gut gebrüllt löwin

gestern war ein traumhafter sonntag, vor allem verglichen mit dem löwenburglaufwetter vom letzten jahr als es nach einer guten stunde anfing zu schütten aus allen rohren. diesmal war es nicht nur trocken sondern wunderschön und dabei trotzdem nicht zu heiß.

für mich sollte der lauf ja nur ein drachentraining mit freunden sein, also hatte ich mich schon auf allzeitschlechteste zeit eingestellt, hauptsache der linke mittelfuß zickt nicht oder wenn dann spät genug daß noch erträgliches weiterlaufen möglich ist im mizuno inspire und auch die nächsten wochen ordentlich trainiert werden könnte.

vor dem start traf ich viele bekannte, vorab verabredete wie RelliElli (die nicht nur die angeblich nicht geglaubten 10 sondern glatt 20min vor mir im ziel war und „zum dank“ das erste foto beigesteuert hat) oder den hofpoeten (der leider seiner zickenden hüfte klein beigeben und nach km 4 zum anfeuernden zuschauer mutieren mußte) und auch unverhofft wieder aus der versenkung auferstandene wie den studienkollegen norbert und besonders schön kurz nach dem start am berg (und hinterher verdient geschafft) hein“e“rich vom LT siebengebirge.

norbert hatte kürzlich auch erfahren müssen daß nach 40min sein mittelfußgebälk meutert und ließ sich vor dem start noch eben tapen, allerdings der einfachheit halber eine sprunggelenksstabi, die wohl nicht viel brachte. aber generell versicherten mir die mädels am physiostand daß man sehr wohl auch mittelfußgebälk hochziehen könne mit tape und so hab ich nun freitag 8:15 mal einen termin in der sieg reha um mir das zeigen zu lassen am tag vor dem rheinhöhenlauf, DER härtetest schlechthin, wenn’s unterwegs zu sehr stört kann ich es ja immer noch abreißen.

ich schweife ab, also gleich weiter so: im eingang vom lemmerzbad gab’s vor dem start schon belegte brötchen, meinerseits erst hinterher erwünscht, aber da ich lachsfan bin hätte ich mir ja gerne schon eins von diesen gesichert, allerdings bei der wärme nicht ohne irgendwas wie (leider nicht vorhandene) alufolie zum einwickeln. die mädels versicherten mir sie hätten genug und ich müsse nix vorher kaufen, allein mir fehlte der glaube.

wie auch immer – vor dem futtern mußte man sich erst mal platz verschaffen.

also rauf auf den berg, nach kurzem steilen gefälle nochmal weiter RAUF auf den berg (nicht ganz, das wär im drachenlauf und ist dieses jahr wegen steinschlag aus der ruine gesperrt) und dann ne runde wellig drumrum, nochmal weiter rauf auf den aus meiner sicht völlig umsonst da so etwa bei km10 nochmal im weg stehenden doofen lohrberg. ich lief von anfang an im hinteren teil und locker wohldosiert, wohl mit ein paar schritten mal was flotter, denn der nette schirmbemützte erwin vom foto kam dann ein bischen später, als das feld schon etwas verstreuter und RE+derPoet längst davon gezogen war(en), wieder von hinten auf. er holte sich einen anschiß „ne alte frau so zu scheuchen, tsTsTS“ und das hat ihn wohl überzeugt, von da an waren wir die schwätzenden vom dienst. irgendwie paßte es, er wollte nicht schneller, ich sowieso nicht, mit aller rederei über das siebengebirge im allgemeinen, den drachen im besonderen, monschauMarathon, Medoc & co verging die zeit wie im fluge. meinen fuß merkte ich erst so ab km12-13 aber da waren wir ja schon wieder im runterrollen. anderthalb kilometer vor dem ende machte er sich dann mal von dannen um dann an der ziellinie ziel mit einem becher wasser auf mich zu warten, wie lieb!

„mit ohne fuß“ und der vielen schwätzluft wären wohl auch ohne absolute anstrengung 10min weniger drin gewesen, so aber war es besser, wunschgemäß minimalistische zeitzielerreichung sub 1:49h oder 6:58er schnitt, ein bischen muskelkater kündigt sich trotzdem an.

da dann den rest des tages und heute nix mehr beim gehen weh tat werde ich vermutlich am samstag den rheinhöhenlauf dann auch noch machen, flacher als gestern dafür knapp 6km länger. hoffentlich auch einigermaßen schmerzfrei.

vom lt hennef/sieg waren wir zu dritt plus kirsten als foto+support-freundin, ihr verdanke ich unter anderem ein bild am berg von hinten und den zieleinlauf im finishershirt vom letzten jahr, danke schön.

das diesjährige finishershirt, wieder neon und diesmal in gern genommenem grün wie im hintergrund zu erkennen (wie auch daß da noch ein paar [wenige] hinterher kamen ;-)) , läßt sich leider nicht ganz so gut aufbrezeln, da paßt hinten nur noch die RATZE drüber über das diesmal riesige logo vom brusi , aber bei den preisen fürs startgeld incl. shirt sollen die sponsoren auch mal größer als nur auf dem ärmel sein dürfen . . .

nach der ersten erfrischung ging ich am brötchenstand vorbei, nix lachs, nur noch ein paar reste käse und salami, na wartet mädels, wenn ich aus dem wasser komme!

denn das ist ja seit ein paar wenigen jahren die krönung des löwenburglaufs: obwohl die freibadsaison offiziell beendet ist dürfen wir im anschluß noch rein ins tolle klare naß das früher immer einsam spiegelglatt vor unseren augen brach lag, verlockend aber eine absolute tabuzone. jetzt sitzen ein paar nette jungs wache am rand und wir die wir „mutig“ genug sind schleichen nach kurzer dusche ins ungeheizte etwa noch 20° warme wasser um ein paar 50m-bahnen zu ziehen (meinerseits 4, hab’s hinterher schon wieder bereut mir nicht noch ein wenig mehr zeit genommen zu haben, wenn man erst mal drin ist ist es nämlich einfach nur traumhaft, die ungeraden kraul und die geraden brust mit blick auf den drachenfels vor sich hin zu entspannen …)

danach gibt es WARME duschen, ebenso wie vorher freie klos mit papier und seife nicht selbstverständlich bei so manchem lauf!

dann war ich mental so weit den brötchenmädels ins auge zu sehen – und was soll ich sagen: ich fand aus heiterem himmel 4 lachsbrötchen vor! tja, sie hatten tatsächlich da schon das siebte (und letzte) tablett aus den vorräten geholt, wie versprochen, davon wurden dann 2 leckere meinerseits im kreis der fründe vom lt siebengebirge verspeist und ab ging’s nach hause, zuerst auf paolo und dann mit dem stuhl mit der leider immer schneller untergehenden sonne im garten von sonnenfleck zu sonnenfleck wandernd bis wir, zu faul zum kochen, im landhaus (meinerseits mit einer dorade) das wochenende angemessen genußvoll zuende brachten.

apropos sonne: emma hatte da gestern nachmittag so ihre eigene art die zu genießen. man sollte meinen das wär zu hart, aber es sieht dann doch eher SEHR gemütlich aus auf den sandsteinplatten die noch drauf warten am terrassenrand zum geländer hin verlegt zu werden:

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4 Kommentare
  1. Na, das sind doch die besten Voraussetzungen für den Drachen :). Da bin ich ja jetzt nur noch gespannt, wie das mit dem Tape beim RHL klappt.
    Und was wir mit diesem frechen Lohrberg machen wird uns auch sicher irgendwann einfallen… tse, diese Berge!
    Liebe Grüße von der Mary

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  2. der lohrberg an sich ist ja nicht soooo schlimm aber irgendwie hatte ich ihn die ersten paar löwen immer erfolgreich verdrängt, in der irrigen annahme nach der umrundung wär’s „vorbei“ und ginge nur noch bergab und da bin ich dann jedesmal verhungert. mittlerweile hab ich ja begriffen daß da noch ein hubbel kommt um km10 rum, aber mein freund wird er einfach nicht mehr. das gilt aber für beide seiten, im drachen ist auch mein fruststück von der seufzerbrücke hoch bis zum nasseplatz, eigentlich nicht gerade das schlimmste stück aber mental für mich das doofste . . . bis man dann endlich rechts ab steil hoch darf und das ganz sich als BERG wirklich lohnt 😉

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    • jau, ich beneide sie auch und komm mir manchmal ein klitzekleines bischen verar***t vor, nix haushalt helfen für’s futter, mal eben mit dem schwanz durch die ecken wischen wär doch nicht zu viel verlangt? aber MECKER wenn das falsche auf dem teller ist!

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  3. Ursula sagte:

    Liebe Ratze,
    ich hätte mich ja seeeehr gerne mit Dir und RE ins kühle Nass gestürzt. Nächstes Jahr!
    Danke für´s aufschreiben, so war ich wenigstens ein bisschen dabei.
    LG, KS

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