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Am Sonntag war Bonnmarathon.
Die letzten beiden Marathons war ich zuletzt im November und Dezember 2011 gelaufen.
Danach kam Fuß, Mortonneurom-OP 2014 mit immerhin ganz gutem WiederInDieGängeKommen und Himmelfahrt in Rengsdorf 30 bergigen Kilometern und im Herbst noch Drache und Platinman mit je rund 26km bei 1000 und was weniger Höhenmetern.
Dann ging’s wieder los mit Fuß: Plantarfasciitis, Fersensporn, ein halbes Jahr ganz Aussetzen, Mitte 2016 Wiederanrollen schwerfällig, unter anderem auch weil schwerer. Ich hab jetzt rund 7kg mehr als zu den guten Laufzeiten Ende des vorigen Jahrzehnts. Klar wird man nicht jünger, Frau auch nicht, aber soooooo schwer sollte es doch nicht sein … ?

Dann kam im Rahmen des Screenings, zu dem jede deutsche Frau (wie das klingt *sic*) ab 50 im 2-Jahrestakt geladen wird, Mitte Mai der Hammer: DCIS 👿
OP Anfang Juli, Nachresektion weil etwas zu randständig (man will ja auf der sicheren Seite sein) 8 Tage später, alles sauber, auch die 4 Sentinels (Wächterlympfknoten), keine Chemo, keine Bestrahlung aber 3 Wochen A(nschluss)H(eil)B(ehandlung) in BadOexen. Da war es toll, da mach ich irgendwann mal einen eigenen Bericht draus.
Anfang November kam dann GummieinbauOP und ab Neujahr hab ich wieder angefangen mit Liegestütz 🙂

Laufen durfte ich (bis auf 3-4 Wochen nach den OPs) die ganze Zeit, aber es war grottig anstrengend. Ich komme nun einfach aus einem ganz tiefen Trainingstal langsam (wortwörtlich) wieder hoch, ein 8min-Schnitt war anstrengend wie sonst 6er und daher selten überhaupt mal ’ne 7 vor dem Doppelpunkt!

In einem Anfall geistiger Umnachtung hab ich dann Mitte Februar „HIER“ geschrien, als auf facebook von der Deutschen Post als Sponsor Startplätze für den diesjährigen Bonnmarathon verlost wurden, gegen Schilderung wieso nun gerade man selber einen brauchen sollte.

Meine Argumente „Am 04.04.04 beim 4.Bonner Marathon und meinem 4.Marathon bin ich meine immer noch gültige Bestzeit gelaufen! Jetzt komm ich aus einem tiefen Keller aber den halben würde ich gerne mal wieder angehen.“ zogen nicht sofort, aber mit ein bisschen jammerndem Nachhaken fielen dann doch noch ein paar Plätze mehr vom Himmel und ich war im Wort.

Ich bin zwar alles andere als die flachAsphaltLiebhaberin, aber da mußte ich durch und hab mir dann zu Hause sogar eine „Referenzrunde“ ausgeguckt, raus aus der Haustüre immer links und nach 3km wieder zu Hause, Dorfstraßenfußweg und asphaltierter Wirtschaftsweg, überschaubar, messbar, wiederholbar.

8 mal hab ich die als Einheit gemacht, dabei 2,2,3,2,4,5,3,2 Runden gedreht, in der Spitze also 15km. Mental war das hart, an der Einfahrt weiter zu laufen statt abzubiegen, trainingstechnisch aber top, in der 5fachEinheit plangemäß sogar die letzte die „schnellste“.
In deren 3ter Runde also in der Mitte hatte ich allerdings die Wade was gezerrt und eine Woche später, weil weiterlaufend, war die dann einfach dicht. Damit hatte ich mir dann zum Minimalismusprinzip auch noch eine Woche Trainingspause über Ostern, wo man ja eigentlich grad endlich mal Zeit hat, eingehandelt 😦
Egal: Retterspitz, Voltaren, Finalgon (vor ’ner Saunaeinheit der ganz große Burner 😆 ), Tapen, und dann die Woche vor Bonn noch mal das schöne Krabachtal mit Bergen und Wald als längste (17km) Trainingseinheit und der große Tag war da.

Der startete mit Sintflut aber kaum ausgestiegen aus dem GögaTaxi am SuttnerPlatz wurde es erst trocken und dann RICHTIG schön!

