heute bin ich seit langem endlich mal wieder über 2h unterwegs gewesen, hab mich auf die längste strecke dieses (miesen lauf-)jahres begeben, durch’s wunderschöne krabachtal, zuletzt war ich am 4.12. als siebengebirgsmarathontraining auf dieser unserer hausrunde.

es war recht witzig, denn mir sind noch nie so viele läufer begegnet, 4 mal eine(r) und zuerst der gute bekannte FritzTheCat, der diesmal gut im trott blieb nach seiner gewonnenen deutschen meisterschaft der JVA auf 10km im august, der läuft rank&schlank momentan regelmäßig 100km die woche (das hatte ich überhaupt nur 2 mal in spitzentrainingszeiten!). zwischen den läuferbegegnungen überholte ich 3 reiterinnen, im schritt sind die 4beiner ja langsamer und sie hatten wohl auch keine eile.

der heutige titel rührt daher daß die schon lange sehr morschen stege über die beiden furten nun “außer betrieb” gesetzt wurden massiv mit absperrgittern und schildern, leider am anfang des entsprechenden weges ohne jeden hinweis. ich hätte aber vermutlich auch dann nicht umgedreht oder eine alternativroute gesucht. die erste furt ging noch recht gut, am baum festgehalten, mit dem linken fuß auf den weitesten (natürlich auch rutschigen weil feuchten) und leider auch recht kleinen stein der aus dem wasser ragte, tief durchgeatmet und dann einen riesen satz ans andere ufer, geschafft. die 2. furt 300m später war leider nicht so gut bestückt, da hab ich dann doch beim aufsetzen kurz vor dem ziel eine ladung wasser in den mizuno bekommen. zu hause war’s aber längst wieder trocken bzw. mit dem fußschweiß vermischt ok. abenteuertrail ohne goretex :-)

kurz nach dne furten hatte ich dann noch eine begegnung auf die man auch gerne verzichtet, selbst wenn ich da generell keine probleme mit habe weil keine grundsätzliche hundeangst und bisher aus den wenigen grenzwertigen situationen immer noch gut rausgekommen. aber ich hoffe daß
1. die rehleins ihn überlebt haben
2. er den jäger überlebt hat (falls einer unterwegs war, der ihn hätte ohne mit der wimper zu zucken erschießen dürfen) und
3. alle anderen jogger(innen) unterwegs ihn überlebt haben und niemand mit herz umgefallen ist vor schreck. denn ich hab ihn auch spät kommen hören, von hinten, als ich mich dann umdrehte stoppte er rund 10m vor mir, duckte sich, knurrte … und drehte dann ab. weit und breit keine menschenseele, und damit meine ich WEIT und BREIT, ich habe extra ein bischen hin+hergeguckt, das tal rauf und runter, sicher 500*150m einsehbar an der stelle der aue, nix&niemand. er war domestiziert, hatte ein halsband (im notfall sicher gold wert als packan!) und hatte dann doch mehr lust über die (leeren) kuhweiden zu toben als mir an die waden zu gehen, aber im ersten moment des kennenlernens wußte ich das ja noch nicht so genau, so richtig rübergebracht hatte er das nämlich nicht. und ich kenn die “der will doch nur spielen” für die das tatsächlich gilt recht gut, auch wenn ich bisher noch katzenmensch bin.

apropos katzen: unsere alte belegschaft krümel, jerry und tarzan, mittlerweile komplett hinter dem haus unter der erde, hat dieses jahr ihren eigenen grabschmuck fabriziert.

gartenmäßig war ich gestern aktiver als heute. heute hab ich nur in töpfe gesäht zum vorziehen auf der fensterbank: tagestes, zucchini und eine uralte tüte salbei (haltbar/keimfähig bis 1/2005, versuch macht kluch)

apropos salbei: der alte von 1992 (im foto rechts am stock und gestern kräftig runtergeschnitten) hat mal wieder den frost (unabgedeckt) besser weggesteckt als neuere im letzten jahr gesetzte (nicht links im foto, das sind kronlichtnelken, die wohnten vor uns in unserem garten und dürfen daher weiter bleiben da sie so schön lila blühen). am witzigsten finde ich mal wieder den ahorn: der macht sich auch dieses jahr wieder so dermaßen breit, irre. die hellgrünen bäumchen mit 2 richtigen großen blättern sind vom letzten jahr, die schmaleren mit 2 keimblättern und dazwischen gerade erst sich entwickelnden richtigen von diesem, sowas haben wir zu tausenden überall im garten (und deshalb nach dem foto auch ausgerupft)!

wie hart die im nehmen sind sieht man an den neuen die sich sogar in der astgabel der birke niedergelassen haben.

zum abschluß noch ein teichfroschkönig, aber nicht glitschig weich sondern aus eisen, in der ferne am stab vor dem hellen hintergrund zu erahnen (nach klick aufs bild) und in all seiner pracht von beiden seiten hier für die nachwelt festgehalten:

ostern war’s ja eher kühl, da ist (das ratze) wenig gelaufen, noch weniger gefahren, immerhin freitag, am schönsten tag, eine kleine luftaufgepumpt(7bar)testfahrt mit dem koga. ist schon ein komisches gefühl, wieder so ungewohnt alles so fipsig schmal aber da ich weiß wie sehr ich es geliebt habe letztes jahr werde ich mich da auch schnell wieder reinfinden …

die erste tour FALLS ich jemals damit zur arbeit fahre wird aber in jedem fall mit dem garyFisher sein, MTB ist da einfach erst mal alltagstauglicher wenn man die streckenführung noch auskundschaften will. per google bin ich theoretisch auf unter 29km, also was kürzer als mit dem auto um 32km. schön wird’s so oder so nicht, zu viel stadt. naja, die ersten 10 bis allner ok, die letzten paar auf dem mauspfad auch wieder, also schaun mer mal wann ich mich aufraffe.

