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Archiv für den Monat Mai 2012

da ich aber gerne (und daher leidlich gut) schwimme gibt das keinen grund zur sorge oder dlrg-alarmierung

ich hab nur heute ENDLICH mal wieder die kurve ins schwimmbad gekriegt, erstmals in diesem jahr, *schäm*, und es ist bitter nötig noch ein paar mal zu wiederholen, am 24.6. ist der 5. friesi, der friesathlon in bonn, da geh ich sonst sowas von baden, also mehr als die dortigen überschaubaren 500m meine ich 😦

heute hab ich also die kernarbeitszeit nur wenig überschritten und früh feierabend gemacht da ich selbst für den nächste woche anstehenden brückentag schon genug vorgearbeitet hatte, juchz, der letzte tag der probezeit war nett 🙂

ich bin dann nach kurzem telefonat zur sicherheit: „wie lange hat das außenbecken auf?“  „bis 20:00“  (im internet stand ein böses „wetterabhängig“, aber an der kasse wurde mir versichert daß es da schon hunde+katzen blitzenDonnernUNDgraupeln muß, also nicht so unvorhersehbar wie das wunderschöne lemmerz mit blick auf den drachenfels oder gleich ganz zu ab 14:00uhr und hallenbad“zwang“ wie heute im siegburger octopus) losgefahren nach zündorf.

also das heißt: ich wollte nach zündorf. hab da schließlich von 1967-1970 gewohnt und die (heutige) gemeinschaftsgrundschule schmittgasse genossen, vor etlichen jahren war ich mal wieder da zum zündorfer 10er wo start+ziel an der grov war und die umkleide+klo+logistik in meiner alten schule. vom DLR wahnheide aus unter der autobahn durch durch wahn und immer geradeaus, hatte ich in erinnerung. raus kam ich damit dann irgendwann in niederkassel-ranzel. oooops.

ein blick in den uralten kölnbonnstadtatlas aus späten unizeiten (also wohl gut 20jahre alt) zeigte daß ich dann doch einmal explizit rechts ab gemußt hätte nach der DBunterführung, also retour und dann zur erinnerung an die ganz alten zeiten noch eben einen kleinen schlenker in die nun sackgassenecke um die alte heimat, am anger 7.

das haus steht noch, sieht alles viel kleiner/enger aus als man es als kind in erinnerung hat. das feld gegenüber wo wir stoppeln abbrannten für kartoffelfeuer (haben wir das wirklich?) ist längst mit einem schulzentrum zugebaut, das wußte ich schon. aber die straßenbahn aus porz hat immer noch endhaltestelle ein paar hundert meter weiter. ich glaub nur jetzt ohne wendeschleife, die kann dann wohl statt dessen vorwärts+rückwärts.

nach dieser nostalgietour (die alle 10-15 jahre reicht) bin ich dann schnurstracks zur grov und ins zündorfbad, 4,80€ sind ein stolzer preis aber wenn dafür das becken leer ist bis auf einen netten mann und frau platz hat statt auf der einen abgetrennten schwimmerbahn im stau zu dümpeln ist es das wert.

über die zeiten möchte ich ja fast den mantel des schweigens breiten, aber zur abschreckung (daß es nix bringt wenn man’s zu sehr schleifen läßt) hab ich sie doch mal gestoppt und halte sie für die ewigkeit fest.

geschwommen wurden 4er-bahnen immer 3 kraul 1 brust und zeit abgestoppt, das ganze blockweise mit pausen, am ende noch ein klitzekleines bischen sprint, die ersten bahnen jedes blocks waren immer die schnellsten und die blöcke wurden auch sukzessive langsamer, da gibt’s noch was zu tun!

