rundumschlag

heute gibt’s mal abseits der noch ausstehenden schwarzWaldBerichte und ohne sportlichen hintergrund ein paar worte zu ganz anderen themen der letzten zeit, nicht immer lustigen, eine bunte pillenmischung, ganz so wie das leben halt spielt.

das ist nicht immer fair. vor allem wenn es um „wirtschaft“ geht. „it‘s all about the figures“. soll also geld bringen, die zahlen müssen stimmen. das kostet. leider nicht geld sondern menschen, mindestens deren nerven, oft gesundheit, lebensträume werden zerschlagen.
zum beispiel wenn man als ministeinchen in einem größeren ganzen zu umzügen gezwungen wird ungeachtet der tatsache daß man nicht alleine auf der welt ist, einen partner hat der ggf. auch eigene ideen und ihn befriedigende (mehr als nur „job“-)arbeitswelt hat, ganz zu schweigen von kindern (derer wir ja immer weniger haben).
das wird zunehmend — big brother auf der anderen seite des atlantik macht’s als „lifestyle“ vor 😥  flexibilität wird gepriesen — zur grundvoraussetzung im arbeitsleben. wer (geburts/stand)ortreu bleiben will hat es schwer, zumindest wenn er nicht austauschbare handlangerjobs egal welchen inhalts als erfüllung ansieht.

wie ich drauf komme? einerseits verläßt uns gerade eine liebgewonnene lauffreundefamilie (denen ich zum beispiel mein heißgeliebtes koga zu verdanken habe :!:) gen spanien, das los der BWler (nicht zu verwechseln mit BWL-ern 😉 ).
wer wüßte das besser als ich, die immerhin sowohl ihre grundschul- als auch gymnasialzeit jeweils an einem ort erleben durfte, aber auch nur weil meine mutter sich weigerte diese brüche mitzumachen und statt dessen überwiegend eine wochenendehe führte bis ich an der uni und mein vater immerhin als pendler (mal nach wahn mal nach bonn mal nach ahrweiler) im nähren umfeld des zuhauses „sesshaft“ werden konnte gegen ende der dienstzeit.

andererseits finde ich es mehr als nur schade daß in bonn nun bouvier den todesstoß bekam. von der 185-jährigen geschichte habe ich die letzten 35 mitgemacht und genossen seit ich ’78 an die uni kam. bei JEDEM einkauf war ein besucht pflicht aber eine gerne erfüllte, weil ich, obwohl mir auch die nutzung des alten metropol durch den nachfolger/aufkäufer thalia gut gelungen scheint, gerade die immense vielfalt an kleinen räumchen und treppen und verwinkelung in der alten dependance so genossen habe.
alle paar monate/jahre zog mal eine abteilung woanders hin und man mußte sich neu orientieren aber immer war das eher witzig als störend, spannend wie es nun angeordnet sei (bei großen riesenverkaufshallen nur eine frage von regal oben oder unten links oder rechts aber nicht etage ecke durchgang …).
vor etlichen jahren habe ich mal unsere SF katalogisiert (leider auf commodorePC20II, nicht mehr extrahierbar/weiterzuführen und daher aufgegeben) und behaupte mal locker >>1000 taschenbücher aus exakt dieser quelle im regal zu haben, neben SF hunderte englischer und amerikanischer krimis und auch noch etliches deutschsprachiges anderes gedrucktes, weil ja unten rechts my „pledge to read … “ gelebt wird, nicht nur behauptet.

zeitungen gehören übrigens auch dazu. deshalb ist der tag meist schon gelaufen, zumindest schlecht begonnen, wenn die morgens im kasten fehlt. so wie gestern wieder. anruf beim aboservice ergab immerhin diesmal eine nachforsch- und -vollziehbare ausrede: das auto sei kaputt.
allzuoft ist denen gar nix von zustellerproblemen bekannt (bis die übliche meckertante sich meldet 🙄 [und leider passiert das in süchterscheid alle paar monate im gegensatz zu meiner erinnerung nach 6 ausfallfreien jahren in allner und vorher etlichen jahren in wolperath]). klar ist, daß im winter bei schnee/eis sowas vorkommen kann, der soll sich nicht um kopf und kragen aus der kurve schießen, da hat wohl jeder verständnis für ❗ aber im frühling sommer herbst scheint mir doch eher ein zu langer vorabend der grund 😦
bis 11 uhr sollte angeblich nachgeliefert werden, ok, das wär tolerabel mal abends in der sonne auf paolo zu lesen, mangels urlaub dann eh keine aktuellen terminankündigungen wahrnehmen könnend.
nur, da war dann nix. somit erneuter anruf und gutschrift. heute war sie wieder da. immerhin.

