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Archiv für den Monat Januar 2013

normalerweise ist das eher schlecht. wenn man auf dem holzweg ist. in die irre läuft, meist eher im übertragenen sinn, also sich in eine idee verrannt hat die aber letztendlich nicht zum erfolg führt.

gerannt sind wir nicht, gestern. sondern schön geruhsam gewandert, allerdings nicht unangestrengt. der göttergatte kam auf die alles andere als holzwegige idee den vermutlich vorerst letzten richtig schönen schnee zu nutzen für eine tour bevor der regen einsetzt.

die zeitschrift wandermagazin hat, vermutlich in abstimmung mit den umgebenden gemeinden, ein faltblatt herausgegeben das wir im herbst mal im landhaus süchterscheid aus dem kasten genommen hatten. damals waren wir auch schon vor der offiziellen fertigstellung die tour 10, den försterweg, gegangen, oberhalb von stromberg in die region des hüppelröttchens führend.

holzwegStreckeFoto0952 da noch nicht alle abzweigungen neu markiert waren hatten wir prompt ein wenig phantasie walten lassen müssen, letztlich aber die route leicht alternativ verzweigend wiedergefunden, aber die wege waren uns ein bischen zu sehr waldautobahn, auf dauer sind breitere wirtschaftswege auf rund 17km teilweise dann doch zu langweilig.

wie ganz anders war da dann gestern doch die tour 6, der holzweg, angelegt. und das lag nicht nur am optischen eindruck durch den alles bedeckenden schnee.

start+ziel war am wanderparkplatz im derenbachtal kurz nach der abzweigung von bröl kommend rechts.

die im faltblatt zusammengestellten touren nennen sich „erlebniswege sieg“ und sind alle irgendwo ein stückchen an den „natursteig sieg“ angelehnt. dieser ist eine punkt-zu-punkt-strecke von siegburg nach au, also als mehrtageswanderung mit rückfahrt gedacht. die markierungen sind ähnlich aber farblich klar unterscheidbar ein dickes geschwungenes weißes S auf rotem oder blauem untergrund. der holzweg nutzt oben neben der alten römerstraße ein stück der blauen route, überwiegend ist er aber nördlich von dieser eigenständig angelegt.

holzweg_1der start war uns bekannt, daher wußten wir daß es lohnt die kräfte einzuteilen, denn es ging direkt mal den 5. berg vom platinman hoch, dann aber eben nicht rechts nach driesch ins „ziel“ sondern die römerstraße überquerend und dann eine ganze weile parallel zu dieser gen osten.

holzweg_2unterwegs gab es einige anzeichen von reger arbeitstätigkeit, alten unimog und spalter, mittelalten trecker und stapelweise holz. wir hatten aber kein hängerchen im schlepptau also blieb alles da wo es war, auch die eiszapfen.

holzweg_eisholzein stückchen oberhalb war ein wendeplatz für das schwere gerät, die jungs müssen das aber noch üben mit dem ♥chenInDenSchneeMalen, ich hab da mal ein bischen nachgeholfen, aber da wir recht spät gestartet waren hatte ich keine zeit für umfangreichere kunst.

holzweg_3oberhalb der winterscheider mühle wurde es richtig anspruchsvoll, am zaun entlang steil runter und rauf, im schnee mit vereisten teilen nicht ohne, aber dafür schön trailig. danach wurde die straße gequert und der fußweg nach winterscheid hoch war, obwohl laut faltblatt „nicht zu verachten“, dagegen ein kurzer klacks.

durch winterscheid bin ich früher in den achtzigern oft auf moppedtouren gefahren, von wolperath aus, mit der alten honda, cb500f bj.ca.75, die der göga von seinem onkel übernommen hatte. der onkel hatte sich die umbauen lassen von einem rennsportausrüsterfreund: handgearbeiteter (innen ständig rostender und die bezinfilter aus dem rasenmäherfachhandel zusetzzender) tank, um die lampe rum eine glasfaserschale mit kleiner scheibe und ebensolche 1-mann/frau-sitzbankkombination, tomasellistummel, zurückgelegte fußrasten … ich war studentin, ich hatte zeit, ich hab ihr die bewegung verschafft die sie verdiente, der alten „nähmaschine“, die ein chronisches elektrikproblem hatte nicht zuletzt aufgrund der waghalsigen konstruktion der verkabelung hinter der lampe. immerhin hatte die im gegensatz zu heute noch einen kickstarter, den brauchte man auch oft genug, und wenn man die zündung richtig eingestellt hatte (mit riesen ringschlüssel, ich glaub 23er oder noch größer :shock:, auf der kurbelwelle, sowas ging noch ohne elektronik ab) kam irgendeiner von den 4 pötten dann doch nach ein paar mal treten, hach — das waren noch zeiten.

