage harrt.

20151101_m4-WieseZwischen Dattenfeld und AltWindeck gab’s mal erholsamer wunderschöne Wiesen zu durchwandern.

20151101_m5-AltWindeckAuch bewohnt (links) schon fast ein Museumsdorf: AltWindeck mit seinem Freilichtmuseum das noch auf intensiveren Besuch unsererseits wartet.

20151101_m6-MoosLaubAn Moos vorbei durch raschelndes Laub

20151101_m7-Burg-1ging es durch den Wald hoch zur Burgruine

20151101_m7-Burg-220151101_m7-Burg-320151101_m7-Burg-4und auf der anderen Seite am Fundament der Kapelle vorbei wieder hinunter vom Berg

20151101_m7-Burg-5vorbei am Auswandererkreuz

20151101_m8-Kreuz+Siegund durch den fast laubfreien Wald mit Blick auf die vor gut 150 Jahren stillgelegte alte Siegschleife. Die Sieg wurde da nämlich umgelenkt um die neue Eisenbahntrasse besser durch die Berge legen zu können! In Ansätzen ist das auch nachzulesen in der Geschichte des kabelmetal-Kulturzentrums.

20151101_m9-BurgSchließlich ging es unten im Tal wieder zurück zum Bahnhof und zum Auto und heim, Abschluss der in diesem Jahr ungewohnt oft genossenen herbstlichen Wandertouren, als nächstes steht Winter an und der vielleicht ja mit Schneetouren (und wieder geliehenem Hund zu den Feiertagen 😉 ).

20151024_heide1Am vorletzten Oktoberwochenende gab’s nochmal eine längere Wanderung mit „Urlaubs“hund Laddie. Diesmal hatten wir uns ins Auto gesetzt und in Siegburg am Friedwald geparkt, um zumindest den östlichen Teil des ErlebniswegeSieg#01 „Heideweg“ unter die Füße/Pfoten zu nehmen.

20151024_heide2Der Start durch den Wald nördlich von Kaldauen vorbei war noch einigermaßen nett und abwechslungsreich, aber danach … waren es nach unserem Geschmack einfach viel zu eintönige breite Wege ohne viel Abwechslung, so daß ich wider meine Gewohnheit dann auch kaum Fotos gemacht habe.

20151024_heide3Am südlichen Rand von Lohmar bogen wir temporär vom Weg ab gen Südwesten um (wie aber vorher schon geplant) die 23km auf rund 13 zu verkürzen. Auf dem Stückchen gab es einen Sandweg entlang wenigstens ein paar nette Pilze zu sehen und nach kurzer Wasserrast für Hund und Teilzeitherrchen ging’s auch noch auf ein Hefeweizen in die Waldeckstube am Reiterhof.

20151024_heide4Die hat vor einiger Zeit ein Niederländer übernommen der einen sehr netten Eindruck machte, vielleicht fahr ich mal nach der Arbeit mit entsprechendem Hunger vorbei und teste die Karte?

20151024_heide5Auf dem Rückweg ging es dann noch durch das Naturschutzgebiet „Gagelbestand“, auch davon hatte ich mir irgendwie mehr versprochen, das mag aber auch an der Jahreszeit gelegen haben. Etliche der Seen waren so gut wie leer und Flora&Fauna herbstlich trist, Laddie hatte trotzdem Spaß.

20151025_201530_heide6Insgesamt hat der junge Mann wohl in den 9 Tagen rund 100km mit uns absolviert, da hatte er allen Grund auch mal faul und erholsam auf der Couch abzuhängen am Sonntag.

20151026_laddieTellerUnd auch wenn wir versuchten aufzupassen (und keine großen Reste übrig zu lassen), ab+zu kam es dann doch vor, daß auf einmal der Katzenteller in der Küche „sauber gespült“ war … „Von mir? Niemals, sowas mache iiiiiich doch nicht, können diese Augen lügen?

alltagmalanders_DienstagsGehtsRund_logorundZum Schluß gibt es nach ein paar Wochen Pause nochmal was zu Veras rundem Dienstag.

