Gummi Arabicum Bündchen

Die InfinityShortTight in M paßt wie angegossen, sie sitzt, nix wackelt und ich hab noch genug Luft, sozusagen. Ich hab keine Ahnung woraus die Beinabschlußbündchen nun wirklich hergestellt sind, aber sie sind Klasse!

Mein Problem, nicht wirklich ein Problem, aber durchaus zu beachten mit zunehmenden Temperaturen und abnehmender Stoffmenge an den Beinen, sind selbige, konkret die oberen Oberschenkel. Wenn ich da mehr als ein paar Kilometer laufe scheuern die aneinander. Also das tun sie natürlich schon ab den ersten Metern, aber so ab km 6 spätestens gibt das dann Reibungsstellen. Das macht AUA. Man kann einfetten aber manchmal vergißt man’s, manchmal reicht das auch nicht, Marathon wär nix in ganz kurz für mich.

Generell heißt es also im Frühjahr: langsam rantasten, die Umfänge nicht der Beine sondern Streckenlängen ausbauen, sorgsam wählen was man wann wo anzieht und abwechseln bis sich eine gewisse nicht Horn- aber doch trainierte Haut eingestellt hat. So ganz klappt das aber nicht immer.

Mit Erhalt des Brooks-Messenger-of-Run-Happy Testpakets hatte sich der Sommer ja aber erst mal verabschiedet und die Temperaturen in die Einstelligkeit verzogen, da lauf ich in Capri, die schützt genügend. Die ShortTight lag also bisher nur kurz anprobiert aber ansonsten unbeachtet in der Ecke und schmollte.

Gestern nun war so ein Tag, goldener Oktober, frisch und mit Aussicht auf nachmittäglichen Regen mit Abkühlung aber morgens immerhin noch mal so um 12°. Da sich für “etwa ab 13 Uhr” ein Handwerker angesagt hatte hatte ich gleich komplett den freien Mittwoch gegen Dienstag getauscht und konnte morgens das trockene Wetter nutzen, also rein in die InfinityShortTight.

Sich selbst mit dem Handy zu fotografieren ist gar nicht so einfach, aber hier der Vorher-Beweis, sie sitzt!

Und so sah sie hinterher auch noch aus!

Gelaufen bin ich dann (bis auf Uhose und Bustier) komplett einge-brooks-ed, also in der InfinityShortTight mit EquilibriumLS und InfinityLowCutTab im AdrenalineASR8, optisch top gestyled in dunkelrosé (“Cerise”) mit schönen grünen Söckchenrändern.

In den Schuhen hatte ich im Gegensatz zum ersten Einsatz unmittelbar am Paketankunftstag diesmal meine Einlagen, ob es an denen lag oder es mir nicht so aufgefallen war vorletzten Freitag beim ersten Laufen mit dem Test-ASR8 weiß ich nicht, jedenfalls kamen sie mir sehr “flach” vor, was den Schaft angeht. Ich hatte zunächst Bedenken ob ich oben rausrutsche, sozusagen, aber die haben sich über die Strecke von 11km zerstreut. Demnächst werde ich den direkten Vergleich starten, eine Runde mit links ASR8 rechts GTS12 (und danach dieselbe mit den besseren Hälften, damit die Kilometerstatistik sauber gezogen wird *ggg*).

Meine gestrige Strecke geht auf etwa einem Drittel über Waldschotterboden, wäre also auch für den GTS12 gut gewesen aber der hatte sie Samstag vor einer Woche schon kennen gelernt, auf 9km abgekürzt, daher war nun wieder der ASR dran. Die Runde führt über die Dörfer und durch die Wälder rund um Süchterscheid im nördlichen Westerwald, also wellig, jopgmap meint dazu 284Höhenmeter.

Das EquilibriumLS Shirt war grenzwertig dünn gerade noch ok bei den Temperaturen, aufgrund des schmeichelnden zarten Materials wieder sehr angenehm zu tragen bis auf den schon kritisierten für mein Empfinden viel zu groß ausgeschnittenen Hals. Solange das so bleibt werde ich mir kein weiteres kaufen, aber dieses natürlich immer wieder gerne tragen. Zum Dank durfte es dann gestern endlich mal in die Waschmaschine zusammen mit dem ersten Sockenpaar und der Capri.

