graubraungrün & blutrot

gestern bin ich vor dem wochenendeinkauf eben ein ründchen gelaufen, zur abwechslung mal wieder durchs mergelstück. da geht es erst im freien durch die felder richtung blankenberg, dann vor der rohrlagerungsstätte in den wald runter richtung sieg und fast unten wenn man die straße (bzw. den verkehr) schon hört rechts hoch (60m) nach mittelscheid. im dorf läuft man links noch ein wenig höher die straße entlang und dann rechts runter ins krabachtal um an ravenstein vorbei wieder hoch nach hause erneut rund 80m zu erklimmen, zwischendrin gibt es die hier üblichen wellen, jogmap meint knapp 9km mit 261Hm.

der himmel war grau in grau, so ein richtig klassischer novembertag. im wald war es überwiegend braun vom laub der buchen aber ein paar grüne farbtupfer aus gras und brombeerranken guckten hervor. am ersten heftigeren anstieg war auf einmal sogar ein großer grüner berg im weg, die spitzen einiger gefällter fichten. oben kurz vor niederscheid nach dem abbiegen in den nächsten wald hatte man eine ahnung von licht: über dem meer von senf spielte die späte morgensonne motte mit den wolken. ein schöner lauf, alles in allem, aber der fuß muckte hinterher beim gehen beim einkaufen und nervt somit fast jedes mal.

heute war erst mal frühstück im bett mit kater (auf dem schoß) und den restlichen (100?) seiten krimi angesagt: der 5. gisa klönne „nichts als erlösung“ entwickelte sich langsam aber zunehmend spannend wie alle vorgänger und wollte ausgelesen werden beim dritten guten becher tee.

später wurde die vor 2 wochen schon geerntete  aber auf der terrasse im eimer bei den aktuellen temperaturen quasi wie in einer miete gelagerte minimalistische menge rote bete verarbeitet. im gemüsegarten regiert die birke, bzw. derer zwei, eine an jeder ecke, die ziehen viel zu viel wasser, in solch phasenweise trockenen jahren wie diesem kommt man dann nicht mehr nach mit gießen bzw. manchmal einfach zu spät. rote bete ist eigentlich sehr zäh und setzt sich über vieles hinweg, diesmal hatte ich sie aber auch nur in 2 reihen direkt nach draußen gesäht und zu wenig vereinzelt, das war zu dicht, das ergebnis klein.

sie wurde angegart, abgeschreckt und im kalten wasser gepellt um die färbung der finger zu minimieren. dann hab ich ein pfund eingefroren.
ich mag sie am liebsten als gemüsebeilage „an orangenbutter“ zu krustenbraten mit klößen oder ähnlichem. der göttergatte liebt die sauer eingelegte variante mit der man mich ziemlich jagen kann, daher bekam er ein glas mit 350g und verdünnte essigessenz drüber.

später am abend kam das „echte“ kochen, aus der truhe ein paket mit 4 kalbsbeinscheiben.
unser toller landmetzger (mit DREIstelliger telefonnummer 🙂 ) zersägt mir wenn er geschlachtet hat ein bis zwei beine in schöne dicke scheiben für osso buco, das muß man einfach immer im haus haben. da gibt es ein rezept im kochbuch vom bio (mit seinen gästen, hier: michael ballhaus) mit möhren und oliven und tomaten und das war heute mal wieder dran.

die scheiben wurden angebraten, gewürzt, leicht gemehlt, der bratensatz mit sherry abgelöscht und alle gemüse hinzugegegeben, dazu 5 lorbeerblätter aus dem treppenhaus und eine ordentliche menge thymian aus dem garten (und getrockneter oregano).
um 17:45 war der topf im backofen, zwei stunden später wurde der reis aufgesetzt und dann geschlemmt. das hatten wir uns verdient da wir vorher noch eben in der nachmittagssonne eine kleine ahrenbachrunde absolviert hatten 😉

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