Zum einen sind da die Stempel an den Natursteig-Etappen und Erlebniswegen, hier von der vorherigen Tour auf dem DreiTälerWeg, die man wohl per Bleistiftrubbelei abdrucken kann in ein zugehöriges Wanderheft oder so ähnlich als Nachweis/Erinnerung.

20151021_NSS-3-3Täler-Rund

Und dann hab ich Ende Oktober noch die mickrige roteBeteErnte eingesammelt und hatte dabei doch glatt einen Albino, ehrlich, das ist KEIN MOZZARELLA wie jemand vermutete:

20151029_181500

20151021_3taeler1Echte Fründe stonn zesamme … oder wandern zusammen, in dem Fall Ende Oktober. Da hatten wir den Schwiegermutterhund in „Urlaubspflege“ und eh der sich’s versah hatte er nach dem 9 Tagen 100km in den Pfoten 😀

Da er aber Windhund in den Genen hat – bisher wurde er in der Familie als PodencoMix „gehandelt“, nachdem ich mal ein bisschen google bemühte scheint mir Kritikos Lagonikos passender – war das im Prinzip kein Problem für ihn, außer daß er den Umfang nicht gewohnt war.
Nachdem er Sonntags übernommen wurde und Montag+Dienstag mit dem Göga kleinere Runden absolviert hatte war Mittwochs, als ich auch endlich Urlaub hatte, die erste richtige Wanderung angesetzt. Der Einfachheit halber starteten wir fußläufig ohne Auto direkt von zu Hause auf den DreiTälerweg, die Nummer 8 der ErlebniswegeSieg.

20151021_3taeler2Der geht von Süchterscheid ins Krabachtal, wo ich meine früher schon eine erläuternde Tafel gesehen zu haben an der Stelle wo jetzt nur einsam der Markierungsstempel für die Natursteig-Etappe zu sehen ist. Ein Stück vorher im Wald hatten mal wieder Idioten versucht die Markierungen zu übertünchen, wozu auch immer erschließt sich uns immer noch nicht. Ein Stück weiter erstrahlen sie in neuer Farbenpracht und an den wesentlichen Abzweigungen gibt es ja auch oft kilometerbeschilderte Wegweiser.

20151021_3taeler3Nach der Überquerung der Sieg in Bach haben wir uns dann auch mal wieder eine Runde durch den Innenhof des Klosters Merten gegönnt, obwohl wir – ab dem späten Vormittag unterwegs – leider keinen (sonst SEHR leckeren) Kuchen in der (unter der Woche dann noch geschlossenen) Orangerie des als Altenheim genutzten Anwesens bekamen.

20151021_3taeler4Bei grauem Wetter, das aber perfekt zum Wanderen geeignet war, kamen wir raus aus dem Dorf vorbei an Moos auf der Mauer, an sowas kann ich mich nicht sattsehen (und -knipsen).

20151021_3taeler5moosNach kurzer Rast am Bahnhof Merten mit Schweineohr für Laddie und Wasser für alle ging es dann weiter in den Pferdeweiden ein Stückchen die Sieg entlang, der Kerl hatte Spaß und wir auch.

20151021_3taeler6Schließlich kam unsere Variante des „blauen Wunders“ in Sicht, der noch recht neue Fahrradweg, angedockt an die Eisenbahnbrücke über die Sieg.

20151021_3taeler7Wir blieben aber (noch) auf der nördlichen Seite und querten kurz drauf die Gleise am „Auf-Zuruf-Übergang“: da sind je nach Jahreszeit und Betrieb die Schranken dauerhaft geschlossen und man muß klingeln und erfährt dann mit freundlicher (life !) Stimme eventuell von einer kurzen Wartezeit bis der nächste Zug passiert hat.

