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Archiv für den Monat November 2011

der krimi von ingrid noll ist eines der wenigen bücher, zu dem ich, nach zweimaligem beginn, keinen zugang fand und das ich letztlich ungelesen bis auf die ersten 20-30 seiten beiseite gelegt habe.

aber hier geht es nicht um einen (fiktiven) krimi sondern die harte realität in dem zoo da draußen, ganz konkret, denn nebenan im hühnerstall hat sich freitag früh kurz vor 4 ein drama ereignet.

ich habe das geschrei gehört, hatte die hoffnung daß es „nur“ 1-2 erwischt. am tag totenstille. die wiese vor dem stall voller federn. kein hahn krähte mehr morgens, wie sonst manchmal auch schon (leicht verwirrt ?) weit vor dem sonnenaufgang, was mich aber nie gestört hat. das gehört ins dorf. im moment ist es ganz ungewohnt einsam.

die mutigsten der hühnerschar hatten sich über die letzten monate aus einem schlupfloch im zaun erst zu uns und den komposthaufen an der anderen grundstücksgrenze vorgewagt, rund 20m.
ich hab nur noch ein foto von mai gefunden, da waren die großen noch drin (oder das loch im zaun noch zu klein) und nur die damals noch kleineren küken hatten kein problem durchzuschlüpfen, was die hennen immer in helle aufregung versetzt hat.

dann waren sie noch kecker geworden, der sonnige spätherbst lockte auch einfach zu sehr, hinter den 5 langen schmalen parzellen ist feld, derzeit gründüngung/futterwiese, und sie hatten ihren aktionsradius schon auf knapp 50m ausgeweitet.
ich fand das schön anzusehen, sie waren immer auf der hut wenn jemand kam, um dann schnell wieder in den heimischen hof zu flüchten.
hinter dem zaun waren sie „zutraulicher“ und alle salat-/gemüsereste flogen mit leichtem lockruf meinerseits hinüber, meist waren die beiden enten zuerst da.

vor 19 jahren mit unserem einzug und dem unserer ersten belegschaft an 4beinigen „fellmonstern“ hatte ich mir zunächst sorgen gemacht, ob das gut ginge. aber krümel ging regelmäßig streife und war daher als mäusefängerin bei nachbars sogar beliebt. obwohl sie sehr geschickt und geduldig leider auch etliche vögel fing waren küken immer tabu, vielleicht auch die schnäbel der hennen zu spitz und unangenehm?

gegen den nächtlichen überfall vermutlich einer ganzen fuchsfamilie war das aber keine echte gegenwehr. alle 12 tiere waren weg, also wenigstens nicht einfach so sinnlos massakriert sondern mitgenommen, als futter sozusagen zu einem „guten“ zweck.
so spielt die natur, und der nachbar hat schon nachschub geholt der momentan noch still und verschüchtert im stall hockt und sich eingewöhnen muß.
nachbarssohn meint der hahn sei nicht mehr so schön wie der alte, aber immerhin, ich habe hoffnung daß wir bald wieder neue federfreunde aus dem fenster beobachten und im halbschlaf den noch fernen morgen ausgerufen hören können.

gelaufen bin ich aber auch, gestern mit schlechtem gewissen spät los kurz nach 4 mit wissen um baldige dämmerung, mittelmäßiger start um 7min/km oder langsamer am berg, aber dann zunehmend schneller und mit einer endbeschleunigung auf knapp um 5min sehr zufrieden nach einer schönen knappen stunde und gut 8km wieder zu hause. ich liebe solche einheiten bei denen man hinterher weiß wieso man sich aufgerafft hat!

heute dann war noch mal eine der letzten gelegenheiten für einen längeren trainingskanten zum 7gebMarathon in 2 wochen. lange läufe können gar nicht zu langsam sein. der vorteil ist, daß man dann falls es mal unterwegs was kühl wird einfach einen zacken gas geben kann, wohingegen man, wenn man anfangs (zu) schnell rennt und dann kaputt ist nichts mehr zuzusetzen hat und trotzdem aus erschöpfung frieren kann ab+zu.

die siegrunde war geplant, rund 22km, den steilsten berg nach gut 20min hab ich allerdings weggelassen, gefühlte 45° also 100% sind gut als malberg- oder drachenlauftraining, der mara ist „weich“ gelegt und braucht mehr lockere länge als fiese anstiege, sosehr ich auch das runtertrotten nach dem berg liebe.
heute also direkt im krabachtal links richtung bach, dann hoch zum golfplatz, runter nach harmonie, über die bahn und an der sieg auf dem für mich mental immer schwierigsten stück wieder in richtung heim.
ich hasse es wenn man montags sieht wer freitags zu besuch kommt, da denke ich jedes mal an margitta die die ganze zeit am meer läuft und das schön findet, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. am wichtigsten ist aber daß uns beiden das gefällt was wir tun!