300m in 7:25,91 (2:19,38 2:31,63 2:34,90) und pause 1:25,94

200m in 4:54,92 (2:22,72 2:32,20) P 2:09,93

200m in 4:56,56 (2:25,19 2:36,23) P 1:13,09

200m in 5:01,66 (2:25,19 2:36,47) P 1:39,93

200m in 5:03,50 (2:25,68 2:37,82) P 1:26,94

dann 2 kraul“sprints“ 25m in 25,90 P 54,32, nochmal 25m in 27,34 P 42,72 und noch 50m brust ausschwimmen in 1:20,75

macht gesamt netto knapp 29:37 für 1200m mit 9:33 pausenminuten, schnitt über alles 2:27,63 naja, 2bContinued

vielleicht geh ich montag ins römerbad, 50er becken. heute war ich allerdings dann doch froh daß es nur ein 25er war, irgendwie war die wand immer so schön „schnell“ da, nur daß ich beim abstoßen desöfteren das gefühlt hatte ich krieg einen krampf im linken hinteren oberschenkel so ein drittel über dem knie, DAS machte gar keinen spaß, das braucht niemand 😦

was gab’s sonst noch? dienstag lauftreff insgesamt 15,15km (2 trimmpfadrunden alleine, die anfängerrunde und dann noch die normale hoch bis rott aber am ende abgekürzt weil ein ortsunkundiger hier+da zipperleins bekam) war nett, vor allem weil nur gegen ende ein hauch von ahnung von linkem mittelfuß da war, es könnte sich also endlich mal was bessern mit globuli und seit wochen nur noch im inspire-doppelpack?

morgens hab ich schallend gelacht, da gab’s mecker von mama, aber nicht meiner. da fuhr ich das letzte stück hinter einem GB-auto von der flughafenstraße ab über die „privatstraße des bundes“ gen DLR und wunderte mich, wieso der (als rechtslenker doch noch viel besser die abstände einschätzen könnend) nicht an dem rad vor sich vorbei kam. dann wurde klar wieso, als wir alle standen, da war nämlich querverkehr: links papa und mama und 2-3 geschwister, rechts die restliche mischpoche ungezogener blagen, graugänse die eigentlich links im wald in den scheuermühlenteich wollten/sollten aber es geschafft hatten sich irgendwie zu verzetteln/-laufen. die lütten drängelten sich vor dem zaun, mama auf der gegenseite mit hochgerecktem hals hektisch hin+her bis wir alle standen (auch der gegenverkehrLKW) und die familienzusammenführung klappte, leider erst mal auf die „falsche“ seite.

aber mit ein bischen geduld sind sie dann vermutlich irgendwann doch noch ans schwimmen gekommen. und DAS können sie definitiv besser als ich 😉

freitag und samstag war ich sportfaul, garten hier+da und ansonsten geruhsames chillen auf paolo mit sudoku reichte und an wenigen abenden hab ich mal eben Andrea Camilleris „Die Spur des Fuchses“ genossen, da kriegt man allerdings immer hunger, das ist nicht nett.

vorher hatte mich übrigens, weil deutlich dicker auch etwas länger, Guillaume Mussos „Nachricht von Dir gefesselt. sein stil ist für mich immer ein wenig gewöhnungsbedürftig, das war auch schon bei „Weil ich Dich liebe“ der fall, einen tick zu aufgesetzt plakativ ausschweifend für meinen geschmack, aber ich gewöhne mich nach 20-30 seiten dran und die geschichten sind dann ziemlich unvorhersehbar so zunehmend SAUspannend, was sich da unscheinbar entwickelt und dann in etwas ganz anderem mündet als man zu beginn dachte, das ist schon eine wucht.

sonntag war ich dann immerhin 11km laufen morgens bevor wir zum spargelessen mit verwandschaft bei meiner ma waren, und heute morgen sind der süße und ich auf dieselbe runde gegangen. es war zwar heiß aber doch auch mit einem kleinen windchen gesegnet, der sogar bergauf willkommen entgegenblies, deshalb der heutige titel, frei nach BAP aber genau umgekehrt.

nach ein bischen mittagspause (ruhe war nicht so ganz drin weil pfingstfest im dorf, das muß sein, da boxt der papst und die landjugend freut sich [unter anderem am leiden der anderen beim siebenkampf]) sind wir auf die räder und runter ins siegtal. da lockte schon eine weile der siegstrand, mit biergarten schön gelegen auch wenn man hinterher erst mal kurz und SEHR knackig vom ufer wieder hoch auf die straße muß, PUUUUHHHHH.

