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Archiv für den Monat Oktober 2015

20151017_quiche-2Am Samstag hab ich endlich mal eine dicke Portion Champignos die schon „lange“ darauf warteten ausgebraten und daraus eine Vollkornquiche gebastelt.

Der Teig wurde gerührt/-knetet aus

  • 150g Dinkelvollkorn
  • 150g Weizenvollkorn
  • 150g Butter
  • 2EL Chia mit 10EL Wasser angesetzt
  • 1 Ei und ein Dotter

und kam dann als eine Kugel für den Boden und 2 Rollen für je eine halbe Seitenwand ein Stündchen in den Kühlschrank

1 Ei und ein Dotter wurden mit 1 Becher Schmand verrüht (Pfeffer/Salz), aus den 2 einsamen Eiweiß kam der Schnee drunter und 1 Tüte Emmentalerraspel ergaben alle zusammen die Masse.
Dann kam die Premiere: die neu bei AldiSüd erworbene erste wabbelige „Plastik“=Silikonbackform mit Wasser ausgespült (ohne Fett/Mehl) bekam den ausgerollten Boden und die ausgerollten Seitenwände eingepasst.

20151017_quiche-1Darauf gab’s eine Lage gehobelter Scheiben von einem Käse der mich nicht so überzeugt hatte pur oder auf Brot (hab schon wieder vergessen/verdrängt was das war, irgend eine Art Illertaler oder Butterkäse oder …) der „mußte halt weg“ 😀
Darauf kam ein ebenso überfälliger cross ausgebratener kleiner Speckrest und die Pilze, dann noch eine Packung 125g Gorgonzola in Stückchen und dann die Masse.
Ofen Umluft ca. 20min 170° und 25min 130° und noch was nachtrocknen nachdem das erste Stück noch nicht ganz gestockt war, lecker war’s trotzdem.

20151017_muffinsUnd weil ich grad so dran war hab ich auch noch versucht, ein paar EggMuffins zu zaubern, DAS ist aber technisch schiefgelaufen.

Um die neulich mal erworbenen guten antiHaftMuffinsFormen zu schützen hab ich ein paar Papierförmchen genutzt, aber das klebte hinteher wie Jeck und man konnte sie nur mit Gewalt rauskratzen, die gestockte Masse vom Papier. Demnächst also mit Fett+Bröseln direkt im Blech zum Stürzen!
Geschmacklich tat auch das keinen Abbruch, auch wenn ich aus Mangel an Ei etwas sparsam verteilen mußte wo ich mich gemüsemäßig so ausgebreitet hatte:

    • 8 mal Spinat in Fetzen geschnippelt
    • 8 mal rote+gelbe Paprika minigewürfelt
    • 8 mal Andenhorn gewürfelt und um je ein – Ihr ahnt es schon: überreifes, pur mir schon wieder zu scharf gewordenes – Weinkäseachtel gelegt
    • jeweils Pfeffer frisch gemahlen und Salz
    • darüber dann gerade mal noch je eine kleine Schöpfkelle aus
      6 Eiern mit 2 EL Milch und 3 EL Weizenvollkorn

Die kamen mit in den Ofen aber früher wieder raus so nach einer knappen halben Stunde und gingen nach kurzem technischen Fluchen gut als Vorspeise durch.

20151018_apfelbaum-1Sonntag ging es dann dem Apfelbaum an den Kragen. Wir lieben ihn heiß und innig seit 1992 als er wohl mit 4 Jahren mit Haus&Garten erworben ward. Anfangs kümmerte er, seit einiger Zeit trägt er mal weniger mal etwas mehr und in den üblichen Zyklen nicht hintereinander viel, aber dieses Jahr (wie allseits zu hören auch bei anderen) immens. Um nicht zu schreiben: GIGANTISCH viel.

Die ersten Äste waren ja Ende Juli schon zum Boden gebogen, einer aus der Mitte im August abgebrochen, die erste Entlastungsernte lagert seither in 3 Kiepen im Schlafzimmer auseinandergebreitet.