von der sieg geht es sanft hoch nach merten, vorher an „meiner“ quelle vorbei, und bei dem fehlenden niederschlag (ich meine was von 0,4l/qm im november gelesen zu haben, das ist mein üblicher becher tee von dem ich morges eher 2 trinke!) hatte ich nicht erwartet da noch einen tropfen zu bekommen, da sie sonst auch schon manchmal versiegt war.
aber wider erwarten floß es, deutlich mehr als nur ein (bakteriell eher fragwürdiges, obwohl ich auch das früher schon problemlos weggesteckt habe) tröpfeln.
dort dann also die erste pause, wohl knapp 2min und 10 handvoll leckeres kühles nass. daß das tatsächlich floß spricht meiner meinung nach für eine echte quelle oben aus dem berg, anders als nur versickertes in wasserführender schicht zum rand abgeleitetes oberflächenwasser.

weiter ging’s, kurz vor auel traf ich nach rund 2h zum 2.mal auf eine wandergruppe die sich lachend einen „anschiß“ abholte so ihr kommentar auf meine bemerkung, daß sie ja wohl abgekürzt hätten über bach direkt nach merten, da ich sie etwa 25min nach meinem start schon mal im krabachtal überholt hatte 🙂

die nächste pause kam am bahnübergang, der ist jetzt im spätherbst generell zu, aber man kann klingeln. der diensthabende rief dann „zugfahrt“ was heißen soll „bitte noch ein bischen geduld“. nachdem die S-bahn durch war -> schranken auf -> ratze rüber -> „fertig“ gerufen (so steht es auf dem schild und ist auch verständlich, damit die wissen wenn man drüber ist, ggf. in größerer gruppe).

die letzte zugegeben „etwas“ längere pause hab ich mir dann nach dem letzten heftigeren anstieg hoch nach blankenberg gegönnt. das hat sich vor ein paar monaten (letztes jahr?) schon bewährt, da kam die erinnerung und damit die lust auf eine kleine einkehr beim karl-heinz im weincafe alt blankenberg, 2 gläser wasser, einen roten von der ahr, und dann noch rund 3km nach hause. ein schöner tag & lauf 😉

diese woche jährte sich der tag erstmals, da ich mein heißgeliebtes äpfelchen zur grünen tomate umdefiniert habe

weil es altersbedingt in eine neue, nun rote, tomate

getauscht werden mußte.

die hat nun nach einem jahr rund 15600km drauf, alles in allem natürlich neuer, leiser, vor allem sparsamer (rund 20%!), aber ehrlich gesagt war der alte 1,8l motor meiner meinung nach dynamischer spritziger mehr mein ding als der neue 1,4l TFSI.
vielleicht bin ich da auch nur zu drehfaul geworden (die verbrauchsanzeige hängt halt immer vor augen), aber so richtig kommt da meiner meinung nach nur power im 2.+3.gang.
die elastizität des größeren hubraums (vermutlich auch hier wieder aus sparsamkeit verbunden mit anderer einspritzsteuerung) fehlt wohl einfach ein bischen.
das führt auch dazu, daß ich zum beispiel nicht mehr aus dem siegtal komplett im 3.gang hoch, durch stadt blankenberg und oben durchs katharinentor nach hause komme (wo ich auf dem flachen dann natürlich weiter hochgeschaltet hab, auch früher ;-)) denn die engen serpentinen fühlen sich jetzt dann doch zu gequält an und daher werden lieber einige stücke doch im 2.gang absolviert.

genug zur fortbewegung auf rädern, gelaufen bin ich aber auch.
mittwoch hab ich meine neuen einlagen abgeholt und das erste paar im brooks axiom2 eine
gute stunde lang auf geschätzt 6,5km am stenzelberg und rumd um thomasberg beim walken mit dem hofpoeten des siebengebirges genossen, der sich nach darm-OP erst wieder über walken an sportliche betätigung herantastet.
DAS macht er aber schon sehr gut, so zum beispiel auch schon beim bahndammlauf in buchholz anfang september, und der insellauf mitte januar ist fest im blick!

gestern war ein fauler tag, kurz vor einsetzender dämmerung gab es daher nur eben eine alibirunde mit dem anderen paar einlagen im brooks adrenalineASR8.
die trottete sich dann wiederum so schön, daß ich spontan doch noch eben ein paar berg“sprints“ eingebaut hab auf insgesamt 7,6km.
es gibt da ein stück von knapp 400m im wald, das sich herrlich hochrennen läßt, umdrehen und runtertrotten und das ganze 3 mal mit zunehmendem tempo, macht fez und ist vor allem ein super gelenkschonendes muskel- puste- und tempohärtetraining, deshalb desöfteren im programm.

heute kam ich noch schwerer aus dem quark.
das wetter war irgendwie „zu schön“, aber wieder bevor es zu dunkel wurde, aufgerafft und nicht bereut wenigstens 4,4 asphaltige wirtschaftsweg kilometer getrabt zu sein in 6:45er schnitt.
auch hier kommt am ende noch ein berg so von 120Nn auf 190, also hab ich gefühlt VIIIIEL mehr geleistet 😉

die meldung und überweisung zum siebengebirgsmarathon am 11.12.11 sind raus, also in gut 2 wochen mal wieder „leiden auf niedrigem niveau“ oder auch einfach ein marathon für spaß und genuß.
ich hoffe es gibt keine sintflut oder echtes iggelwetter, denn dann würde ich wohl schweren ♥ens der neuen arbeitstelle geschuldet nicht antreten. im moment kann ich mir schlecht leisten „aus spaß“ mal eben krank zu werden, fürchte ich.