den weiteren heimweg haben wir dann über den neuen radweg gelegt, durch oberauel mit traumhaftem blick auf stadt blankenberg

danach gings weiter durch auel und über die bahn nach merten, auf wenigen metern (noch) nicht rennradtauglich, aber der citytourergatte kannte ihn schon und hat mich überredet, die paar meter schieben zur materialschonung ging ja auch. der berg von bach hoch über niederscheid mittelscheid und oberscheid nach süchterscheid ist genau das richtige zur verdauung eines vorgrillhefeweizens und nun ist der bauch voll mit würstchen spareribs folienkartoffeln kräuterbutter und salat.

ich liiiiiebe diese langen hellen abende auf der terrasse (wie gerade jetzt um halb 10) leider kippt es in 3 wochen schon wieder, aber als positiv denkender mensch sind das noch 6 so traumhafte wochen (und die letzten 1-2 waren ja auch schon schön und damit nach hinten raus auch noch mal 2 mehr.

positiv denken muß man auch, wir haben wieder ein geliebtes fellmonster verloren (oder werden es morgen). mikas busen“freund“ für gemeinesames anjaulen und ab+zu schlägereien, rocky, der beim übernächsten nachbarn asyl fand nachdem sein herrchen wohl ende 2006 wegzog, und dort morli heißt, hat wohl krebs. das ging sauschnell, erst dachte man „nur“ an irgendwas im darm drin aber der 7 kilo brocken ist in 2-3 wochen auf 4 abgemagert und am ende. um die 8 jahre ist kein alter zum sterben und es ist sehr schade um diesen stolzen starken typ der viele nächte und sonstige stunden auch bei uns verbracht hat.

gestern war in köln rund um die regattabahn am fühlinger see der 5. firmenlauf.

das DLR hatte 132mann+maus gemeldet, von unserer abteilung waren 2 für die ehre angetreten, oder sollte man eher tippen „so bekloppt bei der hitze zu laufen„? die anfahrt gestaltete sich schon SEHR zäh, ab dem zubringer von der flughafenautobahn zum heumarer dreieck (gegen halb 5) zähfließender stillstand, daran änderten auch temporäre rollphasen kurz vor LEV wenig, dort auf der A1 über die rheinbrücke war endgültig richtig STAU. wir fuhren im konvoi weil mitfahrgemeinschaft bei absolut entgegengesetzten heimatorten absolut keinen sinn machte, ich war ein wenig „schissiger“ und deshalb früher auf der rechten spur hinter dem rhein um sicher an der nächsten abfahrt rauszukommen, damit war cheffe früher auf dem richtigen parkplatz statt mit der meute erst mal gen P1 zu rollen der dicht gemacht war und wo wir alle wieder drehen und zurück auf den P8 geschickt wurden ;(

letztlich hatte ich aber einen platz sogar hinterher leicht schattig, bei 33,5° zum zeitpunkt der ankunft war das durchaus nicht zu verachten. auf jeglichen beutel oder sonstiges mitnehmsel verzichtete ich bei dem wetter und trabte gut 6min zum veranstaltungsgelände, eine viertelstunde vor dem start um 18 uhr zeitnah passend.

in der ausschreibung war von 3 blöcken die rede gewesen, supersportler, läufer und walker, letztere explizit OHNE stöcke. die massen wurden dann blockweise losgeschickt, aber nicht so wirklich sortiert. wir kamen im 3.pulk auf die piste, überholten aber sowohl 5er-ketten MIT stöcken als auch später bei km2 und sogar km3 noch walker die zumindest dem anschein nach auch vorher nicht gelaufen waren also wie üblich vorneweg . . . naja, es geht um nix außer dem spaß, sollen sie ihn haben.

