Archiv

Archiv für den Monat Februar 2012

solange hatten wir sorgen aber auch freude an „unserer“ lulu die am 15.januar im wäschekeller im dreckwäschekorb gesessen hatte, aber an weiberfastnacht mußten wir sie dann doch beerdigen, schade.
eher sogar sehr schade weil sie uns wohl doch auch mochte und eine ganz liebe war und gut zu uns gepaßt hat und sicher noch ein paar schöne jahre ohne viel stress im haus oder garten hätte verbringen können.

aber sicher war sie schon sehr krank als sie kam, vielleicht hatte sie sich auch schon zum sterben zurückgezogen, wer weiß, da war unser wäschekeller allerdings der falsche ort. ich hoffe mal wir haben es ihr ein wenig erleichtert ohne sie zu sehr zu quälen. schmusen konnte sie jedenfalls SEHR gut, sie kam ja auch von selber auf den schoß und dann ging der motor an wie es sich gehört.

unsere stammbelegschaft hatte ja einen großen bogen um sie gemacht, vermutlich merken die ja auch wenn was überhaupt nicht stimmt. denen geht der abgang also gepflegt irgendwo vorbei. die genießen ihren winterschlaf

auch wenn so langsam der frühling sein kommen ankündigt, letztes wochenende zog schon die erste pfeilformation am himmel durch gen norden! es geht also aufwärts, nicht nur mit der dauer der helligkeit.

lauftechnisch bin ich immer noch nicht so recht im trott. bin zwar die letzten 8 tage täglich im wald gewesen, aber immer nur kurz 4-8km. naja, besser als nix. aber nach 5-6km zickt meist auch mein linker mittelfuß immer wieder rum, trotz profieinlagen will der sich nicht kuschen, ÄTZEND.

gemeldet bin ich für den benefizlauf ende märz (beliebig viele 1km-runden, mal 20 angegeben [früher waren es 30-35 je nach „bedarf“ in der marathonvorbereitung, geht alles den bach runter?] aber s.o. offen was geht) und den beueler10er mitte april.

zum LESEN der letzten wochen:

vielleicht mach ich mal eine extra seite oben neben die „kunst“ wenn ich das aktuelle aus hab, mal sehen. jedenfalls bin ich im letzten drittel von „Thommie Bayer Fallers große Liebe„, das ist nett zu lesen, da gab’s „schlimmeres“. aus dem neulich neu erworbenen bücherstapel bin ich durch mit

Nina George Die Mondspielerin
Ewald Arenz Ehrlich & Söhne
Jonathan Tropper Sieben verdammt lange Tage
Harold Cobert Ein Winter mit Baudelaire

fazit? frau george fing gut an, aber zur mitte hin wurde doch klar daß sie als „Anne West“, wie wikipedia es formulier, „Sachbücher aus dem Bereich Liebe, Sexualität und Erotik “ veröffentlicht. Es nervte (mich) irgendwie, hab aber erst nach lesen des klappentextes verstanden daß das programm war, immerhin kriegte die geschichte gegen ende noch einen versöhnlichen bogen um nicht weggelegt zu werden, aber ein weiteres tu ich mir sicher nicht an.

anders verhält es sich mit den „Ehrlichs“, die waren SEHR unterhaltsam, witzig, interessant zusammengestellt, zumal ich ja in der heißen RAF-phase auch gerade in der oberstufe steckte in richtung abi, das prägt ja auch ein wenig und daher war diese familiengeschichte rund um eine alte leiche einfach nur sehr unterhaltsame gut gemachte bettlektüre.

die 7 tage schiwa sitzende familie ist gut zusammengewürfelt und daher ebenfalls recht unterhaltsam wenn auch nicht wirklich vom hocker reißend.

über den cobert hab ich mich fast schon geärgert. baudelaire taucht erst zur mitte auf, da sollten wohl die tierfreunde zum kauf angefixt werden? hat bei mir jedenfalls (leider) geklappt. die story ist mir zu vorhersehbar, (vermutlich) einigermaßen passend geschildertes elend der obdachlosen aber zu schnell kriegt er wieder die kurve dank wohlmeinender menschen, von denen ich hoffe daß es sie wirklich gibt da draußen in der harten welt. ich hatte mir wesentlich mehr versprochen.

immerhin versöhnt (siehe oben) derzeit das bayersche duo aus faller & chauffeur das durch die deutschen lande gurkt. darin werden einige mir neue autoren und titel genannt in die sich scheints wunderbar vertiefen läßt, da werd ich mir sicher auch mal ein paar näher von ansehen. für so graue „sonn“tage wie heute oder schlaflose nächte oder urlaub oder einfach so. lesen muss IMMER sein. ohne kann ich mir nicht vorstellen.