dem schild bin ich heute mittag zwar gefolgt nach einem guten viertel der strecke, aber … leider … nicht zur einkehr. die typische mittagspausenlaufzeit 11:30 wollte ich eigentlich, das schöne wetter für einen fotoabschiedslauf nutzend, etwas vorverlegen. dann kam eine besprechung dazwischen. wenn man aber nur noch dienstags im büro ist und ansonsten homeoffice betreibt um support zu leisten und den rest abzuwickeln, dann kann man sich nicht wirklich beschweren.
klar war dann allerdings schnell, daß ich nicht so (schnell) sondern langsam und lange unterwegs sein würde durch die vielen fotopausen und daher auf die kantine (grillteller mit gyros/lamm/… oder gnocchi mit spinatsauße) würde verzichten müssen. schweren herzens, aber es war ziemlich sicher meine letzte chance für diese runde.

das roßbacher häubchen sieht man von der terrasse unserer firma aus (und links im foto links hinten in der ferne, einfach mal draufklicken, dann wird’s größer) und deshalb lockte es die letzten jahre auch ab+zu zu einem längeren mittagspausenlauf, wenn keine termine anstanden und das wetter zu mehr als 5 oder 6dreiviertel oder knapp9 kilometern auf den anderen 3 strecken einlud.

nach dem start auf 310Nn geht es erst mal in 5 serpentinen, von denen 3 mit etwas mühe auf dem rechten fototeil zu ahnen sind, runter an den nescher bach bis zur mühle etwa auf 170Nn.

dann läuft man von hinten über breitscheid wieder hoch auf einen ähnlichen level, mit schönen aussichten und vor allem wieder etwas sonne, die beim hochkommen auf der abgewandten berghinterseite doch heute schon etwas vermißt wurde.

beim ersten mal und heute zum abschied ging es am alten bergwerks-denkmal nicht gleich wieder rechts runter sondern noch ein wenig rund um die bergspitze die aussicht genießen auf den ort des schaffens.

nach meinem einstieg in die firma im september 1993 noch unten im tal zogen wir ungefähr zur jahrtausendwende hoch auf den berg. insgesamt blicke ich auf 18einviertel jahre mit wechselnden firmennamen aber der beschäftigung zum selben thema zurück.

der rückweg verläuft auf der der firma zugewandten seite wieder runter ins tal.

wo jetzt noch reste liegen und mit flatterband gewarnt wird, war vor ein paar jahren nach einem orkan kein durchkommen sondern singletrailabkürzung nötig.

weiter geht es im raschelnden laub.

 

 

das ist natürlich mit vorsicht zu genießen weil sich nicht immer so breite und „glatte“ wege darunter verbergen.

die löcher und steine und wurzeln sind momentan sehr gut verdeckt, dummerweise je steiler um so mehr davon, keine schnelle strecke aber wunderschön.

schließlich läuft man durch den mühlenhinterhof wieder zurück an die straße längs des bachs und die steigung vom anfang in den 5 schön zu laufenden serpentinen wieder hoch.

mach’s gut schöner westerwald 😦

die kommenden mittagspausenrunden werden, sofern überhaupt möglich, flach sein. wahnheide gibt nicht so viel her, selbst wenn damals der 10er bei den belgiern, den ich als späteinsteigerin nur noch zu seiner letzten auflage erleben durfte, auf den telegraph-hill ging. aus hiesiger sicht ist das alles kein berg, allenfalls leichtes welliges gelände.

aber hauptsache irgendwie auch mal im winter im hellen raus, zumal wenn jetzt ab 1.12. wieder vollzeit angesagt ist und die freien mittwoche der 80%-stelle geschichte sind. ich wollte es so und freue mich drauf. in jedem wechsel liegt ein neuer anfang, und wie schrieb schon Hermann Hesse Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“.

es ist zwar noch ein unglaublich milder herbst aber trotzdem kommt schon lust auf winteressen bei mir auf. deshalb hab ich ende der vorwoche im bioladen im dorf schon mal ein paar pastinaken gekauft (und im stoffbeutel auf der terrasse über’s wochenende gelagert). daraus hab ich uns heute eine schöne suppe zubereitet:


5 pastinaken (750g gewicht geschält kleingeschnitten) wurden mit 1l wasser eine gute halbe stunde gekocht, 2 radieschen die mir der hans „für Dich und Deinen mann je eins“ geschenkt hatte hab ich auch reingeschnippelt zwecks „gschmackigkeit“.

während des köchelns hab ich ein paar alte braune champignons in olivenöl mit ein bischen knoblauch kross gebraten und grana padano gerieben, eine gute portion fein und noch ein bischen grober geraspelt für’s auge für oben drauf

das gemüse hab ich dann durch die flotte lotte passiert und einen halben liter wasser-weißwein-mix mit ein bischen gewürzen aufgekocht und das pürree reingegeben, verrührt mit frischer petersilie und etwas scharfem öl abgeschmeckt, fertig

garniert wurde dann mit dem rest petersilie, den pilzen und dem groben käse

während das ganze vor sich hinköchelte hab ich schon mal winter „gespielt“ mit ofen und kerzenlicht und weiter in „garou“ geschwelgt.