der weg gegen den uhrzeigersinn einmal rundrum war natürlich auch eigentlich etwas schmal für rund 4000 (?) teilnehmer aber wer schon mehrfach in frankfurt beim JPM-CCC dieses hautnahfeeling „genossen“ hat, den kann da nicht mehr viel schocken.

cheffe wollte zickende wade schonen, ich den kreislauf, daher war der +-6er-schnitt voll ok, durch das abstoppen+hakenschlagen+gasgeben um ab und zu eine lücke zum überholen zu nutzen war auch das schon anstrengend genug.

es gab so etwa um km3 bevor man die kurve um die bahn wieder auf den rückweg schlug sogar eine verpflegungsstation, keine ahnung was da gereicht wurde, wir waren froh daß da inzwischen einigermaßen lockeres laufen möglich war. selbst bei der hitze brauchte man ja nicht wirklich was für die 2. hälfte, aber VP gehört halt zu einem „rennen“ dazu, das wird ja ebenfalls beim chase in frankfurt völlig pervers (bei 3,5 meilen also etwa 5,6km!) auch an der deutschen oper zelebriert, wo es dann aber bei dieser immensen zahl von teilnehmern immer an ein wunder grenzt wenn nicht schlimmes passiert. ich würde ja aus sicherheitsgründen jeglichen engpaß untersagen und dazu gehört auch wenn ein lindwurm aus 70000, gerade mal endlich einigermaßen in gang gesetzt, schon wieder gestoppt wird. nichts anderes passiert ja wenn die alle anhalten um zum becher zu greifen, schlimmer: sich im letzten moment entscheiden statt der linken die rechte tränke zu nehmen (weil die helferin da netter aussieht oder die oma da steht oder . . .)

gegen ende nach km5 kam es mir schwer vor, lag’s an mir, war ich platt? jedenfalls war er auf einmal vorne weg, ein blick auf freund garmin zeigte aber daß ich unschuldig war, das tempo war mal eben auf 5:30 und 5:15 gestiegen, nee, ohne mich, ich bin ja für endspurts durchaus zu haben, aber das muß sich dann auch lohnen. ganz kavalier (ich hab ja auch noch ein paar tage probezeit, da gibt’s vielleicht auch besondere aufsichtspflicht ?) wurde ich dann wieder eingesammelt und gemeinsam trabten wir in 35:5x über die ziellinie, ehrenvoll aber nicht völlig fertig.

im ziel hielt mir jemand ein mikro unter die nase!

nicht mein wetter aber sonst nett“ war das einzige zu dem ich lust hatte, da lockte dann doch zu sehr das wasser und anschließend ein (alkfreies) paulaner (hefe aus der flasche bzw. dem 0,2l-ex-wasser-pappbecher).

ich finde für die hitze sahen wir gar nicht mal so schlecht aus 🙂

am samstag hatte ich 3 schöne tomatenpflanzen bei susanne aus der biogärtnerei geholt und denen wollte ich noch was gutes tun beim einsetzen und ein paar äppel besorgen.
spätnachmittags bin ich also los mit 3 kleinen plastiktüten (als greifschutz und zum späteren transport sicher ineinander) und nach anderthalb kilometern der geplanten 4-6 im heimischen wald hab ich schon mal aus einem haufen nicht gar so alter zerfledderter brösel die ersten paar kugeln geklaubt.
nach noch mal 2 km kamen mir am nächsten kandidatenhaufen 2 MTBler entgegen die aber auf die frage ob sie an schöneren haufen vorbeigefahren seien meinten das pferd hätte sich wohl da bei mir schon verausgabt.
just in dem moment wurden aus dem seitenweg 2 pferde rausgeführt und auf meine frage „können eure pferde auf kommando?“ gabs gelächter und einen verweis auf einen haufen wenige meter weiter zurück im wald.
das lies sich das hintere pferd dann aber doch nicht bieten, hob den schwanz und bewies volles tomatenverständnis, erneutes gelächter und ich hatte einen schweren heimweg, denn gut 2kg trägt man laufend am körper verteilt vom kuchen „locker“ mit sich rum, vor dem körper in form einer plastiktüte die mal links mal rechts mal beidhändig gehalten werden will geht das mit der zeit ganz gut in die schultern … die tomaten sehen aber guuuuuuut aus!