holzweg_4damals war der gebäudekomplex den wir nun aus dem dorf raus richtung winterscheiderbröl gingen noch ein „richtiger“ bauernhof, jetzt ist er liebevoll restauriert als wohnkomplex incl. nutzung des silos und auch schön anzusehen.

holzweg_bergabein stück unterhalb ging es an der wendelinuskapelle vorbei und dann hatte man den blick auf das bröltal.

holzweg_5nach 2:45 waren wir kurz nach fünf wieder am auto, die letzte viertelstunde schon in leichtem schneetreiben und zunehmender dämmerung aber noch hell genug. laut faltblatt sind 3-3:30h anzusetzen, aber so was ist ja immer sehr vorsichtig angegeben. sehr passend zu solch einem (nachmit)tag gab es dann eine leckere weißeBohnensuppe 😉

nun genieße ich das (eigene) holz im ofen und sehe dem schmilzenden schnee zu, hab keine lust in dem schmodder noch raus laufen zu gehen, vielleicht spann ich nachher noch das koga in den tacx oder mach einen auf faul.

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naß ist wasser wenn es regnet, oder wenn man mitten drin „steckt“, am besten freiwillig, also schwimmen geht. das hab ich vorgestern wieder geschafft, vor allem rechtzeitig gegen halb fünf aus dem büro zu kommen so daß es sich noch lohnte.

die bedingungen waren gut, andere leuts da aber nicht zu viele und willig sich zu arrangieren. da waren die ersten 1000m brust am stück recht schnell erledigt, in 12:19+12:09. nach kurzer pause hab ich dann kürzere 200er und 100er gekrault, bandbreite 2:13 bia 2:38 aber einigermaßen „gefühlvoll“. irgendwann kam der typ von vor 2 wochen dazu und frug just nach einer meiner wenden ob er mit auf der bahn kreise schwimmen dürfte, da hatte ich nur noch im wegschwimmen einen daumen-hoch für übrig, aber war doch eh klar.

nach 2000m insgesamt gab’s 4 kleine 25m kraulsprints +-26sec, das machte spaß. vorher hatte ich mich ab+zu an ihn drangehängt in der ersten bahn eines 100er-abschnitts, am ende nach den 4 bahnen hatte er dann meist eine knappe bahn vorsprung, aber das war ok.

um 5 für sechs hieß es noch ein kleines bisschen ausschwimmen, da zog das DLRG dann schon langsam seine seile ins wasser und wir mußten raus. 2bContinued, das war schön, 2200m netto 52:52, mit pausen insgesamt brutto um 1:05.

heute kam dann der wassertrockenteil, das heißt eis+schnee, juchee, wie scheeeeeeeeee 🙂

danke schwiegervatergeburtstagsessenseinladung hieß es abends keine sportfabrik oder anderes, also eher früher feierabend machen und die helligkeit nutzen. so richtig hell war es zwar nicht an so einem grau-in-grau-tag, aber besser als früh morgens oder abends im dusteren.

kurz vorher hatte eine kollegin noch ein paar besucher vor dem gemeinschaftsraumfenster festgehalten, die sind immer wieder süß wie sie uns bei der arbeit unterhalten

facebook_titel_20130125spum viertel vor vier war ich dann vor der eigenen haustüre, nach knapp 500m gings vom gepökelten asphalt in den wald, da kamen die spikes auf den mizuno (als momentanweichei hab ich mir sogar mal eine longtight über der capri gegönnt obwohl das nicht unbedingt nötig gewesen wäre um null°). damit lief es sich ganz gut, also zumindest mit packAn ohne dauerndes schlittern, schwer ist es immer im schnee und winter aber das ist ja egal. die ahrenbachrunde war dann doch was viel um rechtzeitig geduscht parat zu sein, also wurde die flexibel verkürzt über den recht neuen natursteigSieg-trail hoch zu hüsgen und heim, 5km in 39 aber die letzten 800m ohne spikes auf trockenem grau auch mal unter 6min/km, also das laufen an+für-sich geht noch mit dem lten luxuskörper. hat spaß gemacht und wird hoffentlich am wochenende wiederholt/ausgebaut. vermutlich dann eher morgen schon da für sonntag ziemlich ekeliges „wärmeres“ nass und damit vielleciht blitzeis angesagt ist. dann muß das koga halt wieder in den tacx und ich hoffe auf gutes fernsehprogramm …