das ist wieder eine wunderbare geschichte, weniger der reine krimi als die beschreibung der schafsdenkweise.

so könnte es in der tat sein, weiß man’s denn?

und demnächst, wenn man im dunkel nix mehr im garten tun kann und die abende lang und länger werden, fang ich mal den nächsten kleinformatigen pulli an. irgendwer braucht sicher noch mal einen, frau kennt schließlich nicht nur leute im eigenen alter. die am 8.11.2011 geborene amalia, tochter eines guten lauffreundes, wurde jedenfalls am freitag hiermit beschenkt:

im stern hab ich die tage beim warten im vorzimmer des physio einen artikel gelesen von einer redakteurin etwa meines alters, anläßlich des kranken wolfgang niedecken, zu beginn noch passend, nur in seiner gesamtheit nicht meine eigene geschichte.

BAP ist ein teil meiner späten jugend, der ersten semester an der bonner uni.
das ist sowas von klar, das hat geprägt und bewegt.
von etwa 1980 an lief in meinem alten polo (fast) nix anderes mehr, bis „da capo“ hab ich alles in schwarzem vinyl, danach noch „x für e u“ als einzige silberscheibe.
genau DAS wollte ich mir aber da nicht mehr vormachen lassen, das heißt: DAS WAR’S.
mit den jahren bin also entweder ich stehen geblieben (und alt geworden?) oder aber das ganze hat sich (eher meine überzeugung) in eine richtung bewegt, die ich nicht mehr mag.
ich nenn’s mal ganz despektierlich „kaufhaushinergrundgedudel“ oder alternativ „mallorcastrandtrallala“.

bis dahin war ich ein stinknormaler fan, also nix übertriebenes.
oh wunder kenn ich sogar 2 leute die „die“ kennen, mindestens kannten, intensiv, die welt ist soooo klein.

mein göga ging mit dem büchel (und dem major?) in die schule, ich hatte sogar die ehre auf einem klassentreffen etliche jahr(zehnt)e nach dem abi mitgenommen zu werden, aber ein autogramm hätte ich trotzdem nicht erbeten, wozu?

und „der bogen“, freund aus alten (post- und face2face)spielertagen in bonn hat wohl mit dem wolfgang kunst gemacht, damals, keine schlechte parallelwelt.

immerhin hab ich mit kunst, der sogenannten „bildenden“ im gegensatz zur akkustischen, abi gemacht, damals, im leistungskurs neben mathe und (abgestuft als drittem) englisch. irgendwann in den späten achtzigern war mal eine ausstellung in köln da bin ich sogar extra hingefahren, hat mir gefallen.

musikalisch vollends abgehängt haben mich die (inzwischen ziemlich ausgetauschten) jungs vor ein paar jahren, als eine neue version von „frau ich freu mich“ ein paar wochen im radio gespielt wurde und ich schlagartig aus- oder umgeschaltet habe bis der spuk immerhin schnell wieder vorbei war.

wie man so ein tolles lied, dem aus jedem takt die power tropfte, die FREUDE auf’s heimkommen, zitat:
„Birch eraff met Röggewind,
minge Speed weet gigantisch
ohne Strunzerei,
volle nüngunachzich“

so glattbügeln und einbremsen kann, daß der typ bei dieser zeile quasi einschläft, ist für mich unfaßbar und tat nur noch weh.

bleibt also nur die erinnerung an schöne zeiten und die hoffnung auf baldige genesung, ich drück die daumen für viele schöne jahre die vielleicht ja nochmal veränderung bringen (die mich auch wieder packt) und sei’s „nur“ back to the roots ins stille kämmerlein zu leinwand, farben und sonstigem was spaß macht.

ey vorbild, dank dir schön, ich jlöv ich kriejet langsam selver hin,
ΔNNΔ

obwohl ich ja in der IT meine berufung habe halte ich dem guten alten buch die stange, oder auch den stab, deshalb hab ich lange als überschrift „buch stab energuß“ in erwägung gezogen. energie fließt für mich aus guten geschichten/büchern, also sozusagen ein energie-erguß.

ich weiß ja, daß es hörbücher gibt. da ich keinen mp3-player habe/mag/brauche und auch nur relativ kurze strecken im auto zurücklege, also um 30km zur arbeit einfache strecke, und auch fast nur dann überhaupt radio höre, einfach weil ich sonst genug um die ohren habe und ruhe genießen mag, wenn ich sie bekomme, hab ich diesen trend bisher nicht verfolgt.

aber lesen, wenn ich denn die zeit finde länger am stück SEHR gerne, ansonsten halt kürzere „einheiten“ abends vor dem schlafen, ohne das könnte ich nicht leben, schreibt sich leicht, mag ich aber nicht dran denken.

