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Archiv für den Monat Oktober 2011

in Christophs test des GTS11 war ja die erklärung zur brooks-schen DNA-anpassung im adrenaline, das hat mich in seiner darstellung mal gleich an hannes wader „oder gib mir ly|serg|säure|di|ethyl|amid …“ erinnert

aber NEIN: bevor Ihr jetzt denkt „ach — SO eine ist das also“
nur vom takt her
und weil das alles irgendwie chemie ist, auch das adrenalin in unserem körper, und laufen … ist manchmal ja auch ein rauschhafter zustand

man schwebt wenn „es“ richtig läuft irgendwann zwischen den zeiten/dingen, gedankenlos oder aber mit tausenden von gedanken gleichzeitig, die im kopf durcheinanderwirbeln wie die blätter auf dem herbstlichen waldboden

genug freizeitphilosophisches, back to the roots, oder lieber nicht (über wurzeln stolpern) sondern zum laufen schreiben.
heute also wieder ein strahlend schöner goldener oktobertag mit 4,5° auf dem weg zur arbeit und einer verabredung zum mittagspausenlauf.

vorgestern abend war ich beim einlagenbauer, der mir 2 paar neue analog zu den von ihm vor etlichen jahren hergestellten basteln soll, er nahm korrekterweise neu maß und verglich und malte hier und da und rückte dort und da und schnürte den linken ASR8 (wo das durchgetretene mittelfußgewölbe momentan deutlich knatschiger ist als im rechten) mal um.
jetzt ist in der mitte in der „blattlasche“ nix, nur noch unten im „schneeflöckchen“ und oben im „wolkenbruch“ sowie ganz oben in der schlaufe die anscheinend kein wetter kennt.

immer wieder erstaunlich daß es ja vielleicht sogar UNTEN im vorfuß von den ballen in die zehen rein krampft und weh tut unter anderem auch weil OBEN ggf. was drückt.

als dann endlich 11:30 war war leider die sonne weg, somit lohnte auch keine kamera, die weißenfelserleyrunde ist aber auch schon in meinem blog vor 2 wochen festgehalten.
meine füße waren zu beginn wie üblich SEHR begeistert vom ASR8, die neue art der linken schnürung störte nicht, ob sie besser ist kann ich im moment des schnell auftretenden schmerzes weil gereizten zustandes nicht beurteilen, ich laß das erst mal so.

mein gefühl des flachen aufbaus und damit fast rausrutschens an der ferse von neulich konnte ich nicht mehr nachvollziehen.
entweder war da irgendwas oder ich falsch gelaufen oder ich hab mich schon dran gewöhnt.
adrenaline ist halt einfach ein klassischer schuh für mich, reinschlüpfen wohlfühlen laufen.
schön ist die für mich neue kleine schlaufe oben an der zunge welche sich sonst immer irgendwie zur seite verabschiedet hatte. das sitzt jetzt, da rutscht nix mehr -> kleine änderung „tongue tied“ => positiver effekt!

heute dann also 6,75km mit 235Hm in knapp 49min in aller ruhe weil immer noch mit ein paar resten muskelkater vom drachenlauf am sonntag mit 27km/1000Hm gesegnet.

es wär gelogen wenn ich schriebe alles wär gut aber es war auch schon schlimmer und ich freu mich auf einen schönes kleines läufchen morgen früh, wenn ich frei hab, im GTS12, den ich dann links auch mal so umschnüren werde.

der härtetest kommt dann ggf. mir dem GTS12 am 12.11. in troisdorf sofern meine gräten mitspielen wollen, ohne neue einlagen sicher nicht die vollen 6 stunden aber wenigstens 30-35km sollten es schon werden und vor allem viele schwätzchen unterwegs mit vielen netten ultras (und alle 2,5km bis 5km salzstangen und wasser/tee/… im verpflegungszelt beim durchlauf ins stadion 🙂

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heute morgen war zwar die sonne noch so flach daß sie nicht das schönste licht gab, aber wenn ich noch länger warte sind die blätter eventuell schon unten also hab ich schnell noch das rot festgehalten, und, ehrenwort: nicht retouschiert hinterher

einmal an der terrassenecke

einmal „im“ teich

und in der einfahrt an der ecke vom carport am hang wieder ein anderes rot in kleiner

herbst ist doch schön, oder?