20151021_3taeler8In der Saison ist aber auch oft offen, dann braucht man auch nicht (wie auf der Anleitung angegeben) nach dem Passieren Bescheid zu geben daß alle drüben sind 😉

20151021_3taeler9Im Sackgassendörfchen Auel zu dem der Übergang gehört gibt es auch ein paar hübsche Ecken und da wohnen Helden die die Untiere im Zaum halten *ggg*

20151021_3taeler10Kurz drauf kommt schon wieder die Burg von Stadt Blankenberg in Sicht

20151021_3taeler11und an der nächsten Eisenbahnbrücke wird die Sieg wieder heimwärts gequert, vorbei an – ok, keinem Moos, aber – hübschem Steingartengewächs.

20151021_3taeler12An der Mühle zu Blankenberg in Stein geht es vorsichtig über die vielbefahrene (und weil eng an den Felsen ohne Platz zum Ausweichen auch unfallträchtige) Siegtalstraße zwischen Hennef und Eitorf.
In der Mühle kann man sehr gut essen und im Sommer auch herrlich im Biergarten sitzen, dank Bachgeplätscher sogar mit recht wenig störender Akkustik von der Straße!

20151021_3taeler13Von da geht es dann wieder hoch auf den Berg. Immerhin ist vor einiger Zeit am recht neu restaurierten Heiligenhäuschen mal eine Treppe spendiert worden, damit man nicht mehr wie früher das erste Stück noch an der Straße am Fischteich vorbei ohne Fußweg hoch muß.

20151021_3taeler14Oben am Dorfrand geht es durch das Kölner Tor mit Blick auf den Grabenturm. Ich muß gestehen daß ich doch glatt – nach 23 Jahren der regionalen Zugehörigkeit durch Wohnsitz Süchterscheid – just zum blog-Erstellen erst die beiden Namen nachgelesen habe im Blankenberg-Abschnitt der Seiten zum Hennef-Buch auf der Homepage der Stadt. Mir war bisher namentlich nur das östliche Katharinentor ein Begriff, da dies ja unserer Straße den Namen gibt.

20151021_3taeler15Auch wenn die Fenster klein sind und vielleicht auf Dauer drin wohnend je nach Jahreszeit auch ein wenig deprimierend wirken könnten, ich mag diese alten Fachwerkhäuser immer wieder gerne. Der beste Wanderhund von allen freute sich wie die anderen 4 Beine auf Einkehr im Stammlokal AltBlankenberg (letztere auf einen trockenen roten von der Ahr).

20151021_3taeler16altBBDer Rest ist undokumentiert wegen einsetzender Dunkelheit bei grauem Wetter, aber es kamen mal wieder herrliche 17km zusammen, auch wenn uns von denen ja fast jeder Grashalm persönlich bekannt ist weil Bestandteil unzähliger Trainings-Laufrunden. Beim Wandern ist man doch etwas entschleunigt mit mehr Muße zum Umsehen. Ach ja: Laddie war zu Recht müde an dem Abend, wir waren durchgegangen bis ins Landhaus Süchterscheid um uns das Kochen zu sparen und er nahm schon mal eine Mütze voll Schlaf unter dem Tisch 😀

20151021_3taeler17landhaus

20151017_quiche-2Am Samstag hab ich endlich mal eine dicke Portion Champignos die schon „lange“ darauf warteten ausgebraten und daraus eine Vollkornquiche gebastelt.

Der Teig wurde gerührt/-knetet aus

  • 150g Dinkelvollkorn
  • 150g Weizenvollkorn
  • 150g Butter
  • 2EL Chia mit 10EL Wasser angesetzt
  • 1 Ei und ein Dotter

und kam dann als eine Kugel für den Boden und 2 Rollen für je eine halbe Seitenwand ein Stündchen in den Kühlschrank

1 Ei und ein Dotter wurden mit 1 Becher Schmand verrüht (Pfeffer/Salz), aus den 2 einsamen Eiweiß kam der Schnee drunter und 1 Tüte Emmentalerraspel ergaben alle zusammen die Masse.
Dann kam die Premiere: die neu bei AldiSüd erworbene erste wabbelige „Plastik“=Silikonbackform mit Wasser ausgespült (ohne Fett/Mehl) bekam den ausgerollten Boden und die ausgerollten Seitenwände eingepasst.