über den letzten jahreswechsel hatte ich so zum beispiel noch mal alle 7 harry potter originale verschlungen und, obwohl ich 1-4 mindestens zum dritten mal und auch 5+6 zum zweiten mal las, noch neues entdeckt oder wieder vergessenes.
diese serie fand ich von anfang an unglaublich, in stil und phantasievoller ausmalung.
in dem fall habe ich wider erwarten sogar die ersten paar filme gerne gesehen und recht gut gefunden, was immer sehr problematisch ist wenn man das buch vorher kennt. die herr der ringe trilogie hat mich mehr als abgetörnt. teil 1 fand ich gerade noch ok, aber teil 2 schon kaum noch erträglich und ich habe überhaupt selten erlebt daß mich filme so fesseln (auch unbekannte also unabhängig vom vorher gelesenen buch) wie das geschriebene wort, das immer wesentlich mehr raum für eigene vorstellungswelten bietet und geschichten viel facettenreicher packender miterleben und lange in erinnerung behalten läßt.

buchhandlungen (viel mehr noch als amazon wo ich gezielt geplant bestelle, vor allem englische oder amerikanische crime fiction) saugen mich immer für einige zeit jedes einkaufbummels in sich auf.
ich blättere, lege weg, greife zu und zu hause stapelt sich das neue und gerät eine weile in vergessenheit.

vor ein paar monaten hatte ich so mal mangels bewußt vorgesehener nachfolgelektüre gewühlt und das 2 jahre vorher erworbene „alle sterben auch die löffelstöre“ von kathrin aehnlich auf dem nachttisch entdeckt und ziemlich schnell verschlungen.
eine im grundthema traurige geschichte, wunderbar be-/geschrieben, wider erwarten schön und nie langweilig.
denn das ist vor allem bei wenig zeit und immer nur kurzen zeitfenstern abends vor dem einschlafen ja besonders wichtig, man muß gepackt sein und bleiben, mag nicht etliche lange seiten irgendwo hineinfinden müssen in schwere kost oder eine nicht so wahnsinnig fesselnde geschichte.

was ich zuletzt ausgelesen habe diese woche am kurzen knackigen krankheitsdienstag gehört ganz klar auch in diese kathegorie:
„das war ich nicht“ von kristof magnusson, ein junger trader, ein alter pulitzerpreistragender autor und seine junge übersetzerin, in kurzen kapiteln jeweils in ich-form abwechselnd nur ein paar tage im leben der drei zunächst in chicago auf einander zu steuernd, immer will man weiterlesen und ist dann fast froh mal einen halben tag im bett zu verbringen nach schüttelfrost schlapp aber glücklich.

nun ist das aus und mittwoch hab ich schnell mal geguckt ob ich nachschub finde in irgendeine richtung (oder den stapel nochmal durchforsten müßte) und siehe da: garou von leonie swann, trotz des namens ein original deutscher krimi (wenn auch nicht in D spielend) und nachfolger des erstens teils „glenkill“.
es fing gleich wieder typisch im stil an, auch hier eine wunderbare art konsequent ein wenig schräg eine andere sichtweise (nämlich meist die der schlauen schafe, diesmal ergänzt um bekanntlich noch schlauere ziegen) abzubilden und weiterzuspinnen.
ich freue mich tatsächlich schon auf nachher wenn ich weiterlesen kann …

während der eine barde der gar nicht „neuen deutschen welle“ seinen 75. feiert war einen tag vorher für einen anderen kurz vor dem achtzigsten die himberrote reise vorbei, auch wenn er nicht im rattenteich rumschwamm. beide haben meine jugend begleitet, ich singe gerne (für mich alleine, im auto oder so ;-)) und deshalb haben sie auch eine aufnahme ins blog verdient!

die trauer schläft in der gitarre. aber ich hab sie nicht mit einem schrei geweckt, sondern nur mich selber mit einem frostig kalten morgenläufchen kurz nach sonnenaufgang.
nach 2 tagen füßestillhalten nach dem marathon wollte ich einfach RAUS, es war so schön im raschelwald, harter boden weil furztrocken und angefroren, weiße blätter und tolle blicke. aber nach dem milden noverberbeginn kann man ihn ahnen, den (jahres)zeitenwechsel.

also los, kommt runter vom balkon, beziehungsweise der terrasse, ihr lieben kübelpflanzen.
jetzt ist wieder winterquartier im treppenhaus angesagt.

lorbeer und olive sind ja überschaubar bis klein und von mir alleine noch zu handhaben.
aber die zitrone hatte dieses jahr einen neuen etwas größeren (plastik)topf bekommen, grenzwertig beim hochtransport, stufe für stufe, durch den göttergatten.
ich bin mal gespannt wieviele der früchte die umstellung mitmachen und noch ausreifen, ebenso wieviele blüten nicht jetzt sofort abfallen sondern weitere ansetzen.

aber jetzt erst mal den zweiten warmen tee trinken, heute wird mir gar nicht richtig warm, ungewohnt nach laufen&duschen.  ich hoffe es hat kein open-window-effekt zugeschlagen, erhöhtes infektionsrisiko nach harter anstrengung.
ich glaub trotz der so langsam selbst hier zu erahnenden sonne die sich durch den nebel zwängt laß ich das mittagspausenboulen (wie schon gestern, in der suppe) mal sein.
in knapp 4 wochen ist schließlich auch noch der siebengebirgsmarathon, ganz zu schweigen davon, daß ich auf der neuen stelle ab 1.12. natürlich glänzen und nicht nießen (oder gar fehlen) will!