ebenfalls gefahren bin ich danach dann noch die selbe “riesenstrecke” (von zu hause mal eben nach blankenberg und zurück) als die fazer angesprungen war. nach 10 jahren war erstmals (dank des alters und des sehr wenig gefahren seins und damit auch sehr früh 2011 nicht mehr) die batterie richtig leer, also nix mit anspringen auf anhieb. anderthalb stunden ans ladegerät, nicht fertig aber versuch … und dank guter zündung SOFORT da, wie gewohnt, auf allen 4 pötten, nix krampfhaft schwerfällig aus dem sumpf ziehen.

jetzt hoffe ich daß sie morgen ebenso wieder anspringt ohne nachladen (sonst hätte die batterie dann wohl doch das zeitliche gesegnet, nach 10 jahren ja tolerabel) denn dann bring ich sie zum andreas weil mittwoch werkstattTÜV ist.

samstag war dann ja aprilwetter mit graupel bei teils 2° beim einkaufen und nachmittags doch noch schön ab+zu aber alles zu kalt um viel garten zu machen, der mußte mit freitags auskommen, wo ich nachmittags ne menge schilf aus den teichen geholt hab.

sonntag immerhin waren 11 schöne kilometer vor dem osterbesuch bei der Ma drin und dort sind wir dann zum verdauen eine richtig große runde spazierengegangen im wider erwarten doch noch schönen wetter. der montag ist schweigen, nochmal ein versuch mit dem adrenaline ASR8, aber nach 5km wieder heftig muckender linker mittelfuß. im moment geht wirklich am besten weil meist problemlos, der mizuno inspire. mit dem bin ich dann gestern abend beim beueler10er wunschgemäß nicht nur ehrenvoll unter 1h geblieben (5kg mehr und 300km weniger als sonst um die zeit sprechen bände ;-( sondern hatte auch tatsächlich ein bischen spaß dort, gut organisiert mit pastaparty hinterher und für die kühle die mich schnell heimfahren ließ nach den penne kann die orga ja nix.

mittwoch hatte ich übrigens “besuch” vor dem bürofenster:

neulich hab ich gestaunt über die zähigkeit des heimischen schnittlauchs.

da hatte ich letzten herbst auf der terrasse den topf mit einem untersetzer zugedeckt weil ich dachte das war’s jetzt sowieso damit.

wir erinnern uns: diesmal -17° im februar, unter anderem …

im vorigen winter war dafür ein meter schnee drauf auf dem selben topf!

ende märz hab ich den untersetzer weggenommen und da war doch noch ‘ne menge leben willens, also erst mal in den schatten gestellt damit er nicht sofort verbrennt, mittlerweile stehen die halme schon wieder mittelgrün weiter nach oben in die luft :-)

gelesen hab ich zuletzt “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer, das hatte mit meine Ma empfohlen und ich hab’s nicht bereut sondern sogar an einem Sonntag (vor Ostern? als auch mal iggeliges wetter war) ausgelesen. da es kurze hin+her-mails sind mit entsprechend immer weiß dazwischen auf gut 200 seiten ist das nicht ganz so schwer aber soll keine kritik sein. nett. nur das ende unbefriedigend, irgendwie.

vorher war Elizabeth Strouts “Mit Blick aufs Meer” dran, geschichten aus dame leben einer alten dame aus maine die man im laufe der zeit liebgewinnt, keine schwere kost aber auch keine vertane zeit. jetzt mach ich den kopf frei mit ein paar krimis, der reihe nach erst mal teil 2 vom jennerwein, “Hochsaison” und die nächsten beiden liegen auch parat. immer nur schwere kost oder “richtige literatur” muß ja nicht sein.

ggf. kommt zwischendrin dann mein zu verschenkendes Agnes zum welttag des buches dran, aber dazu dann später mehr.

aber bevor sich wer sorgen macht … beides halb so schlimm :-)

vorgestern war es ja wider erwarten nochmal RICHTIG warm abends, da bin ich also auf dem heimweg umgezogen in den wald gefahren um die neue streckenführung am RUHEWALD im geistingerwald zu inspizieren. das ist die sommerlaufstrecke des lauftreff hennef auf die wir am 17.4. wieder “umschalten”. im winter laufen wir auf dem trittsicheren siegdamm oder asphaltstrecken am allnersee und in citynähe damit (trotz lampen auf dem kopf) nicht jede woche jemand schwätzend unaufmerksam umknickt und dann ne weile ausfällt. ich persönlich lauf ja an “jedem ort zu jeder tages- und nachtzeit”, aber in der gruppe ist das durchaus nicht trivial und hat sich deshalb so sehr bewährt.