vor dem urlaub hatte ich da was nettes (hier die onlineVersion vom 22.7.) gelesen dem ich gerne nachkommen werde. es wird ein mückenatlas erstellt, schon seit einiger zeit, und meine erste ist gerade aus der tiefkühlung zum trocknen an die luft gekommen bevor sie in ein paar wochen mit hoffentlich noch ein paar weiteren exemplaren abgeschickt werden wird zur analyse und (vielleicht) bereicherung der erkenntnisse über die artenvielfalt. wobei „arten“ glaub ich der falsche terminus ist, sorten? unterarten?? abarten??? muß ich noch mal genauer lesen …

noch ein paar tage vorher, am 17.7., war im swr3 auf dem weg zur arbeit das thema des vormittags was man gegen blockaden bei zu erledigenden aufgaben tun könnte.
die hitliste der top5 ideen um sowas zu überwinden und wieder neue ideen zur bewältigung akut unlösbarer probleme zu bekommen umfaßte auch sowas wie „machen sie den schreibtisch mal so richtig dreckig, kippen Sie den kaffee um, beim aufwischen kommen ihnen die lösungsansätze von selbst . . .“ 😯 😆

aber als letztes kam was auf den ersten blick nicht unbedingt arbeitnehmerfreundliches, aber dennoch nicht völlig von der hand zu weisendes: sich selbst termine setzen, druck aufbauen, statt alles ewig weiter zu schieben. dabei wurde eines der parkinsonschen gesetze zitiert: „Arbeit dehnt sich in genau dem Maße aus wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht“

apropos ZEIT, die dehnt sich ja, manchmal, oder halt die materie, nur SEHR langsam. dazu gibt es ein wie ich finde durchaus berechtigtes PECH-experiment. berechtigung haben aus meiner sicht viele experimente, welche leider zu vielen leuten als überflüssig vorkommen, die oft mit „geldverschwendung“ argumentieren (so auch in den kommentaren bei tagesschau.de [wobei mir der nichtMeckernde von Werner40 am besten gefällt, zitat: „Glas fliesst noch langsamer. Bei alten Kirchenglasfenstern z.B. ist die Dicke unten groesser als oben.“ noch unrecherchiert meinerseits aber klingt so nett, mußte ich einfach kopieren 😉 ]) alleine deshalb, weil sie abstruse ideen verfolgen die zu unerwarteten resultaten führen könnten, den horizont erweitern, gedanken widerlegen oder bestätigen, auch wenn derzeit nicht feststeht daß das irgendjemand jemals brauchen könnte 💡

es darf eben NICHT immer nur um die nackten zahlen des aktuellen sofort ermittelbaren profits gehen.

so ähnlich wie haushalte von gemeinden städten ländern zwar nicht verschwenderisch geführt werden dürfen, aber einzelne posten IMMER defizitär sein werden aufgrund ihrer bedürfnisse/kosten gegenüber den einnahmen die man zur deckung versucht zu erzielen, die aber von den zur kasse gebetenen nicht (viel höher als ohnehin schon) geleistet werden können.
dazu zählen zum beispiel schwimmbäder, in denen man schwimmen kann. schwimmen lernen können durch ausreichendes angebot im schulsport und anderweitig ist aus meiner sicht ein grundrecht, wie noch einige andere (schulen, öpnv, post, …) und das muß ein sozialstaat leisten aus steuermitteln statt permanent über weitere schließungen und umwidmung verbleibender kapazitäten zu „spaß“bädern einer pommesMayoFernsehCouch-Generation weitere „nahrung“ zu bieten 👿