der kreis ist ja eine ideale geometrische figur in der alle punkte des randes (der strecke) gleich weit vom mittelpunkt entfernt sind. zum laufen selten vorkommend, außer als hamsterrad, aber meist auch nur für solche gedacht/gebaut und mehr als 1-3 passen dann auch nicht rein …

für die menschliche spezies wurde das ganze erst mal flachgelegt, dann aus der idealen gestalt heraus etwas gezerrt und verlängert zu einem oval, also gut meßbar als 400m-bahn verlängert angelegt.
es gibt tatsächlich leute die es sich antun da mehr als nur ein paar runden tempotraining zu absolvieren. man berichtet von 6h, 12h, 24h, 48h oder gar 6-tage-rennen, wo dann alle 6h die drehrichtung gewechselt wird damit die knie nicht schief werden. ohne mich.

aber troisdorf im „kreis“ laufen, früher mal 2500m, jedes mal am ende der runde ins stadion durch ein VP-zelt wo man kann aber nicht muss (etwas zu sich nehmen wie salzstangen, bananen oder plätzchen, wahnbachtalsperre kalt und auch angewärmt, cola [dito 8-] tee oder iso), ja.
das hat was, immer noch von beklopptheit, aber schon einen gewissen abwechslungsreicheren charme.
denn die strecke geht aus dem stadion raus erst mal um die ecke auf den deich, somit ein hauch von landschaftslauf.

ich war seit 2007 (am 11.11. und daher ein paar runden ab 11:00 mit hexenpappnase … ;-)) jedes jahr da und erinnere immer nur SINTFLUT. mein göga hatte mir im vorfeld aber glaubhaft versichert in dem jahr in dem unser lt hennef/sieg mit 196km den 2.platz der mannschaft gemacht hatte, 2008, sei es nicht soooo schlimm gewesen. mag sein.

damals hatte ich auch nur 30km, davor und danach jeweils 35 und letztes jahr mit parkplatz an der vorverlegten startlinie mit neuer runde komplett durch’s stadion und 2742m bin ich als langer trainingskanten für den siebengebirgsmarathon (der dann ausfiel) in der liste gewertet mit 30806 und dann bis zum auto und unter die warme dusche.

ich hatte also immer noch eine rechnung offen mit diesem teil, bei freundlicherem wetter endlich mal was mehr laufen, eigentlich ja auch endlich mal die 6h vollmachen.
nicht, daß ich noch nie so lang unterwegs gewesen wäre, alle drei rengsdorfer 50er waren natürlich länger mit den höhen und dem genuß, und wegen des letzteren auch ganz klar medoc (zielgabengarantie bei 6:30 und deshalb punktlandung nach austern, bordeaux&co mit 6:29).
aber dieses jahr zickte ja seit monaten mein linker mittelfuß, der drache war langsam gelaufen leidlich erträglich als hexe sehr genossen, aber in den wochen danach wechselten sich eigentlich immer ein erfreulicher/schmerzfreier lauf mit einem ätzenden wo’s ab 5km zunehmend hart wurde und daher auch schon mal abgekürzt.
in dieser beziehung also kein gedanke an irgendein vorhaben, alles zwischen 20km und 6h war denkbar aber nur ersteres wirklich realistisch.

im vorfeld waren einige verabredungen im bereich jogmap gelaufen, es war also in erster linie ein lauf mit schwätzchen in guter gesellschaft bei tollem herbstwetter geplant. ich bekam exakt den selben parkplatz, d.h. da wo grad noch was am straßenrand vor dem stadion frei war und ich mich rückwärts reinschob, diesmal mit roter tomate statt grünem äpfelchen, fuhr, noch bevor ich die türe öffnen konnte der streckenposten rückwärts vorbei, stieg aus und malte eine kreidelinie hinter meinem kofferraum her über die straße 🙂
praktisch. tasche im auto gelassen, zur anmelde, leute getroffen, foto geschossen von 5 der mindestens 9 (oder noch mehr) jogmapDamens:

auf dem weg zum start stellte sich die frage ob man sich das ganze nicht etwas erleichtern könnte

aber NEIN, kurz danach hab ich den letzten kaffeerest unter die stoßstange gestellt und die langen klamotten ausgezogen und peng —>  die ersten meter im gewimmel hab ich dann leider doch schnell die schwatzpartner verloren 😦

ursprünglich hatte ich mir vorgenommen mindestens mal die erste runde zum warmwerden mit WWConny und alterwalter zu traben und danach weiter zu sehen, aus temperaturgründen wollte ich schon doch einen 6:30er bis 7er schnitt nicht zu sehr überschreiten. aber dann war ich erst mal weg, im rollen, und oh wunder, der linke fuß war begeistert. ich hatte allerdings auch sicherheitshalber die alten zwar ausgetretenen aber immer noch für (den großteil der strecke gegebenen) asphalt am besten gedämpften mizuni inspire gewählt, mit den alten einlagen die nächsten mittwoch ersatz finden sollen.

brooks messenger of run happy vertrat ich durch den rest:
infinityLowCutTab an den füßen, infinityCapry nix scheuert nix rutscht, ein gaaanz dünnes altes odlo unter dem equilibriumLS und darüber das messengerShirt, ein drachenbuff und ein paar handschuhe vom discounter.