vielen ist der naive realismus von josef hawle ein begriff von zahlreichen abbildungen der letzten jahre, mir war vor ein paar jahren, als ich mir die ersten laufeinlagen vom künstler in der nordstraße machen ließ, schon mal die siedlungsverschönerung in der querstraße aufgefallen …

gestern war es wieder mal so weit, termin 17:30 und dank fehlender staus unterwegs war ich viel früher da und es war noch hell.
also bin ich noch ein paar meter gegen den drachenmuskelkater ins städtchen gelatscht.
bewegung tut ja gut, nur wollte ich halt seit montag lieber erst mal nicht laufen, und der roos wollte mich bestimmt wieder traben sehen 😦
da galt es warm zu sein um nicht zu sehr rumzueiern und zu völlig falschen schlüssen ob des stils, der schiefstände oder pronationsbewegungen zu verleiten!

daher kam ich auf dem rückweg wieder durch die friedensstraße und hab mal eben das fotohandy gezückt, keine 1a-qualität, aber jetzt wißt Ihr was ich meine 🙂

ich find’s immer wieder süß
aber morgen früh (oder in der mittagspause, mal sehen was der kollege vom nachbarzimmer meint …) wird wieder GELAUFEN!

wie oft ich den satz am sonntag zu hören bekam, kann ich nicht mehr an 2 händen abzählen, meine antwort war dann „geht nicht, sprit alle …“

aber zurück auf anfang: am 4.sonntag im oktober ist der drachenlauf, die strecke und vor allem das höhenprofil kann wer mag auf der homepage des drachen nachlesen ebenso wie eine tolle wegbeschreibung von einer der regionalen laufkoryphäen

der drache ist von beginn an auf meinem laufkalender, das heißt seit 2002 wo er im ebenfalls damals gegründeten siebengebirgsCUP das mittelteil darstellte, nach 15,6km mit knapp 400Hm des löwenburglaufs eine gesteigerte strecke von knapp 27km mit 1000Hm und am ende des trios liegt etwa als addition der längen der siebengebirgsmarathon, höhe auch so etwa 700 aber dann wieder sanfter verteilt und damals dann „zwangsläufig“ halt unser erster.
meine läuferhistorie ist eng mit diesem hiesigen mittelgebirgswaldtreiben verknüpft, die anstrengungen zur verteidigung der roten laterne im CUP sind beim steppenhahn nachzulesen.

der drache schied irgendwann aus dem CUP aus aber wurde weiterhin jedes jahr genossen bis nach dem 8. schluss sein sollte mit der orga, sich aber dankenswerterweise doch eine neue fand und er nach einem aussetzerjahr dieses jahr also in die 9. auflage ging, mit wenn ich richtig gezählt hatte noch potentiell 29 alltimern (26M+3W).

er ist mir „heilig“, somit war nicht mal mein in den letzten wochen wieder heftig protestierendes malträtiertes mittelfußgewölbe in der lage mich abzuhalten. nicht zuletzt hatte ich einen wegen schonhaltungsrumge-eiere in der hüfte schmerzenden marathon in kölle erstmals im leben abgebrochen bei HM, um den start gestern nicht zu gefährden!

meine bestzeiten liegen zwischen 3:07 und 3:39, ein lacher gegen den sieger (und ebenfalls alltimer) daniel weiser der als einer der wenigen UNTER seiner durchschnittszeit diesmal in 1:50 reinkam, und mir erstmals (zusammen mit dem gleichzeitigen sieger und gefolgt von den schnellsten bis platz 6) schon auf meinen kilometern 6,5-7 entgegen kam, das gab’s noch nie und ich dachte in der phase schon WHOW bist Du so lahm und weit hinten heute?
immerhin: wie er mir später versicherte war auch ihm das noch nie so ergangen aber sie spürten den dritten im nacken und „mußten halt mal eben gas geben“ 🙂

da ich diesmal nicht „richtig“ rennen konnte hab ich gleich ganz auf funrun umgeschaltet und mich in mein medocerprobtes ensemble geworfen:

  • kopf – tchibokarobuff mit knoten für häßlich
  • kopf tiefer – plastiknase mit leuchtLED (leider nicht genau die warze)
  • hals – finisherhad vom 2.drachen 2003
  • schulter – katze mit startnummernhalsband
  • oberteile – Brooks Equilibrium LS in Cerise
    und karohemd, die jungs am stand des sponsors WINDSTOPPER meinten ich sei hoffentlich in ihre produkte gekleidet, logisch, voll die atmungsaktive baumwolle *ggg*
  • hosen – Brooks Infinity Capri und schlangenleggins
  • füße – Brooks Infinity Low Cut Tab in schönem NeonGrün, bis auf den preis derzeit meine absoluten lieblingssocken
    und meine salomon XA pro 3 D ultra, „für gegen“ die schmerzenden harten knubbel auf dem weg, der drache ist viel trailiges mit felsigen spitzen steinen, da hab ich schon im ausgelatschten trabuco ohne meine einlagen vor 3 jahren jämmerlich gelitten und da waren die füße vorher in ordnung.