… bin ich nicht komplett, eher schon ein bißchen vom laufen ab, derzeit, weil ja leider „mit fuß“ belastet. dieses jahr stehen bisher exorbitante 5 einheiten mit insgesamt 32,75km zu küchenkladdelauftagebuche. ich bin also ein schatten meiner selbst. leider nur seelisch. körperlich schlägt sowas an, also wirft man zunehmend größere schatten, wenn sich die sonne mal zeigt.

daher hab ich mich mal umgehört und eine rolle in erwägung gezogen, also rad drin, mit den vorhandenen rädern, vorzugsweise rennrad. eine umfrage ergab daß eine bekannte gerade auf der minimalistischen variante einer freien rolle mit dem gleichgewicht kämpft, wenn sie sich konzentriert schon nicht mehr umkippt, aber das ganze auch immer in griffnähe eines türrahmens. den hab ich nicht. mein plan ist nicht keller sondern wohnzimmer und da hat’s keine türen oder irgendwas zum festhalten 😦

tacxSwing mit garyFisherMTBsomit war sich in meinem hirn eher ein „normaler“ rollentrainer mit hinterrad-andockholmen am breitmachen.

bei entsprechendem kantinengespräch hatte eine kollegin verraten daß ein kollege sowas mal hatte aber nicht mehr nutzen würde, der hat dann tatsächlich sehr kooperativ auf anfrage seinen tacxSwing mitgebracht.

als ersten ansatz hab ich letzten sonntag mein garyFisher reingeschnallt, da dieser trainer standardmäßig auf etwa die 26zoll eingestellt ist und ich ja erst mal mit der technik an sich klarkommen wollte.

dabei fielen einem allerdings die ohren ab mit den stollenreifen, keine chance am montag beim jauch ein wort zu verstehen (so der plan) und mein kopfhöhrer oder das 2m kabel bzw. die buchse in den fernseher hat einen wackel, das war also keine lösung.

tacxSwing mit kogaFlyerRR

gestern hab ich daher das beim kollegen noch erhältliche päckchen mit den adaptern auf andere durchmesser genutzt und das teil mal für 28zoll rennrad umgebaut.

damit ist die geräuschentwicklung deutlich niedriger um nicht zu sagen ok.

aber es ist ANSTRENGEND. ich hab dann auch den tachogeber umgebaut auf’s hinterrad aber ich habe deutlich das gefühl daß die mit mittlerem blatt und so etwa 19er ritzel gemessenen 15km/h nur der halben oder dreiviertel wahrheit entsprechen.

anfühlen tut sich das dann so wie mindestens flache 25km/h oder mehr oder eben permanentes bergauffahren.

letztlich ist das alles kein problem, wen interessieren schon die absoluten zahlen, wenn es eigentlich nur darum geht sich zu bewegen, kalorien zu verbrennen, nicht ganz zu vergammeln und mit blick auf den SU-tria am 26.mai (zu dem ich NATÜRLICH gemeldet bin, schließlich habe ich einen treppchenplatz der W50 zu verteidigen 😉 ) auch schon mal ein wenig zu trainieren.

die absoluten zahlen trau ich mich kaum reinzuschreiben. das fernsehprogramm war einfach zu schlecht, bzw. nach dem geburtstagsessengehen gestern abend mußte ich ja noch ein bißchen verdauungspause machen und hab mir insgesamt 2km gegönnt.
immerhin war ich vorher nochmal auf der kleinen hüsgenrunde von 4,45km durch den schönen schneewald, aber mit trabuco und daher gegen ende schon wieder in richtung schmerzenderFuß.