nun also dienstag seit langem mal wieder um viertel nach sechs am wanderparkplatz, und tatsächlich, die lange gerade und der schönste berg hoch richtung haus ölgarten sind nun von 1-1,50m welligem lehm/waldboden zu >3m breiter schotterautobahn mutiert, vermutlich damit die bestatter mit ihren autos da her kommen. das mußte wohl so sein, ist aber trotzdem ein wenig schade. den RUHEwald hab ich gar nicht entdecken können, also die konkrete lage der stelle an der dann bestattet wird, was ich im übrigen eine sehr gute idee finde und auch für mich bitte zu beachten im fall der fälle!

da es so warm war hab ich zum 2.mal dieses frühjahr die ganz kurze brookshose aus dem testpaket angezogen. für die waren die 8,5km aber zu viel, d.h. meine inneren OS haben gegen ende doch ziemlich gelitten … die brauchen immer eine weile zum eingewöhnen/hornhaut bilden. dank arnikasalbe tut’s nun aber nicht mehr weh, zumal ich ja auch sehr gerne in capri laufe die das schmerzfrei bedeckt.

gestern rief mein holder mittags an ob wir abends das endlich wieder eröffnete landhaus süchterscheid heimsuchen wollten, ich hatte nur ein dünnes rindfleischsüppchen (mit gemüse+nudeln aber nicht wirklich mächtig) in der kantine gegessen, das paßte. um das schlechte gewissen ob der doch inzwischen zugenommenen kilos ein wenig zu besänftigen bin ich dann nach der arbeit vor dem essengehen noch eben eine runde (4,45km 30min was flotter als die letzten rekonvaleszenten tage) gelaufen, nur um hinterher beim ausziehen meines rechten axiom LAUT ZU FLUCHEN 

da hatte ich morgens eine maus mit sonstigen überresten von trockenfutter etc von der kellertreppe gewischt, aber unser lieber mika (den ich stark im verdacht habe, weil emma zwar öfter mal kotzt aber nie mit maus) hatte wohl eine ladung auch genau im schuh platziert 

(die laufschuhe stehen stufe für stufe die ganze treppenkante runter ;-) ) GAAAAAANZ TOLL. war zwar nicht viel, aber genug MATSCH daß ich den schuh heftigst unter wasser setzen mußte. der trocknet jetzt nebst einlage im heizungskeller (hab ja genug). ich hab ihn trotzdem lieb (sowohl den axiom als auch den mika !)

das essen war übrigens lecker aber für abends eigentlich zu viel, PAPPSATT. unser zuletzt beim früheren tollen pächter desöfteren praktiziertes verfahren “heimkommen/kühlschranktür-auf/kühlschranktür-zu/landhausgehen” müssen wir unbedingt überdenken. 3-5kg MÜSSEN runter. ich hab ernsthaft bedenken morgen noch in die lederkombi reinzukommen bei der fazersaisoninbetriebnahme (muß im april zum TÜV). und mit der textilkombi fahr ich nur im regen gerne (und nicht wirklich), die rutscht irgendwie so komisch auf der sitzbank, das ist mir immer etwas ungeheuer, bin halt mehr lederfetischistin *gggg*.

wenn man immer noch mit halswehschnuff (übrigens bei weitem nicht als einzige wie ich fast täglich erfahre) gesegnet derzeit weitgehend sportabstinent ist, dann ist das mit diesem superfrühlingswetter natürlich eine 2schneidige sache.ich freu mich trotzdem dran. gestern hab ich unseren oberen kleinen teich an der terrasse ausgemistet, sehr viel vom wuchernden schilf rausgerupft und nun sieht er genau so aus: gerupft.

aber in ein paar wochen gibts ein neues foto wenn alles grün+gelbblühend ist, das kommt (schneller) wieder (als man glaubt).

das foto ist übrigens ein debut, neues nokia300 da mein altes samsung erstens nicht mehr mit treiber für windoofs7 beglückt wurde und zweitens nun auch der akku schwächelte, das war sein aus! erst nach dem nun ohne zusatzsoftware problemlosen USB-abziehen am PC sah ich, daß sich mika auch mal eben ins bild geschlichen hatte :-)

gestern gab’s auch endlich mal wieder einen kleinen vorsichtigen lauf, nur die 4,45km hüsgenrunde, mit puddingbeinen langsam aber ansonsten schön. den benefizlauf in BN hatte ich sowieso abgehakt, macht keinen sinn in diesem zustand, die 10€ sind ja für einen guten zweck “angelegt”, aber insgeheim träumte ich schon von einer kleinen ersten rennradtour heute. nachts kratze es dann leider doch wieder zu viel, deshalb gabs heute nur garten und nosports und viel erholung auf der terrasse. für das passende getränk, einen bitter wie früher bei den schwiegereltern im gargano, allerdings am hellen tag erst mal alkfrei mit monin statt campari und wasser statt vino gemixt, hab ich die größte zitrone am baum (noch im überwinterquartier im treppenhaus) geerntet, allein der duft ist schon ein gedicht, anfassen und staunen was in die finger übergeht!

in den letzten tagen hab ich mal eben “Weil ich Dich liebe” von Guillaume Musso verschlungen. das ist eine geschichte über 4 leute mit schicksalsschlägen die alle irgendwie zusammenhängen bzw. zusammenfinden, vom stil vielleicht ein bischen dick aufgetragen hier+da für meinen geschmack, aber dann doch so zunehmend spannend, daß ich es gar nichtmehr weglegen wollte, somit allemal eine gute unterhaltungslektüre.

jetzt hoffe ich mal daß sich der blöde hals so langam mal verkrümelt damit ich von der nächsten immer noch schön angesagten woche auch noch was habe, trotz arbeit, ist ja dank sommerzeit jetzt wieder länger hell, ich liebe es!

