achterBahn die zweite

nachdem wir am wahlsonntag die nordschleife des sauerlandRadRings unter die räder genommen hatten gab’s abends ein paar längliche gesichter ob diverser ergebnisse aber freude daß endlich mal die gelbe „gefahr“ aus dem parlament geflogen ist, ich hatte zuletzt die hoffnung schon fast aufgegeben. der slogan „die mitte entlasten“ hat nun also zugeschlagen, aber anders als geplant 🙂

am folgenden urlaubstag gönnten wir uns erholung, den größten bewegungsanteil nahm noch eine runde joggen auf dem trimmpfad ein, kurz vor der rochusKapelle hoch in den wald und dann im wesentlichen einmal rund um den berg, 5,65km in einer knappen viertelstunde, das hatte was von alibi für’s schlemmen . . . und die jeans sind eh schon permanent am kneifen 👿

dafür ging dann dienstag die post ab. nach unserer teilstreckenkenntnis zur südschleife in form des freitag eroberten fledermaustunnels war die entscheidung klar: auch diese würde im uhrzeigersinn erobert, damit am ende mit müden beinen der kopf wissentlich entwarnung geben konnte, daß nämlich die letzten paar kilometerchen harmlos sind 💡

jogmapangegeben sind für die südschleife 84km, wenn man den jogmapplan genauer studiert sieht man zwei kleine abstecher bei km50 und 66, dazu später mehr.
raus aus eslohe ging es zunächst ein kleines stück der achterVerbindung gegen den rückweg vom sonntag und ab bremke dann gen süden auf unbekannter strecke, immer weiter schöne landschaft, die leiße entlang, aber ach — flußAUFwärts durchaus nicht ohne.

in der phase erkannte ich plötzlich die bedeutung der ab+an auf der karte des faltblatts zum ring gestreuten weißen kästchen mit dreistelligen zahlen: brehmke 300 — mailar 380 — badFredeburg 460 — dort wollte uns kein café locken, wohl aber der höchste punkt der strecke 😉

die pause gab’s dann nach 23km in 1:15h in schmallenberg (400), nett gelegen, die stühle draußen sogar mit decken versehen, was will der leicht angefrorene radler mehr 🙄 hatte ich schon erwähnt daß das wetter durchwachsen aussah und die aussicht in diesem grau wohlmöglich noch naß zu werden auf gut 80km nicht gerade verlockend uns doch ein bischen „mut“ abverlangt hatte zum start?

wir haben es nicht bereut. innerlich aufgewärmt ging’s weiter die lenne entlang durch lennestadt bis grevenbrück. am vortag hatten wir noch in der touristeninfo im kurhaus von eslohe versucht, nach entdecken eines busses fürradwanderer der leider eine andere strecke fuhr, herauszubekommen ob der stündliche nach grevenbrück auch räder mitnähme.
die freundliche sehr hilfsbereite dame telefonierte sich einen wolf aber der tenor war klar: nix genaues weiß man nicht. nach etlichen weiterleitungen oder namensnennungen „der weiß das …“ blieb nur das motto „versuch macht kluch“. und das haben wir dann lieber gelassen.
angedacht war da noch, ggf. mit bus nach grevenbrück und die eine knappe hälfte montags zurückradeln und dienstags morgens dann selbe bustour und die größere hälfte andersrum zu vollenden. besser weil richtig schön war’s komplett. das wußten wir aber erst hinterher 🙂

dort in grevenbrück, nach weiteren anderthalb stunden und rund 30km gab’s die verdiente mittagspause, rund drei kilometer extra hin und zurück auf der suche nach einem gasthof brachten uns zu einem imbiß mit schaschliktopf und einem kaffee hinterher, beides schmackhaft und stärkend wie sich’s gehört.