reicht’s für heute? ich denke ja, aber ich denke weiter (drüber nach) 😉

aber so kann man ja kein blog beenden/abbrechen/im raum endlos kreisen lassen, also noch ein paar schöne eindrücke der letzten tage rund ums haus mit flora+fauna 🙂

die bine2seerose ist auch ein spiegelei ❗
vor ein paar wochen aus der waschbütt gerettet in den seitenarm vom unteren teich gesetzt drängte es sie recht schnell ans licht mit ein paar blättern und nun ist im urlaub auch die erste blüte erschienen, da alles neu von unten kommt, noch gut flach in den vorvorgestern schon wieder recht leeren teich passend. die große schwester links hat stärkere beine/stiele und da standen die großen blätter doch schon zum teil recht frei in der luft. nach dem gestrigen starkregen ist aber wieder mehr wasser drin, da darf die sonne auch wieder scheinen ☼

20130727seerosen20130726moninFoto1955eins wollte ich immer noch nachliefern, meinen haus+hoflieferanten für monin=alkFreiCampari für leckere bittermischungen an heißen tagen. das ist der REWE in oberpleis.

freitag war ich mal wieder da und hab endlich aus der hüfte schnell eine beweisfoto geschossen. wo andere (selbst REWEs) den gar nicht oder nur ein paar wenige sorten sirup und wenn dann nur in der teureren miniversion (oben im regal) haben, hat der dortige getränkemarkt die (vermutlich) volle auswahl in klein und groß auf rund 2 quadratmetern regalfront, whow!

der monin bitter, mit grünlichem etikett im gegensatz zu den sirupversionen mit weißem, steht 2.reihe von unten links und kostet (huch, teurer geworden :?:) knapp die hälfte von campari-normal und vermutlich auch weniger als die sonstigen alk-varianten die ich preislich nicht kenne da, wenn alk dann, dem original treu.

ein paar zitronenscheiben, eiswürfel, wasser (oder einen teil proSecco oder weißWein) und einen guten schuß davon in ein 0.4er glas läßt den heißen sommertag im deckchair unter der linde noch mal so gut verbringen 😎

abhängen an solchen tagen können auch die monster gut, ob draußen oder, als ich die ersten beiden schwarzwaldblogs am grauen sonntag drin getippt habe, auf der fensterbank sowie „widerrechtlich“ auf dem compirucksack fläzend, drin:

2013072xPennMonsterderzeit auch noch fröhlich ihre tage fristend sind nachbars maismasthähnchen, die wissen ja (vermutlich) nicht, daß schon 4 der kollegen letztes wochenende und die nächsten am kommenden einen kopf kürzer gemacht werden und wir dann einen leckeren braten im ofen haben werden 😯

20130727hähnchenFoto1959der garten an+für sich gedeiht super, wir werden mit tomaten überschwemmt wenn die noch grünen alle gleichzeitig reifen. ein paar erste rote hat die katzenfütterNachbarin sich als verdienten lohn schon abgegriffen, die nächsten sehhen gut aus und die größte pflanze kommt bald an die decke

20130727etcGartenein (gerade namensentfallenes) pflänzchen leidet wie immer besonders unter den schnecken trotz meiner sammelei (die kriegen mittlerweile die [eierlegenden]hühner nebenan) aber versucht trotz aller löchrigkeit dieses jahr mal einen zarten blütenansatz.
dazwischen sind drei unscharfe varianten von schönen lilien rund um die teiche im halbschatten die zumindest farblich auch hier gut rüberkommen, denke ich.

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3 Kommentare
  1. B² sagte:

    1. Tropf-Experimente mit Pech können nicht „überflüssig“ sein. 😀

    2. Bouvier war mein allererster Eindruck von Bonn. Tragisch, wenn man zur Stadterkundung nur einen Tag Zeit hat und als erstes bei Bouvier hängenbleibt. Jetzt weiß ich auch, warum ich nie eine Uni von innen gesehen habe. <:o)

    3. Trotzdem weiß ich mal wieder was: Glas fließt? Ja – Nein – Ja – Nein – Ja……..
    http://www.scinexx.de/dossier-detail-181-11.html

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