heute waren es dann vor dem kochen 3, in 12:18, schweißtreibend. aber ich arbeite dran, jeden tag etwas mehr (?) und dann muß ich mal sehen was der kollege dafür haben will und wo meine schmerzgrenze liegt finanziell für so ein folterinstrument. es ist ja schon doch einen tick „besser“ als ein laufband das für mich ein absolutes NOWAY ist, aber eben auch nur einen tick. immerhin klein, wenn ich das rad rausschraube und an die eßzimmerwand stelle stört es auch nicht so mitten im weg.

wo ich hier grad im radblogflow bin kommt noch eben was nostalgisches,:

brooks baut nicht nur laufschuhe und kleidung, im firmenflur bin ich neulich optisch drüber gestolpert 😯 was meine kollegin die fast täglich mit dem rad zur arbeit kommt, bei wind und wetter, allerdings auch mit kurzer strecke (von glaub ich < 10km) gesegnet für ein schätzchen unter dem allerwertesten hat:

die machen also nicht nur laufschuhe sondern auch was für unter den po ;-)

die machen also nicht nur laufschuhe sondern auch was für unter den po 😉

heute war es s☼nnig, aber richtig kalt, zumindest zu kalt zum radfahren (sollte man meinen, aber s.u. * ). aber wandern, das ging, gut, in der späten nachmittagssonne um viertel nach drei sah es unter blauem himmel mit ein paar wölkchen wunderschön aus

20130112wandernFoto0880wir sind daher runter ins mergelstück und nicht am 2. abzweig hoch nach mittelscheid, sondern runter bis fast ins siegtal und dann den 3. und letzten abzweig durch den wald den berg hoch

20130112wandernda hing ein pudel im baum bevor wir oben an der kante wieder fast freien blick über das siegtal hatten. aber das war bei weitem nicht das verrückteste auf dieser tour.
ich kannte es ja schon von einem früheren lauf (obwohl man diese letzte etappe aus dem mergelstück hoch nicht laufen kann, das wußte ich nur vorher nicht, seither geht es halt immer früher schon rechts hoch).

damals zweifelte ich kurz an meiner geistigen gesundheit, da steht doch mitten im wald das „phantom von merten“, inzwischen mit schautafel ausgestattet die erläutert was sich der graf von nesselrode dabei gedacht hat, anno 1909 …

phantomVonMertenFoto0892nachdem ich es damals entdeckt hatte, das nachgemachte kahle säulenheiligtum,  waren wir mal auf radtour mit kaffee+kuchen in der orangerie von schloß merten, von der aus man einen guten blick von unten darauf hat. weiter gings heute über niederscheid mit sprechendem straßennamen

krummerMorgenFoto0898nach mittelscheid wo ich sonst immer in der anderen richtung durchlaufe und daher noch nie über diese merkwürdigen typen gestolpert war, dabei ist das dörfchen doch sonst ganz normal, mit kapellchen und so, wie es sich gehört halt

mittelscheidnach eindreiviertelstunden incl. fotostops waren wir wieder zu hause, hungrig aber fröhlich.
Foto0909 der eßtisch wurde endlich an seinen alten platz auf dem neuen teppich bugsiert, nun freuen wir uns weiter an ihm und müssen die monster noch ein bißchen erziehen daß man da NICHT seine krallen drin wetzen soll !!! mit der post kam heute morgen lesenachschubschorlauFoto0904.
zu weihnachten gab es den schorlau band 6. aber da ich noch lieber als die einzelnen fälle die randgeschichten um die hauptpersonen lese möchte ich sowas in der richtigen reihenfolge tun und hab daher mit aussicht auf geburtstagszuschuß die folgen 1-5 um den privatermittler dengler mutig aufgrund eindrücklicher empfehlung der ma dann mal angeschafft.
nun liegt da ein stapel der ein großes fragezeichen darstellt aber wenn wirklich gut auch gerne in einem rutsch verschlungen werden wird.