Advertisements

meine neue rote tomate hat im gegensatz zur grünen (vormals „äpfelchen“ genannt) ja jetzt auch ein FIS, ein kleines fahrerinformationssystem mit temperatur, durchschnittsverbrauch und so weiter …
klar hat man beim losfahren erst mal einen immensen wert da in der anzeige, > 40 l/100km auf den ersten metern sind normal.
am ende kommt je nach strecke/fahrweise/verkehr irgendwas zwischen 5,5 und 7 bei rum.
in der regel gucke ich das erste mal wenn ich nach 2-3km den ersten berg von 180Nn auf 250 zur B8 erklommen habe.
wenn da oben die differenz zwischen der angezeigten außentemperatur und dem bis dahin erreichten durchschnittsverbrauch die 20 übersteigt, HUCH, DANN ist winter, das kommt doch eher selten vor.
heute morgen waren es dann mal eben -10° und 12,1 liter. BRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR.
kein wunder daß ich momentan in winterschlaf verfalle und gar nicht mehr morgens aus dem bett und schon gar nicht ins dunkel zum laufen raus mag.

deshalb hab ich mir heute mal wieder ein wenig gleitzeit genehmigt um wenigstens in der sonne unter blauem himmel meine minimalistischen runden zu drehen.
die waren sogar wieder richtig nett und gar nicht so kalt wie erwartet, keine ahnung wieviel, ich hab ja kein FIS in mir und im garmin leider auch nicht 😦
„sicherheitshalber“ hatte ich allerdings tatsächlich mal eine dünne LANGE tight über der capri an und mehrere schichten dünn oben, aber es war angenehm.
nach einigen minuten kam mir selbst die luft um mund&nase nicht mehr so kalt vor.

alleine war ich auch wieder nicht, 2 läufer hatten ihre runden früher gedreht und kamen gerade zurück, ein alter geher/traber kam mir mehrfach entgegen und viele spaziergänger erfreuten sich an der sonne. damit gingen die 3 runden unerwartet schnell rum. schnell ist natürlich relativ, also gefühlt schnell, real langsamer als bisher. aber man macht ja nicht unbedingt tempotraining bei frost und schon gleich gar nicht, wenn man nach vielen jahren mal wieder einen schlampigen januer unter 100km abgeliefert hat.
der war immerhin flott im durchschnittstempo, 6:46min/km im monatsschnitt lese ich ja selten, bei den kurzstrecken (im schnitt 7,13km, *schäm*) allerdings auch kein wunder.
und den wochenschnitt von grad mal 20km möchte ich auch nicht mehr lange sehen. diese woche wird der noch schlechter werden, aber in die küchenkladde/lauftagebuch kommen immer die monatsabschlußzahlen, bis dahin ist ja noch ein bischen_und_ein_tag 🙂

montag hatte ich übrigens die möglichkeit an einer sehr interessanten führung durch das DLR teilzuhaben. die kann man buchen und neue mitarbeiter werden dann schon mal dazu gepackt. wir waren zu dritt mit einem 13.jahrgang mathe+physik-leistungskurse unterwegs.
gezeigt wurde von den auf der infoseite angegebenen 5 gebieten alle außer dem windkanal.
begonnen haben wir mit dem verlassen des gebietes der BRD im EAC, wo alle europäischen raumfahrer ihre einsätze trainieren, zunächst unter einem modell der ISS und dann mit blick in die trainingshallen, im märz muß das nächste ATV wieder mal hoch und nachschub bringen um dann den müll mit zurückzunehmen auf seinem einwegflug, dabei sieht es jetzt so gut aus, so schön sauber und weiß und heil, eigentlich schade drum.
der sonnenofen war natürlich an diesem noch ganz grauen montag außer betrieb, somit gab’s nur eine theroetische vorstellung.
in der medizinabteilung haben wir kurz vor dem mittagessen mal eben über püriertes essen und wiederverwerteten kaffee und die generellen probleme mit dem appetit aufgrund der schwerelosigkeit philosophiert.
die letzte station war im MUSC beim modell des rosetta-landers „philea“, der sich 2014 an den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko schleicht um erstmals auf solch einem steinchen von nur 4km durchmesser gaaaaaaanz sanft zu landen.
hoffen wir daß rosetta aus dem winterschlaf, in den sie mitte 2011 versetzt wurde um auf ihrer aktuell sehr sonnenfernen bahn strom zu sparen, rechtzeitig wieder aufwacht, also ihr wecker funktioniert!