diesmal standen die zeichen auf „schlimm“ und deshalb kein risiko, nach wanderschuhklassifikation vermutlich in richtung C gehend, auf asphalt peinlich laut, aber … asphalt? welcher asphalt?? vielleicht ein knapper kilometer zu beginn, ein guter am ende, dazwischen ein paar hundert meter, also SCHUTZ vor akkustik!

damit das nun auch optisch zu einem bild zusammengemischt wird hier vor dem start

zunächt galt es erst mal locker zu laufen, (fast) hoch zum ölberg und vor allem schmerz- und stolperfrei runter über die seufzerbrücke zum nächsten anstieg. dazwischen an der ersten VP nahm ich mir wie geplant die erste noch kurze auszeit, fuß im schuh bewegen, trinken in ruhe, ein schwätzchen mit den lieben verpflegungsposten und der nach und nach eintrudelnden restläuferschar, dann weitertraben.

der lange breite wanderweg zum lohrberg hoch ist meine fruststrecke, aber diesmal hatte ich schneewittchen bei mir, weiß wie … rot wie … schwarze haare.
sie wußte nicht, daß ich als hexe da sein würde sonst hätte sie wie schon bei früheren internen läufen ihr altes brautkleid ausgepackt.
DAS wär dann erst richtig lustig geworden!

immerhin kommt oben am ende dieses blöden langen egal wie sanften anstiegs endlich mal das wahre leben, am nasseplatz ab von der wanderautobahn rechts steil den trail hoch und da ich wenn platz ist ALLES laufe außer dem petersberg (so spät im rennen nach km20 erst kommend, s.u.) auch wenn mich die überholten geher hinterher wieder schlabbern, machte ab da der drache wieder richtig spaß!

danach kommt die zweite VP am löwenburger hof, kurz vorher ist auch eine begegnungsstelle die in all den jahren genossen wird sieht man doch verständlicherweise und gerne da etliche schnellere die schon von der löwenburgerstürmung zurückkommen, dann aber das obere mittelfeld, nicht mehr die führenden.

zur löwenburg hoch geht es wieder direkt und ganz hoch im gegensatz zum löwenburglauf der an selber stelle den berg nur umrundet, aber das macht spaß, ist laufbar und die wanderer springen bei meinem gekrächze und drohenden besen schnell zur seite (hoffentlich keiner in die tiefe … hab nix in der zeitung gelesen).
überhaupt hatte ich auf die art eine menge spaß und wie mir schien die unmengen ausflügler auch.
nur eine einzige ältere dame auf einem der breiten bequemeren wege meinte im brustton der überzeugung, ich solle doch kleine kinder nicht so erschrecken!
das mädel an ihrer hand war geschätzte 5-6 und sichtlich nicht in tränen ausbrechend.
ab da hab ich dann bei ganz kleinen kindern vorsichtshalber behauptet, ich sei eine gute fee in verkleidung, aber eigentlich haben sich alle gefreut und bereitwillig platz gemacht.
2 mal gab’s sogar ein paar sekunden pause zwecks sonderfototermin 🙂

kurz nach km16 kommt der 3.VP vor dem ansturm zum drachenfels, den wir diesmal nicht überqueren konnten wegen baustelle und steinschlag auf der anderen seite, daher wendepunkt und danach auf einen uns allen neuen weg durch das gelänge vom park an schloß drachenburg.
das war sehr schön und vor allem der ungewohnte blick beim verlassen des parks rüber zum wesentlich höher gelegenen gästehaus auf dem petersberg machte laune, mir zumindest, die novizen bekamen hier feuchte hände, ich WUSSTE daß ich da schon 8 mal vorher tief runter ins tal und dann hoch gekommen war.