neulich bin ich, trotz meines noch hinreichend großen todo-bücherstapels, mal wieder per zufall über was gestolpert, das ich dann einfach verschlungen habe, am ende wie bei allen guten büchern ein wenig traurig, daß es nun schon so schnell vorbei sein soll.

man sollte ja meinen, ein buch über die erste sommerferienwoche von zwei 14jährigen sei nix für eine erwachsene frau von 51, aber so einfach ist das nicht. manches ist zeitlos, die geschichte steckt so voll lebensweisheiten und ist so gut erzählt daß man sich weder zu alt noch “for ever young” vorkommt sondern einfach nur mitfiebert und ständig meint nicken zu müssen “ja, ja, genau so isset doch, alder”. autor: Wolfgang Herrndorf, baujahr 65, also scheint das ganze doch keine frage des alters zu sein ;)

ich zitiere jetzt einfach mal die letzten beiden sätze der faz-rezension: “Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.”

lauftechnisch läuft grad GAR NIX weil ich seit montag abend mit einem heftigen halsweh-virus kämpfe. wie immer werde ich den kampf gewinnen aber der frust ist doch groß, bei diesem wunderbaren frühlingswetter sportabstinent zu sein ist einfach sch****e. und das wo ich grad ein wenig frieden mit meinen lädierten mittelfußknochen geschlossen zu haben meine, woran nicht ganz unschuldig meine neuste erwerbung ist. ein satz mizuno inspire 8. der alte von januar 2009 war der mit dem ich die letzte zeit, obwohl >1400km sicher ausgelutscht, noch am besten zurecht kam. montag letzter woche hab ich mir den aktuellen beim brusi, lauffreund und cheffe von 7g-runergy in bad honnef, gegönnt, eine gute wahl. gegen meine gewohnheit war ich dann 4 oder 5 tage hintereinander mit demselben schuh unterwegs und immer begeistert.

das ganze halsgekratze und schnuff kommt grad besonders unpassend wo seit montag die aktion DLRfit bei tappa läuft. die halbe belegschaft rennt mit schrittzähler durch die gegend um 10000 schritte pro tag für das abteilungsteam einzubringen im virtuellen lauf vom standort berlin nach oberpfaffenhofen. am ersten tag lag ich noch mit über 20000 gut in der tabelle, dank vorderarbytelauf und abends noch einer halben stunde sportfabrik, wenn auch schon schwach und deshalb kurz und wenig intensiv. das gerät ist ziemlich mackig deshalb nur zum gehen gedacht, sport wird anhand von tabellen (meist nach leicht, mittel und intensiv unterschieden) umgerechnet. aber nun werd ich erst mal ne weile durchgereicht. dienstag krank zu hause geblieben ein paar mal in den keller oder zum zeitungholen an die straße kam ich mal grad auf gut 2000 :-( naja, bis zum 17.mai kann ich wohl hoffentlich noch ein paar gesunde schritte hier&da mit einstreuen. leader of the gang ist natürlich einer aus bremen der sich gerade (ggf. auch mit teilzeit/urlaub) auf einen ultra(100er) vorbereitet, der hat natürlich erst mal eine welle losgetreten aber letztlich geht es ja viel mehr darum die (anderen) couchpotatoes ab+zu mal vom aufzug fernzuhalten und zum bäcker zu fuß gehen zu lassen . . . ;)

ob ich, wenn’s ratze wieder gesünder ist, am sonntag zum benefizlauf nach BN kann steht in den sternen. da es für einen guten zweck ist (“benefiz”, logisch) täten auch die schon abgebuchten 10€ startgeld als spende nicht wirklich weh, aber schön wär’s schon und die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. wenn nicht ist es kein weltuntergang, aber das ist ja immer eine nette veranstaltung ohne stress mit vielen bekannten und 1km-runde in der fußgängerzone die viele treffen unterwegs verspricht. auafußtechnisch hatte ich schon nur 20 runden gemeldet statt der sonst “üblichen” 30-35, aber mangels geplantem frühjahrsmarathon wollte ich ja eh nur ein wenig rumtraben.

letzte woche freitag hab ich übrigens die radsaison eröffnet, relativ früh von der arbeit heim, aufs alte gary fisher (MTB) und ab hoch die berge und runter und hoch und … 1:07h für gut 21km, ich freu mich schon tierisch aufs koga (RR) aber nach den monaten ohne wollte ich erst mal wieder untersetzt die berge hochschleichen ;) der hammer war natürlich der typ der mich aus dem siegtal nach niederscheid hoch langsam aber stetig überholte, mit kleinen rädern, aber dann erkanntem motorpack, flapsige bemerkung von “unfair” meinerseits quittierte er dann auch prompt mit “ist mir auch grad aufgefallen”. oben im flachen hab ich ihn wieder überholt, “maschin kaputt?” “nee, hab ausgemacht, muß ja auch mal was trainieren” :-)

motorisiertes 2rad ist auch definitiv nächsten monat angesagt, die fazer muß im april zum tüv, also mal anschmeißen und ein paar runden drehen, vielleicht auch mal zur arbeit wenn’s paßt. obwohl ich da auch mal versuchen werde eine einigermaßen “nette” strecke für’s (fahr)rad zu entwerfen, leider landschaftlich nicht sooo prickelnd und mit über 30km distanz einfache strecke auch nix für alle tage. apropos motorisiertes 2rad: der göga hat heute probefahrten bei bmw gemacht.schön ist die r 1200 r in meinen augen immer noch nicht. der klassische spruch ist doch “ne bmw kommt mir nicht in die garage”. aber wenn’s ihn glücklich macht (ich glaub ich werd alt).