Dann hatten wir Mitte September wieder 60kg geerntet und aus 54kg doch glatt 40 Liter Saft pressen lassen!

Und nun stand der größte Rest an runter geholt zu werden bevor der Frost einschlägt und außerdem – Ernten durch Absägen war die Devise,

20151018_apfelbaum-2nicht um ihn zu vernichten sondern auszudünnen und mehr Licht+Luft dran zu lassen.

Vor über 15 Jahren hatte ich mal im Frühjahr gekappt aber da schoß dann zu viel Triebsaft ein und es bildeten sich etliche Wasserschosser die nur senkrecht nach oben wachsen. Getragen wird an den Querästen, davon bildeten sich dann erst über Jahre einige daran, aber alles in allem zu dicht, zu viel, zu lange Wildwuchs.

20151018_apfelbaum-3Dran kommt man auch nicht mehr richtig, sofern man keine Katze ist, und die tun nix für ihr Dosenfutter. Paula machte nur die Aufsicht (mit geschlossenen Augen) auf dem Kissen das eigentlich die Fuji zur Dokumentation schützen sollte 😀

20151018_133331_paulaFujiNun also großes Kettensägenmassaker, gut 100kg später sieht er ziemlich gerupft aus,

20151018_1333_erntealltagmalanders_DienstagsGehtsRund_logorundEs hängen immer noch etliche tolle dicke rote oben die wir sobald sie runterfallen sammeln werden und dann mal 1-3 Jahre Ruhe bewahren, weil nicht wieder über 200kg von einem kleinen Bäumchen zu holen sind.

Auch wenn es „schon wieder“ Äpfel und andere Leckereien sind statt irgendwelcher technischer oder künstlerischer Finessen, ich denke es ist so viel rundes dabei, das muss heute einfach mal für Veras runden Dienstag durchgehen 😉

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20151011_1156_DSCF2550_fernblickAm vorigen Sonntag war es schon wieder so weit, statt Laufen (wegen Ferse) oder anderem Sport lockte traumhaftes Herbstwetter zum Wandern und wieder ging es auf einen der Erlebniswege Sieg. Diesmal hatten wir uns mit dem Landlebenweg die östlichsten Nummer16 ausgesucht.

20151011_1200_DSCF2551_panoramaTeilDer startet am Parkplatz der Grube Silberhardt, die wir uns dann hinterher nicht mal mehr angeguckt haben weil wir ein bisschen zu spät unterwegs waren und außerdem wie immer hungrig. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Und um’s vorweg zu nehmen: dieser Weg ist um Klassen schöner als der Pulvermühlenweg vom Sonntag davor und durchaus in kommenden Jahren mal eine Wiederholung wert!

20151011_1219_waldAm Parkplatz machte sich auch eine Truppe anderer Wandersleut gleichzeitig mit uns auf, rucksackbewehrt und schnatternd und schwatzend 👿 und daher gaben wir erst mal Gas um sie bergauf zu schlabbern und unsere Ruhe zu haben und die des Waldes zu genießen.
Kurz danach auf der Höhe oberhalb von Öttershagen boten sich die ersten traumhaften Ausblicke, wie ganz oben zu sehen, bevor es wieder runter ins Tal ging, durch Langenberg und danach durch Wald mit teils „normalen“ teils trailigen Abschnitten, aber nie so autobahnmäßig wie letzte Woche.

In der handlichen Broschüre mit allen Touren ist die einzige Einkehr schon nach einem guten Viertel der Strecke die Bachmühle im Rosbachtal. Dort haben wir uns dann tatsächlich ein mittägliches Bierchen gegönnt, ein dunkles Siegtaler Landbier, das mich an das Zwieseler Dampfbier erinnerte von der Farbe, aber dem Gatten entgegenkommend nicht dessen Milde sondern pilssche Herbheit hat. Die Gaststätte machte einen sehr guten Eindruck und ziemlich sicher fahren wir mal im nächsten Frühjahr (?) mit den Rädchen durch’s Siegtal auf ein richtiges Mahl.

