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Schlagwort-Archive: bayerischerWald

20150724_140624xAm letzten Aufenthaltstag haben wir uns nochmal auf den höchsten Berg rundum gemacht. Der Arber ist mit 1456 noch gut 2m höher als der Rachel, für den die Urlaubszeit mal wieder nicht gelangt hatte, und ein ganzes Stück höher als der erwanderte Lusen (mit Bericht im fünften Teil) und der große Falkenstein (mit Bericht im zweiten), der sich direkt am Dorfrand erhebt und immer zum „Pflicht“programm gehört.

20150724_arber-1Bis es zum obigen Panorama kam mußte man aber erst mal hin(auf). Beim letzten Besuch vor etlichen Jahren hatte uns der Ulli an den See gefahren und ausgesetzt und wir waren seiner Empfehlung direkt im Wald an der Felswand hoch über einen damals gerade entwidmeten Wanderweg 4b oder so ähnlich gefolgt. Da der ja nun überhaupt nicht mehr gepflegt wird weil aus dem Programm genommen wollten wir da nicht Verirren riskieren und sind, nach Anreise mit dem Auto bis an den Großen Arbersee (3€ Parkgebühren ok bei den Menschenmassen), den normalen ausgeschilderten Weg hoch gegangen.

20150724_arber-2Anfangs war der noch ein bisschen Waldautobahnfeinschotter aber nach einer Weile wurde er schon reizvoller und die 500 Höhenmeter alleine beschäftigen einen ja schon auch … aber irgendwann war der Gipfel in Sicht.

20150724_130552xMit so einem Gipfel einher geht, zumindest wenn bequem erreichbar mit einer Seilbahn, leider dann auch einiges an Menschenauflauf.

20150724_arber-3Man gönnt sich also lieber nur eine kleine Bierpause und weiter geht’s auf den streckenmäßig längeren Rückweg erst nach Süden und dann untenrum zurück zum See.

20150724_140647zAber erst mal noch eben Aussicht

20150724_140635aund Aussicht

20150724_140640bund Aussicht

20150724_arber-4und die beiden von weitem sichtbaren Radome der Luftwaffe.

20150724_mittagsPDanach ging es flugs in den Wald und erstmal rund 200m bergab mit kleiner Pause am Mittagsplatzl mit herrlicher Aussicht auf den Großen Arbersee und dahinter im Tal bis nach Železná Ruda, dem tschechische Pendant „Markt“ hinter dem deutschen „Bayerisch“ Eisenstein.

20150724_arberSeeSchließlich waren aber auch die restlichen Höhenmeter und  Wanderkilometer vorbei, der See hatte uns wieder und mit dem Auto ging’s zum verdienten Abschiedsschmaus im (Be)Scheuer(ten)eck. Über die familieninterne Umbenamsung hab ich im dritten Teil berichtet und daß wir nach der Arberwanderung dort dann gut gegessen haben war mit Foto schon im ersten Teil dokumentiert.

Hiermit endet die Berichterstattung über einen wunderschönen 10-tägigen BayerischerWaldAufenthalt für’s erste, aber ich hoffe auf eine Fortsetzung in nicht all zu ferner Zukunft, mit Rädchen und / oder zu Fuß, aber nicht wieder so viele Jahre verstreichen lassend wie zuletzt.
Es gilt noch den Rachel zu erobern und dann gibt es auch noch ein paar andere Ecken nicht so hoch, in oder auf denen wir noch nicht waren, oder erst einmal wie (mit Ulli damals) auf der großen Schachtenwanderung.
Und manche wie der Falkenstein locken einfach immer wieder neu zur Wiederholungstat, mit Vorfreude auf anschließenden Biergartengenuß 😀

20150720_fredenBrückeNach dem geruhsam verbrachten Geburtstagssonntag gönnten wir uns dann wieder eine „richtige“ Wanderung. Diesmal ging’s per Auto in den Süden zum Lusen, dessen 1373m wir vor einigen Jahren schon mal erwandert hatten und wir landeten auf Empfehlung anderer Wanderer vom Vortag doch glatt auch wieder wie damals am Parkplatz Fredenbrücke.

