blankerBerg+gulPopo

nachdem gestern nachmittag die sintflut über uns hereinbrach war es heute wieder ein goldener herbsttag, wie geschaffen für einen spaziergang also eine kleine wanderung ohne große fahrerei. auch wenn wir die heimischen wälder natürlich eigentlich auswendig kennen ist das tempo beim laufen einfach mal doppelt so schnell und man kann tatsächlich ein bischen anders gucken wenn man einfach „nur so geht“.
kurz vor elf brachen wir auf gen norden aus dem dorf heraus auf den natursteig sieg (weiß auf blau markiert) der stückweise bestandteil von extra (weiß auf rot) markierten rundwanderwegen des erlebnisweg sieg ist, so auch bei uns. wie man sieht ist sogar der bergische weg bei uns in der ecke noch mit vertreten.
von süchterscheid gings durch den wald nach ahrenbach, über den selbigen und nur ein kurzes stück noch die straße richtung blankenberg hoch, dann aber links ab ins naturschutzgebiet.
dort kamen uns dann etliche wanderer entgegen, solch blauer himmel will genutzt sein.
in stadt blankenberg ist die aussicht einfach traumhaft, manche genießen einen unverbaubaren blick über den siegburger michaelsberg, vermutlich sogar je nach wetter bis hin nach kölle, und das sogar beim schwimmen!
ob im rahmen der regionale 2010 oder aufgrund anderer anlässe/förderung/lust an der verschönerung, jedenfalls wird der wanderweg nun auch vor der vorburg über die wiese wo sich früher die richtige altstadt befand geleitet, nach einem bogen oberhalb der sieg geht es durch die stadtmauer in die ehemalige neustadt, die einen heute als altstadt anmutet, und man kann durch die oder auch nördlich entlang zum katharinentor in die heutige neustadt mit nur noch wenigen fachwerkhäusern den weg zurück nach süchterscheid antreten.
schöner als die landstraße durch den ort zu gehen ist es natürlich, an der ölmühle abzubiegen die mauer entlang und dann auf dem breiten geschotterten weinbergpfad oberhalb des ahrenbachtals.
nach rund 2 stunden waren wir wieder zu hause, ein wunderschöner morgen.

nicht so schön ist, daß selbst bei diesem geruhsamen tempo und geschätzten 7-8km mein linker fuß sich schon wieder leicht bemerkbar machte, später beim kochen (s.u.) selbst im stehen.

so langsam fällt mir nix mehr ein was ich mit ihm noch anstellen soll. beim orthopäden meines (bisherigen) vertrauens bekäme ich laut online-buchungsmöglichkeit den nächsten termin am 3.juni, TK macht’s (un)möglich, privat wäre ich morgen schon dran. und dafür zahlt frau rund 300€ eigenanteil? dabei kann ich nicht mal ihm persöhnlich 100%ig böse sein weil ich glaube daß er für so eine konsultation mit mir die hälfte oder ein viertel dessen bekommt was ein privatpatient zahlen würde. ich komm mir einfach nur verarscht vor.

themenwechsel, also endlich mal zum betreff kommend:
da wir „so richtig“, also mehr als eine halbe stunde zeit verbrauchend, nur am wochenende kochen, dann aber auch gleich eine riesen portien gezielt mit „resten“ für ein paar tage später und/oder die truhe, gab’s gestern schon einen kartoffelauflauf, von dem noch ein drittel aus dem riesenbräter (der nur schräg in den backofen paßt) übrig ist. so wie wir gestern abend fast geplatzt sind sollte das dann aber auch eher für 2 leute einmal unter der woche abends reichen.

heute also die kochorgie teil 2, gulasch.

nachdem ich gestern aufgrund der kommentare zu margittas blog „ein glas wein“ ein foto von meinem „dunklen geheimnis / kochweinküchenglas“ reingestellt hatte gibt es heute extra für beeTwo das „making of gulasch“ :-;

620g rindergulasch, 880g schweinenuß selbst kleingeschnitten, mit sherry, stärkemehl und sojasoße (nicht im bild) gut vermischt als erstes zum marinieren und mürbe machen, da war’s 17:45.

3 dicke gemüsezwiebeln brutto 1400g
und 2 knoblauchzehen (montags bin ich nicht alleine im büro, da wollte ich lieber nicht zu viel nehmen ;-))

190g grüne, 350g lange gelbe und 700g rote paprika sowie 2 chili

die zwiebeln als erstes in olivenöl (nicht das im bild, oder doch, aber nur in die flasche abgefüllt aus kanister von den schwiegereltern) gedünstet, nach und nach erst grüne+gelbe dann rote paprika dazu, das dauerte schon mal eine stunde bis alles klein war.

danach wurde das fleisch in insgesamt 3 portionen scharf angebraten, inzwischen hatte das gemüse ohne jegliches wasser eine schöne soße erzeugt, da kam noch ein schuß sherry und ein glas kochwein (nicht das für die köchin, noch eins in den topf) und jede fertige portion fleisch dazu und zum schluß die röstaromen vom anbraten abgelöscht mit einem schuß wein und wasser. das ist eins der wenigen gerichte wo man den schuß wasser mit dem man die bratpfanne ausspült gleich weiterverwenden kann.

parallel wurden salzkartoffeln gekocht und dann zu klößen geformt die am schluß noch eben solange in (zu beginn) kochendes wasser kamen bis sie aufgestiegen waren. die sind immer wieder eine liebe erinnerung an meine schwägerin sylvia von der ich das rezept mit 3:1 kartoffeln zu stärkemehl habe und die leider im juli 2009 viel zu früh gestorben ist.

nach (je) 2 tellern ab 20:20 waren wir dann schon wieder pappsatt 🙂

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2 Kommentare
  1. beeTwo sagte:

    Vielen Dank für das Making of. Dagegen ist der Mälzer ein Waisenknabe. 😀

    Gefällt mir

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