20151011_1300_bachmuehleAls wir rauskamen übersahen wir den Wegweiser am Laternenmast gegenüber und außerdem hat das Faltblatt da eine Schwäche, heißt es doch: „Gegenüber vom Gasthof befindet sich eine Sitzgruppe. Von hier auf der Nebenstraße weiter, bis später links ab ein langer Ziehweg folgt.“
Daran hielten wir uns, im Nacken schon das Geplapper der ankommenden Wandersgruppe, um nach 500m in Rosbach Ort angekommen zu bemerken, daß der Weg „weg“ war. Da half nur umdrehen und mit einem Kilometer zusätzlich in den Beinen ab der Bachmühle neben/oberhalb der Straße schräg durch die Wiese ein Stück sanft und danach steil hoch zu kraxeln. Dieser Abschnitt ist ein guter Grund, nicht anders herum zu wandern! (Die Schwätztruppe machte dann oben ihre Rucksackrast und wir konnten wieder Land gewinnen 😀 )

20151011_1330_alterStuhlAm südlichsten Teil des Rundkurses gibt es so eine Art „Stachelhardt des Windecker Ländchens“, also einen Drachenabflugplatz mit wieder tollem Blick oberhalb vom Alten Stuhl, der laut Wikipedia sogar ein mittelalterlicher Femegerichtsplatz ist. Die vorher festgehaltene Bergfest-Stele etliche Höhenmeter unterhalb verwirrte uns auch wieder kurz, denn die ist wohl nur bzgl. der blauen Punkt-zu-Punkt-Natursteig-Etappe 8 der höchste Punkt, bei den Erlebniswegen markiert sie eher die Mitte der Strecke vom Standard-Start/Ziel aus gesehen.

20151011_1405_pferdeLiebeSchließlich ging’s aber wieder runter und rauf

20151011_1420_DSCF2573_panoramaund runter und rauf durch Pferdeland …

20151011_1433_DSCF2574_weitblick… und runter mit kleinem Imbiss, Mundraub macht’s möglich, leicht sauer aber herrlich saftig

20151011_1508_mundraubund gestärkt und erfrischt kam man auch gut wieder rauf …

20151011_1523_DSCF2579_zottelRindervorbei am Landleben das dem Weg schließlich seinen Namen gibt.

20151011_1528_DSCF2581_panoramaDavon gibt es jede Menge „normales“, also die zotteligen Rinder oder glatte schwarz-weißen Kühe

20151011_1530_viehchereiund in Kohlberg auch aus dem Arche-Projekt der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.) den Arche Hof Nr. 65 einen schönen Hahn.

20151011_1540_alpakasAber kurz drauf kommt dann der exotische Touch der Runde: eine Alpakafarm, die machen auch kleine Wanderungen mit Interessierten

20151011_1543_DSCF2586_alpakasund stehen ansonsten malerisch auf der Weide rum

20151011_1550_alpakaendeund sehen einfach „nur“ gut aus 😉

20151011_DSCF2594_adler220151011_172353_camembertGut aus sah auch am Ende der alte Adler Trumpf „Junior“ dem ich im vorigen Dienstags-Blog schon ein Denkmal gesetzt habe.Ebenfalls gut aus sah der gebackene Camembert in Haus Sonnenschein in Stadt Blankenberg. Wie in der Vorwoche wurde spontan der famliäre Küchenplan umgeworfen, da wir jede Menge Hunger und keine Lust mehr auf Warten wegen Selbermachen hatten. Leider war die bayrische Woche dort vorbei, die Wildwoche reizte nicht. Die Aussicht dort von der Terrasse ist einfach himmlisch aber die Küche, naja, ok aber nicht berauschend.

Sie leben meiner Meinung nach sehr vom Lauftourismus dank guter Lage und es fehlt leider fast immer der letzte Pepp bei saftigen Preisen. Diese Portion war mit 9,90€ ja auch kein Schnäppchen, aber immerhin etwas größer und liebevoller zubereitet, als man manchmal anderswo für einen Euro weniger bekommt. Das Brot war besser als auf dem Foto erkennbar, zwar statt Schwarzbrot ein helles aber cross und leckker, gute Salatbeilage und reichlich gebackene Petersilie, , das geht also in Ordnung und bei strahlender Sonne in der „Sonne“ in BB ist immer ein guter Abschluß.