* hier noch die auflösung zum thema rad: heute früh um 9 hatte ich frisörtermin, fuhr also kurz vorher mit dem auto um die ecke kurz vor uckerath, da kam mir ein radfahrer entgegen, mit rucksack, in beige/grün, vielleicht jäger oder forstarbeiter 🙄 aber vor allem: mit nackten waden, bei minus 6 grad 😯

zumindest traf das heute früh beim zeitungholen noch zu. nachdem das jahr bisher konstant mit komplett dick grau vermummter sonne begonnen hatte las ich dann auch daß sie sich heute zeigen solle. um 7 war es noch dunkel, aber der große wagen schüttete seine ladung über uns aus und hatte viele freunde um sich geschart. es war kalt, um null, asphalt kälter, erde „wärmer“, was man den pfützen ansah, offen oder zugefroren, aber dem boden nicht immer so schnell wie nötig.

daher war es ein bißchen eine schlitterpartie, aber es war schön nach dem becher tee mit lektüre beim laufen. da war der himmel dann schon blau mit leichtem rosastreif am horizont, aber halt, mal sehen: 2 langsame runden im stand gedreht mit blick nach oben. in der 2. mit steilerem winkel konnte man einen noch gerade so entdecken, vermutlich sirius, den hellsten, im großen hund.

zaubernussFoto0870im tal schlug die feuchtigkeit des ahrenbachs zu, es war richtig glatt auf 120mNn, raus hoch zwischen den weiden zurück ins dorf auf 190m wurde es wieder trocken und damit griffig.

hinterher galt es also vorsichtig zu fahren, nach start im carport mit 5 seiten beton geschützt bei 2° ging das thermometer unterwegs runter bis -2,5°.

vorher hab ich noch schnell ein paar weitere sternchen eingefangen. die zaubernuss ist dieses jahr noch mal früher dran als sie mich letztes jahr schon verblüfft hatte. diesmal sah ich sie fast das feuerwerk nachahmen, die gelben spillerigen dünnen fädchen schon kurz nach neujahr in die milde luft recken.

unterwegs mußte ich dann schmunzeln und der tag war vollends mein freund, weil mir mal wieder ein langer sattelschlepper entgegenkam, der nix außer einem kleinen roten bobbycar hinten auf der ladefläche hatte 😆

die überschrift hätte statt hubert kah aus 1982 (der mein baujahr ist, war mir vorher nicht klar, is mir aber auch egal 😉 ) auch 4 jahre älter frei nach nina hagen zitieren können
ich will ein fisch im wasser sein im flaschengrünen tiefen see ich will mit wasser mich besaufen und paar blasen blubbern lassen

denn mittwoch war ich brav wieder im wahnbad 🙂
da kam zwar die ganzen 1800m kein richtig gutes wassergefühl auf, nicht zuletzt da wieder einige sturgeradeausschwimmer unterwegs waren, aber insgesamt war ich flott dabei.
ich hab gleich mal nach dem ersten üblichen KKKB-100er die zweiten 100 nur gekrault und dann die erste pause eingelegt, diese taktung hab ich dann beibehalten, allerdings immer 100 brust und 100 kraul und (zunächst) kurze pause.
die beiden ersten 100er waren dann auch hinterher auszulesen genau die eckpunkte an „speed“, 2:15 und 2:30. die anderen bewegten sich dann zwischen 2:16 und 2:27 und alles in allem 43:10 netto mit 10:19 pausen macht 23:59 auf den kilometer oder 2:23,88 auf 100, war für „langstrecke“ also ganz ok.

neben den mitschwimmern hab ich mich diesmal aber auch selbst „abgeklenkt“ weil ich vorher einen link zur wasserlage beim kraulen bekam und danach ab+zu versuchte mich wie ein baumstamm zu fühlen bzw. die hand aus der tasche zu ziehen 😉

immerhin hab ich eine gute tag begannen, ein optisch (und real) guter schwimmer kam etwas später dazu und saß frustriert am beckenrand beim kappe+brille aufziehen, das chaos aufnehmend.
dem hab ich dann bei einer wende kurz zugerufen „wenn Du kreise kannst kannst Du gerne mit hier hin“ was iohn zum strahlen brachte und wir haben uns dann gemeinsam auf die weise zunehmend erfolgreich die randbahn gesichert.
er schwamm sich zunächst mit ankündigung langsamer ein um dann später schneller als ich wegzukraulen, aber das paßte gut. er kommt wohl auch meist mittwochs (mein „geheimtip“) und das könnte somit der beginn einer langen freundschaft werden, auch wenn man ja beim schwimmen nicht so gut schwätzen kann wie (ich) beim laufen, aber spaß macht es ja auch stumm, wenn man sich mal ein bißchen ziehen läßt oder hintendran in den wasser“schatten“ hängen kann.

an einem wochenende wie diesem, von dem der kölnerStadtAnzeigerRheinSieg mitte der woche noch behauptete es gäbe weißes wölkchen und dahinter gelbe sonne … woraufhin ich mich auf eine radtour freute, rund 40km mit teepause in wolperath zum beispiel, konnte man letztlich nur vor dem ofen in sich ruhen und die seele baumeln lassen und anderweitig ablenken.