tief runter durch’s nachtigalletal war dann in der tat allerdings auch mein unangenehmstes stück.
die füße meldeten sich ein paar kilometer vorher zur halbzeit so langsam mit ihren beschwerden an, und an lockeres laufen auf dem wunderschönen waldboden war leider nicht zu denken.
in der phase grüßte ich auch die zahlreichen wanderer nicht mehr so fröhlich aber irgendwann war ich unten und zog am 4.VP an den tennisplätzen unterhalb des petersbergs erst mal die schuhe aus und ließ mich ausnahmsweise mal richtig bedienen sprich 2 becher wasser an den standort bringen.
ein netter schwatz und meinen füßen versprach ich den petersberg hoch zu gehen — ok, ich hab gelogen, immer wenn es wieder etwas „flacher“ wurde trabte ich mal an weil ich insgeheim hoffte meine brutto 3:43:43, die ich beim brooks pace prohet zwecks gewinnen eines paars laufschuhe angegeben hatte, noch halten zu können.

letztlich war’s dann aber alles absehbar zu langsam und daher gönnte ich mir oben dann die richtige pause mit sekt ausgiebig, ließ mich von einigen netten schlabbern und machte mich auf halbwegs (von den füßen her) erträgliche ansonsten wie alles wunderschöne restliche 4km ins ziel auf.

liste 3:58:23, brutto selbstgestoppt 3:56:07, nettolaufzeit 3:34:08 und ein wunderbarer lauf.

statt noch zeit mit duschen zu verplempern (eine weise entscheidung, die waren KALT) begab ich mich in den strücher saal und genoß mit vielen freunden zusammen die siegerehrung, mit meiner besten zeit von 2006 (AK W45) wär ich dieses jahr gerade mal aufs treppchen der W60 gekommen (noch fragen?), aber ob ich das in 10 jahren noch/wieder werde laufen können?

anscheinend hatte ich da dann im hintergrund so „demonstrativ“ gestanden bzw. die orga so viele nicht abgeholte preise übrig, jedenfalls kam kurz vor ende noch einer zu mir und meinte es gäb gleich noch … und siehe da: die hexe wurde wegen des schönsten kostüms mit einer flasche wein prämiert, danke liebe drachen!

hatte ich gestern noch gemutmaßt der vorteil eines langsameren tempos sei ausbleibender muskelkater ist mir heute dann doch jeder erste schritt nach dem aufstehen ein harter … aber das gibt sich, immerhin muß ich heute nicht laufen sondern fahr dann mal in die sportfabrik auf die flachbank und genieße vielleicht noch ein bischen sauna … oder ich verschiebe das sogar auf morgen nach dem termin beim neueeinlagenmacher wenn ich eh in der ecke unterwegs bin mit zwangsweise frühem feierabend?

ach ja, drachen gab’s auch, vor dem start durfte ich von dem linken das schwänzchen streicheln, hier leider nur als minizipfel rechts vom arm zu erahnen 🙂

die sektausschanktruppe auf dem petersberg machte stimmung und hatte auch für uns letzte noch was übrig.

EDITH meint am 15.11.: ich hab noch 2 schöne fotos bekommen, danke dafür an ALLE (privat)!

heute morgen im dunkeln um halb sieben war der erste frost beim zeitungholen auf der briefkastenklappe an der straße zu fühlen, die nur noch schmale sichel des abnehmenden mondes kam kaum durch den nebeldunst, ich strich den plan des vor der arbyte laufens und hoffte auf einen schönen sonnigen freitag mittag.
auf dem weg in den westerwald hörte ich ein bischen october von U2 mit gloria u.a. und vor dem ersten kaffee wurde noch der graue altweiber“sommer“ für die nachwelt festgehalten.

spinnweben am geländer wo wir sonst nach den mittagspausenläufchen die klamotten trocknen

dann wurde eine runde gearbeitet, der mittagspausenlauf verworfen weil immer noch grau (und die kantine mit paella lockte) und um kurz vor vier schmiß ich mich in schale um endlich die sonne zu genießen, leicht overdressed denn die jacke band ich kurz darauf dann doch um die hüften, für’s foto-handy war sie aber schon gut zu gebrauchen. die füße stecken nochmal in den harten salomon, für die lädierten besonders links zickenden mittelfußknochen kein weiches risiko 2 tage vor dem drachen. um den hals schmiegt sich zur mentalen einstimmung auf übermorgen schon mal der finisher-buff vom 2. drachen 2003

so gings zum abschied nehmen von der dritten hiesigen laufstrecke, die koddenrunde hat 8,8km und geht von rahms auf 310Nn runter bis fast an die wied etwas über 140Nn um sich dann mit ein paar „überflüssigen“ wellen über strauscheid wieder hochzuwinden, als strecke rund ein drittel (als höhenmeter vermutlich etwas weniger) als beim drachen. hat schon immer gut gepasst als herbsttraining.