20151011_DSCF2596_adler4
alltagmalanders_DienstagsGehtsRund_logorund
20151011_DSCF2595_adler3Am Sonntag waren wir wieder wandern, dazu wird es noch einen extra Bericht geben, aber zu Veras rundem Dienstag kommt schon mal vorab ein Schätzchen, das ich hinterher auf dem Parkplatz an der Grube Silberhardt vorfand.

Da war nämlich ein junges Vögelchen gelandet, Adler Trumpf Junior, wobei das mit dem jung relativ ist, wurde er doch in 2 Baureihen von 1934-35 und 1936-41 gebaut.

Das kleine Emblem an der Beifahrerseite hab ich leider nur unscharf aber aufhellen brachte ein paar mehr der Buchstaben vom Rand leserlich hervor.
Daher weiß ich nun auch, daß es nicht wie zuerst vermutet ABA sondern ABP heißt und das Ambi-Budd-Presswerk von 1926-45 in der Nähe des Flugplatzes Berlin Johannisthal Karosserien fertigte der – Wiki sei Dank für unerschöpflichen Informationsfluss – als zweiter in Deutschland 1909 seine Bahnen öffnete.

20151011_DSCF2593_adler1Ich finde da hat ein wunderschönes alter Zeitzeuge einen Weg ins Bergische Land gefunden und ich wünsche ihm noch viele viele Jährchen auf unseren vollen Straßen, vermutlich eher nur bei schönem rostfreiem Wetter und hoffentlich immer unfallfrei!

20151011_DSCF2594_adler2

20150914_hof2Die Zeit rast wie im Fluge. Oben das könnte ein Pflug sein, oder auch „nur“ ein Trecker … jedenfalls ist es schon wieder gut 3 Wochen her, daß ich am 14. September aus einem guten Teil unserer (immer noch unbekannten) Äpfel 40 Liter Saft pressen ließ.

20150912+14_vorDemPressenZu diesem Behufe hatten Göga+Freund Freitags unseren Baum an allen zu lang auf den Boden reichenden Ästen gekappt und geerntet was das Zeug hält bzw. wo sie ohne zu große Klimmzüge dran kamen.

Das hab ich dann Samstags verlesen (war kaum was schlechtes bei) und gewogen und ins Auto gepackt. Die 3 Pappkiepen rechts stehen zum Lagern im Schlafzimmer und der halbe Baum ist noch voll. Da essen wir sukzessive von ab.

Am Montag war dann den dritten Tag in Folge ab 9:00 Uhr das Saftmobil beim Krewelshof in Lohmar angesagt und ich hatte ein bisschen Gleitzeit angemeldet.

20150914_hof1Die jungen Leute die noch vor mir da waren hätten mich sogar vorgelassen, aber als die HauptAkteure nach Stau auf der Autobahn (von PB um 6 Uhr losgefahren) dann gegen halb 10 endlich da waren wollten sie erst mal eine vernünftige Menge zum Maschineanfixen haben. Meine 54kg waren gerade so über der Minimalgrenze und sie trennen zwar die Chargen weitestgehend, aber Häcksler und vor allem der Erhitzer müssen trotzdem erst mal eine Basismenge haben.

20150914_pressen1Die Äpfel im Förderkorb sind dann auch von meinen Vorgängern die rund das fünffache mitbrachten und -nahmen.