nee, nicht die von red bull, aber heute hab ich mir was geleistet, wovon man normalerweise allen anfängern strikt abrät: am dritten tag in folge bin ich geRANNT, also nicht nur so daher getrottet, auch immer wieder schön, manchmal auch frustrierend, wenn’s trotzdem noch anstrengt.

heute war klar daß es anstrengt, weil ich freitag schon flott vor der arbeit in die top10 auf der 4,45kilometrigen hüsgenrunde preschte. gestern war die blankenbergrunde dran, 8,15km mit gleichem anfang und steilerem asphalt nach BB hoch und dann noch zweieinhalb kilometer durch die felder, dieser rest komplett asphaltiert gerne als tempoabschnitt genommen und gestern fast windstill somit ideal.

mit dem lauf kam ich auf platz 3 der alltime-statistik, so schnell war ich seit 2002 dort nicht mehr. das hängt natürlich auch damit zusammen daß ich diese kürzeren strecken jetzt mehr als lockere morgenläufchen mache, ansonsten für marathons viel mehr länger langsamer, und außerdem wie alle anfänger früher immer zu schnell unterwegs war auf insgesamt viel kürzeren einheiten. trotzdem sind die ja mit ihren etlichen höhenmetern durchaus fordernd und ein gutes grundlagentraining.

hier also der appell an alle lesenden couchpotatoes (gips die hier?’): nicht nachmachen!

quatsch, natürlich nachmachen, aber nicht das tempobolzen, sondern das RAUS in die natur. JETZT. egal was dagegenspräche, keine höhen scheuen. wenn’s das erste mal ist und bevor nix mehr geht dann halt trotten traben gehen traben … und sich über die eleganten langbeinigen rehärsche freuen und den piepern beim tschiriliiieeee zuhören. letzteres setzt natürlich voraus daß diese unsäglichen ohrenvollmüller namens mp3 zu hause bleiben!

heute bin ich dann dünngekleidet aber ohne ambitionen los, brooks-söckchen+capri und seidiges dünnes equilibirumLS und darüber das kurze neonorange löwenburglauf2011finisherRATZE, bei 10° nicht warm aber ausreichend. an die füße kamen die alten asics1100 weil ich derzeit den adrenaline ein bischen aus dem weg gehe, mal sehen wie sich die mittelfüße entwickeln. gestern im mizuno tat unterwegs NIX weh wo es sonst meist nach 5-6 muckt. vorgestern newbalance766 war ja eh so kurz daß das nicht aussagekräftig ist. der mizuno ist im momentmein liebling, muß aber dringend ersetzt werden, da er mit 1380 rente verdient und nun auch langsam das mesh einreißt vorne am rand :-(

zurück zur neuerlichen saisonbestleistung: an der ersten ecke war ich nochmal ne halbe minute schneller als vorgestern (10:03 statt mittelmaßtrottigen 11:15) und da wollte ich es dann auch auf der “kleinen ahrenbachrunde” mal wissen für dieses jahr. am ende blieb ich unter 40, das reicht nicht für die top10 aber diese 6,15er ahrenbach ist nun auch die absolute standardrunde, somit viel öfter belaufen als alles andere. die kürzere hüsgen wurde erst viel später erfunden als notabkürzung wenn viel zu spät losgekommen oder man doch mal dringend aufs klo muß und das haklefeuchtrübenblatt abgeerntet bzw. noch zu weit weg in den feldern ist. und je nach zeit und tagesform entscheidet sich eben unten in ahrenbach ob man heim oder noch die verlängerung nach blankenberg macht (wie gestern).

nach dem lauf gab’s einen powerdrink, aber auch hier die devise: nicht so’n teures pseudoplastik chemikergeldmachzeug sondern eine bananenmilch, vorher fertig gemacht und dem süßen hingestellt der langsam pulskontrolliert alleine vor mir unterwegs war. 2 alte bananen mit etwas wasser stabgemixt und dann auf einen knappen liter aufgefüllt. die volle kalium+kalzium-dröhnung!

jetzt zur belohnung auf die couch mit dem rest von  “Ada liebt” und einem prosecco mit lachsbrötchen und ei, der tag ist mein freund :-)

ende des monats hab ich 30 freiexemplare zu verschenken von “Agnes” von Peter Stamm, weil ich als eine von 33333 gezogen wurde um eine kiste bücher zu verschenken zur aktion am welttag des buches. leider konnte man sich ja den titel nicht völlig frei sondern nur aus einer vorgegebenen liste wählen, ist auch klar, da die die ja extra aufgelegt und markiert haben damit keiner auf die schnapsidee kommt sie zu verkaufen, voll in ordnung übrigens.1million bücher für umme unters volk sind auch so ein starkes stück.

das was ich davon kenne war grad nicht die 100%überzeugt fraktion. nichts schlechtes aber nix was ich wem zwingend empfehlen wollte. also hab ich mich selbst ins abenteuer gestürzt und unbekanntes gewählt und werde somit nur 29 verschenken, gleich mit einem lieben anschreiben es nicht persönlich zu nehmen falls es nicht gefällt und dann auch ruhig beiseite zu legen! ich muß mir auch mal so langsam ne liste machen. 30 zu beschenkende wollen wohlüberlegt sein.