zunächst geht’s noch im freien mit weitem blick auf das siebengebirge und die ICE-brücke oberhalb der A3
durch gerhardshahn west nach gerhardshahn ost (die schilder stehen wirklich so oben an der hauptstraße 😉 ), dabei war ich erst vorbeigelaufen und hatte an einen dicken regenwurm gedacht, aber da sonnte sich noch jemand gaaanz träge bei rund 8° lufttemperatur auf dem asphalt

kurz danach konnte ich endlich in den ersten wald eintauchen, in dem teil haben wir schon öfter auch am hellen tag rehe gesehen, aus dem wald heraus ein wenig höher gekommen geht es dann weiter bergab, im gegenlicht knipst es sich mit handy schlecht, aber so runter geht nun mal die laufrichtung und der blick

nach viereinhalb kilometern ist der tiefste punkt erreicht, dann geht’s lange hoch, unterbrochen durch zaungäste

und wo man runter muß muß man um so mehr weiter rauf womit der lange anstieg nach rahms eingeläutet wird, aber für den und die ziegen am ende reichte leider der akku nicht mehr.
der fuß war friedlich, ob es am schuh oder der erholung durch wenige kilometer in den letzten 4 wochen oder den vielen fotopausen lag? 1:23 brutto, 1:02 netto und damit sogar etwas schneller als der durchschnitt auf rund 100 läufen dieser strecke und ein traumhafter lauf.

was macht man, wenn auf einmal das bäumchen, das seit etwa 1988 im garten steht

und obwohl seit 1992 von uns liebevoll gepflegt (zum beispiel alljährlich auf der baumscheibe mit kapuzinerkresse unterpflanzt) trotzdem all die jahre am darben war

aber auf einmal zur absoluten
höchstform aufläuft? richtig!

äpfel ernten, versuchen zu lagern, essen/kochen … und um sich später an den genuß zu erinnern auch noch ein paar fotos:

hier also ein teil der ernte, sorgsam lückig verteilt damit sich kein wurmloch am anderen ansteckt sozusagen, alle paar tage kontrolliert und aussortiert.

neulich vorvorwochenends gab’s dann daraus schon mal leckerste leber, vom guten metzger in uckerath (also nicht die vom metzger selber, klar, aber …) mit 3 riesen gemüsezwiebeln (für 2 leute) und kartoffelpü . . . und ein bischen frischem gemischtem salat nebst trockenem vernaccia di san gimignano— leckerschmecker 🙂

Die InfinityShortTight in M paßt wie angegossen, sie sitzt, nix wackelt und ich hab noch genug Luft, sozusagen. Ich hab keine Ahnung woraus die Beinabschlußbündchen nun wirklich hergestellt sind, aber sie sind Klasse!

Mein Problem, nicht wirklich ein Problem, aber durchaus zu beachten mit zunehmenden Temperaturen und abnehmender Stoffmenge an den Beinen, sind selbige, konkret die oberen Oberschenkel. Wenn ich da mehr als ein paar Kilometer laufe scheuern die aneinander. Also das tun sie natürlich schon ab den ersten Metern, aber so ab km 6 spätestens gibt das dann Reibungsstellen. Das macht AUA. Man kann einfetten aber manchmal vergißt man’s, manchmal reicht das auch nicht, Marathon wär nix in ganz kurz für mich.

Generell heißt es also im Frühjahr: langsam rantasten, die Umfänge nicht der Beine sondern Streckenlängen ausbauen, sorgsam wählen was man wann wo anzieht und abwechseln bis sich eine gewisse nicht Horn- aber doch trainierte Haut eingestellt hat. So ganz klappt das aber nicht immer.

Mit Erhalt des Brooks-Messenger-of-Run-Happy Testpakets hatte sich der Sommer ja aber erst mal verabschiedet und die Temperaturen in die Einstelligkeit verzogen, da lauf ich in Capri, die schützt genügend. Die ShortTight lag also bisher nur kurz anprobiert aber ansonsten unbeachtet in der Ecke und schmollte.

Gestern nun war so ein Tag, goldener Oktober, frisch und mit Aussicht auf nachmittäglichen Regen mit Abkühlung aber morgens immerhin noch mal so um 12°. Da sich für “etwa ab 13 Uhr” ein Handwerker angesagt hatte hatte ich gleich komplett den freien Mittwoch gegen Dienstag getauscht und konnte morgens das trockene Wetter nutzen, also rein in die InfinityShortTight.

Sich selbst mit dem Handy zu fotografieren ist gar nicht so einfach, aber hier der Vorher-Beweis, sie sitzt!