20150914_pressen2Wenn sie erst mal losgelegt haben sind die Mädels und die Maschine flott dabei, Cheftochter befüllte die Pressstapel, eine Kollegin füllte den heißen Saft ab schwupps durch den Trichter in die Pappe und ein Helfer mußte den Karton nur noch zumachen und mit Datum bestempeln. Die Kartons können auch wieder mitgebracht werden um beim nächsten Mal weniger zu zahlen.
Alternative Annahmestellen kennen ja Abgabe und Tausch in Flaschen 10:1 oder so ähnlich, aber hier bekommt man vom dienstleister statt dessen den eigenen Saft im 5-Liter-Schlauch (wahlweise auch 10 Liter günstiger aber bei 2 Leuten zu viel auf einmal) retour.
Der ist 2 Jahre haltbar, nach Anbruch noch 2 Monate, und da stehen nun bei uns im Vorratskeller 8 Kartons und der rechte und letzte oben sollte als erster drankommen, da er am meisten Schaum und Schwebeteilchen enthält.

20150915_082159_8malSaftalltagmalanders_DienstagsGehtsRund_logorundSoweit die Saftgeschichte, dann hab ich noch was zum runden Dienstag von Vera .

Vor über drei Jahren laborierte ich ja schon länger mit Fuß, damals hatte ich ein MortonNeurom im linken Ballen, den ich noch unbekannter Ursache halber versuchte mit dem Igelball zu besänftigen.

20151006_124807_igelBallInzwischen ist MisterMorton raus und der Fuß lief eindreiviertel Jahr lang langsam aber fröhlich vor sich hin, bis dieses Frühjahr.
Seither aber — oh Schreck — „hab ich Ferse“, wie so viele Leidensgenossen.

Glaubt man der Literatur sowie dem Orthopäden, erwischt das (fast) jede(n) mal im Leben, das Durchschnittsalter liegt zwischen 50 und 60, na prima.
Ob Fehlhaltung und damit einseitige Überlastung dabei eine Rolle spielten, da es der selbe Fuß ist wo der Morton saß, ist nun auch egal. Es tut weh, vor allem im Alltag beim Gehen jeder Schritt wo man ja hinten landet. Laufen Vor- und Mittelfuß ging besser, aber trotzdem hab ich das ja wie berichtet jetzt mal bisher gut 2 Wochen komplett gelassen, da ich das schmerzfreie Laufen später dann wieder beim normalen Gehen selbst kurzer Strecken heftigs büßen mußte.

Es k-ö-n-n-t-e sein daß es langsam besser wird, nach 2 Wochen Arnikasalbe morgens und abends bin ich jetzt mal auf Voltaren gewechselt (das ist auch wieder Diclo), parallel dazu SchüsslerSalz1 (Calcium), Arnika D12 und Hekla Lava D12 (auch RUND 😉 ). Feuer frei auf alles entzündete 👿
Denn der Sporn an sich ist ja ggf. harmlos aber die Plantarsehne unter dem Fuß ggf. entzündet und daher dehnen Dehnen DEHNEN von Fußboden und Wadenmuskulatur und eben — Igelballrollen, durchblutungssteigernd, lockernd fußgumminastisch und überhaupt …

Den Ball hab ich mir dann heute mal mit ins Büro genommen, so ein Luxusstehschreibtisch (rauf und runterfahrbar) ist praktisch, da kann man dann ne Weile vor sich hinrollen unten und oben weitertippen und gut für den Rücken ist so ein Stellungswechsel alle paar Stunden auch noch 😀

Ein paar andere Kügelchen kamen heute wieder in den (inzwischen 90.) Smoothie und später noch ein Löffel in den Yoghurt, der gute Chiasamen

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20151004_dattenfeld1Am Sonntag waren wir zur Abwechslung, nach erneuter samstäglicher Radtour ins Kronos zum Krafttraining, mal geruhsam wandernd unterwegs. Das Wetter war einfach zu verlockend dazu, daher wurde kurz in der Broschüre geblättert und dann der der Erlebnisweg Nummer 13 Pulvermühlenweg unter die Hufe genommen.

