wechselzeit

eigentlich sollte die überschrift „italia da noi“ lauten, aber nur der anfang erinnert noch an die italienischen momente im leben, der rest des tages entwickelte sich dann mehr in richtung hiesiger wechsel der jahreszeiten

heute morgen fiel mir auf, daß die im laufe des terrassensommers angesetzten zitronen so langsam größer werden und etwas heller.

sie sind noch nicht gelb aber das wird noch, auch über den winter im treppenhaus, wohin das gut 30 jahre alte bäumchen bald hochgetragen werden muß, um am fenster bei hellem licht der morgensonne und etwa 12-15° frostfrei zu überwintern.

als ich dann ins büro fuhr traute ich meinen augen kaum, das heißt, sogar zuerst meinen ohren: da rasselte was, kam das aus dem radio oder gar aus meinem motor?

nein, auf der brücke zur auffahrt siebengebirge sah ich den „verursacher“, ein föppchen, konkret wenn meine augen mich nicht im stich gelassen haben so einen piaggio-mini-lkw, der freundlicherweise die jetzt seit kreisverkehr als standstreifen umfunktionierte rechte spur nutzte um uns vorbeizulassen.
zur belohnung, da ich nicht annahm daß der auf die autobahn wollte, ließ ich ihn blinkend dann vor mir wieder rein.
und das war nicht etwa ein aus der derzeit gefeierten ersten „gast“arbeitergeneration übriggebliebener seinen ruhestand genießender, sondern ein offizielles fahrzeug der stadt königswinter, versehen mit dem logo links, aus dessen einbindung mir hoffentlich keiner einen strick drehen wird. nimm es als lokalpatriotismus, bitte, lieber peter (immerhin ist der genannte ja ein lauffreund) 😉

erinnerungen an urlaub in der toskana oder später bei den schwiegereltern unten im gargano wurden wach. immerhin hatte es (glaube ich) 4 räder statt der dort üblichen 3.

in der firma angekommen gab’s erst mal eine doppelten latte macchiato plus extra milchschaum plus espresso (mit einem böhnchen statt 3) denn ich hab einen RIESEN becher und einen weiten weg von der kaffeeküche ins büro.

in der mittagspause haben wir uns einen laubraschellauf gegönnt, wunderschön und nach gestrigem physio“leiden“, also prachtvollem geknetet werden meinerseits, auch einfach nur wunderbar locker, fast wie fliegen. wir liefen die weißenfelser ley und sogar schneller als so manches mal sonst, dabei fast ohne mühe.

im ziel fiel mir auf: mein linker mittelfuß hat sich ÜBERHAUPT nicht gemeldet, und das in den alten asics-gel-1100 mit >1000km auf dem tacho. da momentan der 1160 aktuell ist kann man sich denken wie alt. immerhin hatte ich die alten einlagen drin, die am 15.11. neue geschwister bekommen sollen und sehe das als gutes zeichen, daß sich die lage so langsam beruhigt!

unterwegs kam mir ein knüttel-haiku in den kopf:

milder november
letztes licht am läuferbein
bald kommt der winter

kaum war ich dabei diese zeilen zu formulieren drang durchs geschlossene fenster ihr umsortierungsgeschnatter:

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