abgesehen davon war dieser samstagslauf (nach donnerstagsproblemen auf der siegrunde und freitagssportpause) sch***e:
der linke mittelfuß zickte schon nach 3km wo sonst >>6 je nach schuh normal sind und auch schon 10 schmerzfrei drin waren. aber das nahm ich diesmal abgesehen vom AUA mit vorsichtiger freude hin, denn ich versuche es als ERSTVERSCHLIMMERUNG zu werten!
seit freitag nehm ich nämlich mal konsequent(er) globuli: arnika D6, rhusToxicodendron D12 und heklaLava D12, 3 mal täglich, in der hoffnung die gereizten knochen endlich damit zu besänftigen.

sonntag war wieder lauffrei, aber ich bin eine rennradrunde gefahren: runter über blankenberg ins siegtal (schisserbremserei) und dann flach bis bach insgesamt mit schnitt knapp 26, dann hoch bis niederscheid mit knapp 12km/h aber angenehm zu treten und über mittelscheid heim nochmal mit 26er schnitt, insgesamt zu kurz um wirklich als training zu gelten, 12km in 35min oder so ähnlich (22km/h gesamtschnitt hab ich in erinnerung) und es zeigt sich mal wieder daß nicht stoffwechsel/kreislauf oder muskulatur die grenzen setzen, selbst bei weniger training der letzten jahre beim laufen oder zu beginn der (rad)saison, sondern die alten knochen: auch hier tat wieder bald der nacken und vor allem massiver störend die hände weh.
klar kann man umgreifen, aber nicht immer, runter will ich sicher bremsen, also nicht von oben drauf greifend, und die schmale siegtalstraße ist so saugefährlich da ist es auch sehr unangenehm wenn man überholt wird und nicht fest am lenker packt. die gelenke waren schon immer meine schwachstellen, die tun auch im moment bei den täglichen (derzeit 40) liegestütz manches mal weh obwohl ich die ja nicht abgewinkelt sondern auf der faust mache, aber je nach tagesform spür ich halt (wetterumschwungsfühlig?) meine knochen 😦

montag vor der arbeit war die kurze 4,45er hüsgenrunde lauftechnsich dann wieder ok um nicht zu sagen wunderschön (aber von der länge her ja normalerweise noch subSchmerzSchwelle).
dienstag war ich faul weil zu heiß im büro, bis ich beim rauskommen weit nach der lauftreffzeit dann merkte daß das nur IM büro war weil die baracke sich so aufheizt.
da bin ich dann für die nächsten sommerwochen schlauer, werde zwar leiden aber keine ausrede mehr haben weil’s draußen schöner ist als drin.
dafür war ich dann halt mittwoch früh in der schönen kühlen obwohl grauen morgenluft unterwegs für 6km.
danach hatte ich mal wieder das gefühl ich mach doch vielleicht irgendwas falsch im/mit meinem leben, wenn ich so sehe wie gut es sich andere gehen lassen

die entweder statt im heißen büro zu sitzen irgendwo im schattigen rumzufläzen, oder aber wenn ich morgens vom laufen vor der arbeit heimkomme schon die besten plätze belegt haben für den rest des vormittags so daß mir nur noch dusche und ab ins büro bleibt …

gestern bekam ich von der ESPE ein paar minibillardzucchinipflänzchen im eigenen saatbett

die nun darauf warten im gemüsegarten versenkt zu werden, wo sich die normalen recht schwer tun vermutlich da die eisheiligen zwar nicht mehr frostig aber doch länger als erwartet iggelig ungemütlich waren.

