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heute durfte ich erstmals den blöden berufsverkehr so richtig “genießen”

aus unerfindlichen (sommerreifen?)gründen kamen die leuts die B8 nicht runter, bzw. unverständlicherweise ging’s just als es den berg abwärts ging endlich mal weiter statt im stop+go locker rollend

bis dahin hatte ich aber für die rund 8km aus dem unsrigen dorf (180Nn) hoch nach uckerath (250,  dabei mangels gegenverkehr den ersten auf halber höhe erst rutschenden dann stehenden dann warnblinkenden schlabbern könnend) und dann im flachen gen hennef schleichend & fluchend 45 minuten gebraucht, jawoll: 45min bis (ohne einkehr) zum neuen mäcces ende B8 anfang A565, arggggggghhhhh, dagegen waren die restlichen 23km A3 B56 und mauspfad runter nach wahnheide ein klacks

da lob ich mir meine letzten gut 18 jahre gegen den strom hoch auf 310Nn ziemlich alleine und frei teils als erster “schneepflug” meine bahnen ziehen zu können.

naja, dafür ging da nie was mit ÖPNV, aber rein gar ÜBERSHAUPTSnix!

jetzt hingegen kann ich das alternativ zu besonderen anlässen durchaus nutzen, so geschehen letzte woche montag: 14-16 uhr weihnachtsessen mit dem neuen team in peters brauhaus, nett, leckere schweinshaxe, und danach glühwein aufdiversen weihnachtsmärkten. morgens mit dem göga nach eitorf, 8:00 RE8 nach hennef, umsteigen S12 nach wahn und dann der bus 162 direkt vor das tor, nett, nicht billig als einzelfahrt aber es gäbe ja auch jobticket und mehrfachkarten usw., schaun mer mal …

was gibt’s sonst? nix gelaufen seit sonntag. neuer bloglink rechts auf den bücherwurm. neuer 4beiner im WordAsImage, und jetzt geh ich wieder zu meinem 100jährigen ins bett ;-)

im stern hab ich die tage beim warten im vorzimmer des physio einen artikel gelesen von einer redakteurin etwa meines alters, anläßlich des kranken wolfgang niedecken, zu beginn noch passend, nur in seiner gesamtheit nicht meine eigene geschichte.

BAP ist ein teil meiner späten jugend, der ersten semester an der bonner uni.
das ist sowas von klar, das hat geprägt und bewegt.
von etwa 1980 an lief in meinem alten polo (fast) nix anderes mehr, bis “da capo” hab ich alles in schwarzem vinyl, danach noch “x für e u” als einzige silberscheibe.
genau DAS wollte ich mir aber da nicht mehr vormachen lassen, das heißt: DAS WAR’S.
mit den jahren bin also entweder ich stehen geblieben (und alt geworden?) oder aber das ganze hat sich (eher meine überzeugung) in eine richtung bewegt, die ich nicht mehr mag.
ich nenn’s mal ganz despektierlich “kaufhaushinergrundgedudel” oder alternativ “mallorcastrandtrallala”.

bis dahin war ich ein stinknormaler fan, also nix übertriebenes.
oh wunder kenn ich sogar 2 leute die “die” kennen, mindestens kannten, intensiv, die welt ist soooo klein.

mein göga ging mit dem büchel (und dem major?) in die schule, ich hatte sogar die ehre auf einem klassentreffen etliche jahr(zehnt)e nach dem abi mitgenommen zu werden, aber ein autogramm hätte ich trotzdem nicht erbeten, wozu?

und “der bogen”, freund aus alten (post- und face2face)spielertagen in bonn hat wohl mit dem wolfgang kunst gemacht, damals, keine schlechte parallelwelt.

immerhin hab ich mit kunst, der sogenannten “bildenden” im gegensatz zur akkustischen, abi gemacht, damals, im leistungskurs neben mathe und (abgestuft als drittem) englisch. irgendwann in den späten achtzigern war mal eine ausstellung in köln da bin ich sogar extra hingefahren, hat mir gefallen.

musikalisch vollends abgehängt haben mich die (inzwischen ziemlich ausgetauschten) jungs vor ein paar jahren, als eine neue version von “frau ich freu mich” ein paar wochen im radio gespielt wurde und ich schlagartig aus- oder umgeschaltet habe bis der spuk immerhin schnell wieder vorbei war.

wie man so ein tolles lied, dem aus jedem takt die power tropfte, die FREUDE auf’s heimkommen, zitat:
“Birch eraff met Röggewind,
minge Speed weet gigantisch
ohne Strunzerei,
volle nüngunachzich”

so glattbügeln und einbremsen kann, daß der typ bei dieser zeile quasi einschläft, ist für mich unfaßbar und tat nur noch weh.

bleibt also nur die erinnerung an schöne zeiten und die hoffnung auf baldige genesung, ich drück die daumen für viele schöne jahre die vielleicht ja nochmal veränderung bringen (die mich auch wieder packt) und sei’s “nur” back to the roots ins stille kämmerlein zu leinwand, farben und sonstigem was spaß macht.

ey vorbild, dank dir schön, ich jlöv ich kriejet langsam selver hin,
ΔNNΔ

vielen ist der naive realismus von josef hawle ein begriff von zahlreichen abbildungen der letzten jahre, mir war vor ein paar jahren, als ich mir die ersten laufeinlagen vom künstler in der nordstraße machen ließ, schon mal die siedlungsverschönerung in der querstraße aufgefallen …

gestern war es wieder mal so weit, termin 17:30 und dank fehlender staus unterwegs war ich viel früher da und es war noch hell.
also bin ich noch ein paar meter gegen den drachenmuskelkater ins städtchen gelatscht.
bewegung tut ja gut, nur wollte ich halt seit montag lieber erst mal nicht laufen, und der roos wollte mich bestimmt wieder traben sehen :(
da galt es warm zu sein um nicht zu sehr rumzueiern und zu völlig falschen schlüssen ob des stils, der schiefstände oder pronationsbewegungen zu verleiten!

daher kam ich auf dem rückweg wieder durch die friedensstraße und hab mal eben das fotohandy gezückt, keine 1a-qualität, aber jetzt wißt Ihr was ich meine :)

ich find’s immer wieder süß
aber morgen früh (oder in der mittagspause, mal sehen was der kollege vom nachbarzimmer meint …) wird wieder GELAUFEN!

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