mal sehen wieviele schalke-fans sich davon auf den schlips getreten fühlen und wieviele bayern applaudieren, aber ich meine das völlig unpolitisch wenn auch nicht unsportlich, da es sich heute morgen beim vorderarbytelauf begab, daß ich von ca. 188Nn startete, in der hoffnung einen sonne-mond&sterne-lauf zu absolvieren, aber alles unter (reif) und über mir (nebelwolken) weiß war.

zudem war ich was zu spät so daß, wär’s frei gewesen, eh keine sterne mehr erkennbar und der fast noch volle mond auch schon untergegangen war.

aber als ich dann aus dem dorf oben am berg beim taubenzüchter raus ins feld mit einer guten zwischenzeit (4:30 wo sonst aus normalem einlauftrott 5min resultieren) weiter in den wald rannte sah ich vor der nächsten ecke (insgesamt 10:30 statt 11:15 :-) ) auf einmal blauen himmel und eine leicht diesige sonne in weiter ferne!

gleich danach um die ecke gebogen 20 streckenmeter oberhalb auf dem waldweg standen dann 3 rehleins die mit langen beinen nur halbnervös ihre weißen puschelpos auf seite bewegten. die nächste zwischenzeit war 5min (rauf+flach schuss) statt 6, danach bin ich den berg zur straßenüberquerung hoch, der geruhsam um 3:15 ist und den ich gerne mal als tempotraining hoch+runter(locker)+hoch+… mache (heute nicht) auch noch unter 3min gelaufen, ich war gut drauf. daher hab ich es dann durchgezogen ohne viel hektik oder übertriebene anstrengung und mal eben das ganze in 2min schneller als vorgestern absolviert.

heute also saison”best”zeit, was bei meinen lahmen für-die-seele-einheiten derzeit nicht soooo schwer ist wenn man’s mitkriegt und dann auch realisiert. netter ist daß das schon insgesamt ganz “gut” ist weil ich damit in die top10 auf platz 9 der nun 107 läufe auf dieser strecke komme. sind zwar nur 4.45km aber durch hügel und waldwege/matsch(ok, heute nicht)/… nur mit sich selbst vergleichbar wie die meisten meiner strecken und einfach wunderschön morgens früh mit frostiger luft aber einem hauch von frühlingsahnung. danach ist der kopf frei und die seele fliegt.

vorgestern fiel mir übrigens 5min vor zu hause aus dem wald wieder ins dorf runterkommend auf daß es im wald glatt mal 2grad wärmer gewesen war, oder umgekehrt der offene asphalt im dorf deutliche kälte abstrahlte, heute hatte ich dann mehr zu tun mit tempohalten und in der mittleren schicht auch lange ärmel, also ggf. was mehr an. was genau? ich hatte 3 lagen obenrum, ganz dünnes equilibriumLS, rheinhöhenlauffinisher und normales laufshirt, die rono-capri und brooks-söckchen.letztere beiden teile liebe ich heiß und innig. die will ich nicht mehr missen und hab sie deshalb auch in doppelter ausführung!

ich freu mich jetzt schon auf nächste woche. nicht daß ich am wochenende nicht laufen wollte aber das ist dann irgendwie anders. am montag hab ich zudem die chance auf einen echten sonne-mond+sterne-lauf, wenn auch nicht mehr so vollMondig, aber der geht um 00:10 auf und 9:22 erst unter, wenn ich dann gegen halb sieben losliefe könnte ich ggf. alles zusammen haben … ?

letzte woche war er angesagt worden, temperaturmäßig, vom wetterbericht wurde freude generiert die sich dann mehr so weniger bewahrheiten sollte, zumindest bei uns deutlich weniger :-(

aber ich will nicht schimpfen, es war immerhin frostfrei und ganz nett zu laufen, mo-do vor der arbeit, und fast immer mit rehleins im wald.

ansonsten gibt es da ja diverse regeln wann er beginnt:

meteorologisch war’s am donnerstag so weit.

kalendarisch kommt er dieses jahr am 20. märz um 6:14 über uns hereingebrochen.

und aufgrund der blühenden schneeglöckchen sind wir immerhin schon im phänologischen vorfrühling, na bitte.

heute auf der ravensteinrunde hab ich auch einen feuersalamander gesehen, leider ziemlich plattgefahren, aber die sind wie die unken/kröten/quaknussen eben auch schon wieder unterwegs.

gestern abend gab’s lecker linguine funghi prezzemolo:

gute steinchampignons von der bio-susanne (hüsgen) in olivenöl, das zuerst mit ein paar kleinen knoblauchzehchen aromatisiert wurde, scharf angebraten und mit einem ordentlichen schuß gavi angegossen.

heiß köcheln bis die brühe fast weg ist, dabei würzen und obendrauf eine menge petersilie geben (die allerdings nicht im heißen öl schwarz werden sollte!).

auf dem teller dann noch frischen grana padano drüber und hmmmmmmmmmmmmmm :-)

der gavi eigent sich übrigens auch prima für eine “bicicletta”, campari mit eis und etwas wasser (wenn’s denn sein muß) und wein und mit ein paar scheiben der eigenen zitrone, die ja doch über den winter wieder ein paar blätter verloren hat und daher etwas gerupft aussieht:

die freut sich wenn es warm genug ist daß sie wieder rausdarf. das dauert allerdings sicher noch eine weile.