ansonsten sieht es da schon ganz gut aus, vor allem grün im kräutergarten aber auch unterwegs die maiglöckchen machen ihrem namen ehre und in selbiger halte ich auch den schnittlauch der sich so kräftig gewehrt hat die letzten winter

erst war er ja im vorvorigen unter dicker schnee+eisschicht begraben, dann hatte ich letzten winter gleich einen ganzen untersetzer drauf gesetzt in der annahme daß eh vorbei wär mit ihm, nur um im frühling beim aufdecken eine spirale gelben „grüns“ zu entdecken die sich so langsam entwunden hat. darwin läßt grüßen, survival of the fittest 🙂

eigentlich sollte der titel zum gestrigen (lauf)tag ja eher „himmelfahrtssieg“ lauten.

einerseits hatte ich gehofft daß die mädels die championsleague gewinnen im gegensatz zu den jungs übermorgen denen ich das tripleVize „gönne“!

andererseits hatte ich mich von rengsdorf schweren herzens ferngehalten um keine dummheit zu begehen (d.h. untrainiert und später gestartet dann doch alle abzweigungen auf die kürzeren runden ignorierend zu viel des guten in mein verderben zu rennen). deshalb war ich dann nach 11uhr zu hause auf eine siegrunde aufgebrochen: 22km, traumhaftes wetter. aber die wurde wegen des blöden linken mittelfußes dann doch oben am golfplatz abgebogen gen heim auf 13,2km verkürzt. so eine sch***e, langsam nervt mich das wirklich. die einlagen sind doch gut und ich trage sie brav wieso kann der fuß sich nicht mehr bekrabbeln und ruhe geben wie früher als ich sie regelmäßig trug und bevor ich zugegeben eine weile geschlampt habe?

im moment bin ich so frustriert weil nicht mal ein HM sicher möglich erscheint, also z.B. beim hennefer europawochelauf am 17.juni. orthopäde? wann soll da der termin vom himmel fallen, als kasse? mal eben gucken … der nächste online buchbare termin ist montag der 29.oktober, das wär am tag nach meinem 10.drachen … DAS MACHT WOHL WENIG SINN ;( bei aller „liebe“ zur fachlichen kompetenz, diese 2klassenGesellschaft kotzt mich an!

aber lassen wir das, beschäftigen wir uns lieber mit den nebenbei noch leidlich schönen dingen, also der siegrunde soweit ich gestern kam

erster blick 800m nach dem start, ländliche idylle pur, dann geht’s mal eben knackig vom krabachtal hoch nach wassack, auf knapp 400m gut 80m, also im durchschnit >20%. die höhe gibt man dann herrlich locker auf der 4fachen distanz wieder ab um noch mal eine „unnötige“ steigung hoch zu kommen mit blick nach links über die sieg zum kloster merten, wo man normalerweise so bei km14 auf dem rückweg vorbeikäme. die steigung ist unnötig abgesehen vom tollen blick weil’s nochmal runtergeht zum happacherhof und dann lange aber sanfter hoch zum golfplatz, oben rechts ein blick zurück auf halber (berg)strecke.

da oben neben der wintergerste zickte dann aber so zunehmend der fuß wieder so heftig daß ich rechts abgebogen über den platz und zurück ins krabachtal getrottet bin, der steile berg vom anfang ist runter viel schlimmer als hoch, weil der fels teils naß teils bröckelig keinen sicheren trab erlaubt.

die damen in der landidylle von km0,8 waren inzwischen auch wach und fürwitzig, am ende zieht einen die kirche ins dorf, eine mischung aus uraltkapelle und 70erJahreStein an die ich mich aber nach 20 jahren tatsächlich gewöhnt habe.

zur stärkung hinterher gab es alternativen, von denen ich aber abgesehen habe: mika (vermutlich) hatte morgens unter der linde gleich 2 gebettet um nicht zu sagen malerisch drapiert
ich hab sie noch was liegen lassen und dann doch lieber für mich eine große portion grüne soße vorbereitet. die hab ich dann genossen trotz frust:

heute morgen waren die beiden übrigens verschwunden, und die konnten definitiv nicht mehr selbst das weite suchen!