abstecherda kam soger die s☼nne raus ❗ und wir machten uns schließlich wieder auf zum letzten drittel, naja, ein bischen mehr . . . hinter finnentrop landeten wir erst mal am tiefsten punkt der strecke (228) und danach leistete ich mir einen kleinen abstecher von einem knappen kilometerchen volle kanne durch ein riesiges sägewerk 😯
wie es dazu kam? wir mußten den berg hoch auf einem der ganz wenigen stücke direkt auf der straße, wurden natürlich überholt, getrennt, irgendwann hing ein LKW und mehrere pkw zwischen uns und der göga bog korrekt ab, ich etwas später auch, aber und danach sah ich ihn nicht mehr.

ich sah zwar 50m weiter ein schild privat zum sägewerk aber keinen abzweig des radrings und dachte vielleicht ist der ja doch da durch gelegt . . . klar wurde sehr bald, daß das kann kaum sein konnte, aber ich fuhr durch bis ans ende, es schimpfte niemand auch wenn etliche stapler mit holz jonglierten, wir paßten halt alle aufeinander auf 😉
am ende wär ich auch wieder rausgekommen aber da grad jemand zu fuß kam frug ich nach dem weg, der kannte aber den radring gar nicht. sein hinweis ich könnte auch da dann weiter in richtung … war gut gemeint aber die oberste regel ist ja: zurück an den punkt an dem man noch bescheid wußte / sich noch sah.
damit hatte ich eine neue (re)tour durch das gelände um die holzstapel gewonnen. immerhin fuhr grad ein LKW raus da konnte ich mich gut hinterhängen und an der ecke wartete dann auch schon der göga, das radschild zum linksabbiegen war zugewuchert und nur aus ganz bestimmter perspektive zu sehen.

signalder rest war kür, wir kamen wieder auf die alte bahntrasse und dank schöneren wetters lohnte es sich auch ab+zu mal anzuhalten und die strecke festzuhalten.

DSCF0269ob die die andreaskreuze nach der umwidmung einfach um 90° gedreht haben?

DSCF0268vermutlich nicht mehr fahrtüchtig aber dafür sehr stimmungsvoll

DSCF0270mitten auf der strecke eine art museumsSchilderwald im wald

DSCF0271 das tollste nebenbei – man merkte dank der schönen strecke und sanften steigung gar nicht daß man den größten anstieg am stück zu bewältigen hatte, denn vor fehrenbracht vermeldet der plan schon 411 und am dem tunnel steht in jogmap eine 458 😯

DSCF0272 am ende dann stand eine zahl auf dem tacho (der gut 3% vorgeht laut vergleich mit den randsteinen bei uns zu hause) die ich so noch nicht gesehen habe.

tunnelTachowir waren richtig stolz auf uns, der holde konnte gar nicht fassen daß ich das so locker wegsteckte, dabei hab ich immer nur im hinterkopf gehabt „im tria mußt Du das doppelte machen und dann deutlich schneller 😳 also stell Dich nicht an, das hier ist doch kinderk***e“ 😉

abends gab’s für mich dann noch mal eine forelle müllerin wie ich samstags auch schon eine genossen hatte. ob die aus dem heimischen teich stammten oder von einer der vielen zuchten der region weiß ich gar nicht, lecker waren sie auf jeden fall!

forellenam nächsten tag ging’s weiter … aber das ist eine andere geschichte, die kommt erst nach der nächsten forelle — äh: maus 😀

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2 Kommentare
  1. Da bist du ja wieder, Gottseidank! Dass du in unseren ehemaligen Gefilden den Urlaub verbringst, hätte ich wissen sollen;-) Schmallenberg, das war Reinhards früheres Domizil und zuletzt haben wir in der Nähe vom Sorpesee gewohnt;-) Ein schönes Wochenende!

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    • ach ja, ich kündige das nie an, sonst haben wir hier hinterher 2 häuser stehen wenn wir zurückkommen 😉 sorpesee sagt mir was aber wohl von karte oder früher mal moppedtourvorbeifahren, den haben wir diesmal nicht gestreift.

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