20151017_quiche-1Darauf gab’s eine Lage gehobelter Scheiben von einem Käse der mich nicht so überzeugt hatte pur oder auf Brot (hab schon wieder vergessen/verdrängt was das war, irgend eine Art Illertaler oder Butterkäse oder …) der „mußte halt weg“ 😀
Darauf kam ein ebenso überfälliger cross ausgebratener kleiner Speckrest und die Pilze, dann noch eine Packung 125g Gorgonzola in Stückchen und dann die Masse.
Ofen Umluft ca. 20min 170° und 25min 130° und noch was nachtrocknen nachdem das erste Stück noch nicht ganz gestockt war, lecker war’s trotzdem.

20151017_muffinsUnd weil ich grad so dran war hab ich auch noch versucht, ein paar EggMuffins zu zaubern, DAS ist aber technisch schiefgelaufen.

Um die neulich mal erworbenen guten antiHaftMuffinsFormen zu schützen hab ich ein paar Papierförmchen genutzt, aber das klebte hinteher wie Jeck und man konnte sie nur mit Gewalt rauskratzen, die gestockte Masse vom Papier. Demnächst also mit Fett+Bröseln direkt im Blech zum Stürzen!
Geschmacklich tat auch das keinen Abbruch, auch wenn ich aus Mangel an Ei etwas sparsam verteilen mußte wo ich mich gemüsemäßig so ausgebreitet hatte:

    • 8 mal Spinat in Fetzen geschnippelt
    • 8 mal rote+gelbe Paprika minigewürfelt
    • 8 mal Andenhorn gewürfelt und um je ein – Ihr ahnt es schon: überreifes, pur mir schon wieder zu scharf gewordenes – Weinkäseachtel gelegt
    • jeweils Pfeffer frisch gemahlen und Salz
    • darüber dann gerade mal noch je eine kleine Schöpfkelle aus
      6 Eiern mit 2 EL Milch und 3 EL Weizenvollkorn

Die kamen mit in den Ofen aber früher wieder raus so nach einer knappen halben Stunde und gingen nach kurzem technischen Fluchen gut als Vorspeise durch.

20151018_apfelbaum-1Sonntag ging es dann dem Apfelbaum an den Kragen. Wir lieben ihn heiß und innig seit 1992 als er wohl mit 4 Jahren mit Haus&Garten erworben ward. Anfangs kümmerte er, seit einiger Zeit trägt er mal weniger mal etwas mehr und in den üblichen Zyklen nicht hintereinander viel, aber dieses Jahr (wie allseits zu hören auch bei anderen) immens. Um nicht zu schreiben: GIGANTISCH viel.

Die ersten Äste waren ja Ende Juli schon zum Boden gebogen, einer aus der Mitte im August abgebrochen, die erste Entlastungsernte lagert seither in 3 Kiepen im Schlafzimmer auseinandergebreitet.

Dann hatten wir Mitte September wieder 60kg geerntet und aus 54kg doch glatt 40 Liter Saft pressen lassen!

Und nun stand der größte Rest an runter geholt zu werden bevor der Frost einschlägt und außerdem – Ernten durch Absägen war die Devise,

20151018_apfelbaum-2nicht um ihn zu vernichten sondern auszudünnen und mehr Licht+Luft dran zu lassen.