neues vom lesestoff gibt es auch:

nachdem ich eine weile mit mir gerungen habe habe ich Denis Thériaults “Siebzehn Silben Ewigkeit” dann doch nach etwa der hälfte beiseite gelegt. nicht weil es schlecht wäre (wie neulich das dummerweise trotzdem zuende gelesene “Du mich auch” von Ellen Berg’). nee, ist schon ganz ok, hat mich aber einfach nicht gepackt. nicht mein stil, aus meiner sicht zu flach, obwohl es ja nun gerade tiefschürfend um die fernkorrespondenzliebesentwicklung gehen sollte. aber mir fehlte der pepp.

ganz anders da das vorher beendete “Fallers große Liebe” von Thommie Bayer das ich neulich nur “nett zu lesen” charakterisierte, das aber zunehmend mehr fesselte so daß es schade ist daß es aus ist. der erzähler hat sich darin selbst hier&da in büchern verloren deren autor/titel genannt sind, da geh ich wohl mal gucken ob’s die wirklich gibt und was sie mir sagen beim reinblättern … um den stapel wieder aufzufrischen.

neu hinzugekommen sind auf diesem stapel noch “tschick” von Wolfgang Herrndorf und “A visit from the Goon Squad” nachdem die deutsche fassung von Jennifer Egan im kölner stadtanzeiger neulich so sehr gelobt wurde daß ich mir das orignial paperback mal hingelegt hab.

aber die müssen warten, im moment finde ich mich gerade hinein in das von mariki-bücherwurmloch so sehr gelobte “Ada liebt” von Nicole Balschun das nun auch als taschenbuch erhältlich ist :-)

solange hatten wir sorgen aber auch freude an “unserer” lulu die am 15.januar im wäschekeller im dreckwäschekorb gesessen hatte, aber an weiberfastnacht mußten wir sie dann doch beerdigen, schade.
eher sogar sehr schade weil sie uns wohl doch auch mochte und eine ganz liebe war und gut zu uns gepaßt hat und sicher noch ein paar schöne jahre ohne viel stress im haus oder garten hätte verbringen können.

aber sicher war sie schon sehr krank als sie kam, vielleicht hatte sie sich auch schon zum sterben zurückgezogen, wer weiß, da war unser wäschekeller allerdings der falsche ort. ich hoffe mal wir haben es ihr ein wenig erleichtert ohne sie zu sehr zu quälen. schmusen konnte sie jedenfalls SEHR gut, sie kam ja auch von selber auf den schoß und dann ging der motor an wie es sich gehört.

unsere stammbelegschaft hatte ja einen großen bogen um sie gemacht, vermutlich merken die ja auch wenn was überhaupt nicht stimmt. denen geht der abgang also gepflegt irgendwo vorbei. die genießen ihren winterschlaf

auch wenn so langsam der frühling sein kommen ankündigt, letztes wochenende zog schon die erste pfeilformation am himmel durch gen norden! es geht also aufwärts, nicht nur mit der dauer der helligkeit.

lauftechnisch bin ich immer noch nicht so recht im trott. bin zwar die letzten 8 tage täglich im wald gewesen, aber immer nur kurz 4-8km. naja, besser als nix. aber nach 5-6km zickt meist auch mein linker mittelfuß immer wieder rum, trotz profieinlagen will der sich nicht kuschen, ÄTZEND.

gemeldet bin ich für den benefizlauf ende märz (beliebig viele 1km-runden, mal 20 angegeben [früher waren es 30-35 je nach "bedarf" in der marathonvorbereitung, geht alles den bach runter?] aber s.o. offen was geht) und den beueler10er mitte april.

zum LESEN der letzten wochen:

vielleicht mach ich mal eine extra seite oben neben die “kunst” wenn ich das aktuelle aus hab, mal sehen. jedenfalls bin ich im letzten drittel von “Thommie Bayer Fallers große Liebe“, das ist nett zu lesen, da gab’s “schlimmeres”. aus dem neulich neu erworbenen bücherstapel bin ich durch mit

Nina George Die Mondspielerin
Ewald Arenz Ehrlich & Söhne
Jonathan Tropper Sieben verdammt lange Tage
Harold Cobert Ein Winter mit Baudelaire

fazit? frau george fing gut an, aber zur mitte hin wurde doch klar daß sie als “Anne West”, wie wikipedia es formulier, “Sachbücher aus dem Bereich Liebe, Sexualität und Erotik ” veröffentlicht. Es nervte (mich) irgendwie, hab aber erst nach lesen des klappentextes verstanden daß das programm war, immerhin kriegte die geschichte gegen ende noch einen versöhnlichen bogen um nicht weggelegt zu werden, aber ein weiteres tu ich mir sicher nicht an.

anders verhält es sich mit den “Ehrlichs”, die waren SEHR unterhaltsam, witzig, interessant zusammengestellt, zumal ich ja in der heißen RAF-phase auch gerade in der oberstufe steckte in richtung abi, das prägt ja auch ein wenig und daher war diese familiengeschichte rund um eine alte leiche einfach nur sehr unterhaltsame gut gemachte bettlektüre.

die 7 tage schiwa sitzende familie ist gut zusammengewürfelt und daher ebenfalls recht unterhaltsam wenn auch nicht wirklich vom hocker reißend.