es war beim hinfahren 3° und die windschutzscheibe auf dem audi, der nach gestrigem räderwechseln ausnahmsweise mal statt carportschutz zu genießen die freie einfahrt blockiert hatte, gerade freigetaut gewesen. ich denke den ganzen tag sind die temperaturen einstellig geblieben und je nach streckenrichtung gab’s ab+zu einen kräftigen wind, aber KEINEN REGEN aus dem strahlenden blau!

die freude über den braven linken fuß konnte ich nicht lange genießen, denn was ab+zu mal passiert, an keinem schuh oder socken fest zu machen ist, hat sich dann so bei km13 angekündigt.
bei 15 hab ich kurze pause zum sockenzurechtrücken genommen, aber das reichte nicht, etwa nach HM nochmal an den rand und komplett ausgezogen (den rechten fuß) und die fette blase bewundert: ca. 2*1cm in der fläche am vorderen ende des ballens knapp vor den zehen, prall gefüllt, GRUMMEL.
was soll’s, ich hab alles wieder eingepackt, in der phase irgendwen getroffen auf einen kleinen schwatz, das tempo war inzwischen abgesunken um 7:30min/km aber es ging noch, geht immer irgendwie, gelaufen wird mit dem kopf!

meine „hammermann“phase, mehr so mental, kommt auch eher nach dem HM schon, so von 22-32, danach is das teil gelaufen und ich hatte mir ja wie üblich um die 30km als grundziel wenn’s geht gesetzt.
auf einmal war ich so weit und lief einfach mal weiter. michaelA vom lauftreff hennef, in der staffel aktiv die sich später den ersten platz teilte mit einer schülerstaffel die zwar jünger aber auch unerfahrener (und einer weniger) waren (eine gute weise entscheidung zur zusammenarbeit statt „krieg“ auf den letzten runden) hatte 2l glühwein angekündigt.

eine längere VP-pause im durchlaufzelt gönnte ich mir vorher schon mal in der annahme, irgendwer bekanntes käme mit dem ich weiterlaufen und schwatzen könnte, das paßte nicht so recht also weiter.
aber dann rechnete ich hoch und als ich noch 4 runden zum M hatte holte ich im vorbeilaufen ein warmes shirt aus dem kofferraum und hab dann mal 14min im stadion beim ersten becher glühwein verbracht, im schwatz mit unseren staffelinen die als mädels auch die späteren siegerinnen stellten!

so gedopt lief die nächste runde wieder richtig gut, dann die nächste und wieder eine glühweinpause, diesmal 7min und ab auf die letzten beiden runden.
ich hatte den garmin im blick und den weg zum auto ebenso und deshalb beschloß ich DUMMERWEISE nach der stadionrunde die mit 41774 zu buche steht nicht nochmal auf den deich geschweige denn bis zum ende der 6h durch zulaufen, sondern nach brutto gut 5:20h zum auto abzubiegen, an der startlinie das ziel zu definieren und es mit dem marathon gut sein zu lassen.
garmine meinte da 42,60 und wenn ich die 170m in den drei abgedrückten pausen abrechne hab ich damit gestern meinen 22. marathon gefinished, in netto 4:56 und weit mehr als morgens erwartet und irgendwie doch ein saugutes gefühlt, „geht noch, alte“, auch mit relativ wenig direkter vorbereitung, und: in 4 wochen ist siebengebirgsmarathon 😉

blöd nur, daß ich auf der liste die in der halle aushing, noch ohne restmeter nach der letzten stadionmattenerfassung, auf dem 3.W50 geführt wurde, die beiden auf dem 4. und 5. aber bis zum ende dabei blieben und mit ihren restmetern VERDIENT auf dem treppchen standen.
eine volle runde mehr hätte gereicht, dann hätte ich auch noch vorzeitig duschen oder auch noch ’ne halbe bis zum ende dranhängen können ohne weiteren effekt.

trotzdem: ein schöner tag mit viel erfolg für hennefer, vielen schönen gesprächsmetern mit netten leuten, den üblichen verdächtigen aber auch bisher nur virtuell bekannten, und mir ist sowas immer noch lieber, selbst wenn asphalt und rund, also so überteuerte mega events anderenorts!

lobend erwähnt werden sollen auch die jungs und mädels in gelben warnwesten von der bundespolizeibiker.de-fraktion, die an den kritischsten öffentlichen stellen posten bezogen und runde für runde besser „erzogen“ eine welle der aufmunterung von sich gaben. das war klasse, und daß unser erwin (neben mir der 2. hennefer einzelläufer mit 55484m) Euch kennt … hätt ich mir denken können, sah nach viel spaß aus den Ihr hinterher in der halle hattet 🙂

(c)Fotos (über die Veranstalterseite) von Runner’s World (1) und Sigi Bullig (1) sowie privat (2)

angestupst durch den blog von Co-Messie Bernd der (mit mir und anderen als Messenger of Run Happy die aktuelle kollektion von Brooks testet und) heute meinte „Es wird Zeit für eine Wall of Fame“ fiel mir ein, daß ich mir langsam mal gedanken machen muß, was aus meiner medaillensammlung wird …

derzeit hängen die sonderlocken in gestalt der lebkuchen, erst rund und ab dem dritten jahr in herzform, vom rheinhöhenlauf (HM ende september) im schlafzimmer, da hängen sie gut. andere mitläufer berichteten sie hätten sie gegessen, das könnte ich NIE und NIMMER 😦

aber alles andere aus blech in diversen farben und formen kam sukzessive ab 2002 an das fette dreiadrige kabel im unteren badezimmer.