gestern war ich früh im bett, allerdings mit dem 4. jennerwein, „oberwasser“, und einer tüte chips mit hefeweizen.

irgendwann kam der göga vorbei und meinte da wär ne „riesenspinne“ in der badewanne.

naja, das war dann doch ein wenig übertrieben, zwar kein weberknecht mit millimeterbeinchen, sondern ordentlich gebaut vielleicht 4-5cm im durchmesser mit 1cm körperanteil. aber wir hatten schon größere. mit ein wenig überredungskunst und anfänglichen fluchtversuchen kam sie dann rein in die handhöhle und raus aufs dach, die wanne ist einfach zu glatt und da gibt’s nix zu mampfen.

kaum war ich wieder in den krimi vertieft (anfangs dachte ich diesmal sei er was schwächer aber er entwickelte sich wieder herrlich skurril und ich harre des fünften teils von dem leider derzeit noch nix zu sehen ist) da kam er schon wieder „ich hab ne fledermaus im zimmer“. die war dann aber mit 2. geöffnetem fenster und licht aus schon wieder raus bis ich auf die beine gekommen war.

heute war ein sportfauler tag. zumindest was meine eigenen aktivitäten angeht, ansonsten jaJaJAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

das freut mich ja besonders weil seit mitte der woche so eine HÄSSLICHE boxer neben meiner armen fazer in der garage steht, was die davon hält hab ich mich noch gar nicht getraut zu fragen.

immerhin hab ich heute mal meine liegestütz vor dem einkaufen statt abends auf den letzten drücker gemacht, die regeln sind ja einfach:

täglich, ordentlich und nicht weniger als am vortag.

damit klebe ich seit vielen tagen auf 36, ab+zu könnte auch ein 37.-38. her aber am nächsten tag bin ich froh wenn ich der versuchung widerstanden habe. auf 100 komm ich glaub ich dann doch nicht. aber wenn’s ein volles jahr würde wär’s auch schon mal ganz  ok.

im garten war heute wildkräutergrubbern angesagt, einer der „nachteile“ des biologischen  gartenbaus ohne böse chemie ist ja, daß im kompost so ziemlich alles fröhlich rumsprießt und keimt. bei dem treibhaus ende der woche knallte das grün nur so aus dem boden zwischen meinen gesähten reihen. nun ist das freie gehackt und gerecht, zwischen den reihen auch ein wenig durchgegrubbert, der rest muß warten bis das richtige grün stabiler ist. neu hinzugekommen ist die gesamte vorderkante mit mini selbstgezogenen tagetes, und dann hab ich erbsen gesäht und ihnen schon mal eine rankhilfe vorbereitet.

ich bin kein grufti (oder wie auch immer die typen sich heutzutage nennen mögen), also komplett in schwarz … da würde mir auf dauer was fehlen. weiß ist viel zu empfindlich um auf bäume zu klettern, oder was auch immer. ich bin auch keine „dame in den besten jahren“ (also kurz vor dem verfallsdatum [oder darüber?]) gedeckt in bleu, beige, creme oder rosa. ich mag richtige farben. eigentlich alle, je nach tageslaune, auch mal gemischt aber dann lieber tonInTon wie rot+orange+rosa gemeinsam.
aber am liebsten ist mir glaub ich wirklich GRÜN.
deshalb liebe ich auch unsere heimische mittelgebirgsregion mit ihren welligen strukturen von wäldern und feldern, erstere gerade jetzt deutlich unterscheidbar zwischen tannen/fichten und buchen, letztere wieder oft in gelbem raps leuchtend und ansonsten in herrlichen nuancen von hafer, roggen (selten), weizen, gerste, mais und viel wiese mit viel klee. so toll ich im urlaub (vor allem mit mopped) zum beispiel die dolomiten finde könnte ich dort nie leben, in diesen schroffen felsen oberhalb der (nenneswerten also deutlich weit sichtbaren) vegetation. klar ist mir dann auch meer/strand/sand-wüste zu öde. da mag es gute gegenargumente geben, aber wo ist das grün?