Zwischendrin war ich nach etlichen Jahren auch mal wieder Donnerstags zur kleinen Brückenrunde (von insidern des Lauftreff Siebengebirge „Udolauf“ genannt) angereist, (un)pfiffigerweise just an dem Tag des Beueler10er, so daß ich vom blauen Affen kommend zur Südbrücke mal schnell ganz schnell werden mußte, um noch rechtzeitig 5 Minuten vor dem Start des 5km-Laufs die Rampe hoch aus dem Weg zu kommen 😯 Von der Einheit hab ich auch ein paar Fotos weil Traumwetter:

Früher, zu den besten Zeiten, hieß es ja ein halber geht immer, aber so einfach ist das dann doch nicht. Das Hauptaugenmerk lag auf gleichmäßigem nicht zu schnell mitreißen lassenden Trott und der klappte dann auch ziemlich wunschgemäß. 2:38 sind natürlich mit Abstand schlechteste Zeit alltime, aber was soll’s? Die Zielvorgabe des Veranstalters von 3h und mein Wunsch unter 2:45 in Richtung 2:30 waren kompatibel, es war schön, ich hatte Spaß, ich hatte keinen Muka (war Dienstag nach einem Jahr erstmals wieder beim Lauftreff) und alles wird gut!

Die Freßmeile in Bonn ist übrigens der absolute Oberhammer. Ich war da ja Jahre nicht mehr, 2004 beim Marathon (noch eine große Runde), 2006 (da schon DoppelHM) mit Freistart, 2007 beim halben mit Startplatz von GögaFirma, 2009 wieder Doppelrunde mit Freistart eine Woche nach Wien, das heißt Bonn ist eine billige Angelegenheit aus meiner Sicht. Inzwischen wäre es nachmeldend schon richtig teuer mit 55€ für den halben (frühzeitig 36€) und 70€ für den ganzen!

An das – O-Ton Göga „hat man heute so, neumodisch grau„(e) – Shirt muß ich mich noch gewöhnen. Ich war damals mit RheinEnergy und schwarzen eingestiegen, später mal mit T-Mobil als Sponsor mit Magenta verziert auf schwarzu oder weiß, seither ohne mich waren sie dank Post immer quietscheentengelb gewesen, da hatte ich mich drauf gefreut 😉 aber die Medaille ist sehr schön und hängt jetzt ’ne Weile am Backofengriff in der Küche 💡

Einen viel ausführlicheren Laufbericht mit vielen tollen Fotos hat der alte Harung hier bei marathon4you abgeliefert, der ebenfalls mit Freistart (für den Bericht) aber dafür ohne Chip unterwegs war 😆

20160510_eier0In der Woche vor Pfingsten waren wir ja in Rurberg in der Eifel und hier kommt der 2.Teil vom Urlaubsbericht, mit ein wenig Einblicken in die Ferienwohnung und das Dorf bevor die Wanderei wieder mit wunderschöner Landschaft „zuschlägt“.

Die bella suocera hatte uns 2 kleine Helferleins mitgegeben, und was soll ich sagen: die funktionierten sogar, selten hab ich so perfekt weichgekochte Eier zum Frühstück genossen!

20160511_eierZunächst galt es mal herauszufinden wieviel Watt die vorhandene Mikrowelle hat, da tat das Handy schon gute Dienste, per Foto vom nicht so gut einsichtigen Geräteboden wurden 700 ermittelt.

20160511_eier2Dann galt es die Angaben aus der Anleitung für 400 bzw. 900W darauf anzuwenden, Beschlussfassung der QS: bei 700 Watt mittelt sich das auf 6min. Passt!

201605xyGarten-2Die FeWoZiegler im Parterre hat durchaus mehr zu bieten als die oben unter dem Dach.
Hinter dem rechten Baum kann man eine Ahnung von der kleinen Terrasse bekommen

20160511_090300_laddieGartenDer Blick von dort in den Garten ist herrlich, auch Laddie kam auf seine Kosten.

201605xyGartenVor dem Haus lud eine Bank in der Morgensonne ein.20160512_gartenUnd da wir nur einen Tag etwas Regen hatten konnten wir das Ganze auch so richtig genießen.