Ich war wider Erwarten flott unterwegs, am Ende kam sogar eine Saisonbestzeit raus, wobei das alles momentan eher wohldosiert ist. Seit ein paar Wochen zickt mein linker Mittelfuß massiv rum, Senk-Spreizfuß-durchgetretenes Mittelfußgewölbe, daher die Einlagen, die aber nun schon knappe 3000km auf dem Buckel haben weshalb Ende der Woche der erste Termin zum Basteln neuer ansteht.

Da am Sonntag der Drachenlauf folgt, mein neunter beim neunten, ist leider Leiden vorhergesagt. Dafür habe ich mir in Anlehnung an Wanderstiefelklassifikationen für das felsige Hochgebirge eine andere Strategie zurechtgelegt. Zur Sicherheit laufe ich trotz des schönen Testpakets in den Schuhen mit der festesten härtesten stabilsten Sohle, meinen für den Winter mal angeschafften und seit Februar regenerierenden Salomon XA Pro 3D Ultra. Sorry liebe Brooksies, aber der Drache hat 1000Höhenmeter bei 27km und das überwiegend auf Trails, mal Wanderweg”Autobahnen” aber auch viele felsige schmalere Passagen und kaum Asphalt. Ich erinnere leider zu gut den siebten vor 3 Jahren, als ich beim runterlaufen bei km5 Richtung Seufzerbrücke (ohne Einlagen im ausgelutschten TrabucoVIII) zwei mal mit dem linken Ballen auf die Spitze so eines harten Steins trat. Danach waren die Kilometer bis hoch zum Sekt auf dem Petersberg bei km23 eine Qual, Vorfußbergauflaufen ging gar nicht mehr, runtereiern wenn jeder Schritt schmerzt macht auch keinen Spaß. Das muß ich am Sonntag so lange wie möglich herauszuschieben versuchen, die Serie soll halten, es gibt nicht mehr viele alltimer!

Aber danach sind wieder Brooks angesagt: nicht umsonst (wörtlich zu nehmen “dank” GKV) werden die beiden Paare neuer Einlagen als Doppelpack in den GTS12 (kann ich dann auch in den ASR8 wechseln) und vermutlich auch meinen noch fast neuen Axiom eingepaßt werden. Damit hoffe ich mal beruhigt sich der Fuß wieder und ich kann noch viele Kilometer genießen und davon berichten.

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4 Kommentare
  1. Din sagte:

    Es gibt ja tatsächlich nichts Schlimmeres als Scheuerstellen. Hoffentlich bleibt das gute Gefühl bei dir!
    Mir ist jetzt schon leider zu frisch für Shirts, deshalb müssen schon die Jacken her. Aber eine kurze Hose, in meinem Fall der Rock, noch her. Die Hose unter dem Rock sieht sieht auf dem ersten Blick in etwa so aus, wie deine.

    Glückwunsch zur neuen Zeit! Einfach mal so nebenbei gelaufen, da freut man sich sicher gleich doppelt.

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  2. An die Hose unter dem Rock musste ich auch gerade denken :-). Ist ja arsch kurz das gute Stück 😉

    Irgendwann muss ich ja auch mal den Drachen in meine Sammlung aufnehmen! Der reizt mich ja schon sehr… aber 1000 sind ja ganz schön viel… Viel Spaß am Sonntag! Hoffentlich muckt der Fuß nicht wieder so rum!

    Liebe Grüße,
    Mary

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  3. Gerd sagte:

    Das mit dem Scheuern kenne ich nur von den weiten Hosen. Bei anliegenden Tights hatte ich zum Glück noch nie Probleme. Ansonsten muss ich die Strecken ein bisschen kürzer halten. Und da mir das unheimlich schwer fällt, lass ich es meistens mit den „Schlabberhosen“! 😉

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