der abschied vom heißgeliebten äpfelchen beim tausch in die rote tomate fiel deshalb ende 2010 auch nicht ganz leicht, auch wenn er mit 240000km bei einem benziner so langsam mal angesagt war.

das frühjahr, wenn es denn so wie derzeit in volle fahrt kommt, ist daher auch meine allerliebste jahreszeit. und einer der höhepunkte ist die erste völlerei in grüner soße!

die gab es dann gestern und hier das „making-of“

man sieht die hauptzutat, den sauerampfer, darunter ein wenig maggikraut, aber eher homöopathisch, nur weil’s so schön wächst im garten so groß, dazu in der schüssel und auf der arbeitsplatte pimpinelle, estragon und viel zitronenenmelisse nebst einem blättchen bärlauch, später hab ich noch ein bischen gundermann geholt (hab keinen borretsch) mit schönen lila blütchen und tk-kräuter+petersilie (mangels frischer) spendiert. dill mag ich nicht, die sachsenhausener mögen mir verzeihen. natürlich kommen zum würzen zu pfeffer+salz eier in gestalt von dotter verrührt mit +senf+eigeneZitrone mit olivenöl rein und danach das eiweiß in würfeln. als grundlage dient yoghurt, saure sahne, schmand, insgesamt wohl ein guter liter wie man dann unten rechts sieht (es ist ein k_l_e_i_n_e_r rest übrig ;- )

dazu gibt es neue pellärpel und harte eier (ich mag kein graugekochtes fleisch, also keinen tafelspitz wie er alternativ angeboten würde) und am besten schmöcke (? s.u. !!!) eigentlich ein sautrockener saurer herber trierer viez, leider hier nicht erhältlich. so mußte es ein rest von einem ewig schon angebrochen (manchmal hab ich lust auf ein ökologisch mehr als fragwürdiges parkplatzwagenschnellbrat-halbes hendl, *schäm*, und auch dazu paßt für mich am besten sowas süffiges) herumstehenden possmanns. der ist natürlich kein vergleich zum wahren stöffchen und die viezkenner mögen mir verzeihen, aber in der diaspora … früher hab ich wenigstens ab&zu noch eine 6er-kiste merziger alter särkower in einem rewe bestellen können, der kam als allgemeinverkäufliches dem der urigen kneipenabfüllingen schon noch näher, aber die zeiten sind auch vorbei.

drumrum sind wir im feuchten wald gelaufen, also samstag und sonntag mittags mal gut 6 mal 11km durch die vorgezogenen eisheiligen (hoffe ich mal), ansonsten war’s ein faules wochenende, ich war viel mit dem jennerwein im bett.
wer den nicht kennt: da gibt es einen bayerischen kabarettisten, Jörg Maurer, der schreibt krimis die spielen da wo wir gerne (und letztlich viel zu selten, die rente ruft … ;- ) urlauben, allein beim lesen könnt man so seine sachen packen und auf und davon …
den ersten, „Fönlage“, hatte ich vor einiger zeit gelesen, dann kam er auch mal vor einiger zeit (letztere kürzer als erstere) im fernsehn und ich erinnerte mich sofort und hab daher neulich mal die teile 2+3+4 spontan erstanden für den bedarf nach leichtem unterhaltendem statt schwerer kost. die bin ich nun am verschlingen, da sie immer skurriler witziger verrückter werden unabhängig vom eigentlichen kriminalfall vor allem in der schilderung von land&leuten, situationskomisch, da kommt die kabarettistische seele so voll durch mittlerweile, mei, des is a freid!

noch ein literarischer nachtrag zum obigen „schmöcke“ von dem ich KEINE ahnung hab ob das so gildet: im neusten dottendorfer soccer nummer 307 bin ich über ein HERRLICHES gedicht „Winterweh im Oberland“ gestolpert, von dem ich hoffe daß jeder dem link nun folgend die selbe freude an der sprache empfindet auch wenn mancher sich vielleicht wissenschaftlich vor grausen winden möge, ich find’s klasse!