201605121733_DSCF2990_BluetenBieneAber jetzt mal zur nächsten Wanderung: am Donnerstag Morgen machten wir uns auf, mal abseits der Seen auf der westlichen Seite den Berg zu erwandern.

20160512_panorama1120Da gibt es die Kall-Rur-Panoramaroute und die führte uns eine ganze Weile erst mal panoramafrei durch den Wald, durch eine Furt die man, wie wir im Nachhinein umdrehend sahen, auch über einen Steg hätte überqueren können 😉 und immer weiter hinauf …

20160512_panorama1130Kurz nach dem Treckerbesuch kam Laddie auf einmal nicht mehr hinterher, der hatte was gerochen, er ist ja erfreulich jagdunlustig, aber ABSTAUBEN, das kann er gut!
Schließlich kam er mit einem halben Kaninchen im Maul, erst mal im Sicherheitsabstand weil ihm wohl schwante, daß wir das nicht so prickelnd fanden.
Irgendwann kamen wir aber ran und er war es (angeleint für ein paar hundert Meter) los!

20160512_panorama1151Schön war’s da oben, alles schön grün, Ahorn Buchen Eichen & Co machen einfach Stimmung, für mich viel schöner als Nadelbäume!

20160512_panorama1205Schließlich kamen wir zur Stelle mit Überblick

20160512_panorama1210und Weitblick – auf „Einheimische“ und Windräder –

20160512_panorama1215und machten uns nach Querung der Landstraße an der russischen Kriegsgräberstätte wieder runter vom Berg nach Hause, nach Rurberg-„City“.

201605121311_DSCF2983_HotelKircheDas hat auch so seine netten / witzigen Ecken

20160512_131259_zaunMausund selbst am bäuerlichen Fachwerk durchaus maritime Gestalten

201605121412_DSCF2960_fachwerkaber vor allem ein Bistro am Rursee, Grimmischall (der facebook-Link klappt vermutlich nur für dort auch registrierte), mit berühmt berüchtigter Currywurst.

20160512_132526_CPohneMDie gibt es auch schon weit vor 16Uhr ab wann eigentlich wochentags erst geöffnet sein sollte. Und damit kamen wir zum verdienten und heiß ersehnten Mittagessen!

Schon am Anreisetag hatten wir dort hervorragende Schnitzel genossen, vor allem meins mit frischen Champignons mit vielen – aber nicht zu vielen weil sehr lecker zubereiteten – Zwiebeln kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! Aus früheren Urlauben erinnern wir auch gerne den gebackenen Camembert – hach: es waren einfach zu wenige Tage um alles zu genießen 😦

20160512_kermeter1852Am Abend machten wir uns dann noch mal von der Mauer zwischen Rursee und Obersee aus an die Ersteigung des Kermeter, da geht’s steil hoch, für Laddie kein Problem (aber der hat ja auch doppelt so viele Beine für ein Viertel des Gewichts 😉 )

20160512_kermeter1919Oben kurz verschnauft ging’s den selben Weg wieder zurück, Radfahren ist zwar verboten, aber der Hund kriegt auch speed drauf, zu schnell für’s knipsen.

20160512_kermeter1926Hatte ich schon erwähnt daß ich Buchenwälder liebe?

20160512_kermeter1944Die Abendsonne gleißt über dem Wasser

20160512_kermeter1945und selbst der schönste, aber vor allem zu kurze, Urlaub geht mal zuende.

20160513_ufercafeNach dem Packen vor der Rückfahrt am nächsten Morgen gab’s Frühstück im Ufercafé und dann nach kurzer Fahrt noch mal eine Hundeauslaufpinkelpause oben auf der Höhe bei Vogelsang bevor wir – insgesamt gerade mal schlappe 100km – nach Hause fuhren.

20160513_vogelsang

 

 

20160529_081157_rosaFür Rösis 5minutenCollage packe ich heute am vorletzten Tag meine pinke Welt zusammen.