über den cobert hab ich mich fast schon geärgert. baudelaire taucht erst zur mitte auf, da sollten wohl die tierfreunde zum kauf angefixt werden? hat bei mir jedenfalls (leider) geklappt. die story ist mir zu vorhersehbar, (vermutlich) einigermaßen passend geschildertes elend der obdachlosen aber zu schnell kriegt er wieder die kurve dank wohlmeinender menschen, von denen ich hoffe daß es sie wirklich gibt da draußen in der harten welt. ich hatte mir wesentlich mehr versprochen.

immerhin versöhnt (siehe oben) derzeit das bayersche duo aus faller & chauffeur das durch die deutschen lande gurkt. darin werden einige mir neue autoren und titel genannt in die sich scheints wunderbar vertiefen läßt, da werd ich mir sicher auch mal ein paar näher von ansehen. für so graue “sonn”tage wie heute oder schlaflose nächte oder urlaub oder einfach so. lesen muss IMMER sein. ohne kann ich mir nicht vorstellen.

meine neue rote tomate hat im gegensatz zur grünen (vormals “äpfelchen” genannt) ja jetzt auch ein FIS, ein kleines fahrerinformationssystem mit temperatur, durchschnittsverbrauch und so weiter …
klar hat man beim losfahren erst mal einen immensen wert da in der anzeige, > 40 l/100km auf den ersten metern sind normal.
am ende kommt je nach strecke/fahrweise/verkehr irgendwas zwischen 5,5 und 7 bei rum.
in der regel gucke ich das erste mal wenn ich nach 2-3km den ersten berg von 180Nn auf 250 zur B8 erklommen habe.
wenn da oben die differenz zwischen der angezeigten außentemperatur und dem bis dahin erreichten durchschnittsverbrauch die 20 übersteigt, HUCH, DANN ist winter, das kommt doch eher selten vor.
heute morgen waren es dann mal eben -10° und 12,1 liter. BRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR.
kein wunder daß ich momentan in winterschlaf verfalle und gar nicht mehr morgens aus dem bett und schon gar nicht ins dunkel zum laufen raus mag.

deshalb hab ich mir heute mal wieder ein wenig gleitzeit genehmigt um wenigstens in der sonne unter blauem himmel meine minimalistischen runden zu drehen.
die waren sogar wieder richtig nett und gar nicht so kalt wie erwartet, keine ahnung wieviel, ich hab ja kein FIS in mir und im garmin leider auch nicht :(
“sicherheitshalber” hatte ich allerdings tatsächlich mal eine dünne LANGE tight über der capri an und mehrere schichten dünn oben, aber es war angenehm.
nach einigen minuten kam mir selbst die luft um mund&nase nicht mehr so kalt vor.

alleine war ich auch wieder nicht, 2 läufer hatten ihre runden früher gedreht und kamen gerade zurück, ein alter geher/traber kam mir mehrfach entgegen und viele spaziergänger erfreuten sich an der sonne. damit gingen die 3 runden unerwartet schnell rum. schnell ist natürlich relativ, also gefühlt schnell, real langsamer als bisher. aber man macht ja nicht unbedingt tempotraining bei frost und schon gleich gar nicht, wenn man nach vielen jahren mal wieder einen schlampigen januer unter 100km abgeliefert hat.
der war immerhin flott im durchschnittstempo, 6:46min/km im monatsschnitt lese ich ja selten, bei den kurzstrecken (im schnitt 7,13km, *schäm*) allerdings auch kein wunder.
und den wochenschnitt von grad mal 20km möchte ich auch nicht mehr lange sehen. diese woche wird der noch schlechter werden, aber in die küchenkladde/lauftagebuch kommen immer die monatsabschlußzahlen, bis dahin ist ja noch ein bischen_und_ein_tag :)

montag hatte ich übrigens die möglichkeit an einer sehr interessanten führung durch das DLR teilzuhaben. die kann man buchen und neue mitarbeiter werden dann schon mal dazu gepackt. wir waren zu dritt mit einem 13.jahrgang mathe+physik-leistungskurse unterwegs.
gezeigt wurde von den auf der infoseite angegebenen 5 gebieten alle außer dem windkanal.
begonnen haben wir mit dem verlassen des gebietes der BRD im EAC, wo alle europäischen raumfahrer ihre einsätze trainieren, zunächst unter einem modell der ISS und dann mit blick in die trainingshallen, im märz muß das nächste ATV wieder mal hoch und nachschub bringen um dann den müll mit zurückzunehmen auf seinem einwegflug, dabei sieht es jetzt so gut aus, so schön sauber und weiß und heil, eigentlich schade drum.
der sonnenofen war natürlich an diesem noch ganz grauen montag außer betrieb, somit gab’s nur eine theroetische vorstellung.
in der medizinabteilung haben wir kurz vor dem mittagessen mal eben über püriertes essen und wiederverwerteten kaffee und die generellen probleme mit dem appetit aufgrund der schwerelosigkeit philosophiert.
die letzte station war im MUSC beim modell des rosetta-landers “philea”, der sich 2014 an den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko schleicht um erstmals auf solch einem steinchen von nur 4km durchmesser gaaaaaaanz sanft zu landen.
hoffen wir daß rosetta aus dem winterschlaf, in den sie mitte 2011 versetzt wurde um auf ihrer aktuell sehr sonnenfernen bahn strom zu sparen, rechtzeitig wieder aufwacht, also ihr wecker funktioniert!

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