Die meinigen scharren derzeit, mental, weil ich seit 2 Wochen nicht laufe. „Ich hab Ferse“, zumindest links, angeblich eine Pantarfasciitis. Dabei soll auch ein kleiner Sporn im Spiel sein, der Orthopäde meint er hätte so langsam das Gefühl da müßte „jeder mal durch“ und das käm oft ohne besonderen Grund und ging auch wieder. Klassische Gegenmaßnahme ist dehnen Dehnen DEHNEN und als Erstversorgung gab’s ab 31. August 10 Tage lang Diclo75 und – ob rein zufällig oder immunsuppressiv induziert – kurz drauf eine nette kleine Gürtelrose im Gesicht 👿

20151004_dattenfeld2Aber ich schweife ab, wir hingegen fuhren also Sonntag Mittag nach Dattenfeld, parkten am Bahnhof und schwiffen dem Plan und vor allem den ausreichend angebrachten Wegsymbolen folgend … nach einem halben Kilometer die Sieg entlang erst mal eine Runde durch Dattenfeld-City.

Das kann man ja verstehen, daß sie die nicht auslassen wollten, mit ihrem einzigartigen doppeltürmigen Siegtaldom, auch wenn wir uns nach Wald sehnten.

20151004_elisenthal1Aber nach einer Weile ging es dann ja endlich ins Elisenthal hinein, mit dem „alten“ Verwaltungsgebäude der namensgebenden Pulvermühle, HausNr33 inklusive Kapellchen, und dem „neuen“ Verwaltungsgebäude hübsch gelb ein Stück weiter draußen.

20151004_elisenthal2Die Mühle selbst besteht dann nur noch aus ein paar Ruinenresten zu denen aber ein kleiner „Rundweg“ als Abstecher einlädt der, wenn man sowieso durch das Tal weiter hoch will, nicht mal ein nennenswerter Umweg ist.

20151004_elisenthal3Nach ein paar hundert Metern kommt man also wieder auf den Erlebnisweg und auch wenn der sich dann mal kurz zickzackig zeigt, letztlich sind es alles „Waldautobahnen“. Klar, das ganze war ja auch als familienfreundlich/kinderwagengeignet beschrieben, das hätten wir also wissen können.

20151004_elisenthal4Im Tal und auch weiter die Strecke entlang gibt es immer wieder kleine, offensichtlich zum Großteil gezielt angelegte, Teiche und insgesamt wandert man sanft bergan von rund 100mNn unten an der Sieg, zunächst bis zu Stöckers Plätzchen, dabei ist der namensgebende Bach nicht etwa ein Elisenbach sondern der Trimbach, wie man auch hier in einem anderen Wanderbericht nachlesen kann.20151004_elisenthal5Dort biegt man links ab weiter hoch um am Reiterhof Gut Ommeroth vorbei

20151004_ommeroth1schließlich am höchsten Punkt rund 300m über dem Meer auf dem Nutscheid neben allen Höhenmetern auch mehr als die halbe Strecke geschafft zu haben.

20151004_ommeroth2Danach geht’s den Engbach entlang runter

20151004_engbachunterwegs vorbei an netten Pilzen

20151004_pilzeund verlaufsicher geleitet vom weißen Sieg-S auf rotem Erlebniswege-Grund

20151004_rindemeist im etwas dichteren Wald aber, abgesehen von der vorigen Höhe am Schlichberg, auch später noch mal mit schönem Panoramablick in südliche Richtung

20151004_panoramabis man von oben wieder gen Bahnhof ins Dorf zurückkommt, mit dem Siegtaldom in weiter Ferne.

20151004_panoramaEndeFazit: diese 13km in knapp 3h netto (exFotopausen 😉 ) KANN man machen, muß man aber nicht so bald noch mal machen. Die Ferse tat unterwegs nicht irgendwie besonders aber hinterher nach der Heimfahrt dann erst mal wieder kurzzeitig SAUweh nachdem ich zuletzt schon fast alltagstauglich gehen konnte. Immerhin ist jetzt nicht wie vor ein paar Wochen nach jeder Sitz/Schlaf-Pause heftiger sondern nur kürzerer Erstschmerz der mit ein paar Schritten vergeht, daher hoffe ich mal daß sich doch laaaaaangsam eine Besserung einstellt.

Apropos Heimfahrt, eigentlich war ja zu Hause abends Salat+Steak angesagt aber wir hatten HUNGER und in Blankenberg in der Sonne gab’s Bayerische Wochen und daher etwas verfrüht um fünf schon für jeden von uns „a Schweinshaxn“ auf dem Aussichtsbalkon, zumal just da dann nochmal, wie bei uns in der dörflichen Umgebung sehr oft der Fall, das inzwischen Sonntagsgrau zu strahlendem blau aufgerissen war 😀

20151004_174307_hausSonnenschein

20150724_140624xAm letzten Aufenthaltstag haben wir uns nochmal auf den höchsten Berg rundum gemacht. Der Arber ist mit 1456 noch gut 2m höher als der Rachel, für den die Urlaubszeit mal wieder nicht gelangt hatte, und ein ganzes Stück höher als der erwanderte Lusen (mit Bericht im fünften Teil) und der große Falkenstein (mit Bericht im zweiten), der sich direkt am Dorfrand erhebt und immer zum „Pflicht“programm gehört.

20150724_arber-1Bis es zum obigen Panorama kam mußte man aber erst mal hin(auf). Beim letzten Besuch vor etlichen Jahren hatte uns der Ulli an den See gefahren und ausgesetzt und wir waren seiner Empfehlung direkt im Wald an der Felswand hoch über einen damals gerade entwidmeten Wanderweg 4b oder so ähnlich gefolgt. Da der ja nun überhaupt nicht mehr gepflegt wird weil aus dem Programm genommen wollten wir da nicht Verirren riskieren und sind, nach Anreise mit dem Auto bis an den Großen Arbersee (3€ Parkgebühren ok bei den Menschenmassen), den normalen ausgeschilderten Weg hoch gegangen.

20150724_arber-2Anfangs war der noch ein bisschen Waldautobahnfeinschotter aber nach einer Weile wurde er schon reizvoller und die 500 Höhenmeter alleine beschäftigen einen ja schon auch … aber irgendwann war der Gipfel in Sicht.

20150724_130552xMit so einem Gipfel einher geht, zumindest wenn bequem erreichbar mit einer Seilbahn, leider dann auch einiges an Menschenauflauf.

20150724_arber-3Man gönnt sich also lieber nur eine kleine Bierpause und weiter geht’s auf den streckenmäßig längeren Rückweg erst nach Süden und dann untenrum zurück zum See.

20150724_140647zAber erst mal noch eben Aussicht

20150724_140635aund Aussicht

20150724_140640bund Aussicht

20150724_arber-4und die beiden von weitem sichtbaren Radome der Luftwaffe.

20150724_mittagsPDanach ging es flugs in den Wald und erstmal rund 200m bergab mit kleiner Pause am Mittagsplatzl mit herrlicher Aussicht auf den Großen Arbersee und dahinter im Tal bis nach Železná Ruda, dem tschechische Pendant „Markt“ hinter dem deutschen „Bayerisch“ Eisenstein.

20150724_arberSeeSchließlich waren aber auch die restlichen Höhenmeter und  Wanderkilometer vorbei, der See hatte uns wieder und mit dem Auto ging’s zum verdienten Abschiedsschmaus im (Be)Scheuer(ten)eck. Über die familieninterne Umbenamsung hab ich im dritten Teil berichtet und daß wir nach der Arberwanderung dort dann gut gegessen haben war mit Foto schon im ersten Teil dokumentiert.

Hiermit endet die Berichterstattung über einen wunderschönen 10-tägigen BayerischerWaldAufenthalt für’s erste, aber ich hoffe auf eine Fortsetzung in nicht all zu ferner Zukunft, mit Rädchen und / oder zu Fuß, aber nicht wieder so viele Jahre verstreichen lassend wie zuletzt.
Es gilt noch den Rachel zu erobern und dann gibt es auch noch ein paar andere Ecken nicht so hoch, in oder auf denen wir noch nicht waren, oder erst einmal wie (mit Ulli damals) auf der großen Schachtenwanderung.
Und manche wie der Falkenstein locken einfach immer wieder neu zur Wiederholungstat, mit Vorfreude auf anschließenden Biergartengenuß 😀