Auf dem durch die geballte Konkurrenz gar nicht mehr (zart)rosa erscheinden Wohnzimmerteppich versammeln sich da

  • ein Pulli mit rosaRotemBlumenstrauß
  • ein Paias den ich als Mitglied der Prinzengarde der Session 84/85 vor dem Verbranntwerden gerettet und dem ich seither in meinem Schlafzimmer Asyl gewährt habe
  • Duschgel vom BodyShop
  • 2 Buntstifte (beim linken ist nur der Inhalt rosa)
  • eine kleine Kerze
  • ein BlumenspritzDrache
  • eine Wäscheklammer
  • ein Tiefkühlbeutelclip
  • ein Textmarker
  • ein Geburtstagsbriefchen zum 55sten (von meiner Ma 😀 )
  • ein kleiner ausgestopfter Spatz von einer Kollegin (hat sie mal für einen Kindergartenbasar o.ä. gebastelt)
  • ein Brooks Infinity Longsleeve seidenweiches dünnes Laufshirt aus dem Testpaket von Brooks über das ich 2011 zur rosaBloggerin wurde
  • ein paar Söckchen
  • 5 Spielsteine aus Risiko
  • 4 Baumwollknäuel aus meinem Standardfundus mit denen ich (mit zunehmendem Alter weniger) Freundinnen einen Pulli stricke zum Erstgeborenen, zuletzt verschärfte Bedingungen weil unverhofft Tetrispullis im Doppelpack für Zwillinge
  • eins meiner (fast) unzähligen Sudokubücher, eines meine Lieblingsvariante Killersudoku, vom Lieblingsbastler Stefan Heine

Und als Dreingabe außer Wertung kommen noch ein paar fleißige Lieschen von der Terrasse

20160529_080600_lieschen

20160510_obersee-2In der zweiten Maiwoche war es endlich wieder so weit, wir packten ein paar Klamotten und den geliehenen Hund ins Auto und fuhren – hinzu gemütlich incl. Fähre Linz->Kripp und durch’s Ahrtal – in die Eifel. Ferienwohnung war gemietet für 4 Nächte da danach belegt, dem Wochenendrummel an Pfingsten wollten wir aber sowieso gerne entgehen, das paßte.

20160510_obersee-1Am ersten vollen Tag war zunächst Wasserfestigkeit gefragt, Laddie war anzumerken daß sich die Begeisterung in Grenzen hielt, aber da mußte er durch!

20160510_obersee-3Nach rund 6km an der Staumauer zwischen Obersee und Urfttalsperre angekommen (die eine der beiden BRD-weit einzigen gebogenen sein soll) gab’s für die Menschen ein Hefeweizen und Blick gen Vogelsang, für den Hund der kein Wasser wollte nur Dreckbeine unter dem Tisch.

20160510_obersee-4Danach ging es über die Mauer weiter in den ehemaligen Truppenübungsplatz und am Rand der Dreibornerhöhe

20160510_obersee-5-Dreibornernach Einruhr (wieso sich DAS mit „h“ schreibt aber die anderen Ruries [Rursee, Rurberg] ohne hab ich immer noch nicht begriffen).

20160510_obersee-6Die andere Uferseite sind wir schon mehrfach gegangen, ein wunderschönes Stück Natur, diesmal fuhren wir aber mit dem letzten Schiff zurück nach Rurberg. außer uns war nur noch ein Radfahrer dabei der den letzten Anschluß verpaßt hatte und danach dann noch nach Heimberg fahren mußte.

20160510_obersee-7-TitanicDa er sich vermutlich ziemlich langweilte war der Kaptain gerne bereit uns auf Chip zu bannen, hatte was von Titanic (aber alles ging gut 😀 ).

20160510_obersee-8Zu sehen bekommt man vom Wasser mehr als aus dem Wald und wir nahmen uns zum x-ten Mal vor im Cafe auf dem unteren Bild mal vorbeizusehen (und haben es wieder nicht geschafft).

20160510_obersee-9 Ganz zum Schluß eines ersten schönen Urlaubstages gab es noch Fischer Christian life beim Versuch einen Karpfen aus dem Rursee zu ziehen.

20160510_obersee-xAm Mittwoch war uns das Wetter dann endgültig hold.

201605110943_DSCF2941_rurseeDa brachen wir kurz vor zehn freudig auf um unterhalb des Kermeter nach Schwammenauel, zur Staumauer des Rursees in der Nähe von Heimbach, zu marschieren.

201605111003_DSCF2942_rurseeAlles war friedlich sonnig einfach nur traumhaft erholsam und kaum ein Mensch unterwegs!

201605111022_rurseeFloraDie Rückfahrt mit der „Aachen“ war auch wieder nett und unterwegs trafen wir auch das Gegenschiff, die „Stella Maris“

201605111306_seefahrerbis wir, vorbei an Woffelsbach mit Piratenflagge am Seepavillon an der Ecke vom DLRG, wieder zurück in Rurberg waren.

201605111340_seePavillonDen Rest vom kurzen Seen-Fest gibt’s dann im nächsten blog, einen vollen Tag hatten wir ja noch und ein paar Eindrücke von der FeWo in der ich zum ersten Mal war (sonst immer 2 Etagen höher unter dem Dach, diesmal ebenerdig mit Gartenauslauf für Laddie) kommen auch noch.

Aber den krönenden Abschluß vom mittleren Tag bildete defitniiv das „Anschwimmen“ im Naturfreibad Eiserbachsee!

20160509_eiserbachDa lag abends um sechs auf der Wiese noch vereinzelte Jugend rum aber das Wasser war leer (wie oben auf dem Foto von morgens früh) und – wider Erwarten, bei ja frischem Zulauf aus dem Bach und stetigem Überlauf in den Rursee auch nicht brackig stehend – gar nicht soooo kalt.
Klar hatte es nicht die 23,5° vom Rengsdorfer termalquellenbelieferten eine Woche zuvor, aber reingehen, naßmachen, losschwimmen und kein Herzklabaster sondern einfach nur Schwimmspaß pur!
Am nächsten Tag war dann auch das Abtrennseil eingezogen, ich hab da also anscheinend quasi so die Saison eröffnet 😉 (und unser Vermieter war [erstmals?] nicht der Erste wie er beim Treffen Mittwoch Abend feststellte 😆 )

Nachtrag zum Titel: die Seensucht ist eins der beiden auf dem Obersee fahrenden Elektroschiffe, ich finde den Namen sehr passend.

20160505_Rengsdorf_0Am 5.Mai war Himmelfahrt. Und Himmelfahrt is Vadderdach. Und Vadderdach … macht man am besten EINS: Wandern (wenn man schon nicht laufen kann) in Rengsdorf!

20160505_Rengsdorf_2Wir hatten da den ersten freien von insgesamt 12 Urlaubstagen und am Vorabend kam die bella suocera mit Laddie um uns den für die Zeit zu „leihen“. Da fing die Zeit also schon gut mit „Mittwochs ist Schnitzeltag im Landhaus Süchterscheid“ an.

Donnerstagsmorgens „schmissen“ wir sie dann recht schnell raus (war ihr aber vorher klar), denn dann ging es zu dritt mit 8 Beinen in den Westerwald. Nachdem ich letztes Jahr pausiert hatte hatte ich vergessen daß vorletztes Jahr schon im Bau inzwischen die Fahrt anders verlaufen würde, dank Umgehungsstraße. Halbwegs ortskundig landeten wir aber trotz verspätetet an der mittleren der nun 3 Abfahrten der sogar mit Tunnel ausgestatteten B256 abzweigend letztlich genau gegenüber der Stelle wo man, sonst von Norden durch’s Dorf kommend, zum Freibad abbiegen müßte (nun für uns halt geradeaus …).
Da ich die Seele nicht zusehr strapazieren wollte, wußte ich ja noch gar nicht ob ich dem blöden Fuß überhaupt mehr als die minimale Strecke von (diesmal) 12,5km zumuten könnte, waren wir nicht morgens um 8 schon da um mit allen Ultras gemeinsam „Hoi Wäller“ zu skandieren (und zu viele alte Bekannte zu treffen). Auf die kürzeren Strecken darf man ja, auch als Wanderer (die umgekehrt auf die 50er noch früher los MÜSSEN), auch später, geht es ja nur darum am Ende die VP abreißen zu können und die fleißigen Helferleins endlich in ihren wohlverdienten Feiertagsabend zu schicken. Eine Zeitnahme gibt es nicht, wir sind alle alt genug selber auf die Uhr zu gucken, und wer sich hinterher eine Urkunde mit 3h auf dem 50er ausstellen läßt ist selber schön blöd!
Erkannt wurde ich aber trotzdem, von der lieben Gitta, ihreszeichens verdiente Orga und ich freu mich immer wieder, um so mehr daß es nach dem Ausfall letztes Jahr nun doch weitergeht dank gemeinsamer Anstrengungen von nun mehr Leuten statt nur immer den selben!20160505_Rengsdorf_1Langer (Vor-)Rede, kurzer (Wander-)Bericht:

Nach dem Start, wie meistens unter dem Banner durch gen Norden, ging es gleich bald scharf links steil hoch und dann durch Wald und Dorf. Laddie machte sich dabei sehr gut als Fährtensucher, die Markierungen waren ihm völlig klar. Wo’s NICHT durchgeht ist ein durchgezogener Strich (da steht er im linken Foto, draufklicken und dann auf die Lupe zeigt einen blanken Po). Wo’s hergeht ist ein Pfeil (demzufolge ist er im rechten Foto schon richtig abgebogen). Prima Kerl!

20160505_Rengsdorf_3Nach einigen Straßenquerungen und Hundeleinengebot in Parks mit herrlichen Blüten (s.o. in rosa) kamen wir von Rengsdorf in den Kurort Ehlscheid und danach, kurz vor Kurtscheid nach knapp 6km, trennte sich die erste Spreu vom Weizen.

20160505_Rengsdorf_4Kurzer Systemcheck „alles ok“ und vorbei am Rechtsabbieger geradeaus weiter auf die 20er-Runde.

20160505_Rengsdorf_5Die führte dann traumhaft durch Wald mit der ganz oben abgebildeten Bank zum Seele baumeln lassen20160505_Rengsdorf_6und durch Wiesen halb im Uhrzeigersinn rund um’s Dorf zum ersten VP.

20160505_Rengsdorf_7Peter Lustig zu Ehren der neulich ja verstorben ist hab ich mich auch in die Wiese geworfen zwecks Löwenzahnfoto!

Wir bekamen zwar kein Würstchen mehr (der VP1 hatte noch eine Restlauf=warte-Zeit von einer Viertelstunde) aber HabuFlaBi, was will man mehr?

20160505_Rengsdorf_8Hund wollte kein Wasser sondern weiter, der wußte schon intuitiv daß offene Blicke mit Platz zum rumspringen auf ihn warteten. Er mag dunklen Wald nicht so sehr aber Wiesen und helle Sonne, ist halt ein alter Kretikos 😉

20160505_Rengsdorf_9Spaß machte es, sowohl ihm sichtbar als auch uns beim zusehen.

20160505_Rengsdorf_10Gegen Ende auf dem Rückweg auf der Hauptroute gab’s dann nochmal einen VP MIT Würstchen (weil lange besetzt und entsprechend ausgestattet) ohne Foto.

Die Strecken liegen ja wie Blasen ineinander und somit sammeln die Ultras irgendwann einige von den kürzer gegangenen Wanderern wieder ein, bekommen verdienten Applaus und trotten weiter allenfalls mit Banane aber meist ohne feste Nahrung wo unsereins sich in Ruhe laben kann (DIESES Jahr, Plan 2017 ist wieder [mindestens] der 30er im Laufschritt um 8min/km ! ).
In der minimalistischen Startgebühr von 15€ ist an diesem letzten VP sogar (zumindest bei meinen bisherigen Starts) die Flasche Plöpp enthalten für die Läufer, die Wanderer zahlen ja noch weniger (3,50€) denn die schleppen zum Teil ja auch Getränke und Verpflegung im Rucksack mit.

20160505_Rengsdorf_11Kurz vor dem Ziel gab’s noch ein Debut (neben der Tatsache des Wanderns statt Laufens bei diesem Event): an der unteren Mühle genieße ich sonst immer die großen alten Rhododendren, dieses Jahr war erstens der April recht ungemptlich und zweitens Himmelfahrt so früh, da blühte noch GAR NIX 😦

20160505_Rengsdorf_12Aber was wie alle Jahre super funktionierte war das herrliche Freibad, mein absolutes Lieblingsbad der künstlichen Kategorie (zur Unterscheidung siehe frühere Urlaubsberichte oder den noch zu schreibenden von der Folgewoche … Stichwort Eiserbachsee).

Laddie und Rolf erholten sich bei nix und Eintopf, und die Ratze ging ins Wasser. Das kommt mit 19° aus unterirdischer Quelle und wurde daher mit etwas zusätzlichem Energieaufwand auf 23,5° geheizt angeboten. Irgendwie fehlte mir leider der Nerv mir viel Zeit zu nehmen, daher wurden es nur 400m im herrlichen 50er-Becken, danach ein Stückchen Kuchen+Kaffee und dann heim.

Auf dem Rückweg zum Auto hab ich noch ein Panorama geschossen und da sprach mich jemand an ob ich nicht mit draufwolle … (Antwort meinerseits: „Perlen vor die …„) und so entspann sich noch ein nettes kleines „Interview“ mit Ortsbürgermeister Christian Robeneck.
Sie stecken wohl einiges Geld rein für relativ wenig Leute aber das ist es Wert! Ich hab ihm vorgeschwärmt wie sehr ich ihn drum beneide und wie sehr ich mir das in unserer Nähe wünschte aber so wär’s zu weit für häufigere Besuche, da kam aus der Zuhörerschaft eine Stimme „das ist auch besser so sonst haben wir keinen Platz mehr“ 😆 Seh ich inzwischen sooooo elefantös aus mit den mangels Laufen in den letzten 2-3 Jahren angehäuften 7-10kg mehr? Nee, ist schon ok, liebe unbekannte Rengsdorferin, ich versteh wie das gemeint war und stehe voll hinter Euch. Genießt es!

Statistischer Nachschlag:

Garmine hab ich mitlaufen lassen zwecks aktueller Anzeige direkt am Arm und mit brutto-Zeit, die war aber offensichtlich mit den Höhenmetern etwas überfordert.
Strava als App auf dem Handy parallel dazu in der Tasche hat dann mit Auto-Stop das Netto von 4:30 für die 20km ausgeworfen bei 493 Höhenmetern, was der Ausschreibung von „rund 500“ recht gut entspricht. Dafür kann das keine Kalorieren, bzw. gaukelt einem immer rund 50% zu viel vor, nämlich 1914kcal für diese Wanderung, WHOW! Selbst wenn ich die 20 geLAUFEN wäre, also deutlich mehr angestrengt, wären es bei derzeitigen 75kg ganz grob 1500 ;-).

Fazit:

Ich bin einfach nur unheimlich froh daß sich meine Plantarfsciitis schon wieder ansatzweise alltagstauglich gestaltet und nach morgendlichem Anfangsschmerz soweit verzieht, daß man wenigstens gehen kann statt rumzueiern, und wir diesen Wandertag genießen konnten, zum 7. Mal seit 2005 (dabei 3mal 30er und 3*50er laufend)  dieses mal entschleunigt aber deshalb nicht weniger schön!

20160228_mantiEnde Februar gab’s bei uns in der Kantine eine Türkische Woche und der Montag hatte mich gleich mal so lecker schlemmen lassen daß ich sie am folgenden Wochenende nachkochen mußte, die Manti. Davon stammt die Collage oben, Dienstags hatten wir dann gefüllte Auberginen und Freitags noch einen tollen Vorspeisenteller den ich im Doppelpack für Abends mit nach Hause nahm. Die Manti habe ich dann sowohl Gründonnerstag abends vor einem Salat mit den Müttern (von denen meine leider kränkelnd abwesend aber die bella suocera vom Mahl begeistert war) als auch, um den stark knofiisierten Yoghurtrest zu verbrauchen, nochmal für uns beide am Ostermontagabend noch mal gemacht.

20160229_090336_steinSchlagDas Schaltjahr zeigte sich ansonsten nicht gerade von seiner guten Seite, auf dem Weg zur Arbeit am 29. tat’s (ohne zu schnell oder zu dicht …) einen KLATSCH und da hatte ich in der (gut 5 Jahre alten ersten) Scheibe mal wieder einen aufgefangen. Immerhin steht TÜV erst im Oktober 17 an.

20160303_0752mikaPenntDann kam ja tatsächlich nochmal sowas wie ein bisschen Winter, zumindest Ungemütlichkeit, zumindest draußen. Drin wußten die Herrschaften es sich schon genehm zu richten 😀

20160325_122111Ich auch, nach dem Motto „wenn es draußen noch alles so grau“ weil Ostern ja auch dieses Jahr sehr früh ist

20160325_145258dann wenigstens drin bunt (und warm, Paula dankt’s)!