Vor über 15 Jahren hatte ich mal im Frühjahr gekappt aber da schoß dann zu viel Triebsaft ein und es bildeten sich etliche Wasserschosser die nur senkrecht nach oben wachsen. Getragen wird an den Querästen, davon bildeten sich dann erst über Jahre einige daran, aber alles in allem zu dicht, zu viel, zu lange Wildwuchs.

20151018_apfelbaum-3Dran kommt man auch nicht mehr richtig, sofern man keine Katze ist, und die tun nix für ihr Dosenfutter. Paula machte nur die Aufsicht (mit geschlossenen Augen) auf dem Kissen das eigentlich die Fuji zur Dokumentation schützen sollte 😀

20151018_133331_paulaFujiNun also großes Kettensägenmassaker, gut 100kg später sieht er ziemlich gerupft aus,

20151018_1333_erntealltagmalanders_DienstagsGehtsRund_logorundEs hängen immer noch etliche tolle dicke rote oben die wir sobald sie runterfallen sammeln werden und dann mal 1-3 Jahre Ruhe bewahren, weil nicht wieder über 200kg von einem kleinen Bäumchen zu holen sind.

Auch wenn es „schon wieder“ Äpfel und andere Leckereien sind statt irgendwelcher technischer oder künstlerischer Finessen, ich denke es ist so viel rundes dabei, das muss heute einfach mal für Veras runden Dienstag durchgehen 😉

20151011_1156_DSCF2550_fernblickAm vorigen Sonntag war es schon wieder so weit, statt Laufen (wegen Ferse) oder anderem Sport lockte traumhaftes Herbstwetter zum Wandern und wieder ging es auf einen der Erlebniswege Sieg. Diesmal hatten wir uns mit dem Landlebenweg die östlichsten Nummer16 ausgesucht.

20151011_1200_DSCF2551_panoramaTeilDer startet am Parkplatz der Grube Silberhardt, die wir uns dann hinterher nicht mal mehr angeguckt haben weil wir ein bisschen zu spät unterwegs waren und außerdem wie immer hungrig. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Und um’s vorweg zu nehmen: dieser Weg ist um Klassen schöner als der Pulvermühlenweg vom Sonntag davor und durchaus in kommenden Jahren mal eine Wiederholung wert!

20151011_1219_waldAm Parkplatz machte sich auch eine Truppe anderer Wandersleut gleichzeitig mit uns auf, rucksackbewehrt und schnatternd und schwatzend 👿 und daher gaben wir erst mal Gas um sie bergauf zu schlabbern und unsere Ruhe zu haben und die des Waldes zu genießen.
Kurz danach auf der Höhe oberhalb von Öttershagen boten sich die ersten traumhaften Ausblicke, wie ganz oben zu sehen, bevor es wieder runter ins Tal ging, durch Langenberg und danach durch Wald mit teils „normalen“ teils trailigen Abschnitten, aber nie so autobahnmäßig wie letzte Woche.

In der handlichen Broschüre mit allen Touren ist die einzige Einkehr schon nach einem guten Viertel der Strecke die Bachmühle im Rosbachtal. Dort haben wir uns dann tatsächlich ein mittägliches Bierchen gegönnt, ein dunkles Siegtaler Landbier, das mich an das Zwieseler Dampfbier erinnerte von der Farbe, aber dem Gatten entgegenkommend nicht dessen Milde sondern pilssche Herbheit hat. Die Gaststätte machte einen sehr guten Eindruck und ziemlich sicher fahren wir mal im nächsten Frühjahr (?) mit den Rädchen durch’s Siegtal auf ein richtiges Mahl.

