(rhein)höhenrausch

gestern war der 7. rheinhöhenlauf im westerwald in vettelschoss. für mich war es der längste lauf dieses (ziemlich mieserabelen) laufjahres. am sonntag bei der löwenburg hatte ich an einem physiostand mit einem mädel gesprochen die mir empfahl den linken mittelfuß zu tapen, ich solle einen termin machen, gesagt getan montag früh auf dem weg zur arbeit, für freitag 8:15 hab ich ein zeitfenster mit ihr bei der siegreha bekommen, da war ich ja mal gespannt.

es kam wie so oft: genau das mädel mit dem ich gesprochen hatte war krank, erst wollte ich es dann sausen lassen aber dann rief doch noch eine unten am empfang an sie wolle es machen, ok, mehr als abreißen unterwegs und das geld in den wind schießen kann ja nicht passieren.

aufgrund des klebeverhaltens also des schwitzens beim laufen in socken und schuhen wollte sie lieber seitlich fixiert ein sprunggelenkstape setzen (das hatte die erste auch erwähnt, konnte ich mir kaum vorstellen). daher ist das beige auf den linken beiden fotos das original: einmal links außen angesetzt unter dem fuß durch und vorne schräg wieder nach links, dann rechts innen angesetzt unten durch etwas mehr nach vorne rum und wieder nach rechts hoch.

sie zeigte mir aber auch noch das alternative obendrauftape wie ich es selbst schon vermutete und auch mal versucht hatte vor ein paar wochen (allerdings aufgeschnitten zwischen den zehen durch unten rum nicht haltend beim laufen), das hab ich dann freitag abend zu hause rechtzeitig um noch gut abzukleben auch noch draufgesetzt in blau. vorher war ich nach der arbeit noch eben zur startnummernausgabe gefahren und hatte mich nachgemeldet, topstartnummer 8 dabei zu bekommen is ja witzig.

samstag morgen kam dann socke und mizuno inspire mit einwegpapierschnipselchip dazu, im fetten kalten regen, aber beim einkaufen hatte ich mich schon beim metzger beliebt gemacht mit der aussage „das wird noch schön heute mittag … ich steh um eins am start“

so kam’s dann auch, ich war sehr früh da was mit topparkplatz am ziel belohnt wird.die klamotten kamen in die umkleide, jacke und ein bischen potentiell benötigtes in die tüte, startnummernband um den bauch und ab mit dem shuttle. aufgrund des fußes hab ich mir letztes (wo der fuß ab km6 zickte und die restlichen 15 eine tortur waren)  und dieses jahr jeden „unnötigen“ kilometer gespart wo man sich sonst ja wirklich schön locker durch den wald zu birkenstock warmtraben kann. ein kleiner frustmoment: ich stand nicht auf der liste der alltimer die in der halle aushängt, ich hoffe das lag nur daran daß ich nicht vorgemeldet hatte.

am start füllte es sich langsam, bekannte gesichter und ganz unverhofft tauchte auch der (jüngste) schwager stefan wieder auf der letztes jahr den lauf schon genossen hatte. wir brachten seinen sohnemann robin zum shuttlebus zurück zum ziel wo der einen schülerlauf mitmachte und dann auf papa und tante wartete 😉

los ging’s um eins bei gutem laufwetter, erwin zum zweiten, nach der löwenburg war er mich nicht leid, er schimpfte nur daß ich ihn angefixt hätte und er schon mal auf der homepage vom medoc war. die zeit verging im flug, nach km3 meckerte ich mal ein bischen mit den jungs weil ein gut6er schnitt nicht geplant war. irgendwas um knapp 7er sollte meinerseits rauskommen, stefan wollte auch nicht schneller und erwin wollte weiter über das siebengebirge und sonstiges quatschen 🙂

mein frustteil kommt nach dem asberg so etwa von km11-15, lange fast gerade stücke im wald ohne viel abwechslung außer dem gefühl trotzdem stetig bergauf zu traben, aber dann kommt ja irgendwann endlich wieder die abzweigung rechts zur staffelwechselzone und VP1=3 wo man vor 10km noch geradeaus hoch zum asberg lief, von da an ist das teil geschichte. kurz nach dem VP fing dann auch erst der linke mittelfuß ganz sacht an sich bemerkbar zu machen, ich nahm ein wenig tempo raus und konzentration rein, die dann häufigeren asphaltpassagen waren beliebt weil glatter zu laufen in so einem fall, es ging aber recht gut und nachdem ich die jungs so bei km19 wegschickte nach vorne zum bierholen und mich noch ein bischen schonte hab ich dann auf dem letzten noch ein paar (wenige) leuts geschlabbert und war in netto 2:23:42 für 21,20km im ziel. obs am spontanen humpeln beim gehen lag oder an meinem netten äußeren (*ggg*) jedenfalls kam sofort ein mikro unter meine nase und wir klärten daß es schön wie immer gewesen sei trotz reduzierten tempos wegen problemgräten. brav stand erwin dann auch parat mit dem freiErdinger und ich holte mir mein herzchen, trank, duschte, gewann keinen freistart für berlin aber verbrachte trotzdem einen schönen samstag.

das shirt ist diesmal auch recht nett etwas anders als sonst gestaltet, der lebkuchen wieder ein herzchen, duschbirkies nochmal in einer anderen farbe (orange, weiß und lila hab ich sie schon) und daneben ist der schock des abends:

als ich das herz an seinen platz am besenstiel über der kommode neben die 6 anderen lebkuchen (die ersten beiden jahrgänge waren noch rund wie medaillen) hängen wollte sah ich, daß der 2006er bewohner hat, fraßgängeund ein paar krabbelnde minis … der hängt jetzt im carport in der hoffnung auf kurzen starken frost, sonst muß ich mal sehen ob ich mich überwinde ihn dicht verpackt in die TK zu legen, ob das was helfen würde? wegwerfen bringe ich immer noch nicht übers herz.

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2 Kommentare
  1. Was hast du an deinem Fuß ?

    Du hast durchgehalten, ein schönes T-Shirt und so einen originellen Lebkuchen, das finde ich mal besonders schön, aber ob das gut ist für den Fuß und für dich ???

    Schon länger ?

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    • ja, für mich auf jeden fall und der fuß bekrabbelt sich so langsam ja auch wieder. ich hab ein durchgetretenes mittelfußgewölbe (metatarsalgie medizinisch gesehen/-nannt) und vor 2 jahren mal was geschlampt mit den einlagen (und fivefingerexperimente auch wenn wenig waren eher kontraproduktiv) und nun muß ich mich mit meinen einlagen so langsam wieder aus dem „chronisch nach 5-6km zicken“-sumpf ziehen. dieses jahr rheinhöhen war 10km später als letztes jahr, also geb ich die hoffnung nicht auf. auch letztes hab ich damit ja wider erwarten nov+dez einen M geschafft. meinen schönen selbstkreierten nikefree trag ich nun auch schon ein halbes jahr nicht mehr (vorher permanent [auch ohne einlagen!] außer zum laufen) aber nach so vielen alltagskilometern hat der auch die rente verdient.
      aber danke natürlich für Deine sorge 😉

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