Und so sah sie hinterher auch noch aus!

Gelaufen bin ich dann (bis auf Uhose und Bustier) komplett einge-brooks-ed, also in der InfinityShortTight mit EquilibriumLS und InfinityLowCutTab im AdrenalineASR8, optisch top gestyled in dunkelrosé (“Cerise”) mit schönen grünen Söckchenrändern.

In den Schuhen hatte ich im Gegensatz zum ersten Einsatz unmittelbar am Paketankunftstag diesmal meine Einlagen, ob es an denen lag oder es mir nicht so aufgefallen war vorletzten Freitag beim ersten Laufen mit dem Test-ASR8 weiß ich nicht, jedenfalls kamen sie mir sehr “flach” vor, was den Schaft angeht. Ich hatte zunächst Bedenken ob ich oben rausrutsche, sozusagen, aber die haben sich über die Strecke von 11km zerstreut. Demnächst werde ich den direkten Vergleich starten, eine Runde mit links ASR8 rechts GTS12 (und danach dieselbe mit den besseren Hälften, damit die Kilometerstatistik sauber gezogen wird *ggg*).

Meine gestrige Strecke geht auf etwa einem Drittel über Waldschotterboden, wäre also auch für den GTS12 gut gewesen aber der hatte sie Samstag vor einer Woche schon kennen gelernt, auf 9km abgekürzt, daher war nun wieder der ASR dran. Die Runde führt über die Dörfer und durch die Wälder rund um Süchterscheid im nördlichen Westerwald, also wellig, jopgmap meint dazu 284Höhenmeter.

Das EquilibriumLS Shirt war grenzwertig dünn gerade noch ok bei den Temperaturen, aufgrund des schmeichelnden zarten Materials wieder sehr angenehm zu tragen bis auf den schon kritisierten für mein Empfinden viel zu groß ausgeschnittenen Hals. Solange das so bleibt werde ich mir kein weiteres kaufen, aber dieses natürlich immer wieder gerne tragen. Zum Dank durfte es dann gestern endlich mal in die Waschmaschine zusammen mit dem ersten Sockenpaar und der Capri.

Ich war wider Erwarten flott unterwegs, am Ende kam sogar eine Saisonbestzeit raus, wobei das alles momentan eher wohldosiert ist. Seit ein paar Wochen zickt mein linker Mittelfuß massiv rum, Senk-Spreizfuß-durchgetretenes Mittelfußgewölbe, daher die Einlagen, die aber nun schon knappe 3000km auf dem Buckel haben weshalb Ende der Woche der erste Termin zum Basteln neuer ansteht.

Da am Sonntag der Drachenlauf folgt, mein neunter beim neunten, ist leider Leiden vorhergesagt. Dafür habe ich mir in Anlehnung an Wanderstiefelklassifikationen für das felsige Hochgebirge eine andere Strategie zurechtgelegt. Zur Sicherheit laufe ich trotz des schönen Testpakets in den Schuhen mit der festesten härtesten stabilsten Sohle, meinen für den Winter mal angeschafften und seit Februar regenerierenden Salomon XA Pro 3D Ultra. Sorry liebe Brooksies, aber der Drache hat 1000Höhenmeter bei 27km und das überwiegend auf Trails, mal Wanderweg”Autobahnen” aber auch viele felsige schmalere Passagen und kaum Asphalt. Ich erinnere leider zu gut den siebten vor 3 Jahren, als ich beim runterlaufen bei km5 Richtung Seufzerbrücke (ohne Einlagen im ausgelutschten TrabucoVIII) zwei mal mit dem linken Ballen auf die Spitze so eines harten Steins trat. Danach waren die Kilometer bis hoch zum Sekt auf dem Petersberg bei km23 eine Qual, Vorfußbergauflaufen ging gar nicht mehr, runtereiern wenn jeder Schritt schmerzt macht auch keinen Spaß. Das muß ich am Sonntag so lange wie möglich herauszuschieben versuchen, die Serie soll halten, es gibt nicht mehr viele alltimer!

Aber danach sind wieder Brooks angesagt: nicht umsonst (wörtlich zu nehmen “dank” GKV) werden die beiden Paare neuer Einlagen als Doppelpack in den GTS12 (kann ich dann auch in den ASR8 wechseln) und vermutlich auch meinen noch fast neuen Axiom eingepaßt werden. Damit hoffe ich mal beruhigt sich der Fuß wieder und ich kann noch viele Kilometer genießen und davon berichten.