20150720_hinweg-1Von dort aus geht es einen nett angelegten Bergbachlehrpfad hinauf den ich auf dem Rückweg festgehalten habe, also dazu später mehr.

20150720_hinweg-2Etwa zur Halbzeit kommt man am Rand einer Schlucht zum Teufelsloch hoch wo es in einer Spitzkehre weiter rauf geht …

20150720_hinweg-3… um weiter oben dann schon etwas kahler zu werden dafür mit mehr Fernblick und an der (uns noch unbekannten) Glasarche (von der ich mehr erwartet hatte) vorbei.

20150720_glasarcheDann kommt auf einmal der spektakuläre Gipfel in Sicht

20150720_lusen-1den es zunächst noch wie auf Stufen aber dann doch mehr Kraut&Rüben hinauf geht, das letzte Stück nennt sich „Himmelsleiter“ :D.

20150720_lusen-2Von oben – tolle Sicht, das Wetter spielte mit, es gab kaum ein paar Tröpfchen, nur kalt war’s im Vergleich zu den Hitzetagen drumrum.

20150720_lusen-3Da oben mußte dann auch mal wieder die Panoramafunktion vom Handy herhalten …

20150720_130001_lusen-4… und danach ging’s in die Hütte (von der man hier drunter grad so das Dach erahnen kann) zum kleinen Schmaus und vor allem Aufwärmen!

20150720_130010-lusen-5Gut gestärkt machten wir uns auf zunächst anderer Route wieder an den Abstieg, wobei dieser „Winterweg“ nicht sehr reizvoll da breit und teilweise geteert eben für die nicht so gute Jahreszeit gedacht ist.

20150720_134907-lusen-6Aber nach recht kurzerm Stück zweigten wir dann wieder ab von der Straße und waren bald wieder wie am Hinweg an der Martinsklause, einem See unterhalb des Teufelslochs, vorbei noch am Zeugnis der Rauheit und Gefahren dieser Bayerischen Wälder vorbeikommend.

20150720_martinsklauseWie versprochen kommen dann jetzt noch die Tafeln zum Bergbachlehrpfad, von oben nach unten:

20150720_bergbachLehr-1Von der Martinsklause fließt das Wasser runter als „kleine Ohe“ …

20150720_bergbachLehr-2… über die die Fredenbrücke dann wieder zum Auto führt.

20150719_130821_pWeiserDie Zeit rast, der wunderschöne viel zu kurze Sommerurlaub im Nationalpark Bayerischer Wald ist schon wieder 2 Monate rum und ich hab noch nicht mal alle Fotos zu Berichten verwurstet. Heute kommt daher also im Schnelldurchgang der Geburtstagssonntag vom Göttergatten.

20150719_watzlik-2„Unser“ altes Zollhaus lag ja am Ortsrand am Weg zum Schwellhäusl in dem wir desöfteren einkehrten, sonst immer per Rad Nachmittags, aber in dem Fall haben wir uns gemütlich zu Fuß am späten Morgen schon auf den kurzen Weg gemacht.

20150719_watzlikIn der Zwischenzeit seit dem letzten Besuch vor etlichen Jahren hat man da im Wald einen kleinen Abstecher angelegt, der als „Urwald Erlebnisweg“ sehr schön veranschaulicht, wie der Wald, sich selbst überlassen, nach und nach wieder zuwachsen wird und Neues entsteht aus den alten umgefallenen Gewächsen.

20150719_watzlik-3

20150719_102625

20150719_102914_watzlikBogenNach diesem schönen Spaziergang am Schwellhäusl angekommen verbrachten wir einen wunderbaren geruhsamen Sonntagmittag bei leckerem Bier und Sonntagsmahl um uns schließlich auf den Rückweg zu machen.

20150722_133650Der führte uns nun entlang des Schwellgrabens nach Osten

20150719_125852_schwellgrabenauch hier liegen unterwegs schon etliche Stämme flach

20150719_124339_bruchund aufgrund der früheren Nutzung zum Holztransport kommt man fast ohne Höhenmeter vom See zum Deffernik zurück

20150719_1235_weg 20150719_1250_wegvon wo es dann nur einen kleinen Anstieg hoch wieder zum Parkplatz und kurz dahinter unserem Zollhaus geht

20150719_130357_wegweiserManche Bäume die noch stehen sehen auch merkwürdig aus, hier dachte ich zunächst von weitem an einen Dino

20150719_1310_dinoBaum

20150719_bayrischEisensteinHier kommt dann endlich mal der dritte Teil vom Bayerischen Wald. Wir waren ja auch mit den MTB unterwegs, der Göga mit seinem mit 2-3 Jährchen noch recht jungen „29er“ und ich mit meinem rund 20jährigen 26er-Oldie von GaryFisher.
Da sind wir an den Tagen wo keine langen Wandertouren geplant waren zum Beispiel auch mal auf ein Käffchen nach BayerischEisenstein gefahren, wo inzwischen ja nur noch Relikte am alten Bahnhof von alten umzäunten Zeiten künden.
Der Bahnhof ist aber durchaus noch in Betrieb. Da startet unter anderem eine nette kleine grüne Waldbahn, mit der man recht weit gen Süden fahren und auch Räder mitnehmen kann. Irgendwann mit mehr Zeit machen wir ja vielleicht mal einen reinen Radurlaub mit DB-Anreise, wer weiß?

20150721_grenzeCZDie größte „richtige“ Tour ging dann aber aus Zwieselerwaldhaus gen Norden raus aus D über die Grenze, wo selbst bei unserem ersten (Moppedtour)Urlaub vor mehr als 15 Jahren schon alles offen war, für Fußgänger.
Sinngemäß hieß es da damals „keine Waffen, Personalausweis, 8-20:00 Uhr“ oder so ähnlich auf einem Schild am Bach.
CZ war noch nicht in der EU, das ganze also Schengenaußengrenze, aber so grün kann man sowieso nicht alles abdichten.
Heute ist das Ganze ja weiter nach außen verlagert und trotzdem strömen die Massen auf der Flucht und wir müssen umdenken und vor allem denen, die das partout nicht wollen, klarmachen wie gut es uns geht und wie wenig es uns kostet ein bisschen Hilfe zu geben in Zeiten der Not.
Schlimm genug daß das nicht selbstverständlich ist, noch schlimmer daß es anscheinend immer noch unverbesserliche Brandstifter sowohl in der Denke als auch mit Worten und dann Taten gibt.

Erst gestern hab ich dazu einen recht netten Joke gelesen der die Dimensionen zugegeben ein wenig plakativ aber dennoch ganz treffend zurechtrückt, was es heißt bei 80 Millionen Deutschen die zugegeben immense Zahl von 800000 Flüchtlingen in einem Jahr aufzunehmen:
sitzen 80 Leute in einer Kneipe … geht die Türe auf und EIN neuer Gast kommt rein … fangen die anderen an zu maulen ‚ach neee, jetzt wird mir aber doch zu voll hier‘ 😦 “

Aber ich schweife ab, also zurück zur größten Radtour des diesjährigen Sommerurlaubs:

20150721_debrnikNach Grenzüberschreitung ging es rauf, immer weiter rauf, erst noch mit kurzer Dokumentationspause zum alten MG-Schartenstand (gebaut 1955-1961, denkwürdig, das sind unsere Geburtsjahre), aber dann Kilometer um Kilometer, immerhin in dem Fall besser asphaltierter Wirtschaftsweg, im Šumava, dem tschechischen Teil des Nationalparks.

20150721_1108_panoramaAber irgendwann ist man „oben“, von gut 700Nn mit Start an der Fewo auf über 1200 Meter, mit herrlichem Blick.

20150721_1136_laka-1Und dann gibt man mal eben über 100 Höhenmeter ab zum Jezero Laka (Lackensee), einem See ohne Buden und Gedönse aber sehr beliebten Ausflugsziel.

20150721_1136_laka-2Alle die sich da trafen (und das waren überwiegend wandernde Tschechen) hatten wie wir ihre Butterbrote im Rucksack dabei und genossen einfach nur Natur.

20150721_121227_lakaLeider mußte man danach nochmal hoch, bei über 30° im Schatten kein Spaß mehr, wir hatten die Tour schon mal vor etlichen Jahren gemacht aber der Mensch vergisst …

20150721_125524_zdanidla… damit das nicht absolut gilt sind auch da unterwegs ab+zu Hinweistafeln zur Geschichte angebracht.

Irgendwelche Witzbolde hatten dann ähnlich wie bei uns zu Hause ein Schild verdreht und dummerweise folgten wir dem und das brachte uns ungeplant nochmal runter ins Loch, aber nach Norden nach Prášily, statt nach Süden über die Grenze 👿 .
Streckenmäßig nur rund 2*4km war das dann zurück im Tal den Bach entlang zwar recht nett, aber die zusätzlichen Höhenmeter in der prallen Sonne zehrten an der Stimmung …

20150721_135820_gsengetIrgendwie geht’s aber immer und wenn man mal ein Stück geht / mit Rad also schiebt. Und schließlich, obwohl alles andere als gesengteSäueMäßig unterwegs, waren wir wieder oben in „Gsenget“ und nach kurzem Bergabschotter auf deutscher Seite angekommen.

20150721_1403_grenzeLeider folgte dann der zwar für die Beine unanstrengende aber nicht besonders prickelnde Teil, oder her doch prickelnd was das Adrenalin angeht. Runter ging’s nach kurzem nochmaligem Anstieg, das dann aber dauerhaft, etliche Kilometer. Ich erinnerte das von damals und machte langsam, Stotterbremse sowieso, ab+an eine kleine Bremsenabkühlpause.
Der Göttergatte mit seinen neumodischen Scheibenbremsen, oder eher „-bremsCHEN“, raste vorneweg … nur um mit dann unten am Scheuereck zu verkünden seine Bremsen würden quietschen, wären wohl was heiß geworden. (Zu Hause stellte sich raus: Scheiben ausgeglüht nur noch braun statt verchromt und Beläge glasig 😉 )

20150724_1711_scheuereckEibeApropos Scheuereck, das heißt seither bei uns nur noch „Bescheuerteneck“. Denn wie damals auf der ersten Runde waren wir wieder am Ruhe(dienst)tag da, sie haben aber nur Mi-So geöffnet. So kamen wir zur Brotzeit dann erst nach der Arberwanderung am letzten Urlaubs(frei)tag mit dem Auto noch mal extra vorbei, aber das ist eine andere Geschichte. Die uralte Eibe kann nix dafür, die steht da und ihr ist egal welcher Wochentag ist.

20150721_160747_schleicherSchwelleDas Bier zur Radtour gab’s daher dann erst ein Stückchen später in Schleicher und von da ging’s den Schleicherbach hoch an der Schleicherschwelle (bei 49.073691,13.250941) vorbei nur noch ein kurzes Stück zurück bis Zwieselerwaldhaus.

In der Gegend vom Nationalpark liegt dann auch das Haus zur Wildnis, das nördliche kleinere der beiden Nationalparkzentren.

20150717_134449_auerochsenAuf dem Gelände waren wir dann zweimal auf kurzer Radtour. Beim ersten Mal gönnten wir uns in der Mittagshitze eine Fußrunde durch das Freigehege, sahen aber leider weder Wolf noch Luchs, nur die Auerochsen standen draußen auf der Weide oberhalb von der Steinzeithöhle

20150717_134323_auerochsendie wir aber schon von früher kannten und die uns daher diesmal nicht ins Dunkel lockte.

Botschafter_weissAufgrauJe nachdem welche Wege man nimmt kommt man an einem (für uns) neuen dreiteiligen Naturkunstwerk von Daniel Kufner vorbei

20150717_135927_nochNichtIch zitiere aus der Seite zum Projekt ():
„Wildnis existiert NICHT MEHR im ursprünglichen Sinn.
Sie ist auch NOCH NICHT in re-naturierter Form erlebbar.
Im Nationalpark entsteht Wildnis für alle. Dieser Prozess braucht Zeit.
Er soll Bestand haben FÜR ALLE ZEIT …“

Im Haus zur Wildnis waren wir ja früher auch schon desöfteren, dieses Mal bei einer anderen Radtour dann nur kurz. Das wär mit Filmvorführungen was für Regentage gewesen, aber die hatten wir ja nicht 😀

20150722_1131_hzwildnisNeben einem der wenigen gut erhalten Exemplare eines Wolpertingers bietet es auch Lehrreiches zum Borkenkäfer, der ja die Region geprägt hat über die letzten Jahrzehnte, wie schon am Falkenstein gesehen und vor Jahren am Lusen. Zu dem kommen wir dann beim nächsten Mal.

20150716_grosser-1der hausberg von zwieselerwaldhaus ist der große falkenstein (1315m). der wird jedesmal erklommen, ehrensache, selbst bei der „schlimmsten“ moppedtour mit freund und schwager zu viert: freitags hin 680km (das einzige gezielt rausgesuchte stück autobahn von 50km nähe frankfurt glänzte mit 20km baustelle 2spurig mit stau ohne standstreifen, da kamen wir zu spät zum essen), samstag auf’n berg, sonntags retour 720km mit start zum tanken in zwiesel bei frost unter strahlend blauem himmel.

aber ich schweife ab in alte zeiten … trotzdem: der falkenstein muß sein! zumal oben eine hütte lockt mit schmaus oder wenigstens einem hellen. im sommer zumindest. bei unserem einzigen winterurlaub da gingen wir leer aus. da konnten wir aber auch nur die geschotterten im winter als loipen genutzten wirtschaftsserpentinen hochgehen, wie sie am anfang noch nicht so reizvoll sind, bald aber von steilen steinigen direktpassagen durchzogen werden, die sommers das rechte wanderfeeling aufkommen lassen, immer der „Heidelbeere“ nach.

20150716_112846auf denen kommt man dann irgendwann an eine kreuzung und von da ein wenig höhe verlierend „von hinten“ hoch durch’s höllbachg’spreng. der name ist programm.

20150716_113111der bach hat einen see mit erläuterungstafeln wie an so vielen stellen im bayerischen wald

20150716_1134_hgsprengund von dem geht’s dann hoch steinig steil herrlich

20150716_grosser-2irgendwann hat die fast-kletterei ein ende und man kann den gipfel ahnen

20150716_124417und dann ist man an der hütte und genießt erst mal (zu speis&trank siehe teil 1)

20150716_grosser-3um schließlich noch eben vom gipfelkreuz einen blick in die runde zu werfen

20150716_132339xund noch ein stückchen weiter in die runde

20150716_132452dann geht’s traditionell in unserer jahrelang bewährten variante über den ruckowitzschachten wieder runter. zunächst kommt man da eigentlich durch schönen wald, eigentlich …

20150716_borke-1denn wir waren ja lange nicht mehr da und diesmal sah es so aus wie wir es vom lusen erinnerten, „alles“ kahl vom windbruch und den die gunst der stunde (und der anfälligen menschengemachten fichtenmonokulturen) nutzenden borkenkäfern

20150716_134532das sieht zunächst furchtbar aus

20150716_borke-2aber die erfahrung zeigt, die natur regelt das (mit mischwald, buche & co), nur in anderen dimensionen als wir gewohnt sind.

20150716_borke-3in ein paar jahren ist es wieder grün und damit die touries das auch begreifen sind auch hier entsprechende hinweise gegeben

20150716_borke-4am schachten wird nun auch mit vieh (wie früher, dazu waren diese andernorts almen genannten hochweiuden gedacht) gearbeitet, wir sahen keine aber trafen einen der zuständigen bei der kontrolle

20150716_rSchachtendanach kommt nochmal ein (fotoloses) schönes klassissches dunkles waldwanderstück runter in den urwald unmittelbar an zwieselerwaldhaus angrenzend und die erste wanderung war zuende genossen.

da wir uns diesmal außergewöhnlich viele tage vor ort gegönnt hatten kam es dann tatsächlich nach einem fahrradtag schon 2 tage später zu einem erneuten falkenstein mit debut. eine kleine wanderung im wechsel paßte grad wieder gut und den kleinen falkenstein (1190m) hatten wir noch nie bestiegen. ohne hütte und direkt neben dem großen im selben waldgebiet gelegen hatte er schlicht bisher nicht so interessiert.

20150718_kleineraber was soll ich sagen? der als „Eibe“ ausgeschilderte weg dort hin war richtig nett anders als das g’spreng und eine echte bereicherung.

20150718_101535oben gab’s auch noch einen viel tolleren freien blick in die tiefe, muaaaaaahhhhhhhh, ich bin nicht schwindelfrei!

20150718_113650abstieg20150718.kl+grFalkenStravadie sache mit der hütte und dem hellen ließ sich auch regeln, war doch der weg vom kleinen zum großen quasi fast zwingend, da ein anderer abstieg mit rotweißem flatterband abgesperrt wegen „bodenwespennest nach 200m“ nicht wirklich geschickt gewesen wäre.

so kraxelten wir halt noch 500m strecke mit 150m höhe ein paar minuten weiter um eine verdiente rast bei strahlendem sonnenschein zu genießen und uns dann auf den abstieg auf ebenfalls umbekannter strecke strack nach süden den ahornriegel runter aufzumachen.

„strack“ nahm strava übrigens wörtlich, das setzte leider auf der tour mal aus, in der karte rechts in gerader linie vom guipfel statt zickzackserpentinen, und im grauen höhenprofil darunter haben wir innerhalb von 13sek glatte 336m runter geschafft, aber wir sind nicht im freien fall gesprungen, ehrlich!

20150717_163242hier kommt endlich mal ein stück vom langersehnten (?) bericht zum diesjährigen sommerurlaub im nationalpark bayerischer wald.
als ersten teil will ich die nase lang ziehen zu unterbringung und nahrhafter (grund)versorgung, später dann zu den sportlichen aktivitäten, die da im wesentlichen bestanden aus wandern und radfahren.

201507_garten2im kleinen dörfchen zwieselerwaldhaus nördlich von zwiesel, aber zu bayerisch eisenstein gehörig, waren wir ja schon mehrfach in vergangenen jahren auf motorradtour sowie einmal im winter zum skilanglauf und zuletzt mit dem auto und den MTB 2006.
danach waren wir leider lange nicht mehr da, da unsere pension der tannenblick nicht mehr existiert :-(. das wunderschöne alte haus gibt es noch, das haben nun (nach zwangsrückzug des lieben ulli aufgrund immerhin einigermaßen gut überwundenen schlaganfalls vor ein paar jahren) drei tschechische familien gekauft und renoviert, was dem haus gut tut, uns aber herbergslos zurückließ.

201507_garten1der göga suchte nun aber zum diesjährigen geburtstags“flucht“kurzurlaub, der mal mit 10 tagen was länger ausfallen sollte, nach alternative und wurde – internet sei dank – fündig beim alten zollhaus (ferienwohnungen bickel), das wir bisher immer für eine försterei gehalten hatten.

201507_treppenHausdie verwaltung wie schlüsselübergabe & betreuung managed der erzengel … gabriel vom hotel scharnagl, das wär auch eine alternative wenn man nicht sowieso viel lieber für sich in einer mehrzimmrigen wohnung wäre.

der führte uns also zu unserer wohnung „pepe“, in diesem jahr im 1.og frisch erstellt nachdem der besitzer und bewohner dieser etage leider verstorben war. gabriel wies uns auch gleich auf eine eigenart hin, die leider im foto unten links etwas unscharf und dunkel nicht sofort ins auge sticht: das haus hat 2 treppenhäuser! links liegen unten und oben die größeren wohnungen „arber“ und eben unsere „pepe“ (und drüber noch ein dachgeschoß für den enkel bickel), rechts mit extra treppenhaus liegen „falkenstein“ und darüberliegende „silberberg“.
letztere könnte man im wohnzimmer durch doppeltür mit unserer verbinden, auch nicht zu verachten für gemeinsam reisende großfamilien.

201507_wohnenpepe hat zwar keinen balkon aber der garten kann genutzt werden und wir hatten sowieso glück mit dem wetter und auch zum lüften der schuhe und wanderklamotten platz genug. neben wohnzimmer und kleinem aber (für 2) ausreichenden bad gibt’s ein großes schlafzimmer (chaos ohne bild 😉 )201507_klZimmer+badund ein kleines „kinderzimmer“ und eine schöne küche mit allem was das ♥ begehrt

201507_kuecheam wichtigsten aber war für uns die lage: zwieselerwaldhaus selbst ist schon ein sackgassendorf, d.h. man kommt von der landstraße ab in den nationalpark und dann ist schicht im schacht bzw. wald.
von da nach norden geht’s dann nur noch über die grüne grenze rein in die tschechei in den Šumava, den noch größeren teil des nationalparks auf der anderen seite der grenze die nun keine EU-außengrenze mehr ist, aber schon damals als sie es noch war, war sie (für uns erstaunlich durchlässig) passierbar ohne zöllner, nur ein schild, damals sinngemäß „nur von x – 20:00 Uhr, ohne Waffen, mit Personalausweis, …

20150723_161712_henneferEntedas alte zollhaus nun liegt darin auch noch am ende links ab im wald kurz vor dem letzten größeren wanderparkplatz.

der wird zwar durchaus rege genutzt, führt aber im wesentlichen zu unserem lieblingslokal:

das schwellhäusl hat aber nur von 10-18 geöffnet und damit war kein großartiger lärm gegeben.

20150719_104727man erreicht es dann über einen fußweg (dazu später mehr) in rund 2km entfernung oder per rad (dito) mit kleinem schlenker

20150719_104613und das haben wir dann auch mehrfach getan, gleich am ersten vollen aufenthaltsDonnersTag, womit wir zum kapitel speis+trank kämen 😀

20150716_130350nach anreise und auspacken gab’s beim gabriel das riesigste schnitzel meines lebens (und braten+knödel für rolf) aber ohne foto, erst mal ankommen … aber dann kam donnerstag eine kleine stärkung (oben) auf dem großen falkenstein, mittags, nach der obligatorischen wanderung durch’s höllbachgspreng

20150716_164751gefolgt von radrunde ins schwellhäusl mit der ersten brotzeit. der wurstsalat im glas war genial, dem fehlte nur der käse (war halt keine „schweizer art“), der aber auf des göga brettl so reichlich war, daß er mir was abgab.

20150719_120212sonntags war geburtstagsschmaus ebenda angesagt

20150722_bierVomStoaneben dem üblichen „hellen“ und dem von mir geliebten dunkleren „dampfbier“ (das aber nicht jeder vom faß hat) gibt’s dort auch ein ganz dunkles felsenbier

20150723_brotzeitund einfach eine super brotzeitkarte, im obigen fall am zweiten donnerstag, dem 23. juli, genossen.

am allerletzten tag waren wir dann im „bescheuerten“eck, wieso unser interner name so lautet kommt nach der nächsten maus – äh: im nächsten beitrag, aber von brotzeitplatte verstehn sie da auch was:

20150724_173812_scheuerEckBrotzeitund wenn alle stricke reißen kann man sich ja mit auto auch in zwiesel im edeka eindecken oder naheliegender (allerdings mit höhenmetern gespickt) in bayerisch eisenstein, wo ich vorher per google einen laden erforscht hatte der real existiert (wenn auch mit verständlich engeren öffnungszeiten) und richtig knuffig ist, die frischen brezn zu eigenen leberkäs/spiegelei in der eigenen küche waren auch lecker!

20150717_eisensteinerüberhaupt: wenn wir tatsächlich mal auf die reihe bekommen ohne auto aber mit fahrrädern (und DB) anzureisen, dann wäre statt zollhaus auch was in eisenstein sinnvoll. da hat’s nämlich die waldbahn und mit der kann man weit gen süden fahren MIT den rädern und dann hier+da angedockt in einem igelbus an die berge ran oder in die wälder zum wandern.
das ist alles top organisiert und im preis über die kurtaxe oder was auch immer in form eines gästetickets, das man mit anmeldung in hotel oder fewo bekommt, inbegriffen!