das ist erstaunlich stabil, ich wundere mich bei jedem neuzugang, daß es hält.

aber das soll nun wirklich dieses jahr mal einzug in einen spiegelschrank finden um seiner eigentlichen bestimmung nachzukommen, also die dortige stromversorgung zu gewährleisten!

gesucht ist also ein neuer platz wo sie nicht völlig verschwinden, sich aber auch nicht zu angeberisch breitmachen.

das projekt „treppenhaus-renovierung“ dümpelt auch noch so vor sich hin.

vielleicht wäre da danach irgendwo eine ecke wo man was hinhängen könnte, aber ich bin da noch sehr unentschlossen.

na ja, das ganze ist kein wirkliches problem, sooo viele medaillen kommen nicht dazu zur zeit.

letztes jahr hatte ich (nach dem rekordjahr 2009 mit 5) gar keinen marathon, dieses bisher auch nicht. für den kölle-ausstieg zur halbzeit gab’s ja nix (das ist ok), mit etwas glück und willigen füßen kommt vielleicht doch noch der 7gebirgsM, aber ansonsten schlägt 2011 als weiteres „schlechtes“ jahr mit schmuck nur vom hermannslauf im april, dem HM in LEV im juni, den 10 meilen von köln ende juli und dem drachen vor zweieinhalb wochen zu buche.

meine ersten urkunden habe ich in klarsichthüllen abgeheftet, im laufe der zeit aber gar nicht mehr alle mitgenommen/ausgedruckt. wenn doch dann hab ich sie eher in DinA5 passend gedruckt und in meine küchenkladde/lauftagebuch (von quint buchholz mit ein paar schönen zeichnungen) geklebt.
die hat 2 seiten pro woche und ein paar zusätzliche freie blätter zwischen den monaten und dahinter, da paßt sowas zeitnah dazu zu ein paar fotos und zeiten, das reicht mir.

eigentlich sollte die überschrift „italia da noi“ lauten, aber nur der anfang erinnert noch an die italienischen momente im leben, der rest des tages entwickelte sich dann mehr in richtung hiesiger wechsel der jahreszeiten

heute morgen fiel mir auf, daß die im laufe des terrassensommers angesetzten zitronen so langsam größer werden und etwas heller.

sie sind noch nicht gelb aber das wird noch, auch über den winter im treppenhaus, wohin das gut 30 jahre alte bäumchen bald hochgetragen werden muß, um am fenster bei hellem licht der morgensonne und etwa 12-15° frostfrei zu überwintern.

als ich dann ins büro fuhr traute ich meinen augen kaum, das heißt, sogar zuerst meinen ohren: da rasselte was, kam das aus dem radio oder gar aus meinem motor?

nein, auf der brücke zur auffahrt siebengebirge sah ich den „verursacher“, ein föppchen, konkret wenn meine augen mich nicht im stich gelassen haben so einen piaggio-mini-lkw, der freundlicherweise die jetzt seit kreisverkehr als standstreifen umfunktionierte rechte spur nutzte um uns vorbeizulassen.
zur belohnung, da ich nicht annahm daß der auf die autobahn wollte, ließ ich ihn blinkend dann vor mir wieder rein.
und das war nicht etwa ein aus der derzeit gefeierten ersten „gast“arbeitergeneration übriggebliebener seinen ruhestand genießender, sondern ein offizielles fahrzeug der stadt königswinter, versehen mit dem logo links, aus dessen einbindung mir hoffentlich keiner einen strick drehen wird. nimm es als lokalpatriotismus, bitte, lieber peter (immerhin ist der genannte ja ein lauffreund) 😉

erinnerungen an urlaub in der toskana oder später bei den schwiegereltern unten im gargano wurden wach. immerhin hatte es (glaube ich) 4 räder statt der dort üblichen 3.

in der firma angekommen gab’s erst mal eine doppelten latte macchiato plus extra milchschaum plus espresso (mit einem böhnchen statt 3) denn ich hab einen RIESEN becher und einen weiten weg von der kaffeeküche ins büro.

in der mittagspause haben wir uns einen laubraschellauf gegönnt, wunderschön und nach gestrigem physio“leiden“, also prachtvollem geknetet werden meinerseits, auch einfach nur wunderbar locker, fast wie fliegen. wir liefen die weißenfelser ley und sogar schneller als so manches mal sonst, dabei fast ohne mühe.

im ziel fiel mir auf: mein linker mittelfuß hat sich ÜBERHAUPT nicht gemeldet, und das in den alten asics-gel-1100 mit >1000km auf dem tacho. da momentan der 1160 aktuell ist kann man sich denken wie alt. immerhin hatte ich die alten einlagen drin, die am 15.11. neue geschwister bekommen sollen und sehe das als gutes zeichen, daß sich die lage so langsam beruhigt!

unterwegs kam mir ein knüttel-haiku in den kopf:

milder november
letztes licht am läuferbein
bald kommt der winter

kaum war ich dabei diese zeilen zu formulieren drang durchs geschlossene fenster ihr umsortierungsgeschnatter: