Archiv

Archiv für den Monat Juli 2012

gestern bin ich zum ersten mal seit ich laufe, also seit ich im erwchsenen alter längere strecken in etwas flotterem tempo zurücklege meine ich, in socken gelaufen die nicht je ein R und ein L aufgestickt/-gedruckt haben!

wie kommt’s?

es gab neulich ein preisausschreiben über facebook wo man die zurückgelegten kilometer eines diverse marathons zwecks berichterstattung/sponsoring abklappernden wohnmobils schätzen sollte. mit meinem tipp lag ich zwar über 1000km daneben, aber es gab außer dem hauptpreis (ein paar wochen freier leihfahrt mit dem wohnmobil ab meckpomm, bis ende nächsten jahres) auch noch ein paar sachpreise zu gewinnen, wer mich kennt weiß: in sowas bin ich GANZ GROSS!

und so begab es sich dann also daß ich erst vom veranstalter (mit glückwunsch und bitte um datenweitergabefreigabe an den preisbereitsteller) und dann von wrightsocks eine mail erhielt und  3 paar socken meiner wahl bestellen durfte.

ich habe nun also 3 paar coolmeshQuarter mit ohne kennzeichnung aber dafür doppellagig, also innen sehr dünne weiße socke außen sehr dünne farbige, am bund und den zehen zusammengehalten. das soll blasenbildung entgegenwirken da der fuß socke auf socke rutschen kann statt fuß auf socke auf schuh.

bei den gestrigen 11km konnte ich keine besonderen vorkommnisse vermelden, allenfalls daß sie vermutlich für stadt/asphalt besser geeignet sind als die derzeitigen wetterverhältnisse den waldboden zurichten. ab+zu verlaufen sich ja doch schon mal kleinere steinchen in den schuh im wald und meine sonst sehr favorisierten billigLidlTechSocks und momentan ebenfalls überwiegend gratis bekommenen brooksLowCutTab sind grundsätzlich von der dickeren art wo man solche kleinen drecksklümpchen oft einfach gar nicht spürt bis beim ausziehen der halbe wald rausbröselt.

aber es gibt eben immerhin auch nix negatives zu schreiben und ich werde sie nun die kommende woche ausgiebigst malträtieren in schwarz, orange/blau und grün/blau 🙂

was gab’s noch? auf dem gestrigen lauf kam ich aus dem ravensteinermühle-tal nach uckerath hochgeschnauft auf einen älteren herrn NWalker zu, der mir ein „toll“ entgegenrief gefolgt von einem „wann fangen die olympischen spiele an?„, auf mein verdutztes „ende des monats“ bekam ich dann noch ein „viel glück!“ hinterher. der mann hat humor. ich bin nicht sicher, es könnte sogar der selbe sein der mir bei den sporadischen treffen bisher IMMER denselben scherz entgegenbrachte „warum laufen Sie so schnell? sind sie auf der flucht?? vor Ihrem mann???“ haHaHAAAAAR. immerhin, WENN er es war hat er sich diesmal echt was neues einfallen lassen. ich wollte ihn/den nämlich schon lange mal zur rede stellen ob er selber so ein furchterregender gatte ist und von sich auf andere schließt und ob ich seiner frau mal ein paar tipps geben solle?

abgesehen davon war der lauf zwar schön/trocken aber sch***e weil mein linker mittelfuß trotz mizuno und einlagen mal wieder ab km7 anfing und am ende heftig zickte und ich noch den ganzen tag „spaß“ dran hatte, das nervt so langsam wirklich! mehr schonung als nur noch halb so viel laufen wie vor 3-4 jahren und generell lahmer geht ja wohl kaum noch. ok, ich geb zu, igelball liegt auf der couch (weil ich aber momentan an den langen hellen abenden auch kaum fernsehe) und dehnen oder andere fußgymnastik gips auch nich, aber . . . ?

heute ist sintflut aber ob ich mich davon abhalten lasse (wie am sonntag, aber da haben wir immerhin mal wieder YOGA [mit ralf bauer] gemacht, wird demnächst wiederholt !) weiß ich noch nicht.

immerhin hab ich gestern abend mal gaaaaanz mutig die liegestützzahl um 1 erhöht ;-!

dabei hatte ich sie am vorabend verpennt und daher mittags schon nachträglich die 40 sonntäglichen absolviert, und dann ging’s abends doch noch mal recht „locker“, was allerdings leicht übertrieben ist. seit >=35 vor etlichen wochen krebse ich irgendwie immer so auf dem jeweiligen level rum und habe lange nix mehr riskiert weil die regeln ja „ordentlich, täglich, nie weniger als am vortag (die eine pflichteinheit betreffend)“ lauten. also ab+zu mal einen satz extra ist ok und außerhalt der „wertung“. aber zu schnell zu viel steigern rächt sich sicher irgendwann. mit den 40 hab ich anfangs sehr oft gehadert, da gingen sie am einen tag ganz gut und am anderen war ich heilfroh daß es nicht eine mehr sein musste weil ich nur noch mit letzter kraft die (den?) letzten sauber hinbekam.

Werbeanzeigen

nicht zu verwechseln mit meeresRauschen, denn obwohl ich zwar urlaub hab bin ich im moment nicht daselbst sondern zu hause, nachdem ich am wochenende ein paar tage bärlin mit meiner ma unsicher gemacht hatte. aber das ist eine andere geschichte.

hier zum thema „laufen in berliner luft“ nur so viel: die telekomtafel mit den vermessenen runden im tiergarten in der nähe des open-air-gaslaternen“museums“

hab ich leider erst am ende der 2. vor-dem-frühstück-runde entdeckt, das versuche ich mir dann für das nächste mal zu merken.

sonntags ist es netter als montags in der stadt zu laufen aber so oder so ist man nie alleine, die ampelmännchen bis zum zoo / tiergarten lassen sich mit etwas geschick umlaufen (oder ignorieren ;-)) und flach ist es, so daß man locker traben kann, nur leider … garmine war völlig verwirrt ob des ungewohnten terrains. bis die genug satelliten gefunden hatte war ich am ersten tag schon 12min unterwegs, am 2. war sie immerhin nach anderthalb minuten im richtigen film, trotzdem murkswürden.

heute bin ich also dem regen zum trotz vor dem einkaufen gegen 11 uhr mal wieder auf eine heimische waldrunde die bis kurz vor ende mit der überschrift sekündlichSchnellerSintflut geschildert worden wäre, bis … ja bis ich aus dem ahrenbachtal hoch an einem maisfeld vorbei kam.
da rauschte es so toll im fetten sommerregen weil der mais ja stark steht und auch die blätter nicht viel nachgeben unter den unzähligen auf sie einprasselnden tropfen. das klang fast wie ein wasserfall oder zumindest ein heftig fließender bachlauf und trieb mich den berg rauf.
insgesamt war es ein schöner lauf weil mild genug, um 14° reicht mir auch bei sintflut, da haben wir schließlich 2004 den ganzen monschaumarathon in bestzeit (nach 2 mal >30° im schatten in den vorjahren) absolviert, mein süßer und ich!

ich war nicht wirklich schnell, immerhin etwas flotter als die letzten beiden male, und das sekündlich bezieht sich auf die zur abwechslung mal eingestellte taktung des garmin um die meßungenauigkeiten bei der „intelligenten“ stromsparenderen aufzeichnung zu ermitteln.
auf dieser runde, die ich mal mit radtacho auf 6,15km vermessen hatte, tacho vorher geeicht auf 3% vorgang anhand der landesvermessungsbaken am straßenrand, zeigt der 10sekundenTakt meist 6,05km. heute hatte ich dann 6,18km.

wenn man einen 7er schnitt zugrunde legt kommt man in 10sek ja 12,5m weit. bei kurvenreicherem lauf im wald oder städchen kommen schnell mal 1m pro takt „abkürzung“ durch die angenommene ideallinie der kürzesten verbindung zwischen 2 punkten zustande. macht 6m/minute oder 42m/km oder 4,2%. daher hab ich mir schon immer erlaubt da ein wenig je nach strecke aufzuschlagen, so 2-3% wie eben die 100m bei der ahrenbachrunde. scheint intuitiv ok und da meine Wkzeiten auch nicht jenseits von gut und böse im vergleich waren auch alles nicht völlig verkehrt gewesen zu sein in der trainingsstatistik der letzten jahre.

jetzt hab ich noch 2 wochen urlaub und wünsch mir nur ab+zu mal ein klar erkennbares trocken-zeitfenster von 3-4h zum radfahren. laufen kann man ja s.o. auch im nassen und beim schwimmen wird man das sowieso wobei ich da eh fürchte daß die ferienkinder alles bevölkern je schöner das wetter ist, unter DEM gesichtspunkt . . . nee nee, ich wünsch mir schon keinen regen mehr, keine bange 😉

aber natürlich stimmt das so gar nicht, jedenfalls nicht immer, nicht für sportler und auch sonst die menschen denen es häufig gut täte ein wenig mehr für die gesundheit zu fuß zurück zu legen …

in dem fall bezieht sich das auf das arme mäuschen von dem ich nicht glaube, daß es den vorgestrigen abend überlebt hat:

das hatte der mika auf die terrasse angeschleppt um viertel vor zehn, mund voll und stolz geschwellte brust. und statt es zu verspeisen setzte er es vorsichtig ab (?) und postierte sich malerisch dahinter.

klar war: sobald es zuckt zuckt er auch, der sieht nur so unscheinbar aus, der will nicht nur spielen.

ich bin dann irgendwann ins bett gegangen nachdem es sich hinter ein paar an der wand lehnende platten geflüchtet hatte. aber da er davor saß und laaaaaange geduld aufbringt bei sowas fürchte ich es nahm kein gutes ende zumindest aus einer sicht.

ich liebe diese langen sommerabende und die lebendige natur rund um uns herum.

sonntag waren wir bei einem freund zum geburtstagfeiern mit beamerLeinwandEMgucken, da bot es sich an zu fuß hoch nach uckerath zu gehen und hinterher zurück und dazwischen ein paar bier zu genießen zumal da oben auch keine parkplätze sind in der kleinen neubaustraßenschleife.

da man ja montag wieder arbeiten mußte wurde es nicht so lag aber doch schon bis nach dem spiel so ca. elf, und trotzdem war auf dem heimweg durch den wald links gen westen noch leichte abendröte unter dem graublau. oben war auch kein tiefes schwarz sondern mittelblau und rechts gen osten heller mit vollmond hinter ein parr wölkchen. danach kam das tollste, im dunklen wald stoben auf einmal unmengen glühwürmchen herum, einfach nur wunderschön anzusehen, aus der sicht war der weg / die zeit wie so oft viel zu kurz.

die EM war immerhin tippmäßig recht erfolgreich, 3. im büro von 14, wir haben uns dann 50/30/20% die 70€ geteilt, das spanische 4:0 hat mich leider 7 oder 21€ gekostet da ich auf meinen 14€ blieb. bei einem 1:3 hätte ich gewonnen, bei anderem italienischen sieg immerhin den 2. gemacht. aber man ist ja auch so zufrieden.

mittwoch früh war ich vor der arbeit laufen und kurz hinter der ersten kurve nach dem dorf im wald hörte ich eine art bellen, dann kamen zwei um die ecke auf mich zu, ich dachte noch „die sind aber noch jung und nicht angeleint, hoffentlich gehen die herrchen/frauchen nicht stiften …“ dann drehten sie ab und rannten kurz vor mir weg und dann quer in den wald und ich sah, daß es 2 junge füchslein gewesen waren, herrlich.

kurz danach querte eins der üblichen rehe von denen ich fast jedesmal welche treffe den weg und gegen ende der kurzen runde überraschte ich noch 2 eichhörnchen die sich gar nicht entscheiden konnten ob rechts links hoch runter die beste flucht sei und sowieso und ob überhaupt. die sind ja wieselflink aber nicht so übermäßig ängstlich und bleiben meist irgendwo in wegnähe in halber höhe am baum mal hängen um zu gucken wie sich das entwickelt mit der läuferstörung.

zum abschluß noch was kulinarisches: neulich habe ich auf empfehlung von susanne in ihrem bioladen im dorf einen topf sauerklee mitgenommen, der ist wirklich klasse, eigentlich viel zu schade zum essen, aber ab+zu gibt’s schon doch ein paar blättchen und blüten in den salat bzw. obendrauf, sehr lecker.

der steht jetzt auf der fensterbank vor dem wohnzimmer und wurde nur zum foto etwas netter zum schnittlauch dazugestellt:

am samstag war in königswinter oberdollendorf der kleine bruder vom großen be[s|l]äufnis.

den „echten“ hatten wir 2007 mit meddys sportreisen genossen. ein sehr langer bericht mit fotos und incl. dem vorbericht vom training 6 kleinere runden mit VP bordeaux+mampf im carport — update: stand mal bei meddys aber leider … ist die seite gelöscht 👿

obwohl wir derzeit weniger laufen als sonst und kein wettkampffieber mehr verspüren war klar, daß wir uns DAS nicht entgehen lassen wollten. kostümtechnisch war wenig geplant, ich hab mich aber noch schnell in die passenden farben gesteckt, rot-weißes singlet und eine knallblaue radler was ja wohl zusammen als tricolore durchgehen sollte (und am ende tatsächlich noch eine flasche wein für kostümierung erbrachte, dankeschön).
der göga hielt sich fern (von verkleidung) aber nah (bei mir) und genoß in maßen da er die heimfahrt „gewonnen“ hatte. ich glaub aber im nächsten jahr leisten wir uns dann einfach mal ein taxi und holen am nächsten tag das auto mit rad oder zur not dem zweiten wieder ab, 20km sind ja nicht völlig aus der welt. er war so unscheinbar zwar nicht alleine, aber sehr viele andere waren zum teil richtig phantasievoll unterwegs, genau so wie im richtigen fronkreisch.

besonders auffällig waren natürlich thematisch zusammengehörige gruppen, wir wurden besonders von den knackies immer wieder fast überrollt (s.u.), die mit ihrer wachfrau die stände stürmten und vor denen wir uns lieber mal in sicherheit bringen wollten.

auf der 3,3km strecke mit heftiger steigung zu beginn teils im schönen wald teils oberhalb der weinberge mit wunderbarer aussicht

auf das rheintal mit bonn und das siebengebirge waren sage und schreibe 6 verpflegungsstellen postiert:

  1. wein vor dem ersten RICHTIGEN anstieg
  2. baguette mit honig zur stärkung und 2 sorten met sowie „monsier le quetschcommode“
  3. wein mit ausblick (nach dem berg) und 4 gang menü
    • schwarzbrot mit kräuterkäse
    • ein scharfes süppchen das mich sehr an gazpacho erinnert hat
    • nudeln im brottässchen
    • erdbeerdessert
  4. wein mit saxophon vor dem einrollen ins tal
  5. wein vor einem völlig unnötigen neuen berglein
  6. wein mit stern(eküchen)talern (miniquiches vom edelrestaurant) vor dem zieldurch+einlauf

wir ließen den ersten erst mal aus um wenigstens ein kleines bischen ans rollen zu kommen. im medoc hat man da keine chance, nach 1km mit 7000mann ist stau bis km5 und pflicht zum genuß von anfang an 😉 dafür sind sie da dann auch ein klitzekleines wenig dünner angesiedelt, „nur“ so etwa alle 2,5km …

vom met wählte ich zunächst den trüben jüngeren (weniger starken?) zum brot das sehr lecker war. leider gab’s in der 3.runde keinen met mehr aber das allerletzte brotstück haben wir den abbauenden spendern noch abgeschwatzt, vermutlich war es zur eigenen stärkung schon beiseite gelegt, DANKE!
am dritten stand der käse war SEHR lecker, auf nachtisch hatte ich noch keine lust.
den 4. ließen wir erst mal wieder sausen, runter ins tal am ministand eine kleine stärkung vor der delle und dann leckere quiche, alles bis dahin SUPER weißweinchen und viel spaß.
die 2.runde verlief so ähnlich außer daß wir stand 1 statt 2 nahmen, an 3 genoß ich das süppchen mit einem kleinen stück kanbberbrottassenkante zum löschen denn es war SCHARF, der göge murmelte den rest des laufs gefühlt pro kiloemter 2 mal „mann war da knofi drin“.
zu den nudeln konnte ich mich da noch nicht durchringen da ich sie zu schwer im bauch wähnte, ein FEHLER denn in der 3. runde waren sie alle.
am 4.stand gab’s kurzen schluck und flucht vor den gestreiften

und am 5. inzwischen nur noch den lieblichen der nicht so mein ding war aber die geschmäcker sind ja unterschiedlich.
dabei trat mich till „das pferd“, die jugend von heute, mit schmackes vors scheinbein was natürlich bei jeder weiteren begegnung zu permanenten frotzeleien führte, wer mich kennt weiß daß ihm die ohren geklingelt haben müssen.
die sterneköche am 6.stand hatten reichlich gebacken aber die trinkfreude leider auch unterschätzt, vin fini 😦
essen beim laufen ohne nachzuspülen ist nicht so ganz prickelnd, aber in der 2.runde fand ich da immerhin noch einen edlen spender eines schlucks gerolsteiner.

beim 2. zieldurchlauf mit blick auf die uhr wurden alle hochrechnungen übertroffen. mein kommentar war nur „wenn das ein 10er wär würde ich mich schämen (für 1:08), wie gut daß wir noch ne runde laufen ‚müssen‘“ 🙂

nun wurde überall gehalten wo es noch was genießen gab und am 4.stand entdeckte ich erstmals sogar einen roten, ich weiß nicht ob ich den woanders übersehen hatte, aber damit kamen wir gut auf den rest des wegs und munter ins ziel wo bacchus darauf wartete nach dem startschuß seinen weiteren pflichten in form der siegerehrung nachkommen zu können. das dauerte wohl noch eine weile da in ermangelung von chip(wertung) die zuruflisten wohl etwas durcheinander geraten waren mit mehrfacherfassung derselben nummern (3 runden ;-)), so oder so ähnlich habe ich ihn verstanden als ich ihn beim pausenkippchen „erwischte“ *ggg*
für uns nicht prämierenswerte gabs aber wie für alle beim reinkommen in den hof ein schönes stilglas mit passendem schliff, in das man sich immer weider proben schenken lassen konnte. da der regen von vor dem start nicht wagte sich nochmals blicken zu lassen konnten wir gut im garten mit vielen freunden den rest des nachmittags genießen.

ich hoffe sehr daß das ganze auch für die winzer nicht nur last und sponsorenausgaben sondern auch zuspruch ergeben hat und sie sich nächstes jahrerneut bereithalten.
ich denke ich werde auch mal gezielt ein paar fläschchen einkaufen fahren demnächst, quasi zur förderung des regionalen mittelstands und damit wir nächstes jahr erneut zur belustigung der spazierenden japanischen touristen die weinberge in oberdollendorf unsicher machen können.

vive la france
vive les dollendorferains
vive le petit medoc

heute war siegtal pur, also autofreies siegtal, von der mündung bis zur quelle 130km, aber wir sind ja nicht völlig losgelöst von fauler bodenhaftung.
also sind wir wie üblich (und aufgrund des gestrigen weingenusses beim petitMedoc [DER bericht muß noch was warten] verdient/nötig) nach ordentlichem ausschlafen und teetanken gegen 11:00 los runter nach bach ins tal und dann siegaufwärts geradelt.
wenn schon mal der pure asphalt lockt, dann geschieht das natürlich (meinerseits) mit dem rennrädchen.
ausgangs eitorf gab es erst mal eine kaff(ee)Waff(el)Pause, kurz bevor dort der strom ausfiel und damit auch die nachschubproduktion, gutes timing.
insgesamt war es wie immer, ziemlich voll in unseren längengraden und daher etwas anstrengend von der koordination d.h. crashvermeidung, ansonsten nett.
am kreisverkehr kurz vor rosbach beschlossen wir zu drehen weil doch zu drohende wolken aufzogen.
der freundliche polizist im kreisel meinte es ginge geradeaus weiter und auf meinen zuruf „wir wollen aber drehen“ rief er mir dann fröhlich hinterher „beim drehen muß man aber das tempo erhöhen„, ein scherzkeks 🙂
da hatten wir 1:19 für 30,8km auf dem garmin, meist flach mit etlichen aber überwiegend (von dattenfeld mal abgesehen) sanften steigungen, aber häufigem abbremsen und beschleunigen um zusammenzubleiben (oder schlimmer: wieder dranzukommen), daher ist der schnitt von 23,1 dann auch ok.
zurück in schladern gab’s die zweite kaffWaffPause.
dort trafen wir einen kleinen künstler mit schmiß auf der stirn.
der hat mir erst mal seinen papierflieger vorgeführt und mich dann gemalt, danach auch rolf.

im suchbild gilt es nun zu erraten wer wer ist (die heutige überschrift stammt von seiner großen schwester, war aber glaub ich nicht persönlich gemeint)
auf meinen satz „darf ich das mit nach hause nehmen?“ „ja“ „mal sehen wie ich es transportiere“ kam ein „Du kannst es in meinen rucksack tun“ (der rucksack war die tragehülle für die insulinpumpe, der arme wicht, typ1 lebenslang). mein vorschlag daß er dann aber mit mir nach hause fahren müsse (damit ich das bild dort hin bekomme) wurde dann aber aber doch entschieden abgelehnt, ich glaube seine eltern waren auch froh darüber. so kommt er dann statt in süchterscheid zu den kleinen strolchen im herbst in die kita sausewind in schladern 🙂

nach dieser sehr schönen pause machten wir uns weiter auf den rückweg mit kurzem stop an der unkelmühle

der staustufe zwischen stromberg und alzenbach, wo heftig gebaut wird, unter anderem um die fischpopulation siegaufwärts wieder auf vordermann zu bringen.

der regen holte uns dann doch noch ein und brachte eine weitere pause am bahnhof eitorf beim NABU wo ich einen inlinernden studienkollegen traf den das wasser (vor allem mit indoorrollen unter den füßen) natürlich noch mehr störte, sicherheitstechnisch. aber schließlich ging’s dann doch weiter und den berg von bach an der sieg (rund 80Nn) über niederscheid nach hause hoch auf 190Nn, mit 10min für 1,77km natürlich schnittzerstörerisch, insgesamt waren das dann 2:44 für 61,47km und ein schöner ausflug.

jetzt wird gleich ein lauffreund geburtstagsgefeiert (deshalb keine zeit auch noch die 35 fotos vom gestrigen petitMedoc zu sichten/editieren und den text zu verfassen, kommt dann morgen) mit finale spanien:italien.

wenn das dann 1:3 ausginge hätte ich den ersten platz im abteilungstipp (35€ ;-)), bei einem anderen italiensieg den zweiten und wenn spanien gewinnt den dritten platz (14€) von den 14 von denen 11 chancenlos abgeschlagen sind. das nennt man wohl insgesamt winWinWINsituation?