ne schöne jrooß

im stern hab ich die tage beim warten im vorzimmer des physio einen artikel gelesen von einer redakteurin etwa meines alters, anläßlich des kranken wolfgang niedecken, zu beginn noch passend, nur in seiner gesamtheit nicht meine eigene geschichte.

BAP ist ein teil meiner späten jugend, der ersten semester an der bonner uni.
das ist sowas von klar, das hat geprägt und bewegt.
von etwa 1980 an lief in meinem alten polo (fast) nix anderes mehr, bis „da capo“ hab ich alles in schwarzem vinyl, danach noch „x für e u“ als einzige silberscheibe.
genau DAS wollte ich mir aber da nicht mehr vormachen lassen, das heißt: DAS WAR’S.
mit den jahren bin also entweder ich stehen geblieben (und alt geworden?) oder aber das ganze hat sich (eher meine überzeugung) in eine richtung bewegt, die ich nicht mehr mag.
ich nenn’s mal ganz despektierlich „kaufhaushinergrundgedudel“ oder alternativ „mallorcastrandtrallala“.

bis dahin war ich ein stinknormaler fan, also nix übertriebenes.
oh wunder kenn ich sogar 2 leute die „die“ kennen, mindestens kannten, intensiv, die welt ist soooo klein.

mein göga ging mit dem büchel (und dem major?) in die schule, ich hatte sogar die ehre auf einem klassentreffen etliche jahr(zehnt)e nach dem abi mitgenommen zu werden, aber ein autogramm hätte ich trotzdem nicht erbeten, wozu?

und „der bogen“, freund aus alten (post- und face2face)spielertagen in bonn hat wohl mit dem wolfgang kunst gemacht, damals, keine schlechte parallelwelt.

immerhin hab ich mit kunst, der sogenannten „bildenden“ im gegensatz zur akkustischen, abi gemacht, damals, im leistungskurs neben mathe und (abgestuft als drittem) englisch. irgendwann in den späten achtzigern war mal eine ausstellung in köln da bin ich sogar extra hingefahren, hat mir gefallen.

musikalisch vollends abgehängt haben mich die (inzwischen ziemlich ausgetauschten) jungs vor ein paar jahren, als eine neue version von „frau ich freu mich“ ein paar wochen im radio gespielt wurde und ich schlagartig aus- oder umgeschaltet habe bis der spuk immerhin schnell wieder vorbei war.

wie man so ein tolles lied, dem aus jedem takt die power tropfte, die FREUDE auf’s heimkommen, zitat:
„Birch eraff met Röggewind,
minge Speed weet gigantisch
ohne Strunzerei,
volle nüngunachzich“

so glattbügeln und einbremsen kann, daß der typ bei dieser zeile quasi einschläft, ist für mich unfaßbar und tat nur noch weh.

bleibt also nur die erinnerung an schöne zeiten und die hoffnung auf baldige genesung, ich drück die daumen für viele schöne jahre die vielleicht ja nochmal veränderung bringen (die mich auch wieder packt) und sei’s „nur“ back to the roots ins stille kämmerlein zu leinwand, farben und sonstigem was spaß macht.

ey vorbild, dank dir schön, ich jlöv ich kriejet langsam selver hin,
ΔNNΔ

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