Foto0840grau in Grau in GRAU war es, dabei so dunkel daß ich leider keine helleren fotos bieten kann, von unserem neuen mitbewohner, mister gabbeh, hoffentlich lange ohne eigene (mitbewohner).

ich mag ihn jetzt schon sehr, wir lassen den großen eßtisch der darauf gehört auch noch ein paar tage weg, da können wir ihn besser bewundern und er kann sich auslegen, seine falten glätten, was man als teppich halt so tut zum eingewöhnen.

mein (mir manchmal selbst schon leicht krankhaft phobisch vorkommender) hang zu perfektion, ordnung, symmetrie wird von ihm „mit füßen getreten“, was wir mit ihm tun sollen, laut herrn vazirian jr. (?) wollen teppiche statt unbenutzt und geschont viel lieber getreten werden! wer erkennt was „falsch“ ist am muster oben im bild?

immerhin haben wir ihn (meiner meinung nach, ohne darauf geachtet weil es vorher nicht gesehen habend) „richtig“ rum gelegt, richtungsweisend.
die 4*5 unterschiedlichen musterrechtecke habe ich noch mal von oben fotografiert und zusammengestellt damit man sie besser bewundern kann:

gabbeh4x5-1200halfwer genauer hinsieht bemerkt nun oben auch, im vergleich zum leeren zimmer vor der wäsche, die differenz zur fensterbank 😉

wie getippt, das wochenende wollte irgendwie vergangen werden, was lag näher als vor dem ofen zu lesen? in meinem stapel ungelesener neuerwerbungen gab es da was in rosa, für mich eher ungewöhlich und als frauenbuch verdächtigt, aber um’s vorweg zu nehmen: es las sich herrlich.

dotti datet, ob blind ob speed … naschmarkt2-Foto0867unfreiwillig zwar, beruflich bedingt als literaturkritikerin eines wiener druckwerks. aber wie sie das per twitter und blog dann verpackt ist einfach nett. nett im positiven sinn, „nett“ ist ja sonst oft fast schon als schimpfwort verpönt.
statt dessen ist es witzig, manchmal geistreich, spannend, nie langwelig oder öde oder doof.

sie versammelt eine menge starker frauen um sich, mauerblümchen die sich endlich dazu bekennen dürfen auch ohne mann nicht zu verzweifeln, und auch die männer kriegen ihr fett weg ohne zu sehr zu leiden dabei, alles in allem ein runder genuß von 448 seiten.

der blogtitel kommt auch als zu rezensierendes buch im buch vor, das hätte auch amors pfeil heißen können, aber so oder so paßt es per zufall auch zum muster am rand, finde ich.

wien hat mir als stadt immer schon gut gefallen, im früheren job war ich ein paar mal jeweils kurz beruflich dort und habe das schlendern nach feierabend durch die gassen immer sehr genossen.
deshalb hatte ich auch trotz abneigung gegen stadt- und vorliebe für landschaftsmarathons nichts gegen einen ausflug zum wienmarathon mit dem lauftreff 2009 und (sollte jemals wieder ein M infrage kommen) könnte mir sogar eine neuauflage vorstellen.

oder die kraft der sonne und des wassers …

ich hab ja zwischen den jahren einen anfall von hausputzaufräumordungswahn bekommen, also nur einen gaaaaanz klitzekleinen und auch nur weil ein neuer teppich auch ein schönes ambiente verdient hat.

dazu hatte ich die vorhänge abgenommen und gewaschen und dann nach trocknen im heizungskeller (also kein trockner der zu heiß wär) wieder aufgehängt. die sind nun eine ganze ecke kürzer als vorher. reine wasser“kraft“, denn auch die maschinenwäsche war mit 40° nicht wirklich heiß.