20151011_1300_bachmuehleAls wir rauskamen übersahen wir den Wegweiser am Laternenmast gegenüber und außerdem hat das Faltblatt da eine Schwäche, heißt es doch: „Gegenüber vom Gasthof befindet sich eine Sitzgruppe. Von hier auf der Nebenstraße weiter, bis später links ab ein langer Ziehweg folgt.“
Daran hielten wir uns, im Nacken schon das Geplapper der ankommenden Wandersgruppe, um nach 500m in Rosbach Ort angekommen zu bemerken, daß der Weg „weg“ war. Da half nur umdrehen und mit einem Kilometer zusätzlich in den Beinen ab der Bachmühle neben/oberhalb der Straße schräg durch die Wiese ein Stück sanft und danach steil hoch zu kraxeln. Dieser Abschnitt ist ein guter Grund, nicht anders herum zu wandern! (Die Schwätztruppe machte dann oben ihre Rucksackrast und wir konnten wieder Land gewinnen 😀 )

20151011_1330_alterStuhlAm südlichsten Teil des Rundkurses gibt es so eine Art „Stachelhardt des Windecker Ländchens“, also einen Drachenabflugplatz mit wieder tollem Blick oberhalb vom Alten Stuhl, der laut Wikipedia sogar ein mittelalterlicher Femegerichtsplatz ist. Die vorher festgehaltene Bergfest-Stele etliche Höhenmeter unterhalb verwirrte uns auch wieder kurz, denn die ist wohl nur bzgl. der blauen Punkt-zu-Punkt-Natursteig-Etappe 8 der höchste Punkt, bei den Erlebniswegen markiert sie eher die Mitte der Strecke vom Standard-Start/Ziel aus gesehen.

20151011_1405_pferdeLiebeSchließlich ging’s aber wieder runter und rauf

20151011_1420_DSCF2573_panoramaund runter und rauf durch Pferdeland …

20151011_1433_DSCF2574_weitblick… und runter mit kleinem Imbiss, Mundraub macht’s möglich, leicht sauer aber herrlich saftig

20151011_1508_mundraubund gestärkt und erfrischt kam man auch gut wieder rauf …

20151011_1523_DSCF2579_zottelRindervorbei am Landleben das dem Weg schließlich seinen Namen gibt.

20151011_1528_DSCF2581_panoramaDavon gibt es jede Menge „normales“, also die zotteligen Rinder oder glatte schwarz-weißen Kühe

20151011_1530_viehchereiund in Kohlberg auch aus dem Arche-Projekt der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.) den Arche Hof Nr. 65 einen schönen Hahn.

20151011_1540_alpakasAber kurz drauf kommt dann der exotische Touch der Runde: eine Alpakafarm, die machen auch kleine Wanderungen mit Interessierten

20151011_1543_DSCF2586_alpakasund stehen ansonsten malerisch auf der Weide rum

20151011_1550_alpakaendeund sehen einfach „nur“ gut aus 😉

20151011_DSCF2594_adler220151011_172353_camembertGut aus sah auch am Ende der alte Adler Trumpf „Junior“ dem ich im vorigen Dienstags-Blog schon ein Denkmal gesetzt habe.Ebenfalls gut aus sah der gebackene Camembert in Haus Sonnenschein in Stadt Blankenberg. Wie in der Vorwoche wurde spontan der famliäre Küchenplan umgeworfen, da wir jede Menge Hunger und keine Lust mehr auf Warten wegen Selbermachen hatten. Leider war die bayrische Woche dort vorbei, die Wildwoche reizte nicht. Die Aussicht dort von der Terrasse ist einfach himmlisch aber die Küche, naja, ok aber nicht berauschend.

Sie leben meiner Meinung nach sehr vom Lauftourismus dank guter Lage und es fehlt leider fast immer der letzte Pepp bei saftigen Preisen. Diese Portion war mit 9,90€ ja auch kein Schnäppchen, aber immerhin etwas größer und liebevoller zubereitet, als man manchmal anderswo für einen Euro weniger bekommt. Das Brot war besser als auf dem Foto erkennbar, zwar statt Schwarzbrot ein helles aber cross und leckker, gute Salatbeilage und reichlich gebackene Petersilie, , das geht also in Ordnung und bei strahlender Sonne in der „Sonne“ in BB ist immer ein guter Abschluß.