20160325_141743Ab Gründonnerstag Abend hatten wir dann wieder den besten Hund von allen im Trainingslager Süchterscheid und da ging’s mal bei nieseligem Grau kürzer und mal bei blauem Himmel und Frühlingsahnung länger an 4 Tagen meinerseits insgesamt 25km durch die Gegend. Der Göga war morgens und (meist auch noch mal) abends zusätzlich kürzere Runden unterwegs.

20160326_holzwegMix1Samstag waren wir mal wieder auf dem Holzweg, Erlebniswege Sieg Nummer 6, wie schon im Tiefschnee am 26. Januar 2013. Da geht’s vom Wanderparkplatz Derenbachtal gleich mal hoch nach Driesch, Platinmanstrecke, ehemals 5ter nun 7ter in jedem Fall letzter steiler Berg einer anspruchsvollen Laufrunde. Laddie macht sowas natürlich nicht nur nix aus sondern Spaß, noch mehr als uns schon ebenfalls doch auch … langsameren Schrittes.

20160326_holzwegMix2Der rannte da rauf wie ein Weltmeister, guckte immer wenn außer Sicht ob wir auch kämen, wunderte sich auch nicht wie wir über den vergessenen Christbaum mitten im Wald zwischen Driesch und Stockum und freute sich tierisch (wie auch sonst?), als endlich gegen Ende der Strecke mal ein fremder spielfreudiger Kumpel in Sicht kam.

20160326_1830_holzwegLaddieDie waren dann zu schnell für die Linse.

20160327_laddieWutzSonntag gab es eine tolle Ahrenbach-Matschrunde.

20160328_1825_bBfeldUnd Ostermontag erwischten wir auch noch mal (fast) ein Regenloch im Blankenberger Feld auf der klassischen HundeRohreRunde 😀

20160327_DSCF2877_birkenPilzMangels echtem Frühlingswetter gibt es ansonsten nicht so wirklich viel aus dem Garten. auf dem alten Birkenstumpf wächst und gedeiht ein Pilz, aber kein gemeiner Birkenpilz, nicht mal ein ungemeiner, und daneben gibt’s mal wieder wunderschöne Flechten

20160327_1758_DSCF2878_moosFlechtenund Moos

20160327_1758_DSCF2879_moosFlechtenund sonst war nix los 😀

Über Ostern hatten wir mal wieder den allerbesten Hund von Bensberg im Süchterscheider Trainingslager und weil ich noch nix aufbereitet habe kommt hier nur ein minimalistisch kleiner Eindruck per Schnappschuss vom letzten Morgen, bevor ich ihn wieder heimgebracht habe, weil unser Miniurlaub leider schon wieder zu Ende war:

20160329_070757der junge Mann passt nämlich wie Faust auf Auge auf’s Bettzeug 😀

Klar hat er auch ein Hundebett, aber zum Fußende vom Teilzeitherrchen zu schleichen ist doch viel schöner. Und so zu tun als ob man noch schliefe um nicht (wer weiß ob’s nicht doch wieder stürmt und regnet?) auf die Morgenrunde zum Müssen  zu müssen … kann er gut.

Davor lagen 4 volle Tage mit vielen Spaziergängen und kleineren Wanderungen.
Mittags war ich immer dabei, morgens und meist auch noch mal abends auf der letzten Runde vor der Poofe waren die Herren dann unter sich.
Insgesamt kamen von Freitag (4,4km) über Samstag (auf dem Holzweg [Erlebniswege Sieg Nummer 6, im Tiefschnee am 26. Januar 2013 schon mal ohne Hund erkundet] 10,4km) und Sonntag (6km) bis Montag (4,2km) 25km zusammen und nach dem Samstag hatte (nicht nur) ich doch tatsächlich Muskelkater.
Der war zwar nicht in den Beinmuskeln, die auch im Kronos auf dem Rad und in den Geräten trainiert werden, aber rund um die Knöchel in der kleineren Haltemuskulatur, die über dreieinhalb Monate Laufabstinenz völlig darniederlag und doch tatsächlich nix mehr gewohnt ist 😦

Immerhin tut Fuß weniger weh statt mehr, das nehme ich mal als gutes Zeichen und sobald ich dazu komme kommen noch ein paar Fotos hinterher.