20121231-Gardine-Foto0839der göga meint zwar „das hängt sich noch aus“, aber ich bin sicher daß nicht, trotz bleiband im unteren saum. da fehlen jetzt gut 10cm an den seitlichen schals und 5cm an der schabracke. woraus man lernen kann daß die nächsten gardinen VOR dem nähen gewaschen werden!

dieses mal noch lösbar aber beim nächsten abnehmen in rund 20 jahren dann nicht mehr ist der seitliche farbverschleiß.

die sonne scheint zwar hinten in den eßzimmerbereich kaum rein, wegen der wunderbaren riesen linde und der richtung nordost. aber seitlich kommt halt die morgensonne doch an und deshalb ist eine kante massiv heller.

die schals sind nun vertauscht, die ausgeblichene stelle ist nach rechts an die wand gewandert, da ist schatten, da sieht man’s nicht 🙂

am abend nach dem aufhängen lag ich im bett, nach dem lesen einschlafbereit, da durchschoß mich ein gedankenblitz voller peinlichkeit. fast wär ich aufgesprungen um es sofort zu korrigieren, so mußte ich halt am nächsten morgen noch mal ran: ich hatte in geistiger umnachtung auch noch die beiden schienenschlitze vertauscht, also die schabracke nach innen vor den kasten gehängt und die stores außen DAVOR statt dahinter. wie plöt is dat denn 🙄 ich hatte mich zwar gewundert daß die innere schalkante so blöd fiel und ein bißchen mit den falten experimentiert, aber . . . also wirklich, die fehlende übung der moderne teilzeithausfrau 😦

sportlich lief nicht viel in den 11 tagen freizeit, ganz anders als in anderen jahren wo ich mich vorab schon auf viele lange läufe freute ist ja derzeit wenn überhaupt nur kurzes machbar und die gedanken kreisen nur um schmerzenden mittelfuß und den dazugehörigen frust. nach der schon berichteten traumhaften rennradtour vom 30. gab’s an silvester also nur eine kleine 4,45er hüsgenrunde und neujahr eine ahrenbach6,15er. alles in allem ofen“sesseling“XXL, erholsam aber nicht allein seeligmachend.

seit mittwoch ist wieder arbeitsalltag, und den hab ich dann mit frühem feierabend und wassergenuß versüßt. kurz vor 17 im wahnbad, als 5. auf der schwimmerdoppelbahn, die kannten zwar mal wieder kein kreisschwimmen und nutzten statt dessen die volle breite, als wider erwarten „schnellste“ mußte ich da immer mal ein paar haken schlagen aber es ging trotzdem ganz gut. kurz bevor die anderen nach+nach verschwanden kam ein schnellerer krauler mit dem ich prima dieselbe strecke nutzen konnte, DER wußte wie das platzoptimierend geht und aus gewohnheit ließen wir auch zu zweit noch eine ganze weile mehr als die hälfte frei bis wir von einander lassen und uns trennen konnten 🙂

insgesamt kamen so am ersten schwimmtag 2013 gleich mal 2400m in netto 1:00:27 zusammen 😀
die hatte ich aufgeteilt in 6*(4*100m als KKKB + kleine Pause [in summe 8:26]) und „natürlich“ waren immer die ersten und letzten 100m eines 400er-blocks die schnellsten und die beiden dazwischen lahmer.
das ging von 2:20,83(ok) bis 2:42,04(indiskutabel) mit 400er-zeiten von 9:53,46-10:28,19. macht 100m-schnitt von 2:31,25min oder 25:11/km, da gibt es also noch viel zu tun dran 😕

kleiner statistiknachschlag zum miesen jahr 2012:
schwimmen
14500m viel zu wenig
rad 421,97km viel zu wenig
laufen 1428,0km viel zu wenig
ganze 8 WK-einsätze:
ein 5er anteil an der pulheimerstaffel im januar
10er in BN-beuel im april
firmenlauf K 6,15 am fühlinger see im mai
8,25 im einzigen tria beim friesathlon im juni (bergig nach 11km bergigem MTB und 500m freibad)
firmenlauf BN 7,35 in der rheinaue im august
15,6 löwenburglauf und 21,20 rheinhöhenlauf im september und
10. drache mit 27km am 28.oktober als saisonhöhepunkt

der drache war dabei dann auch gleich die längste strecke, insgesamt überhaupt nur 3 mal über 20km, damit auch kein marathon, zum 2.mal nach 2010 seit erfassung aller läufe ab 2001; 2009 waren es 4 plus ein 50er. da ist nicht viel hinzuzufügen 😥